Frage von torallo, 6.959

Wie kann aus dem NICHTS das Weltall entstehen?

Gemäß Urknalltheorie soll das Weltall aus dem Nichts entstanden sein. Aber man sagt doch: Von nichts kommt nichts. Ausserdem gibt es doch die Energieerhaltungssätze in der Physik, danach soll doch Energie nicht geschaffen und auch nicht vernichtet werden können. Also muß doch die Energie und das Weltall schon immer und ewig vorhanden sein.

Expertenantwort
von SlowPhil, Community-Experte für Physik, 919

Gemäß der "klassischen" Urknalltheorie soll das Universum nicht aus dem Nichts entstanden sein, sondern der Beginn der Existenz des Universums ist ihr zur Folge der beginnende Existenz der Zeit überhaupt. Stephen Hawking schreibt einmal, nach der Zeit vor dem Urknall zu fragen sei so ähnlich, als frage man danach, was nördlich des Nordpols sei. Das Nichts "davor" wäre demzufolge auch ein zeitloses Nichts.
Heutzutage gibt es allerdings eine ganze Menge Hypothesen über so etwas wie eine Zeit vor dem Urknall, und die gehen nicht unbedingt von einem Nichts aus. Sie sind aber spekulativ.
--
Die Diskussion hier veranlasst mich allerdings, noch ein paar Worte außerhalb des topic zu verlieren: Ich habe etliche Antworten einfach mal positiv bewertet, und zwar nicht unbedingt deshalb, weil sie mir besonders gut gefallen, sondern weil sie negativ bewertet waren, nur weil irgendjemand ihnen nicht zugestimmt hat. Ich bin ein Gegner dieser Negativbewerterei, mit Ausnahme patziger und dezidiert und gewollt nicht hilfreicher Antworten, oder ggf. solcher Antworten, die den Fragesteller auf eine komplett falsche Fährte führen.

Kommentar von MartiniHarper ,

Hallo,

woher wusstest du denn, dass die Antworten negativ bewertet waren? Ich sehe die Bewertungen anderer erst, wenn ich selbst bewertet habe.

LG

Kommentar von SixthSCTF ,

Vielleicht sollte man mal etwas anders an die Sache herangehen:

Auf Fragen, für die es eine eindeutige Antwort gibt (Was ist 2+2?) darf man schon einmal die Antworten negativ beantworten die sowohl patzig und destruktiv sind als auch die, die schlichtweg Falsch sind.

Bei Fragen, die eine persönliche Meinung erfordern oder bei denen der Stand der Wissenschaft derzeit noch keine eindeutige Antwort zulässt (wie in diesem Fall), gelten Antworten, die den derzeitigen stand der Wissenschaftlichen Diskussion wiedergeben so lange als vernünftig und hilfreich, bis sie wissenschaftlich wiederlegt sind.

Unfug und destruktive Antworten gehören natürlich weiterhin in den Mülleimer ans Ende der Bewertungskette.

Kommentar von DreiGegengifts ,

nicht unbedingt deshalb, weil sie mir besonders gut gefallen, sondern weil sie negativ bewertet waren

oO

Bei Bewertungen geht es darum schlechte Beiträge nach unten und gute nach oben zu bringen.

Wenn versucht wird Differenzen auszugleichen, geht der komplette  Sinn der Funktion verloren.

Kommentar von SlowPhil ,

Ich habe die Bewertungen in der GF-App vorher schon gesehen. Das hat mich ja zu diversen positiven Bewertungen veranlasst.

Kommentar von SlowPhil ,

Ja, natürlich hat die Bewertung den Sinn, schlechte Beiträge nach unten und gut nach oben zu bringen. Die Frage ist nur, was ein schlechter Beitrag ist. Ich bewerte im Wesentlichen, wie gesagt patzige Antworten als schlecht, da genau diese das auch wirklich objektiv sind, denn der Antworter sie ja da mit dem Fragesteller einen reinwürgen und nicht seine Frage beantworten. Über Theorien, über Rechnungen etc. sollte man frei diskutieren können, ohne alles bewerten oder sich dafür bewerten lassen zu müssen.

Kommentar von NutzlosAlpha ,

Die Frage ist nur, was ein schlechter Beitrag ist.

Ein Beitrag der klar falsch ist.

Über Theorien, über Rechnungen etc. sollte man frei diskutieren können,ohne alles bewerten oder sich dafür bewerten lassen zu müssen.

Ich bewerte nach der Qualität der Antwort. Wenn etwas nicht stimmt, gibt's 'nen Daumen runter, so einfach ist das. Wenn jemand fragt, woraus der Mond besteht, und die Antwort "aus Schweizer Käse" lautet, gibt es da keine Interpretationsmöglichkeit, keinen Ermessenspielraum. Die Antwort ist einfach falsch und bekommt einen Daumen runter (jedenfalls wenn der Kontext nicht humoristisch ist und man Frage und Antworten als Scherz nachvollziehen kann).

Ich habe in dieser Frage zwei Daumen runter und zwei Daumen hoch gegeben. Die meisten Antworten habe ich überhaupt nicht bewertet, weil sie erst später kamen. Bin ich jetzt böse, weil ich offensichtlichen Unsinn als solchen identifiziert und entsprechend bewertet habe?

Kommentar von Bambi201264 ,

Woher weisst Du denn, dass der Mond nicht aus Schweizer Käse ist? Du hast aber Recht: Ich war da und habe probiert, es ist niederländischer Leerdamer XD

Kommentar von SlowPhil ,

Ich bewerte nach der Qualität der Antwort.

Ich auch. Eine Nicht-Antwort von wegen "hätt's'e mal im Unterricht besser aufgepasst" oder "Google hilft" werte ich beispielsweise immer negativ.

Wenn etwas nicht stimmt, gibt's 'nen Daumen runter, so einfach ist das.

Das ist für mich zweierlei. Falsch heißt nicht unbedingt schlecht. Wenn jemand beispielsweise von Photonen als "Teilchen" spricht, die eine Strecke entlang wandern, so kann das ein brauchbares Modell sein, obwohl es falsch ist (ein Photon ist nichts kompaktes, sondern eine Energieportion, die immer die gesamte Strecke eines Strahlungsfeldes ausfüllt).

Deine Erklärung zur SRT mit der Bewegung mit gesamt c durch die Raumzeit ist so, wie Du sie gegeben hast, auch nicht korrekt - sorry, dass ich mir noch nicht die Zeit genommen habe, ihr zu widersprechen, das muss ich noch - aber sie ist einleuchtend und deshalb eben keineswegs schlecht, und deshalb gibt's keinen Daumen runter.

Antwort
von Panazee, 551

*seufz* Die Urknalltheorie besagt nicht, dass das Universum aus dem "nichts" entstanden ist. Die Urknalltheorie besagt, dass es eine Singularität gab. Was das genau sein soll weiß keiner, aber nicht "Nichts". Kleiner als die Planck-Länge, also dürften dort unserer Naturgesetze gegolten haben. Wir können einfach nichts darüber aussagen.

