Frage von CookieHoran, 97

Wie kann aus einem dickeren Goldblech eine hauchdünne Blattgoldfolie hergestellt werden ( Chemie)?

Wir haben in Chemie eine Hausaufgabe aufbekommen. Die Fragestellung lautet: Aus einem dickeren Goldblech wird eine hauchdünne Blattgoldfolie hergestellt. Erkläre dieses Phänomen mithilfe des Modells zur Metallbindung. Kann mir jemand diese Frage beantworten? :)

Antwort
von PWolff, 33

Möglicherweise zielt die Frage darauf, warum Gold so extrem duktil (verformbar) ist, weit mehr als andere Metalle bei ähnlicher Biegbarkeit. Möglicherweise auch nur allgemein auf die Duktilität von Metallen.

Weißt du, wie die Metallbindung funktioniert? Kannst du dir denken, was passiert, wenn du Schichten innerhalb von Molekülen, Salzen und Metallen um ca. 1 Atomdurchmesser verschiebst?

Gold ist besonders schwer und das Valenzelektron sehr fest gebunden. Es könnte sein, dass dies etwas mit der Duktilität zu tun hat. (da müsste ich selber noch etwas recherchieren)

Antwort
von rotreginak02, 45

grob erklärt:

Das Gold wird zuerst mit genauen Mengen von Kupfer, Silber oder Palladium vermengt, je nach dem gefragten Farbton. Palladium wird dem Gold beigefügt, um widerstandsfähigere Goldblätter zu erzeugen.

Die verschiedenen Metalle werden bei ca. 1200 Grad Celsius geschmolzen.
Metallbindung nennt man das (im Gegensatz zur Ionenbindung.....)

Die genauen chemischen Prozesse zur Metallbindung kann ich dir nicht erklären, hast du aber sicher im Chemieheft stehen...

Antwort
von cg1967, 4

Wie kann aus einem dickeren Goldblech eine hauchdünne Blattgoldfolie hergestellt werden

Dies erlernst du in der Goldschlägerlehre. Mit Chemie hat es nichts zu tun.

Antwort
von ngdplogistik, 27

Lieber CookiHoran,

Bavarian und Karl37 haben in ihrem Kommentar zu meiner Walzung recht. Mit einem 9 Kilo Hammer und mehr als 2000 Schlägen wird das vorher geschmolzene, gewalzte und in Quadrate geschnittene Gold gehämmert.

Ich finde es sehr Schade, dass die beiden User, wo diese das Wissen haben, die Frage unbeantwortet lassen.

Ich ging davon aus, dass die Walzung ausreichend ist und bin eines Besseren belehrt worden, habe etwas dazugelernt, wofür ich den beiden Usern recht dankbar bin. Ich bin keinesfalls allwissend und mache auch etwas falsch, kann dies jedoch unumwunden eingestehen.

Liebe Grüße

Antwort
von Peter242, 45

Am besten überlegst du dir, warum das geht. Wie das geht sollte ja auf der Hand liegen. Warum lassen sich Stoffe mit einer Metallbindung biegen, walzen also verformen und zB Salze nicht (NaCl).


Hausaufgaben sollten generell hier nicht gelöst werden, aber Denkanstöße können wir dir gerne geben :)

Antwort
von Missingo1996, 48
Kommentar von ngdplogistik ,

Hättest allerdings auch selber schreiben können.

Liebe Grüße

Kommentar von Missingo1996 ,

Naja, Google sollte man schon bedienen können...

Kommentar von ngdplogistik ,

Hast in dieser Richtung wohl recht, allerdings ist d i e s hier eine Seite, auf der Fragen beantwortet werden sollten. Den Daumen hoch gab ich Dir, weil nun keine lange Suche mehr erfolgen muss, zumindest, wie die Frage richtig zu formulieren wäre. Ich verweise auch manchmal auf andere Seiten, jedoch bin ich bemüht, wenigstens etwas persönliches hinzufügen.

Ehrlich gemeinte liebe Grüße

Kommentar von Missingo1996 ,

Ich füge durchaus oft meine eigene Note hinzu wenn ich es für nötig halte, aber es kommen so oft Fragen vor, die man durch eine einzige Google-Suche beantworten kann, das ich da echt nicht denn Sinn sehe etwas dazuzuschreiben. Wenn der Fragesteller jedoch deutlich sagt, er hat das gelesen, zeigt es vor und versteht einen Gewissen teil davon nicht, ist das etwas anderes.

Antwort
von ngdplogistik, 57

CookiHoran

Durch Walzung.

