Frage von Oflinitrium2, 96

Wie kam von der LEyen vom Amt der Familienministerin zum Verteidigungsministerium?

beziehungsweise was war die Begründung dafür?

Antwort
von Knastduscher, 17

Weil der Koalitionspartner wechselte und die Ministerien neu verteilt wurden.

Nachdem die Koalitionäre die Ressorts aufgeteilt haben, bestimmt der jeweilige Koalitionspartner mit wem er das Ministerium besetzt.

Sicherlich hätte ich mir Frau Dr. med. Ursula von der Leyen besser als Gesundheitsministerin vorstellen können, da ihr medizinisches Wissen bestimmt mehr nutzt, wenn sie mit der Pharmaindustrie über die Zulassung von Medikamenten redet.

Allerdings ist es halt immer wichtig, dass ein/e Minister/in die Kompetenz besitzt, die richtigen Strukturen zu legen oder eine entsprechende Organisation zu schaffen. Wenn eine Frau Dr. med. von der Leyen es mit Hilfe von richtigen Beratern und durch Besetzung der Posten mit kompetenten Mitarbeitern/Offizieren es schafft, eine schlagfertige Bundeswehr auf die Beine zu stellen, dann soll mir das recht sein.

Aber was man so über das Verteitigungsminsterium hört, haben die Strukturen dort viel Ähnnlichkeiten mit dem Vatikan. Den alt eingesässenen Kardinälen ist es auch egal, wer UNTER ihnen Papst wird. Genau so ähnlich muss es wohl im BMV (Bundesministerium für Verteidigung) auch sein. Da ist es den Beamten und Offizieren egal, wer UNTER ihnen Verteidigungsminister ist.

Da muss ein/e Minister/in wohl Nerven aus Stahl haben, um die Stukturen zu durchbrechen und zu verändern. Theoretisch muss man bei Amtsantritt erst einmal das "Modell Erdogan" vollziehen und mindestens 200 Leute ihres Postens entheben und mit eigenen Leuten des Vertrauens besetzen, um die alt eingefahrenen "Machenschaften"/Strukturen zu zerstören.

Ähnlich schwierig stelle ich mir das Innenministerium mit den ganzen Geheimdiensten vor, die doch auch gewissermaßen machen "was sie wollen".

Könnte mir vorstellen, dass man in beiden Ministerien mit Bitten und hoffen auf Loyalität nicht weit kommt. Da muss man wohl eher mit der Faust auf den Tisch hauen und sagen: "Hören Sie, meinen Vorgängern konnten sie meinetwegen auf der Nase herumtanzen. Hier wird allerdings ab heute gemacht, was ich sage. Wer sich an die Spielregeln in meinem "Sandkasten" nicht hält, muss sich einen neuen "Sandkasten mit Förmchen" zum Spielen suchen! Möchte sich jemand der Damen und Herren einen neuen "Sandkasten" zum Spielen suchen? - - - Ich höre keinen Widerspruch, dann nehme ich das als Zustimmung und erwarte Ihre Loyalität und die Umsetzung der neuen Richtlinien und Ziele! Ich behalte mir eine Umbesetzung der Posten jederzeit vor! Ich danke Ihnen!"

Bisher sind nämlich immer die Minister gegangen worden, wenn etwas schief lief und die Verursacher machten fröhlich weiter und rieben sich die Hände, dass sie den nächsten Minister los sind.

Antwort
von DinoSauriA1984, 31

Wenn eine neue Regierung gewählt ist, müssen sich die an der Regierung beteiligten Parteien im Koalitionsvertrag auch auf die Besetzung der Ministerposten einigen. Selbst wenn die alten Parteien wiedergewählt werden, ändern sich ja meist die Stimmanteile. Bestimmte Ministerien werden z. B. auch von einem der Partner für die eigene Partei gefordert.

Im letzten Koalitionsvertrag hat man vereinbart, dass das Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an die SPD fällt (Ministerin Schwesig). Damit musste für Frau von der Leyen ein anderes Amt gefunden werden. Das Bundessministerium der Verteidigung war frei. Militärische Kenntnisse sind zwar hilfreich, aber nicht Bedingung zur Ausübung des Amtes (im Kriegsfall würde nicht die Verteidigungsministerin den Oberbefehl haben, sondern die Kanzlerin - und die hat auch nicht mehr militärische Erfahrung).