Auf den Punkt gebracht - vor dem Urknall herrschten andere Naturgesetze. Es gab keine Zeit und keinen Raum. Es gab noch keine Energieerhaltungssätze.

Kommentar von Panazee ,

Es muss natürlich heißen

"Kleiner als die Planck-Länge, also dürften dort unsere Naturgesetze nicht gegolten haben."

Kommentar von ThomasJNewton ,

Man könnte auch davon ausgehen, dass damals nicht andere Natirgesetzte galten, sondern weitere sich auswirkten, die wir nicht kennen.

Antwort
von Dhalwim, 119

Naja, kann sein, dass Materie und Anti-Materie sich aus diesem "Nicht's" gespalten haben. Vielleicht gibt es genausoviel Anti-Materie wie Materie und das ist in Wirklichkeit nur aufgespaltenes Nicht's.

Ich weiß meine Theorie klingt albern, aber ist doch möglich oder? Schließlich, kommt ja von nichts nichts. Aber wenn IRGENDWAS ist, dann gibt es auch IRGENDWAS und nicht einfach nichts?

Schwierig auf den ersten Blick Ich weiß,

LG Dhalwim

Antwort
von dasder312, 45

Also das ist meiner meinung nach ein beweis für die existens Gottes. was meint ihr dazu? und das es den urknall gibt steht schon seit hunderten von jahren im koran


Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Energie, 81

wenn das mit der urknalltheorie so stimmt, ist das universum nicht aus dem nichts entstanden... dabei stellen sich mir aber grundlegend zwei fragen... was war vor unserem universum, und woher kommt das...

auch intressant zu wissen... was wird nach unserem uniersum sein?

lg, Anna

Kommentar von Chip976 ,

Es gibt kein "vor". Mit dem Beginn des Universums begann auch die Zeit. Da es vor unserem Universum unsere Zeit nicht gab, gab es auch kein vor.

Kommentar von sexy1111 ,

Chip969: Du hängst einem populärem Irrtum an. Schon die alten Babylonier sagten, dass von nichts nichts kommt. Es muss also bereits etwas vorhanden gewesen sein. 

Antwort
von DomkeKarl, 335
Was behaupten viele Wissenschaftler? Viele Evolutionsbiologen vermuten den Ursprung des Lebens im seichten Wasser eines Gezeitentümpels oder in den Tiefen des Ozeans. Dort hätten sich vor Milliarden von Jahren aus chemischen Verbindungen spontan Bläschen gebildet und es seien komplexe Moleküle entstanden, die sich selbst vervielfältigen konnten. Ihrer Meinung nach hat sich alles Leben auf der Erde zufällig aus einer oder mehreren dieser „einfachen“ Urzellen entwickelt.

Andere ebenso geachtete Evolutionswissenschaftler widersprechen dieser Auffassung. Sie vermuten, die ersten Zellen oder zumindest ihre Grundbausteine seien aus dem All gekommen. Wissenschaftlern ist es nämlich trotz aller Bemühungen bisher nicht gelungen nachzuweisen, dass aus leblosen Molekülen Leben entstehen kann. 2008 brachte der Biologieprofessor Alexandre Meinesz das Dilemma auf den Punkt. Über die vergangenen 50 Jahre Forschung sagt er: „Keinerlei empirische Erkenntnisse stützen die Hypothese, das Leben auf der Erde sei spontan aus einer Molekülsuppe entstanden. Und es gibt auch keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die in diese Richtung führen.“1




 Forscher, die von einer zufälligen Entstehung des Lebens überzeugt sind, befinden sich in einer Sackgasse. Sie haben in einem Meteoriten Aminosäuren entdeckt, die auch in lebenden Zellen vorkommen. In ihren Labors ist es ihnen unter großem Aufwand gelungen, andere noch komplexere Moleküle zu erzeugen. Sie hoffen, dass sie eines Tages alle Bestandteile nachbilden können, die man für eine „einfache“ Zelle braucht. Ihre Situation lässt sich mit der eines Erfinders vergleichen, der natürlich vorkommende Elemente nimmt, daraus Stahl, Plastik, Silikon und Draht herstellt und einen Roboter zusammenbastelt. Anschließend programmiert er den Roboter so, dass dieser sich selbst nachbauen kann. Was wäre damit bewiesen? Bestenfalls, dass ein intelligentes Wesen eine beeindruckende Maschine konstruieren kann.

Falls Wissenschaftler also irgendwann eine Zelle produzieren könnten, wäre das eine beachtliche Leistung. Würde das aber beweisen, dass eine Zelle zufällig entstehen kann? Wenn damit irgendetwas bewiesen wäre, dann eigentlich genau das Gegenteil.


Nach dem heutigen wissenschaftlichen Kenntnisstand steht fest, dass Leben nur von bereits existierendem Leben kommt. Zu glauben, dass sich eine „einfache“ lebende Zelle durch Zufall aus lebloser Materie bildet, scheint nicht sehr realistisch.









Antwort
von ThomasJNewton, 226

Wenn man einige und zu viele Ungenauigkeiten zusammensetzt, wird daraus:

  • Unwahres
  • Unsinn
  • Propadanda

Wenn man sich anderes zusammensetzt, wird daraus ein Verdacht:

  • Du willst ein Staedy-State-Universum als Resultat
  • Du willst einen Schöpfer als Resultat
  • Du willst diskutieren

Versuch doch mal nachzuweisen, dass die Netto-Energie unseres Alls NICHT null ist.

Kommentar von DieterSchade ,

Versuch doch mal nachzuweisen, dass die Netto-Energie unseres Alls NICHT null ist.

Ich will es einmal versuchen: 

Was wir feststellen können - was unmittelbar wirkt - das sind Kräfte, keine Energie(n). Eine Energie ist nur eine mit Kräften verknüpfte Rechengröße, wie z.B. die Zahl 100. Beides gibt es nicht wirklich im Universum. 

Wir wissen, dass es Kräfte gibt. Der Betrag einer Kraft ist immer positiv. Das Vorzeichen erhalten Kräfte (bzw. Kraftvektoren) nur über ihre Richtung. Also muss auch die damit verknüpfte Energie als Skalar immer ein positives Vorzeichen haben, andernfalls hätte sie keine Entsprechung im Universum. Deshalb zeigen Energien mit negativem Vorzeichen immer an, dass die verwendete Physik ein unvollständiges Gedankensystem ausdrückt.

Eine Gesamtnettoenergie von Null ist nichts anderes als mathematische Spiegelfechterei. Das ist so, als würde man sagen: Es gibt keine Wellen, denn Wellenberge und Wellentäler heben sich genau auf. 

Kommentar von ThomasJNewton ,

Ich hab das Spiel (Spiegelfechten) ja auch nicht erfunden. Ich beteilige mich auch nicht daran.

Aber die Idee, dass die Netto-Energie unseres Alls null ist, die gab es schon, bevor es Kreationisten, Verschwörungstheoretiker und das Internet gab. Niemand kann genau die (negative) potentielle Energie all der Massen ausrechnen, graviationsbedingt.

Eigentlich wollte ich solche Diskussionen abwürgen, weil sie Perlen vor ... sind. Zu anregenden Diskussionen wird sich sicher noch die Gelegenheit bieten.