Liebe Grüße

Kommentar von Bevarian ,

Auch der Gebrauch kleiner Hämmerchen ist immer noch in.    ;)))

Kommentar von ngdplogistik ,

Liebe/r Bevarian.

Beantworte dann doch entsprechend die oben stehende Frage. Aber Danke für das aufmerksame Lesen meiner Antwort 

Liebe Grüße

Kommentar von Karl37 ,

Der Beruf des Goldschläger ist noch nicht ausgestorben, denn ohne ihn bekommt man nicht die gewünschte Blattstärke. Walzen ist nur etwas für grobe Vorarbeiten.

Kommentar von ngdplogistik ,

Aber auch an Dich mein Anliegen, die Frage zu beantworten, denn Deine Antwort ist gefragt. Ich kommentiere auch ab und zu und bin wirklich bereit dazu zu lernen. Du solltest jedoch ruhig mit Deinem Wissen, wie auch Bevarian, die Frage beantworten. Ich sehe in Euch keine Konkurrenz, sondern Menschen mit dem nötigen Wissen. Einen Daumen hoch für Dich, zumal Du ausführlich kommentierst.

Liebe Grüße

Kommentar von Peter242 ,

Die Frage ist ausreichend beantwortet. Die Chemiker Community hier vermeidet Hausaufgaben für Schüler zu lösen.

Kommentar von ngdplogistik ,

Sind Schüller unter Eurer Würde und haben kein Recht darauf, von Euch eine Frage beantwortet zu bekommen und zwar hier auf gutefrage.net? Wäre doch prima, wenn der Fragesteller 

auf d i e s e r Seite eine Antwort bekommt, die für diesen aufschlussreich ist, anstatt immer im weiteren Internet nachsehen zu müssen. Ich verweise auch manchmal auf Seiten, jedoch bin ich zumindest bemüht, etwas ausführlicher zu reagieren, bevor darauf verwiesen wird.

Wie bereits erwähnt, liegt meine Allwissenheit in weiter Ferne, jedoch für eine Antwort zumindest, reicht es aus und auch wenn ich daneben liege, bin ich bereit dazu zu lernen.

Liebe Grüße

Kommentar von ngdplogistik ,

Sorry, eines möchte ich hinzufügen:

Auch wenn ihr meint, das die Hausaufgaben durch Eure Antworten gelöst werden und dies euren Zuständigkeitsbereich übersteigt, ist meine Überzeugung, dass der Schüler sich , wenn auch indirekt, mit der Hausaufgabe auseinander setzen"muss". 

Mit unserer Kommunikation ebenso, die ich mit ehrlich gemeinten lieben Grüßen hiermit beende.

Kommentar von Peter242 ,

Ne hast recht Schüler sind ganz klar unter unserer würde.  Desswegen sind wir so respektlos und regen diese zum selber denken an, damit sie daraus lernen. Chemiker sind schon bekannt für Ihren Egoismus und dafür dass sie ihr Wissen nicht gerne teilen. Gerade Chemielehrer teilen ungerne ihr Fachwissen.  

Kommentar von Bevarian ,

;)))

Kommentar von Karl37 ,

Duktilität nennt man die Eigenschaft von Metallen sich verformen zu lassen. Gold besitzt nun die größte Duktilität unter den Metallen.

Bei der Metallbindung sind die Valenzelektronen frei beweglich und umgeben gemeinsam die im meist kubischen Kristallgitter angeordneten Atomrümpfe. Beim Treiben des Goldes kann man sich vorstellen, dass hier die Elektronen eine Art "Schmierung" für die Verschiebung der Atomrümpfe haben. Die Duktilität ändert sich durch Legierung und durch Temperatur. Dem gilt es bei der Herstellung von Blattgold Rechnung zu tragen. Am Besten wäre reinstes Gold aber die Farbgestaltung erfordert Zusätze. Diese dürfen aber die Duktilität nicht herabsetzen, Silber und Palladium, sowie Kupfer in sehr geringen Mengen, kommen daher in Frage.

Walzen lässt das Material sprödig werden, daher vor jedem Walzgang ein Aufglühen. Das endgültige Austreiben auf die gewünschte Materialstärke in der Größenordnung weniger Atomlagen erfolgt dann manuell durch Hämmern. Wobei man aber, wie ich hörte, den Mensch durch Roboter ersetzen kann.

Materialeigenschaften zu kennen ist eine der wichtigsten Aspekte der Tätigkeit als Ingenieur. 

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