Frage von VierHektar, 44

Wie kann die Bundesregierung mit dem Erfolg der AfD in den Wahlen, umgehen?

Was kann die Bundesregierung machen?:)

Antwort
von Richwood99, 16

In erster Linie sie ernst nehmen.

Der Erfolg der AfD begründet sich meiner Meinung nach auf der Alternativlosigkeit der Politik. Die AfD ist ein Beispiel dafür, dass es eben doch Alternativen gibt. Die kann man mögen oder nicht, aber es entspricht schon sehr der tatsächlichen Meinung in der Bevölkerung, dass sie ca. 20% der Wählerstimmen bekommen. Wenn man die AfD nicht ernst nimmt, nimmt man einen großen Teil der Wählerschaft nicht ernst und das kann ziemlich schwierig werden, wenn diese Koalitionsbildungen etc. erschweren.

Und sie sind schon ein wenig über das Stadium der reinen Protestpartei hinaus. Weiterhin (es sind zwar nicht unglaublich viele, aber es gibt sie) ist die AfD personell nicht unbedingt unqualifiziert. Und das kann man nicht einfach so ändern.

Die Aufgabe der Bundesregierung ist es in erster Linie nicht sich darum zu kümmern, was Oppositionsparteien machen oder die Meinungsbildung der Menschen zu beeinflussen, sondern zu regieren. Tun sie das im Konsens mit der Bevölkerung werden die Stimmen für AfD geringer (Protestwähler fallen weg). Mich würde es aber wundern, wenn sie nicht dennoch eine gewisse Anzahl der Stimmen bekommen würden. Dies kann man nur dann noch verkleinern, indem die FDP wieder stärker wird. Viele der Themen der AfD begründen sich nun mal auch auf einer konservativ-liberalen Politik, die vorher von der FDP bedient wurde, allerdings ohne den rechten Populismus der AfD. Und da ist mir die FDP doch um einiges lieber.

Antwort
von joheipo, 18

Eine bessere Politik machen, was sonst?

Die AfD ist in erster Linie eine Protestpartei. Die Wähler protestieren gegen das, was ihnen die etablierten Parteien als Politik anbieten.

Also sollten die etablierten Parteien und die Regierungen von Bund und Ländern den Unmut bzw. Protest der Bürger ernst nehmen, analysieren und sich selbstkritisch fragen, ob das, was sie tun (bzw. unterlassen), tatsächlich dem Wohl des Ganzen dient. Und wenn das so ist, müssen sie Aufklärung betreiben oder auf neuhochdeutsch "transparenter werden".

Antwort
von ImCruz, 12

Auf die Ängste der Bürger eingehen! Ob unbegründet oder begründet, wenn man alle welche nicht einverstanden mit der Flüchtlingspolitik sind, als Idioten, Nazis, ... beschimpft und nicht versucht eine Konstruktiven Konsens zu schaffen dann kann es nicht werden. 

Würde man konstruktiv diskutieren dann würde man schnell sehen, dass viele der Ängste welche die Wähler zu AfD treibt übertrieben sind. Genauso würde es sich aber auch zeigen, dass es zunehmend Probleme mit bestimmten Migranten Gruppen gibt und es auch somit begründet Zweifel gibt.
Und genau da liegt der Haken, wenn man die Fehler bei jemand anderem sachlich aufzeigen möchte, dann muss man sich auch seine eigenen Fehler eingestehen! Und wer möchte dass schon?!

Und des weiteren, die Afd ist noch sehr jung und es wird sich noch zeigen in welche Richtung diese gehen wird. Ob diese nur leicht rechts neben der CDU bleibt oder ob diese weiter nach rechts wandern wird. Vielleicht wird die AfD sich auch selber zerstören? Die etablierten Parteien hatten am Anfang auch ihre Schwierigkeiten und mussten mit internen Problemen kämpfen und haben es geschafft Fuß zu fassen. 

Aber ignorieren und beleidigen ist für mich der FALSCHE weg in einer Demokratie.

Edit: Und man darf die AfD sicherlich nicht nur auf die Flüchtlingskrise einschränken, die Partei hat auch eine Parteiprogramm welches vielen vielleicht nicht bekannt ist. 

Herr Lindner von der FDP hat dazu mal eine meiner Meinung nach sehr gute Rede gehalten:

Antwort
von wfwbinder, 25

Wie man mitbekommen hat, fängt die Bundesregierung/die Kanzlerin ja an, von der Regierungslinie etwas abzuweichen, wobei das eben ein verbales nachziehen ist, denn tatächlich kommen ja schon seit Monaten weniger Flüchtlinge an.

Tatsächlich wichtig wäre es eine Europäische Lösung zu finden. Ggf. mit Druck/Nachdruck gegen die östlichen EU-Staaten.

Schon im Frühjahr wird es für die AfD schwieriger. Saarland und NRW mögen knapp zweistellig werden, Schleswir Holstein dürfte einstellig bleiben.

im erbst bei der Bundestagswahl wird es sehr differenzierte Ergebnisse Ost/West geben, wie letzten Sonntag in Berlin.

Da war die FDP in einigen Wahlkreisen im Westen stärker als die AFD, die aber im Osten "geerntet" hat.