Und damit meine ich nicht die Diskussionen, wo ein selbsternannter "Philosoph" mit einem Naturwissenschaftler redet, und meint, ein "Gespräch" geführt zu haben, und neue Ideen bekommen zu haben, ohne allerdings ein Fakt gespeichert zu haben.

Ich hoffe du weißt es ohne diesen Hinweis, das ging gegen die Perlen, und die, die ihr Denken nicht im Griff haben.

Kommentar von TheSoundOfLife ,

Die nächste Frage wäre allerdings, woher die Mathematik kommt. Man wird nie beurteilen können, ob die heutigen Erkentnisse in der Mathematik und angewandten Mathematik generell stimmen, wenn Mechanismen über unseren (derzeit) vorstellbaren Konstrukten bestehen; wir heute nur über Zahnräder eines Gesamtbildes verfügen. Sind wir beispielsweise nicht mal in der Lage die Komplexität bestimmter, biologischer Gesamtstrukturen, zu definieren.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Man wird nie beurteilen können

Doch, nur DU kannst es NICHT beurteilen!

Mich interessiert die Mathematik nicht mehr sonderlich, seit Jahrzehnten schon.
Ich kann sie aber noch, dir jedenfalls die SRT herleiten, aus einem Fakt. Oder mal eine chemische "Formel" ausgleichen. Es langweilt mich aber immer mehr.

Über die Mathematik der Überflieger, der Blubberblasen, der jugendlichen Mochtegernbesserwisser mache ich mir schon meine Gedanken.
Aber keine, die Überflieger, Blubberblaser, jugendliche Mochtegernbesserwisser verständen.

Wach auf, lern Respekt, oder ende im Ghetto!

biologischer Gesamtstrukturen

Das geht dann schon Richtung Ferchichi:
http://www.stupidedia.org/stupi/Ferchichi

Antwort
von Suboptimierer, 329
Man kann sich ja erstmal die Möglichkeiten überleben.

Fakt ist, dass Materie und Energie existiert.

  • Es kann schon immer da gewesen sein.
  • Es ist auf eine Art aus dem Nichts entstanden, die wir bislang nicht nachvollziehen konnten.
  • Es ist auf eine Art aus dem Nichts entstanden, von der wir glauben, sie einigermaßen plausibel begründen zu können.
  • Einbildungsbegründung (Anfechtung der Voraussetzung): Unsere Wahrnehmung ist getrübt; Wir betrachten das Weltall von der falschen Seite; Wir können als Teil des Weltalls kein Rückbezug auf das Weltall von "außen" ziehen;... 

In einer dieser Kategorien muss die Begründung dafür liegen, dass es Materie und Energie gibt oder als solche wahrgenommen wird.

Antwort
von nutzer131, 260
Gemäß Urknalltheorie soll das Weltall aus dem Nichts entstanden sein.

Nein.

Aber man sagt doch: Von nichts kommt nichts.

Den Spruch hast du offenbar falsch verstanden. Der geht eher in die Richtung wie ohne Fleiß kein Preis.

Außerdem muss auch nicht alles was "man" sagt stimmen.

Ausserdem gibt es doch die Energieerhaltungssätze in der Physik

Der Energieerhaltungssatz beschreibt eine Beobachtung, die man hier innerhalb des bereits existierenden Universums gemacht hat. Er muss nicht zwangsläufig auch außerhalb gelten.

Nehmen wir mal an es existiert nichts. Also keine Materie, kein Raum, keine Zeit. Aber auch keine Begriffe, keine Regeln, keine Logik. Wirklich gar nichts.

Was sollte dann dafür sorgen, dass das so bleibt? Wenn einfach so, durch nichts verursacht, ein Universum da ist, verstößt das ja gegen keinerlei Regeln.

Antwort
von Ysosy, 561

Der Punkt in dem das Universum entstanden ist, war so klein das man dort keine Klassischen Gesetze anwenden kann. Das einzige was dort halbwegs Hand und Fuß hat ist die Quantenmechanik. Und in diesem Bereich kann Energie aus dem Nichts entstehen.

Urknall ganz einfach erklärt. Man stelle sich vor, es entsteht "Energie" und verschwindet wieder. Das passiert sehr oft, öfter, nahezu unendlich oft -1 mal :-). Und dann gab es da Ein Ereignis, bei dem die Energie nicht verschwunden ist sondern Quasi Explodierte. Mit dem Ergebnis das wir Heute sehen.

Hier der versuch einer Wissenschaftlichen Erklärung.

Kommentar von TheSoundOfLife ,

Feynman wird sich über die Unverrückbarkeit des Stroms oder des Flusses der Definition zwischen zwei oder mehreren Ereignissen / Punkten (der Zeit) oder die Abfolge von Momenten freuen. Anti-Teilchen in der Feynman-Stückelberg-Interpretation.

Und über die Ordnungsprinzipen lässt sich streiten - Unkenntnis über scheinbar Unerklärliches, was heute erklärt werden kann, wurde zu dieser Zeit eventuell gleichfalls als Unordnung angesehen.

Übernimmt man den "harmonischen Oszillator" als Veranschaulichung für den Verlauf der Enstehung des Universums, muss erneut der Ursprung als Vermittler zwischen "Zeitzuständen" inkludiert werden. Wenn man von "nichts" ausgeht, existieren auch keine virtuelle Teilchen. 

Definierte man "nichts" weiter, könnte man auch sagen wir leben heute noch im "Nichts", weil "Nichts" nicht das "Nichts" im eigentlichen Sinne ist. Die kosmische Hintergrundstrahlung wäre aus dem "Nichts" entstanden, dies ist nicht möglich, weil keine Fluktation vorausgehen konnte, damit gar nichts(!).

Antwort
von Silmoo, 146



Astronomen wissen über Dunkle Materie bislang nicht viel. Doch es ist klar, dass sie unsichtbar ist und über Schwerkraft verfügt. 

Die unsichtbare Dunkle Materie macht einen großen Teil des Weltalls aus. Ohne ihre zusätzliche Masse wären ferne Galaxien längst auseinandergeflogen.
Aber Deine Frage ist ja, durch was entstand der Urknall , unten im Link ist eine interessante Meinung darüber.


http://www.wasistwas.de/archiv-wissenschaft-details/man-weiss-dass-das-weltall-d...






Antwort
von WeiSte, 181

Erst mal vorab: Der Urknall - sofern er denn stattfand - war kein Knall sondern lautlos, weil es nämlich ohne Materie auch keinen Schall gibt! Demnach wäre das Universum noch nicht einmal per riesigem Knall entstanden ,sondern einfach per " .... ".

Seitdem soll sich das Universum bis heute immer noch weiter ausdehnen.