Wichtig ist vor allem politische Erfahrung und die kann Frau von der Leyen niemand absprechen.

Antwort
von thetee99, 47

Guttenberg war Verteidigungsminister und ist ja aus bekannten Gründen zurückgetreten.

Von der Leyen hatte etwas gepokert, sie hatte höhere Ambitionen und hätte Merkel evtl. gerne beerbt. Daher wollte sie einen Ministerposten mit entsprechender Relevanz und hatte die Stelle als Gesundheitsministerin abgelehnt.

Außerdem ist es auch immer wieder ein kleines Machtgerangel zwischen der CDU und der SPD inneralb der GroKo, wer welche Ministerposten besetzen kann.

Antwort
von Lionrider66, 44

Seit Manfred Wörter gibt es unter den Parteien einen Wettbewerb, auf diesen Posten eine möglichst unfähigere Person als die vorherige zu setzen.

Kommentar von valvaris ,

Naja Flintenuschi war bei der Familie nicht so gut aufgehoben, aber nun hat sie ihre Passion und entwaffnet das deutsche Militär gekonnt durch Fehlkäufe beim meistbietensten.

Antwort
von Hegemon, 24

Ihr Vater war 14 Jahre lang Ministerpräsident von Niedersachsen. Das ist Grund genug. Damit kommt jede Frage, die auf die Kompetenz der Bundesverteidigungsministerin anspielt, Defätismus gleich und sollte als Hassposting umgehend gemeldet und gelöscht werden.

Kommentar von Oflinitrium2 ,

seems legit xD

Kommentar von DinoSauriA1984 ,

Was müsste man denn - um sachlich zu bleiben - Deiner Meinung nach als Qualifikation für das Bundesministerium der Verteidigung mitbringen?

Einfach zu behaupten, Frau von der Leyen, hätte ihre Karriere ohne jegliche Qualifikation gemacht, ohne auch nur ansatzweise einen Beleg dafür zu liefern (Tochter ihres Vaters zu sein disqualifiziert sie nun noch nicht wirklich) - ist schlicht populistisch.

Frau Dr. von der Leyen ist promovierte Ärztin - hat sie Deiner Meinung ihren Doktortitel auch geschenkt bekommen?

Die Frage nach Kompetenz ist durchaus legitim - aber Kompetenz grundsätzlich infrage zu stellen, ohne das zu begründen - hat allenfalls Stammtischqualität. Unterirdisches Niveau! Sorry!

Kommentar von Hegemon ,

Es ist ein nüchterner Fakt, daß Frau vdL eine auffallend steile Parteikarriere gemacht hat. Sie ist erst 1990 in die CDU eingetreten und war bereits wenige Jahre später in den ersten Landesausschüssen, dann Fraktionsvorsitzende und schwuppdiwupp Ministerin. Es gibt nicht viele Politiker, die derart steil nach oben fallen. Normalerweise kämpft man sich nämlich erst jahrzehntelang durch die Partei-Jungendorganisationen und Parteibasis - siehe z.B. Sigmar Gabriel. Du darfst ja gerne glauben, daß für ihre Blitzkarriere ihre Qualifikation als Dr. med. verantwortlich ist und nicht die Tatsache, daß ihr Vater 14 Jahre lang Ministerpräsident war und entsprechende Verbindungen und Beziehungen hatte. Es ist Dein gutes Recht, das zu glauben. Aber verlange eine derart kindliche Naivität doch bitte nicht von anderen Menschen. Danke.

Antwort
von W4hrheitsf1nder, 27

Hallo,

wenn du Begründungen suchst wirst du schnell enttäuscht werden.

Ich erinnere mich noch gut an das hier:

So dürfte wohl jede Begründung der Bundesregierung ausfallen.

Oder die allseits beliebte Weisheit: "Warum ist Cannabiskonsum illegal? Weil es verboten ist". xD 

Die haben echt die besten Gagschreiber des Landes dort ... 

Mfg 

Kommentar von valvaris ,

Dem ist nichts hinzuzufügen...

Und die 100.000 kann man schon mal vergessen. Wer hat die nicht schonmal irgendwo an der Aldi-Kasse verloren, ohne dass es ihm auffällt.

