Wie kamen die Vorgänger der Pottwale ins Wasser ------Evolution der Pottwale?

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4 Antworten

Was meinst du mit "wie"? Wenn du deine Frage präzisierst, kann man dir besser helfen, ohne alle Punkte im Detail aufzählen zu müssen.

Jedenfalls steht fest, dass Wale von landlebenden Säugetieren abstammen. Früher nahm man an, sie seien Nachkommen der Mesonychia, einer Gruppe von ausgestorbenen fleischfressenden Huftieren (!), die nah verwandt mit den Paarhufern ist, da diese Gruppe das richtige Alter, das richtige Verbreitungsgebiet und das richtige Aussehen hatte. 

Jüngere Befunde haben jedoch gezeigt, dass Wale nicht nur Verwandte der Paarhufer sind, sondern Teil dieser Gruppe. Ihre nächsten lebenden Verwandten sind damit Flusspferde und danach die Wiederkäuer.

Die frühesten Gattungen, die den Walen zugeordnet werden (z.B. Pakicetus), lebten vor 50 Millionen Jahren auf und um den indischen Subkontinent und weisen nur sehr wenige Anpassungen an das Leben im Wasser auf. Alles deutet darauf hin, dass diese Tiere am Süßwasser lebten und sich von trinkenden Landtieren und Lebewesen im Wasser ernährten.

Teilweise zeitgleich mit, aber größtenteils nach den Verwandten des Pakicetus lebten Ambulocetus und ähnliche Gattungen, die erheblich besser an das Leben im Wasser angepasst waren (sie konnten unter Wasser schlucken und gut hören) und entfernt an Krokodile oder Otter erinnern. Es wird vermutet, dass sie wie Krokodile vor allem Landtieren auflauerten, die zum Trinken ans Wasser kamen. Analysen der Zahnreste deuten darauf hin, dass sie auch im Salzwasser leben und jagen konnten, und vermutlich verbrachten sie bereits den größten Teil ihres Lebens abseits vom Land.

Auf die Ambulocetiden folgten die Remingtonocetiden, die wahrscheinlich vollständig unabhängig vom Süßwasser waren, und später die Protocetiden, die abgesehen von den mehr oder weniger ausgeprägten Hinterflossen die meisten Merkmale der heutigen Wale teilten. Allerdings deutet ein Fossil der Spezies Maiacetus inuus aus der Familie der Protocetidden darauf hin, dass auch dieser spezialisierte Zweig zum Gebären an Land kommen musste. Das Fossil wurde nämlich als trächtiges Weibchen interpretiert, der Kopf des Fötus zeigte aber Richtung Geburtsöffnung, womit die Geburt unter Wasser tödlich für ihn ausgegangen wäre. Bei dem vermeintlichen Fötus könnte es sich aber auch um verschlungene Beute handeln, auch wenn Bissspuren nicht nachgewiesen werden konnten.

Die frühesten Wale, die ausschließlich im Wasser lebten, sind Verwandte des Basilosaurus und 41 bis 35 Millionen Jahre alt. Die nächsten Verwandten der Basilosauriden sind die rezenten, also heute vorkommenden Wale, die zwei Abstammungslinien gebildet haben, die Zahnwale und die Bartenwale. Pottwale gehören zu den Zahnwalen.

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Die Vorgänger der Pottwale, die du meinst, waren an Land lebende Säugetiere. Sie sind auf vier Beinen über das Land gelaufen, ähnlich wie Wildschweine. Vermutlich haben sie eine Zeit lang sogar ähnlich gelebt, wie diese Tiere. Vielleicht haben sie im Boden gewühlt und nach kleinen Tieren gegraben. Mit größter Wahrscheinlichkeit waren sie Fleischfresser oder wenigstens Allesfresser. Irgendwann wurde ihnen das Herumrennen und die Suche nach Nahrung zu anstrengend. Deshalb haben sie sich in das flache Wasser gelegt und dort auf Beute gelauert. Sie müssen schon damals sehr intelligent gewesen sein, denn sie haben gewusst, dass jedes Tier irgendwann zum Trinken zu dieser Wasserstelle kommt. Vom flachen Wasser haben sich die Tiere dann immer weiter ins tiefe Wasser gewagt und mit der Zeit hat sich ihr Körper verändert. Die Beine wurden zu Flossen, die Nase wanderte immer weiter nach oben und das Fell ging mit der Zeit verloren. Für so ein intelligentes Wesen war das Meer wir ein Schlaraffenland, bis der Mensch auftauchte. 

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Die Vorfahren der Pottwale - wie im übrigen auch aller anderen Wale und Delfine - waren spitzmausartige Kreaturen, die auf Bäumen lebten - noch im Schatten der Dinosaurier entwickelten sie sich am Ende der Kreidezeit zu einer Gruppe, deren Linie einst zu den Huftieren führen sollte.

Am Ende der Kreidezeit löste vermutlich der Einschlag eines großen Himmelskörpers von mehr als 10km Durchmesser auf der Erde ein Massenaussterben aus, das die großen Dinosaurier vernichtete. Aber auch im Meer sah die Lage katastrophal aus: Die Mosasaurier und Plesiosaurier verschwanden ebenfalls. Als sich die Natur in den nächsten Jahrmillionen allmählich erholte, profitierten die Vorfahren der Wale von der freigewordenen ökologischen Nische, welche die großen Meeresreptilien hinterlassen hatten. Schon im frühen Eozän, also vor mehr als 50 Millionen Jahren, sind die ersten Walähnlichen Raubtiere nachgewiesen: Ambulocetus war zwar schon stark an ein aquatisches Leben angepasst, konnte sich aber noch an Land bewegen.

Die Evolution der Wale vollzog sich nun sehr rasch. Schon im oberen Eozän, knapp 10 Millionen Jahre später, hatten sich die Wale bereits stark spezialisiert und waren zu reinen Meeresbewohnern und zu den neuen Herrschern der Meere geworden. Ihre Körperform erinnerte dabei sehr an die der ausgestorbenen Meeresreptilien - auch Basilosaurus, der größte Wal seiner Zeit, hatte einen schlangenähnlichen und langgestreckten Körper und erreichte damals bereits 18m Körperlänge, was in etwa so lang ist wie es auch heutige Pottwale werden.

Die engsten an Land lebenden und noch existierenden Verwandten der Wale sind übrigens die Flusspferde.

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Pottwale waren meines Wissens nach schon immer im Wasser. Alle Tiere haben ja am Anfang der Welt im Wasser gelebt. Daraus haben sich dann die Landtiere entwickelt. Die Vorgänger vom Pottwal müssen demnach auch im Wasser gelebt haben. 

Falls ich falsch liegen sollte, bitte ich um Korrektur!

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Kommentar von Daniel079
01.09.2016, 14:53

Stimmt schon so

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Kommentar von MarkusKapunkt
01.09.2016, 15:58

Falsch. Viele heute lebenden Meeresbewohner stammen von Landtieren ab. Wale, Seelöwen, Robben, Pinguine und Meeresschildkröten hatten alle Vorfahren, die an Land lebten - was auch nur logisch ist, denn sie alle atmen Luft mit ihren Lungen und können unter Wasser nicht atmen - was sie als wichtigestes Merkmal von den Fischen abgrenzt.

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