Natürlich stellen sich da einige Fragen:

1. Was war vorher da?

2. Wie kann das Universum aus "Nichts" entstehen?

3. Wenn es sich ausdehnt, was ist dann außen herum?

Fragen, die ich natürlich auch habe. Aber wie wollen denn Menschen diese Fragen abschließend beantworten, die

1. es bis jetzt noch nicht einmal geschafft haben, den nächsten Nachbarplaneten im eigenen Sonnensystem persönlich zu besuchen? Das ist so ähnlich, als ob jemand bis jetzt nur das Nachbardorf besucht hat und mal mit dem Fernglas vom nächsten Hügel in die Weite geschaut hat und Dir aus diesen Beobachtungen jetzt erklärt, wie es in Australien aussieht.

2. es bis jetzt noch nicht einmal geschafft haben, in den eigenen Planeten tiefer hinein zu bohren als (im Verhältnis zum Gesamtumfang) gerade mal an der Oberfläche zu kratzen? Die tiefste Bohrung, die Kola-Bohrung, hatte gerade mal eine Tiefe von etwas über 12 km. Man stelle sich das mal im Maßstab auf einem Globus vor, da wäre schon jeder Ritzer mit dem Fingernagel tiefer.

Wir kennen also noch nicht mal die eigene Kugel, auf der wir durchs Universum fliegen wirklich; vermuten viel und wissen in Wirklichkeit gar nichts!

Deshalb vermisse ich bei den ganzen Antworten hier eine, die bei ehrlicher Überlegung genauso wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist, wie jede andere Antwort auf Deine Frage: Die Existenz Gottes als Schöpfer des Universums.

Gott kann man nicht beweisen, an den muss man glauben oder nicht. Aber im Vergleich mit sämtlichen anderen Erklärungen hier ist diese Möglichkeit doch genau so wahrscheinlich, oder?

Aber vielleicht ist diese Erklärung vielen zu einfach, um sie in Betracht zu ziehen - und vor allem (sehr unangenehm!!!) hätte das dann ja Konsequenzen für mein eigenes Leben hier.

Kommentar von TimeosciIlator ,

Leute, wenn Ihr hier schon 2 Negativpfeile hinsetzt, dann teilt dem Beitragsschreiber auch Eure sicherlich wohldurchdachte Kritik mit! Der Antwortende gibt sich hier wirklich viel Mühe mit seinem für mich sehr guten Beitrag und hat es zumindest verdient zu erfahren, wo er denn eventuell falsch liegen könnte.

Ich appeliere an Eure Fairness !

(Sorry aber das musste ich hier mal loswerden)

Antwort
von BabaJaan, 299

Vor dem Urknall (also vor ca 20 Milliarden Jahren) war gemäss Urknalltheorie die gesamte Masse des Universums in einem einzigen Punkt mit sehr hoher Dichte und Temperatur konzentriert. Beim der Explosion (Urknall) wurde diese Masse auseinandergetrieben und stellte danach unser Universum dar.
Durch die Ausdehnung sank die Temperatur stark und aus den Elementarteilchen bildete sich eine langsam rotierende Wolke aus Gas und Staub, der sogenannte solare Urnebel. Daraus entstand später unser Sonnensystem.

Diese Beschreibung habe ich so meinem Geografiebuch entnommen. Ich hoffe, es hilft dir weiter.

Gruss

Kommentar von backtolife ,

die frage ist nur wi kommt dieser punkt her?

Kommentar von boystacker97 ,

Anti Materie

Kommentar von Panazee ,

Das weiß keiner.

Nehmen wir an du lebst in einem Ablußrohr und kannst aus diesem nie heraus, weil du einfach zu groß bist um durch das Abflussloch zu passen. Du weißt nicht einmal, dass du in einem Abflussrohr lebst. Wäre das so, dann könntest du auch nicht sagen woher das ganze Wasser kommt, dass durchrauscht, wenn oben einer den Stöpsel aus seiner Badewanne zieht, nachdem er ein Vollbad genommen hat.

Antwort
von sunnylights, 127

So wie alles aus dem Nichts entstanden ist. Eigentlich gibt es kein Nichts. Das, was wir als Nichts verstehen ist immer im Wissen Gottes enthalten. Denn es gibt nichts, außerhalb seines Wissens, womit es im eigentlichen Sinne kein Nichts gibt.

Ja, die Energie (bzw. Kraft), die das All und alles darin am Leben erhält, kommt von einem Schöpfer ohne Anfang und Ende, einem Gott. Und es gibt auch für nichts ein tatsächliches Ende, wie manche den Tod sehen. Es ist ein Übergang von einer, wenn ich so sagen darf 5D Welt in eine 100D Welt. Ungefähr, wie der Vergleich von einem Foto oder einem Film zur Wirklichkeit. Wenn du dir ein Foto ansiehst, kannst du nur mir einem Sinn wahrnehmen oder bei einem Film nur sehen und höhren. In der realen Welt kannst du aber
auch schmecken, fühlen und riechen. Und genau so ist diese Welt, in der
wir zu Gast sind, im Vergleich zum Jenseits viel beschränkter.

Hier bereitest du dich auf dein Nachleben vor. Wie gut du dich hier
vorbereiten kannst, desto besser wirst du dort sehen, schmecken,
riechen, hören, fühlen können. Ungefähr, wie sich das Embryo im
Mutterleib auf sein Leben auf der Erde vorbereitet. Es bekommt Hände,
Augen, Mund, Nase etc, die es im Mutterleib gar nicht gebrauchen kann,
aber eben danach. Wenn sich etwas nicht vollständig bildet, hat man dann
einen Nachteil. Das merkt man selbst aber erst im Nachhinein. Oder wie die Raupe, die seine ganze Schönheit erst nach dem Schlaf (Tod) entfaltet.

"Die Menschen schlafen und wenn sie sterben, erwachen sie." - Hadith vom Propheten

Wenn du überlegst ist es gar nicht schwer vorstellbar, dass aus dem "Nichts"
ständig Lebewesen erschaffen werden. Denn wie bei einem Autor besitzt
Gott die Macht, aus der Vogelperspektive alles zu erblicken, ohne Raum-
und Zeitbegrenzung. So wie der Autor sein Wissen in Worte fasst oder der Künstler sein Wissen und seine Vorstellung in Kunst. Oder der Schneider ein Kleid usw.

Die Zeit ist ein roter Faden in seiner Hand. Und sein Buch ist das Universum mit all seinem Inhalt. Das Umblättern einer Seite, ist der Wechsel der Jahreszeiten und der Wechsel von Tag und Nacht. Tod und neues Leben. Jedes Kapitel erzählt von seiner Schöpfung. Ein Kapitel umfasst die Tierwelt, eines die Pflanzenwelt, Steine und Berge, Meere, Lüfte etc. Jedes Wort eine Rasse oder eine Art. Jeder Buchstabe ein Individuum usw. Das, was wir sehen ist der Beweis seiner Macht und seines Wissens und Briefe an uns.


Die Materie aus dem das Universum besteht, die kleinsten Teilchen, auch Quant genannt, sind seine Leinwand. Ständig im Wechsel, im Begriff den unerschöpflichen und nie enden wollenden Strom der schöpferischen Vielfalt dem blickenden Auge und denkenden und verstehenden Verstand vorzuführen. So viele Varianten, so wie keine Schneeflocke der anderen gleichte, kein Fingerabdruck einem anderen, keine dns wie die andere ist und es keinen eineiigen Zwilling gibt, der exakt die Kopie des anderen ist.

