Frage von madsokrates2, 10

Wie kamen wir zu einer Arbeitswelt wo man mit Euphemismen spricht anstatt konstruktiv vorzugehen?

Etwa, "dynamisch" steht meistens für "chaotisch", "traditionsreich" für "eingesessen", "motiviertes Team" für "es gibt viele Überstunden?", "sehr innovativ" für .. oft gar nichts?

Antwort
von DasNeutrum, 2

Das sind Indizien (und damit Anzeichen, aber keine endgültigen Beweise) für eine Marktdiktatur.

An einem freien Markt gilt das Recht des Stärkeren. Das Märchen von der "unsichtbaren Hand" dürften die allerwenigsten glauben.

Und da in allerlei Diktaturen und Despotismen nunmal die Devise gilt "Wes Brot ich eß', des Lied ich sing", wird den Marktbeherrschern vor allem in der Außendarstellung alles schöngeredet.

Ein anderer Aspekt ist das Feilbieten:
Wenn ich als Unternehmer eine Ware, eine Dienstleistung, eine Investition oder einen Arbeitsplatz anbiete, werde ich all das "bewerben". Und in einer Werbung sucht man sich alle möglichen Mittel und Methoden aus, um etwas schönzureden. Sonst findet man ja niemanden, der sich dafür interessieren könnte.

Es gibt übrigens Bewertungsportale für Unternehmen, bei denen aktuelle und ehemalige Arbeitskräfte entsprechend Klartext schreiben, was in den jeweiligen Unternehmen tatsächlich los ist. Das kann manchmal VOR der Bewerbung um einen Arbeitsplatz ganz informativ sein...

Antwort
von hoermirzu, 8

Das frage ich mich nicht nur in bestimmten Bereichen.

Vielleicht ist Dummheit wirklich eine natürliche Begabung?

Antwort
von ChemieStudy, 10

Weil man keine Kritik dudelt, also macht man aus der Not eine Tugend, verkauft Sch***e als Butter und formuliert eben um.

Kommentar von hoermirzu ,

Bin ich nicht einverstanden; es gibt auch Qualität, die mit anderen als den gängigen Begriffen beschrieben wird.

Kommentar von ChemieStudy ,

Wie meinst du das?

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