Bei Wahlen ist zwar nichts sicher, als das man vom Ergebnis überrascht wird, aber ich bin bereit zu tippen, das neben der GroKo eventuell auch Jamaica eine Koalitionsmöglichkeit sein könnte.

Für rot-rot-grün wird es kaum reichen.

Antwort
von MrHilfestellung, 26

Bloß nicht ähnliche Dinge wie die AfD fordern, so wie es die CSU momentan macht.

Leute wählen CDU/CSU, weil sie CDU/CSU wählen wollen und nicht weil sie AfD wählen wollen. Wenn die Regierung jetzt einen ähnlichen Kurs wie die AfD fährt wählen die Leute lieber das Original. Also die AfD.

Antwort
von MickyFinn, 8

Folgendes würde die Bürger beruhigen.

1. Obergrenze (max. 200.000 / Jahr)

2. Lückenlose Erfassung aller in Deutschland befindlichen Ausländer (mit Einzelprüfung ob Asylgrund vorliegt, oder nicht).

3. Konsequente Abschiebung derer, welche kein Bleiberecht haben (nach Prüfung) und deren Staaten sie zurücknehmen.

4. Ein klares Signal setzen, das Wirtschaftsflucht kein Bleiberecht erwirkt (auch in deren Herkunftsländern, die noch immer glauben, hier würden massenhaft leere Häuser bereitstehen... ist tatsächlich so).

5. Die Salafisten-Szene verbieten & strafrechtlich verfolgen (statt zuzulassen, das sie mit Mikrofon & Bühne ihre Ideologie verbreiten und Menschen radikalisieren).

Das wäre mal eine Idee... oder klingt das zu AfD-Mäßig ?

Kommentar von randomhuman ,

1. wird vielleicht demnächst kommen aber das kann man nicht genau sagen ob sich Merkel von Horst anpöbeln lässt...

2. wird bereits durchgeführt bzw. ist im Gange

3. wird bereits durchgeführt bzw. ist im Gange

4. die Signale wurden schon mehrfach von unterschiedlichen Politkern ausgesendet

5. viele Salafisten werden schon überwacht/beobachtet aber hier ist es allgemein ähnlich, wie mit der NPD, die man auch nicht verbietet

Antwort
von Hamm3Y, 11

Kurz gesagt, die afd wird FALLEN ( ich mein sie war nie ganz oben aber...) Ach ihr wisst schon

Antwort
von voayager, 2

Die Bundesregierung ist maßgeblich schuld daran, dass die AfD so stark ist. Wahrscheinlich wird sie so nach Rechts abrücken, um der AfD so Stimmen abzujagen.

Antwort
von ThommyGunn, 4

Um die AfD einzudämmen wird sie einige ihrer Positionen übernehmen und durchsetzen müssen, so wie man in der Vergangenheit grüne Positionen übernommen und durchgesetzt hat.

Antwort
von soissesPDF, 5

Gar nicht.
CDU und SPD befinden sich im Wahlkampfmodus.
Die AfD im Bundestag verhindern werden sie nicht schaffen, nicht einmal dann wenn die ihre neoliberale Politik aufgeben würden.

Für rot-rot-grün wird es 2017 nicht reichen, diese Option besteht nicht.
schwarz-grün-gelb kann reichen, falls die FDP in den Bundestag gelangen würde.
Falls nicht käme es zu einer erneuten GroKo, genau da geht die Reise hin.

Ausgerechnet einen Lagerwahlkampf wird es nicht geben, schon gar nicht von der SPD, für ein rot-rot-grünes "Projekt", das ohne Aussicht auf Erfolg ist.

Richtig erkannt, die AfD ist gut platziert und wird nicht zu verhindern sein, gerade weil CDU und SPD ihre Politik nicht ändern, weder können, noch wollen.

Kommentar von randomhuman ,

Die AfD ist selbst neoliberal durch und durch...Kann man ja gut an deren geplanten Steuermodell festmachen. 

Die CDU verändert ihre Politik schon seit Monaten, um weniger Flüchtlinge ins Land zu lassen. Merkel hat den neuen Kurs ja jetzt auch offiziell bekanntgegeben. 

Die AfD wird sich trotzdem um die 10% bewegen...

Kommentar von soissesPDF ,

Die AfD ventiliert Themen, die CDU und SPD peinlichst in die Defensive drängen.
Mithin, wenn die AfD neoliberalisiert müsste die SPD mehr auf die soziale Karte setzen. Was nicht zu erwarten ist. Gerade die SPD kommt aus ihrem neoliberalen Wahn nicht mehr heraus.
Hier könnte die CDU punkten, in dem sie den Mindestlohn erhöht.
Der wirkt auf die Löhne insgesamt und mithin auf die Renten.
Auch hier Fehlanzeige.

Jüngste Umfragen sehen die AfD bei 16% im Bund.

Bis zur Wahl ist keine Politik mehr umsetzbar, die Wirkung entfalten können. So sitzen CDU und SPD wie das Kaninchen vor der Schlange, starr vor Angst.
Einzig betondend, als Groko habe man zusammen 54%.
Was wählen die Bürger wohl dann, wenn nicht die Alternative, gegen eine "alternativlose" Groko?

Antwort
von Skinman, 3

Sie müsste damit aufhören, Politik für die reichen und mächtigen Eliten zu machen.

Kommentar von randomhuman ,

Ja dann besser nicht die neoliberale AfD wählen...

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