Antwort
von TimeosciIlator, 158

Deinen letzten Satz möchte ich unterschreiben. Er erscheint mir am "glaubwürdigsten". Habe überlegt, ob ich dieses Wort wirklich hier hinschreiben möchte. Aber in Anführungsstriche gesetzt, wird es wohl hoffentlich auch von den hiesigen wissenschaftlich Denkenden toleriert werden :)

Zum Thema:

Wer sagt denn, dass der Urknall unseres Universums der einzige gewesen sein soll? Irgendwo knallt es doch immer mal :) Man vermutet ja ohnehin bereits ein Multiversum mit unendlich vielen Universen.

Und abgesehen davon. Was soll eigentlich das Nichts sein ? Das allein zu klären macht uns bereits Riesenprobleme. Hier eine Frage, die ich hier mal vor 5 Jahren gestellt habe:

https://www.gutefrage.net/frage/was-ist-das-nichts-eigentlich-

Und um dem Ganzen noch einen draufzusetzen:

Der amerikanische Wissenschaftler und Schüler Einsteins David Bohm schuf die Hypothese, dass in jedem kleinsten Punkt das komplette unendlich große Weltall enthalten ist. Für mich eine der schönsten Hypothesen. Sie gibt uns ein Gefühl, dass das, was immer wieder mit "42" bezeichnet wird (Douglas Adams lässt grüßen^^), erheblich gigantischer ist, als bisher schon angenommen wird.

Unendlichkeit durch und durch - unendlicher geht's nimmer :)




Antwort
von Maeeutik, 227

Um komplexe Zusammenhänge "verständlich" erklären zu können verwenden Naturwissenschaftler gern "vertraute" Begriffe und erleichtern damit nicht immer das Verständnis.

Warum sagt man Weltraum obwohl diese Region weder mit Welt noch Raum im üblichen Sinne begrifflich zu verbinden ist? Warum betreiben wir Raumfahrt wenn das Universum eigentlich kein Raum ist in dem man fahren kann? Warum wird der Urknall mit einem lauten Geräusch verbunden, dass es ohne Medium wie die Luft gar nicht geben kann?

Eigentlich wäre die derzeit überzeugendste Theorie, am Anfang war alles auf ein supermassives Schwarze Loch verdichtet und es gab weder Zeit noch Raum. Wir wissen nicht was sich in diesen Löchern ereignet und vermutlich reicht unsere Vorstellungskraft niemals aus um uns den Tatsachen anzunähern.

Wir würden also auch niemals wissen können warum dieses supermassive Loch instabil wird und in unvorstellbar kurzer Zeit expandiert (explodiert) und sich dabei sozusagen aus dem "Nichts" Zeit, Raum, Energie, Materie etc schafft.

Da wir ein unbedeutend kleiner Teil des Ergebisses sind können wir das entstandene nur als Ergebnis betrachten. Ob es davor Regeln gab und diese den uns heute bekannten entsprachen ist nicht ermittelbar. Spekulationen über das Davor sind völlig sinnlos, denn es kann nach derzeitigem Stand der Naturwissenschaft dafür keine Antwort geben, es gibt nicht einmal Anhaltspunkte für eine sinnvolle Spekulation.

Kommentar von MartiniHarper ,

Weißt du wie oft der Mensch schon sagte, dass man dieses und jenes niemals wissen/beweisen/widerlegen usw. kann?

Du kannst jetzt schlicht und einfach nicht sagen was in x-Jahren alles möglich sein wird.

Antwort
von seifreundlich2, 209

Wie kann aus dem NICHTS das Weltall entstehen?

Das ist eine gute Frage, und die Antwort ist zum Greifen nah, dennoch nicht fassbar, weil niemand weiss, ob das Weltall tatsächlich unendlich ist oder nicht. Wir wissen es schlicht und ergreifend nicht. Wir wissen nur, was wir wissen, und was wir wissen, muss nicht gleich der Wahrheit sein. Die Wahrheit selbst ist ein Betrug, ohne die Wahrheit gäbe es keine Menschheit, ohne die Wahrheit sässen wir noch immer auf dem Ast, ohne die Wahrheit wäre die Welt ein Nichts, ohne Betrug, sondern einfach nur Natur, ohne jeglichen anthropogenen Einfluss – ein Fluss der Natürlichkeit, ohne Mensch, nur Flora, Fauna und die unbelebte Ewigkeit.

Des Rätsels Lösung ist der Lösung Anfang. Das gilt auch für die Urknalltheorie, und die birgt etliche neue Rätsel. Wir werden selbst in unbestimmter Zeit – sagen wir in 10^6 Jahren, wenn die Menschheit dann noch leben wird, das heisst, wenn sie bis dahin nicht schon unseren heutigen Planeten Erde in die Luft gesprengt, und nicht zuvor einen Ersatzplaneten gefunden und bewohnt haben wird, wobei die Eintreffwahrscheinlichkeit des ersten Falls Pi mal Daumen gegen 100% tendiert, wohingegen diejenige des zweiten gegen 0.00...0001% ("..." steht für unbestimmt viele, viele Zehnerpotenzen) läuft – noch immer zu Beginn des Rätsels stehen und uns aufs Neue fragen, weshalb wir nicht fliegen können wie es die Vögel tun. Es wird immer wieder Versuche geben, die Flugfähigkeit des Menschen unter Beweis zu stellen. Letztlich zählt die Physik: Masse pro Volumen, Widerstand et cetera. Irgendwann wird es dem Menschen rein anatomisch vielleicht sogar gelingen, abzuheben und zu schweben, wenn wir dem Menschen immerhin 10^6 bis 10^7 Jahre gäben, bis er endgültig ausgestorben wäre.

Also muß doch die Energie und das Weltall schon immer und ewig vorhanden sein.

Ja, eigentlich schon, gell?

PS: Allein aufgrund deiner kritisch forschenden Gedankengänge und Fragestellungen kann ich dir nur dazu raten, dir den Physiker, Astronom oder Philosophen zum Beruf zu machen.

Antwort
von TheSoundOfLife, 22

bezogen auf: Chriyovime)    Demnach sagen weder Big Bang, Big Crunch, Evolution, noch bekannte "Metaphysiker" etwas über die Entstehung; wenn man davon absieht, dass selbst der sogenannte "Zufall" in der Mathematik berechenbar ist (im gewissen Maße), zum Beispiel anhand der Stochastik in Form von Prognosen. Tatsächlicher Zufall wäre nur ein Ergebnis, das keiner
bekannten Gesetzmäßigkeit entspricht, nicht heute und auch nicht in
weiter Zukunft (nie?!?); oder eine Gesetzmäßigkeit, welche so abstrakt
ist, dass sie kein Mensch, egal welcher technischer Mittel er sich
bedienen möchte, lösen könnte (das Welt-Konstrukt um die
Gesetzmäßigkeiten dieses Universums, inklusive bekannter und
unbekannter, aber berechenbarer Gesetzmäßigk.; sie diese zusammenfasst).

