Frage von normanise, 24

Wie kann die Mutter ohne Zustimmung des sorgeberechtigten Vaters die Tochter in einer anderen Kita angemeldet haben?

Hallo, ich bin neu hier weil ich rat brauche.

Klassische Geschichte: Mit ehmaliger Lebenspartnerin habe ich eine Tochter ( 2,5 Jahre alt). Nachdem wir umgezogen sind und ich zum Haupteil die Einrichtung der neuen Wohnung ( Sie ist Hauptmieterin ( Genossenschaft ich hatte nur Gaststatus)) finanziert habe und die Umzugskosten incl. doppelter Miete etc. wurde ich nach 4 Monaten mit heftigen Aktionen aus der Wohnung geworfen ( lässt sich von Ihrem neuen Lover vor die Tür bringen etc. ).

In Hamburg ist der Wohnungsmarkt sehr eng und es ist mir nicht möglich gewesen innerhalb kurzer Zeit eine neue Wohnung zu finden ( bin finanziell auch ausgelaugt ( Normalverdiener). Habe derzeit nur ein Zimmer.

Nun hat die Mutter nach 3. monatiger Trennung unsere Tochter aus der ehemaligen Krippe abgemeldet und in eine neue reingesteckt, ohne mich zu informieren, ohne meine Zustimmung.

Ich habe mehrfach angefragt, was mit der Kita ist und ihr Angebote gemacht ( Abholung)... keine Antwort bis zur vollendeten Tatsache.

Ich bin schockiert, da die neue Kita in einem Hochhaus in der Stadt ist und unsere Kleine nun 10 Std. dort am Tag ist. Bei Anfragen, ob ich die Kleine mal früher abholen kann um mit Ihr Schwimmen zu gehen oder was zu unternehmen, werde ich blockiert.

Ich bin sehr traurig und verzweifelt, ein 2,5 Jahre altes Kind 10 Std. am Tag in einem Karton...

Wie kann die Mutter die Kleine ab- und anmelden ohne meine Zustimmung als Sorgeberechtiger?

Wie kann ich ohne Zustimmung der Mutter unsere Tochter von der Kita abholen?

Die Kleine lebt bei der Mutter und ich suche eine geeignete Wohnung um mein Umgangsrecht wahrzunehmen... doch es wird dauern bis ich eine finde, da wie gesagt der Wohnungsmarkt in Hamburg total knapp ist.

Freue mich über guten Beirat!

Gruss

Antwort
von Menuett, 17

Kindergarten, Krippen und Kitas sind privat rechtliche Institutionen.

Tatsächlich kann der Elternteil, bei dem das KInd lebt, den Kindergarten, die Krippe selbst bestimmen, egal, was da so mancher Anwalt behauptet.

Das ist auch gar nicht anders möglich, da dieser Elternteil die Betreuung nach seinem Job ausrichten muß.

Würde der andere Elternteil dies zu verhindern wissen - er würde dem Elternteil Unterhalt in Höhe des verhinderten Gehalts schulden...

Man stelle sich vor - Vater will keinen Kindergarten - Mutter darf somit nicht arbeiten gehen.

Verständlich, oder?

Kommentar von normanise ,

Hallo Menuett, sicherlich kann ich dieses verstehen!

Doch wie ich geschrieben habe als Antwort an Scharrvogel, sehe ich die Alltagssorge ihrerseits als herbeigeführt.

Sie war von Anfang an nach der Geburt extrem egozentrisch mit der Kleinen... mich sehr ausgegrenzend... ich dachte es ist typisch bei Müttern... doch es wurde immer schlimmer.

Ich hatte auch angeboten, die Kleine täglich abzuholen.

Ich hatte ein halbes Jahr vor der Trennung die Kleine zur Krippe hingebracht und abgeholt... die Kleine versorgt, wenn sie krank war... um der Mutter Zeit für ihren neuen Job und der Tochter ( nach 1,5 Jahren Mutterzeit) zu geben. Habe zugleich noch den Haupteil verdient, eingekauft, gekocht und geputzt.

Also, dass muss ich jetzt mal schreiben... ist ja anonym...

Die Frau hat ein Verhältniss mit einem Vorgesetzten ( verheiratet) angefangen, um einen besserbezahlten Job zu bekommen und mich dann zu entsorgen... während ich die Stellung gehalten habe.

Sie ist sehr opportunistisch ( milde ausgedrückt)!

Ergebniss ist nun... die alte Krippe 5-6 Std. mit Garten und Bioessen, Kindern aus der Umgebung ist vorbei... stattdessen in einem Hochhaus im Zentrum 8-10 Std. täglich, kein Bioessen ( ist mir sehr wichtig). Sie ist 2,5 Jahre alt!

Bitte verstehen Sie, dass ich all diese Nachteile, die unserer Tochter dadurch hat, mir schwer zu schaffen machen und ich nach einer Lösung suche, die für das Kind, die Mutter und den Vater angemessen ist.

Falls es so ist, wie scharrvogel schreibt, dass ich das Recht habe 2-3 mal in der Woche am Nachmittag die Kleine vorzeitig aus der Kita abzuholen, wäre ich mit der neuen Kita einverstanden.

lieben Gruss

Kommentar von Menuett ,

Es gibt kein Recht, das Kind 2-3 mal aus der Kita abzuholen.

