Wie kann ein 80jähriger heute eine Finanzierung für die Erneuerung seines Daches bekommen?

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6 Antworten

Hallo Bleistein,

vielen Dank für Deine Frage. Grundsätzlich gilt dabei: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Lass Dich dazu aber richtig beraten. Entscheidend ist dafür nämlich zuerst die Gesamtkonstellation.

Das Alter des Darlehensnehmers ist eines von vielen Kriterien bei der Genehmigung der Immobilienfinanzierung. Der Grund des Darlehens ist insoweit zunächst außen vor. Aufgrund der im März 2016 in Kraft getretenen Wohnimmobilienkreditrichtlinie sind die Banken verpflichtet, zum Schutz des Darlehensnehmers bestimmte Kriterien besonders zu berücksichtigen. Aber allein das Alter ist nicht bei allen Banken ein grundsätzliches Ausschlusskriterium.
Für die Aufnahme eines Darlehens für die Erneuerung des Daches ist ausreichende Bonität sowie eine weitgehend lastenfreie Immobilie als Sicherheit vorausgesetzt. Manche Banken fordern auch die Mitverpflichtung eines jüngeren Darlehensnehmers, vorzugsweise eines Erben.

Das Alter alleine ist auf jeden Fall kein grundlegendes K.O.-Kriterium!

Ich hoffe, Deine Frage beantwortet zu haben. Für eine umfassende Beratung empfehle ich Dir ein Gespräch mit Deiner Hausbank oder einem unabhängigen Immobilienfinanzierungsvermittler.

Alles Gute und viele Grüße,

Vanessa Prantner von der Interhyp AG

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Kommentar von Interhyp
13.10.2016, 10:03

Immer gerne (o:

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Sofern in der Nachfolge des Darlehensnehmers keine persönlichen Bedenken bestehen, wäre eine solche Finanzierung zum Erhalt eines Gebäudes durchaus denkbar.

Der Darlehensnehmer wäre gut beraten, der Bank seine Rechtsnachfolge deutlich darzulegen und den Nachfolger ggfs. notariell zu beglücken um ihn so z.B. als Bürgen für die anstehende Finanzierung zu gewinnen.

Banken lehnen ansonsten sehr leicht Finanzierungen, die sich ausschließlich als Beleihungskredite entpuppen, bei der die sonst zu vernachlässigende "Personalkreditbetrachtung", welche die Person des Kreditnehmers im Focus hat, die im normalfall der Realkreditbetrachtung untergeordnet ist, und bei denen man das Risiko der Pfandverswertung unter Zerschlagungsaspekzen nicht ausschließen kann, ab.

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So ein Dach geht ja nicht von heute auf morgen kaputt und man weiß Jahre im Voraus, wann eine Investition notwendig wird.

Für sowas bilden kluge Hausbesitzer Rücklagen.

Er könnte aber z. B. das Haus bereits vorzeitig an seine Erben überschreiben und sich das lebenslange Wohnrecht einrichten lassen und die Erben übernehmen dafür die Investition in ihr Eigentum. Schlauerweise hätte er das aber schon früher getan, so dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass der die 10-Jahresfrist noch überlebt.

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Ein privates Darlehen wäre eine Option
Im Internet gibt es doch mittlerweile Seiten die genau sowas vermitteln

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Einen jüngeren Bürgen (Kinder, Enkel etc.) vielleicht.

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Kommentar von schelm1
11.10.2016, 11:45

...dem man dessen Bereitschaft in notarieller Form versüßen sollte!

Das wäre perfekt!

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Da hätte ich wenig Hoffnung. Er bekommt ja noch nichtmal eine Lebensversicherung um das Darlehen abzusichern.

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