Klassischer Logik zufolge wäre das Selbstentstehen eines Konstrukts (hier: des Universums) nicht möglich (aus Nichts entsteht nichts = ex nihilo nihil
fit -> Vor-Sokratiker und Aristoteles); auch auf die Klassenlogik
transferierbar.
In der Physik wird zuweilen von "creatio ex nihilo" ausgegangen, einer Schöpfung aus dem Nichts. Bezieht man die klassische Logik in diese beiden Aussagen mit ein, kann nur geschlossen werden, dass "creatio ex nihilo" widersprüchlich ist und nicht-logisch, weil "ex nihilo nihil fit" übergeordnet bleibt in der klassischen Logik.

Ginge man vom Gegenteil aus, müsste alles aus allem entstehen können
(wissenschaftlich und allgemein-logisch unmöglich); es existierten
ebenfalls keine Systematiken innerhalb der Naturwissenschaften
(syllogistische Schlüsse wären nie formulierbar; denke man an Szenarien
wie: bestimmte Planeten zählten zu einer biologischen Gattung oder etwa
zum Expressionismus in der Kunst, wohingegen deren restlichen
physikalischen Angaben "korrekt" wären).  Wir hätten andere Prozesse des
"logischen" Denkens und Konkludierens, käme uns diese Systematik
korrekt vor.

Akzeptiert man die Prämisse "creatio ex nihilo", verstößt die Singularität (in der ART zumindest) gegen sie als Falsum.

Akzeptiert man die Prämisse "ex nihilio nihil fit", erklärt sie die Singularität (in der ART).

Die Quantenphysik wartet zudem mit virtuellen Teilchen auf. Diese müssen nicht den Energie-Impuls-Vektor 'abdecken'.

Kommentar von Chriyovime ,

Interessanter Einwand!

"Klassischer Logik zufolge wäre das Selbstentstehen eines Konstrukts (hier: des Universums) nicht möglich (aus Nichts entsteht nichts = ex nihilo nihil fit -> Vor-Sokratiker und Aristoteles); auch auf die Klassenlogik transferierbar."

Möglicherweise spricht Prof. Dr. Lesch daher auch nur vom "physikalischen Nichts".

Vor allem stellt sich dann die Frage, wodurch diese "Art von Quantenfluktuation,  dieses Energiefeld" entand.

Wahrscheinlich wird man sich diesem Thema immer nur annähern können.

Antwort
von dadita, 828

Dieses "NICHTS" wird in erster Linie von Kreationisten postuliert. 

Der Urknall beschreibt alleine die Ausdehnung des heutigen Universums aus einem Punkt, was nachweisbar ist:

http://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2011/04may\_epic/
http://www.universetoday.com/79777/cosmic-background-radiation/
http://www.space.com/25732-redshift-blueshift.html
http://www.space.com/24054-how-old-is-the-universe.html

Was vor diesem Urknall war, wissen wir schlicht nicht, auch nicht ob es ein "davor" überhault gibt. Dass es "nichts" wahr ist fraglich. Fakt ist einzig, dass unser Universum, mit seinen physikalischen Gesetzen, Raum und Zeit mt dem Urknall seinen Anfang nahm. Möglich ist auch, dass es davor ein anderes Universum gab, welches wieder in sich zusammenstürzte. Da unser Universum allerdings eher dem Hitztod zustrebt als dem als "Big Crunch" bezeichneten Kollaps ist diese Hypothese in jüngerer Zeit nicht mehr so überzeugend. 



Kommentar von DieterSchade ,

Da unser Universum allerdings eher dem Hitzetod zustrebt 

Hier sollte man vielleicht erwähnen, dass sich die Energiedichte des Universums ständig verringert. Der Ausruck "Hitzetod" ist zwar neuerdings naturwissenschaftlich korrekt, bezeichnet aber eigentlich den Kältetod, d.h. die Abnahme der Energiedichte, Durchschnittstemperatur und Temperaturabnahme der Hintergrundstrahlung und damit verbunden eine Zunahme der Gleichverteilung der Energie, bzw. Entropievergrößerung. 

Kommentar von dadita ,

Stimmt natürlich, das hätte ich wohl ergänzen sollen. Danke! :) 

Kommentar von SlowPhil ,

Dieses "NICHTS" wird in erster Linie von Kreationisten postuliert.

Dann sind die aber nicht bibelfest. In der Genesis steht nämlich, im Anfang sei die Erde (!) wüst und leer gewesen (da kommt das Wort "Tohuwabohu" her), und der Geist Gottes habe über den Wassern (!) geschwebt.

Da unser Universum allerdings eher dem Hitztod zustrebt…

Aus Sicht der Thermodynamik ist vom "Wärmetod" die Rede, nicht vom "Hitzetod". Es geht nämlich nicht darum, dass es zu warm werde, sondern dass alle Energie zu Wärme wird, der "niedrigsten" aller Energieformen, und diese Wärme sich gleichmäßig im Weltall verteilt. Wenn das geschehen ist, passiert nix Weltbewegendes mehr.

…als dem als "Big Crunch" bezeichneten Kollaps ist diese Hypothese in jüngerer Zeit nicht mehr so überzeugend.

Der Big Crunch wäre freilich tendentiell ein Hitzetod, während neuere Modelle eher einen Big Chill oder Big Rip voraussagen, was einen Kältetod des Universums bedeuten würde.

Vielleicht ist aber die Geschichte des Universums fraktal, und was dem Einen sein Big Chill/Rip ist, das ist dem Nächsten seine Inflationsphase. Umgekehrt könnte das, was wir Inflationsphase nennen, der Big Chill/Rip eines auf engerem Raum und weit höherem Energiedichteniveau und entsprechend kürzeren Zeitskalen existierenden Universums vor uns sein.

Kommentar von DieterSchade ,

Dann sind die aber nicht bibelfest. In der Genesis steht nämlich, im Anfang sei die Erde (!) wüst und leer gewesen (da kommt das Wort "Tohuwabohu" her), und der Geist Gottes habe über den Wassern (!) geschwebt.

Guter Hinweis, aber genau betrachtet kommt es noch ein bisschen besser. Zunächst schreibt die Bibel in 1. Mose 1, 1ff , bzw. der Thora, stets von der Gemeinschaft der Götter und Göttinnen (wörtlich "Göttinner" in Kombination mit einem Verb, das sich auf einen Singular bezieht). Die exakte Übersetzung müsste lauten: "Im Anfang erschuf die Gemeinschaft der Götter und Göttinnen die Erde (oder allgemein die Materie) und die Himmelsräume."

Das Wasser kann auch allgemein als Fluid übersetzt werden, und dieses ist unerschaffen, wie die Gemeinschaft der Götter und Göttinnen selber. Und dieses Fluid, oder Fließen der Kräfte, ist nicht mit Gott selber (bzw. der Gemeinschaft ...) verknüpft, sondern mit dem Geist von Gott. Der Panpsychismus lässt grüßen. Stest geht das frühe Judentum, wie seine Vorgängerreligion der Polytheismus der Sumer, von einer unzertrennlichen Einheit von Geist und Materie aus. Die Vorstellung des Überlebens einer Seele im Jenseits tritt erst viele Jahrhunderte später durch ägyptischen Einfluss auf.