Es ist völlig egal, ob Sie mit der neuen Krippe einverstanden sind oder nicht.

Das was Sie hier über die Mutter kundtun sollten sie vor Gericht lassen. Das steht ihnen nur nachteilig zu Gesicht.

Antwort
von scharrvogel, 20

nun sie geht in die alte kita und meldet das kind ab und meldet es in der neuen kita an. in der regel wird nicht nach dem sorgerecht gefragt, somit ist es kein problem. weiterhin gehört die wahl der kita zur alltagssorge.

in der zwischenzeit ist dein problem allerdings ein anderes: das ist der punkt umgang und entfremdung des kindes. fordere deinen umgang:

- 2-3 nachmittage die woche mit einer übernachtung

- jedes zweite we von fr-mo

- hälftige ferien und feiertage

- 3 wochen ferien.

lass ihr das in zweifacher form zukommen als umgangsvereinbarung und fordere die unterschrift eines exemplares innerhalb von 7 tagen zurück. ansonsten geh ins jugendamt und bitte um mediation.

im hintergrund kannst du schon mal die klage vorbereiten. davon würde ich kein wort verlauten lassen.

was die kita betrifft: die mutter, als betreuender elternteil bestimmt wer das kind holt und bringt zur kita. ohne ihre vollmacht darfst du das kind nicht abholen. dabei ist es völlig egal wie das sorgerecht geregelt ist.

was ist eigentlich mit deiner wohnungseinrichtung? wenn du die bezahlt hast, solltest du verlangen, dass du deine dinge abholen kannst. egal wäre mir ob die km dann auf dem boden schläft und auf diesem sitzt. einzige was stehen bleibt ist das kinderzimmer.

Kommentar von normanise ,

vielen Dank der Antwort scharrvogel!

Diese hat mich schon ein wenig beruhigt. Ich gehe davon aus, dass die Umgangszeiten die Sie geschrieben haben gesetzliche Vorlagen sind.

Ich dachte, dass ich mit unserer Tochter nur noch jedes 2. WE einige Std. etwas unternehmen kann. Das wäre viel zu wenig Zeit!

Ich würde unsere Tochter auch liebend gerne so oft wie es geht frühzeitig aus der Hochhauskita in der Stadt abholen ( ich kann meine Arbeitzeiten recht frei einteilen). Das wäre ja möglich bei 2-3 Nachmittagen in der Woche.

Ich hätte gerne umgehend eine Wohnung gefunden und so mein Umgangsrecht wahr genommen ( je eine Woche). Doch durch den schnellen Verlauf der Trennung war es unmöglich. So empfinde ich es als eine herbeigeführte Alltagssorge/ Betreuung.

Die Wohnungseinrichtung habe ich dort gelassen, da ich unserer Tochter nicht zuviel Umbruch zumuten will.

Ist die Mutter gestresst... wird am Ende das Kind auch darunter Leiden. Zudem würde sie sicherlich mit rächenden Aktionen reagieren.

Ich kann es gut wegstecken... bin nicht so materialistisch!

Nun hat gestern, nach 3 Monaten, die Mutter mir zugestimmt, dass Sie mich anruft und wir in Ruhe eine Regelung finden.

Ich hoffe es wird gelingen. Das Jugendamt oder einen Anwalt will ich nur als aller letzte Möglichkeit einschalten. Wir sind doch erwachsen?!

Also, nochmals vielen Dank scharrvogel. Ich werde Ihren Rat folgen und die Umgangsvereinbarung verfassen und der Mutter via Einschreiben zusenden.

Kommentar von Menuett ,

Nein, das sind keine gesetzlichen Vorlagen und mir ist auch kein Fall bekannt, in dem der Umgang so gehandhabt wird.

Da wäre ja ein kindliches Umfeld gar nicht mehr möglich.

Aber alle 14 Tage ein Wochenende plus einen Tag in der Woche ohne Umgang am Wochenende sind normal und üblich.

Kommentar von scharrvogel ,

es gbit keine gesetzliche vorlage, sondern nur die laufende rechtsprechung. in vielen fällen wird seit jahren so geurteilt und oft genug geht man richtung eines wechselmodells. das setzt natürlich voraus, dass die kommunikation zwischen den eltern gut funktioniert.

nimm dir eine vorlage als umgangsvereinbarung und setze so hoch an wie möglich mit dem umgang. sie wird eh runterhandeln. wenn sich da keine einigung einstellt, wirst du klagen müssen und das solltest du im hinterkopf behalten. arbeite die sache punkt für punkt ab.

zur entspannung der elternbeziehung schlage ruhig vor, dass du kind an den umgangstagen von der kita abholst und unter der woche nach hause bringst, an den übernachtungstagen bringst du kind eben nächsten tag in die kita.

die ganze sache mit dem bio-essen, der betreuung in kürzeren abständen scheitert dann, wenn der betreuuende elternteil aber mehr als die angebotene betreuungszeit benötigt. schau mal hier mit rein: www.allein-erziehend.net

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