Frage von Tes9sa, 104

Wie kann ein Eigentümer gegen sowas angehen?

Heute hab ich dies gelesen und war geschockt

http://www.huffingtonpost.de/2016/09/03/fluechtlinge-scheune-leopoldshoehe_n_118...

Ich finde es eine Frechheit, was sich das Bauamt da heraus nimmt. Sie erpressen quasi einen Eigentümer, sein eigenes Hab und Gut umzubauen. Er dürfe dies nur machen, wenn er Flüchtlinge aufnimmt, statt mit seiner Familie dort zu wohnen. Wie könnte dieser Mann vorgehen und am besten och gewinnen?

p.s. bitte keine Hetze gegen Flüchtlinge oder Diskussionen über sie wie es in anderen Fragen sofort passiert, denn die sind in dem Fall nicht der Feind, sondern werden nur benutzt. Das Bauamt ist das Ziel

Antwort
von vitus64, 28

"Das Bauamt ist das Ziel."

Nur, dass das Bauamt alles richtig gemacht hat.

Im Außenbereich darf man nicht bauen. Das wusste der Antragsteller mit Sicherheit auch.

An dem Asylantrag kann man schon sehen, dass hier der Eindruck eines Skandals geschaffen werden sollte.

Wehren kann man sich gegen sowas übrigens mit einer (in diesem Fall allerdings aussichtslosen) Klage.

Kommentar von Apfelkind86 ,

An dem Asylantrag kann man schon sehen, dass hier der Eindruck eines Skandals geschaffen werden sollte.

Klappt ja auch mal wieder super, wie man an den Kommentaren beim Artikel sieht: Wutbürger incomming...

Antwort
von wfwbinder, 20

Es steht doch im Bericht drin. Wenn es diese Flüchtlingsregel nicht gäbe (die ist eine Ausnahme), dürfte er gar nicht bauen, weil Aussengebiet.

Also ist das Angebot trotz dieses Verbots im Aussengebiet Wohnraum zu errichten, für den guten Mann die Krücke sein Vorhaben überhaupt durchzuführen.

Antwort
von wilees, 33

Eine Ablehnung einer solchen Umbaumaßnahme im Außengebiet ist üblich und auch rechtens.

Allerdings eine einschränkende Genehmigung ( mit dieser Auflage ) zu erteilen, halte ich juristisch für sehr fragwürdig.

Was würde geschehen, wenn der Umbau fertiggestellt würde und der Bauherr sich anschließend weigert zu vermieten? Speziell unter der Prämisse, dass ja lediglich ein Umbau stattfinden würde.

Kommentar von vitus64 ,

"Allerdings eine einschränkende Genehmigung ( mit dieser Auflage ) zu erteilen, halte ich juristisch für sehr fragwürdig."

Halte ich auch für fragwürdig. 

Ich bezweifle aber auch, dass das so gelaufen ist. Der Antrag wurde ja wohl abgelehnt und dann ist kein Raum mehr für irgendeine Einschränkung.

Ich vermute eher, dass der Antragsteller nachdem der Antrag abgelehnt wurde, bei der Behörde nachgefragt hat, was denn wäre, wenn er zu Zwecken der Flüchtlingsunterbringung umbauen würde und dann die entsprechende Auskunft bekommen hat.

Dann kann man nämlich eine Selbstverständlichkeit (Bauverbot im Außenbereich) als Skandal hinstellen.

Dazu passt auch der Asylantrag des Antragstellers.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Wenn das Ausbauverbot bzgl. Flüchtlingsunterkünften eine Ausnahme macht, ist das doch nicht fragwürdig. Und nach den 3 Jahren darf er es ja dann nutzen, wie er möchte, bekommt in den drei Jahren vermutlich auch noch dicke Förderung für die Unterbringung. Eigentlich könnte er sich freuen.

Kommentar von vitus64 ,

Fragwürdig wäre es, quasi etwas anderes zu genehmigen, als überhaupt beantragt wurde, also der Ablauf des Verfahrens.

Antwort
von adabei, 21

Das Bauamt erpresst hier niemanden. Der Eigentümer wird ja nicht gezwungen, seine Scheune umzubauen.
Er hätte vor der sogenannten Flüchtlingskrise ja auch keine Genehmigung für diesen Bau bekommen.

Antwort
von Apfelkind86, 16

Sie erpressen quasi einen Eigentümer, sein eigenes Hab und Gut umzubauen.

Hast den Artikel nicht gelesen, was? ER will die Scheune umbauen, darf das aber eigentlich nicht. So darf er den Umbau machen, bekommt in den drei Jahren, die dort Flüchtlinge leben, richtig schön Subventionen und darf sie nach den drei Jahren dann selbst nutzen.

Er hat eigentlich keinen Grund, sich zu beschweren, im Gegenteil...

Antwort
von TomRichter, 9

> Heute hab ich dies gelesen

Nur die Überschrift gelesen?

Weil, im Text steht alles gut erklärt und da gibt es überhaupt keinen Grund für "und war geschockt".

Übrigens: Eine seriöse Nachrichtenquelle (dazu zähle ich die amerikanische Huffington Post, aber nicht die deutsche) erkennt man daran, dass die Überschrift nicht das Gegenteil dessen suggeriert, was der Text beinhaltet.

Antwort
von AnonYmus19941, 25

Hast du den Artikel gelesen?

Der Umbau ist eigentlich nicht erlaubt, man würde nur eine Ausnahme für ihn machen, wenn er dafür Flüchtlinge aufnimmt.

Ohne die Flüchtlingskrise dürfte er die Scheune niemals umbauen - so kann er sie nach drei (gut bezahlten) Jahren selbst benutzen.

Von eine "Benachteiligung" kann er wirklich nicht sprechen ...

Antwort
von MAB82, 24

Steht doch in der Originalquelle drin. Gesetzlich darf er dort eigentlich überhaupt nicht ausbauen. Die Flüchtlinge dort wohnen zu lassen hätte ihm eine Sondergenehmigung beschert.

Antwort
von Muhviehstarx3, 19

Es steht doch klipp und klar im Text.

“Grund ist die Lage der Scheune: Sie liegt außerhalb des Bebauungsplans, im sogenannten Außenbereich, wo das Bauen prinzipiell verboten ist.“

Antwort
von Realisti, 12

Das ist mal wieder eine von den Hetz- oder Fakemeldungen die umgehen.

Glaube doch nicht jeden Mist, den die Fremdenhasser verbreiten.

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