Antwort
von JustNature, 156

Wir wissen da nur spekulatives. Aber eines wissen wir sicher: So, wie es die antiken Religionen beschreiben, war es garantiert NICHT.

Daher sollte man nicht immer Naturwissenschaft und Religion als zwei Alternativen darstellen. Es gibt eine nicht nicht tief genug blickende Naturwissenschaft. Und auf der anderen Seite "Narrenerklärungen".

Antwort
von Dahika, 294

Diese Frage kann keiner beantworten. Außerdem ist das "Nichts" vielleicht falsch gedacht. Irgendwas wird schon dagewesen sein, aber man kann halt nicht sagen, was.

Einstein nicht, Hawking nicht, der Papst nicht. Niemand kann das.

Kommentar von TheSoundOfLife ,

Die Menschheit jedenfalls nicht, wenn man sieht, wie lange sie brauchte, um nur Ansätze des Universums oder des menschlichen Körpers erklären zu können.

Antwort
von DieterSchade, 735

>Gemäß Urknalltheorie soll das Weltall aus dem Nichts entstanden sein.

Nein, das sagt die Urknalltheorie nicht aus. Die Urknalltheorie sagt gar nichts über ihre Ursache aus.

>Aber man sagt doch: Von nichts kommt nichts. 

Das sagt man zwar, ist aber falsch. In der Quantenmechanik kennt man Wirkungen ohne Ursache, bzw. Erstursachen für den Beginn einer Ursachenkette.

>Außerdem gibt es doch die Energieerhaltungssätze in der Physik, danach soll doch Energie nicht geschaffen und auch nicht vernichtet werden können.

Die gelten nur sicher innerhalb des Raum-Zeit-Kontinuums unseres Universums. Über dessen Beginn, oder Grenze, können sie nichts sagen.

>Also muss doch die Energie und das Weltall schon immer und ewig vorhanden sein.

Das könnte sein. Ob das wirklich so ist, weiß man nicht. Lies mal hier, wie Fachleute darüber denken:

http://www.tagesspiegel.de/wissen/vor-dem-urknall-wie-kann-das-universum-aus-dem...

Raum-Zeit-Bläschen können sich spontan bilden. „Wenn man Raum und Zeit ,quantisiert’, dann fluktuieren sie“, sagt Krauss. „Man kann virtuelle Raumzeit genauso erzeugen wie virtuelle Partikel.“ Dann stehen wir vor einer Situation, in der es keine Materie im Raum gibt – und noch nicht einmal Raum, argumentiert der Physiker. „Das ist deutlich näher am Nichts.“ Kein Raum, keine Zeit, keine Materie. Mehr, besser: weniger, geht kaum. Eine Raum-Blase im Quantenformat könnte der Keim des Universums gewesen sein und sich während des Urknalls rasch ausgedehnt haben, nehmen Theoretiker wie Alan Guth vom Massachusetts Institute of Technology an.

Kommentar von DieterSchade ,

Und hier die Stimme eines Top-Physikers, der von einer Zeit vor dem Urknall ausgeht.

http://www.spektrum.de/rezension/zurueck-vor-den-urknall/992842

Wir Menschen wissen einfach noch nicht, wie es wirklich war. Und wenn es die Menschheit einmal wissen wird, dann werden es vermutlich nur ganz wenige Menschen wirklich verstehen.

Antwort
von Chriyovime, 367

"Das ist das ganz große Rätsel im Universum. ...Wieso hat die Natur eine solche Lust am Spiel mit sich selbst?" (Prof. Dr. Harald Lesch)


"Bis jetzt waren die meisten Wissenschaftler zu beschäftigt mit der Entwicklung neuer Theorien, die beschreiben, was das Universum ist, um die Frage zu stellen: Warum?..Wenn wir die Antwort auf diese Frage fänden, dann wäre das der endgültige Triumph der menschlichen Vernunft - denn dann würden wir das Denken Gottes verstehen." (Stephen Hawking)

"Was mich wirklich interessiert ist, ob Gott bei der Erschaffung der Welt überhaupt eine Wahl hatte." (Albert Einstein)


"Warum sich das Universum in seine Existenz geworfen hat wissen wir nicht. Wir können nur mit den Theorien, die wir vom Aufbau der Materie und der Dynamik der Materie haben, uns ungefähr eine Vorstellung machen, wie es passiert sein könnte. Wenn wir das was wir heutzutage über die Veränderung von Kräften z. B. wissen, wenn wir das an den Anfang des Universums extrapolieren. Das ist alles was wir tun können. Es ist also blanke Spekulation und niemand wird letztendlich wirklich die finale Antwort bekommen. Letztbegründungen können wir auch beim Universum nicht angeben, also keine causa finalis. ...dann muss das Universum praktisch begonnen haben, als etwas was deutlich im Ungleichgewicht gewesen ist...Es muss sich um etwas gehandelt haben, das man im allgemeinen mit irgend einer Art von Quantenfluktuation beschreibt. Irgendetwas, ein Feld, ein Energiefeld muss über oder unter seinem Wert gelegen haben, um dann im späteren Verlauf durch die Expansion des Universums wieder in den Zustand zu kommen, den es eigentlich haben möchte. Das klingt so ein bisschen wie als wenn sich der Baron Münchhausen selber aus dem Sumpf gezogen hat und genau so ist es in der Tat aber auch...So würde dann ein Universum tatsächlich, praktisch aus dem physikalischen Nichts heraus entstanden sein, als eine Abweichung von diesem Nichts. Also im Anfang war ein Unterschied..." (Prof. Dr. Harald Lesch)

Besser könnte ich es nicht ausdrücken.



Antwort
von jaddefopo, 34

Selbst die Physik weiß heute nicht zu sagen, was vor dem Urknall war. Dass es davor rein gar nichts gab, ist eher unwahrscheinlich.

Antwort
von Schlauerfuchs, 177

Es war Energie da ,diese Verdichtete sich zu Masse und daraus entstand das All ...

Kommentar von AlphaundOmega ,

Und woher kam die Energie ? ;)

Kommentar von Schlauerfuchs ,

Bei Lichtgeschwindigkeit wird Masse zu Energie und auch umgekehrt.

Wo die her kam ist noch offen ,vermutlich wie eine Quelle aus der ein Fluss wird ,ist im All auch immer Masse da welche sich in Energie und wieder zur Masse verwandelt in einem Ewigen Kreislauf da.

Ist nur die Frage ob wie 3 Dimensionen Wesen ,sprich Menschen das jemals verstehen ,da es vermutlich mehr als 3 Dimensionen gibt und bei 5 od 6 Dimensionen, könnte wir diese wahrnehmen das All anders ausehen würde.

Kommentar von AlphaundOmega ,

Bei Lichtgeschwindigkeit wird Masse zu Energie

Das ist zwar richtig ,aber du weisst  schon, das Masse keine ("Über" ) Lichtgeschwindigkeit ereichen kann,... es sei denn , du steckst sie in eine Warpblase...

http://www.gulli.com/news/24094-nasa-zeigt-konzept-des-ersten-warpfaehigen-raums...

Kommentar von Schlauerfuchs ,

Nun ja wen Albert Einsteins Relativitätstheorie richtig ist ?

Aber ist sie das ?

Und wie es mit reiner Energie die kann überall sein in Zeit und Raum.

ob man eine Warpantrieb benötigt bzw ob der außerhalb des SIFI Funktioniert ist offen ?

In den 1930 forscht ein gewisser Victor Schaumberger an Impulsionsantrieben ist ein ähnliches Phänomen. ...

Kommentar von AlphaundOmega ,

Nun ja wen Albert Einsteins Relativitätstheorie richtig ist ?

"Aber ist sie das ?Und wie es mit reiner Energie die kann überall sein in Zeit und Raum."

Da kann ich mich nur anschließen ...

Du meinst ...

Viktor Schauberger - Erfinder der Repulsine

Großartiger Naturwissenschaftler

Kommentar von Schlauerfuchs ,

Ja.

Ob so ein Warpantrieb funktioniert habe ich meine Zweifel ,ist duch zu sehr SIFI ,den Raum krümmen etc. 

Der Raum ist da und Planeten erzeugen ein Kraftfeld darin ,aber krümmen .....,es ist keine Netz wie es in Bild der Wissenschaft immer so anschaulich gezeigt wird.

Aber ich könnte mir Vorstellen, dass ein Raumschiff sich und seine Insassen durch ein Kraftfeld schützt ,sei es nun Elektromagnetisch od künstliche Grafitation  und dennoch in den Krafeld Masselos erscheint und somit Überlichtgeschwindigkeit fliegen kann ?

Auch ist der Denkansatz ,dass es im All mehr als unsere 3 Dimensionen gibt und somit es da draußen etwas gibt was wir nicht erkennen können.

Wir sehen als 3 Dimensionen Wesen einem Turm als Turm ,ein 2 Dimensionales Wesen sieht ihm als unübwindbares sich ausdehnendes Loch. 

So geht es uns mit den All ,dessen Energieflüsse ,vor allen weil wir durch Teleskope nur die Vergangenheit sehen ,weil das Licht ja auch durch die Zeit seinen Weg zu uns zurückgelegt hat .

Licht kann zugleich Energie od Teilchen Photonen  sein ,beim Laser setzt die Energie Zerstörung frei ,treffen auf egen Raum Photonen aufeinander bilden sie wiederum Masse .

Das All und was da geschieht ist ein so koplexes System ,wo von der Astrophysik nicht einmal ansatzweise entschlüsselt ist.

Ich Pers. halte Wurmlöcher und Warb für Sifi , denke auch dass Einstein falsch lag.

So wie ein Tragflächen -Boot auf dem Wasser aufschwimmt und extrem schnelle Fahrt für ein Wasserfahrzeug macht, denke ich dass es möglich ist, mit fortschrittlicher Technologie auch Überlichtantriebe zu konstruieren , ggf dass das Ramschiff bei Überlichtgeschwindgkeit wie ein Tragflächenboot auf einem Energie -Feld aufschwimmt und sich auf diese Art durch das All bewegen kann ....?

Ok ist meine private Theorie. ..

Kommentar von AlphaundOmega ,

,aber krümmen .....,es ist keine Netz wie es in Bild der Wissenschaft immer so anschaulich gezeigt wird.

Gravitation krümmt bereits den gesamten  Raum ...Es gibt darin keine zeitlichen Geraden ...der Raum ist verwirbelt durch  die Schwerkraft der Masse ...

ggf dass das Ramschiff bei Überlichtgeschwindgkeit wie ein
Tragflächenboot auf einem Energie -Feld aufschwimmt und sich auf diese
Art durch das All bewegen kann ....?

Wozu sollten sie dennn Tragflächen tragen ?

Dies wäre nur interassant, wennn Wasser oder ähnliche  Formen die Dichte verändern ...

Kommentar von Schlauerfuchs ,

Das hast Du falsch verstanden. 

Es war ein Beispiel, ich meinte dass ein Energiefluss das Raumschiff schützt und gleichzeitig beim Überlichtflug trägt .

Da Energie Masselos ist trägt es das Raumschiff in der Beschlunigung auf Übelichtgeschwindigkeit und beim Flug.

Ja durch Masse von Sonnen und Planeten ,aber wie man da eine Plastadion aufbauen will und dadurch durch den gekrümmten Raum reisen erscheint mir schon sehr fantastisch. 

Da Energie Masselos ist könnte diese und ein darin verborgenen Körper wie ein Raumschiff einen Lichtsprung beaältigen ,weil sich Masselos Energie unendlich beschleunigen Lässt.

Würde man also das Raumschiff mit egigantischen Energieflüsse umgeben und es durch dieses Feld einhüllen wäre es nach außen Masselos ,die Energie schützt das Schiff und durch die unendliche Beschleunigung von Masseloser Energie , so wäre ein Lichtsprung auch mit den Gesetzen der Physik möglich. 

Subraleitung ist ja auch möglich und Informationsübertragung wie Fax.

Warum sollte nicht es auch eine Raumschiff im Lichtsprung durch das All tragen in ferner Zukunft. 

Antwort
von 3plus2, 46

Die Menschen Wissen viel, aber nicht alles, alles weiß nur Gott

Kommentar von dadita ,

Also niemand? 

Antwort
von SirAskAlot45, 159

ich finde ja solchen ideen wie bei MiB genial wo sich unser ganzer kosmos hinter einer schließfach tür befindet und nebenan sind noch 100 andere schließfächer bringt ein zum nachdenken^^

Antwort
von Bujin, 388

Hi, das Universum ist nicht wirklich aus dem "Nichts" entstanden bzw. es hängt davon ab was du als "Nichts" definierst. Ist 0 = Nichts? Wenn das so ist dann ist zB. 0 = 1 - 1 Du spaltest Nichts in Plus-Etwas und Minus-Etwas. Ein anderes Beispiel dafür wäre der Stillstand. Stehst du wirklich still oder bewegst du dich gleichzeitig nach links und rechts mit der selben Geschwindigkeit? (In der Physik heißt das übrigens Superposition)

Genau das könnte beim Urknall passiert sein. Unser ganzes Universum könnte das Plus-Etwas sein während hingegen wo anders das Minus-Etwas ist was zeitgleich mit uns existiert. 

Dabei muss es nicht nur ein Minus-Etwas geben. 

0 = 1 - 1 + 2 - 2 + 3 - 3 + 4 - 4 + 5 - 5 + 6 - 6 usw.  

oder wie wäre es mit .. 

0 =  1 - 1 + 0,1 - 0,1 + 0,01 - 0,01 + 0,001 - 0,001 usw.

Expertenantwort
von PWolff, Community-Experte für Physik, 313

Oder das ganze Weltall ist nichts.

Die Gesamtenergie des Universums ist Null, aber weil wir uns unter dem Energienullpunkt befinden, gibt es Energie über unserem Niveau.

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