Kommentar von Oflinitrium2 ,

Merkel war, ist und wird wohl immer eine miese machtgeile ...Frau... sein -_- (für Frau bitte alles erdenkliche einfügen, hauptsache kein positiv belegtes wort >.<)

Antwort
von valvaris, 61

Sie wurde ernannt, weil die Stelle grade frei war.

Die Ministerien werden scheinbar immer irgendwie, von der regierenden Partei dirigiert, durchrotiert. Wer nen Job gut macht, bleibt im Amt. Wenn nicht, wird er evtl für ein neues Amt besetzt.

Kommentar von Oflinitrium2 ,

auf deutsch jeder macht mal für 4 jahre en Praktikum innem ministerium und switcht dann über zum nächsten

Kommentar von valvaris ,

Man gewinnt den Eindruck - müssen aber nicht 4 Jahre sein, wenn einer zurücktreten muss, dann kann er auch schneller mal wechseln.

Jedenfalls wird die Besetzung der Ämter durch die regierende(n) Partei(en) bestimmt.

Kommentar von Oflinitrium2 ,

Ist Demokratie nicht schön -.-

Kommentar von valvaris ,

Demokratie schon, nur die politisch zu faulen, zu dummen, zu uninteressierten, ignoranten und Idioten nicht...

Kommentar von Oflinitrium2 ,

Und die Tatsache, dass unser Einfluss so beschränkt wird, dass am Ende die obere Politgesellschaft doch wieder machen kann was sie will...die Parteien stellen wahlkandidaten die wir nicht gewählt haben, die kanzler benennen Minister die keiner will, und das höchste Amt unser Bundespräsident ist nichts weiter als ein Maskottchen.

Kommentar von valvaris ,

Und was ist die Frage? Oder willst du nur Bestätigung?

So lange die Regierung herumwurstet und die einzige alternative nur rechte Parolen raushaut, ohne wirklich ne intelligente Lösung zu bieten, bleibt nur, seiner Linie treu zu bleiben.

Drum wähl ich immer nur, wenn möglich, Piraten oder Linke.

Kommentar von Oflinitrium2 ,

mhhh weder noch, es war eher eine Ergänzung zu deinem kommentar^^

Kommentar von thetee99 ,

@Ofinitirum: es geht bzgl. des Bundespräsidenten aber auch um Gewaltenteilung, damit eben nicht nur 1 Person wichtige Entscheidungen treffen kann. Dafür hat der Bundespräs. aber ein Veto-Recht und kann wichtige Gesetzesentwürfe blockieren, wenn er bedenken hat.

Die Parteien stellen zwar die Kandidaten, aber JEDER kann einer Partei beitreten und sich dort genug qualifizieren um aufgestellt zu werden. Man kann das auch wie eine Art Filter sehen, denn sonst wäre immer der stärkste & coolste Holzfäller amtierender Bundeskanzler...

Kommentar von valvaris ,

Ich wäre für Otto Waalkes als Präsident ^^

Kommentar von Oflinitrium2 ,

"
denn sonst wäre immer der stärkste & coolste Holzfäller amtierender Bundeskanzler..."

ahm...wo ist der Unterschied zur derzeitigen Lage?... Merkel hat Kohl aus dem Amt gedrängt und gewartet bis Schröder genug mistverzapft und sie sich innerhalb der partei nach oben geschoben hat...

Kommentar von valvaris ,

(Ich bitte vorab um Entschuldigung für die Formulierung, aber die Wortwahl passt meiner Meinung nach einfach am treffensten. Deshalb bitte nicht gleich melden, weil ein "böses" Wort drin steht, sondern erstmal insgesamt lesen.)

Merkel ist nicht der Coolste Holzfäller. Merkel hat bei ihrer Erstwahl auf den Tittenbonus gesetzt.

Sie war die erste Frau, die sich das traut und das hat ihr vor allem bei den Frauen Sympatien gebracht und einige Männer sind mitgezogen und fanden das toll.

Anschließend hat sie zwar ein paar Sachen richtig gemacht aber mit der Zeit ist das Volk eingeschlafen und verblödet, so dass kaum noch Leute zur Wahl gehen, weil sie nicht mehr verstehen, um was es da eigentlich geht.

Kommentar von thetee99 ,

@valvaris: das war es aber nicht alleine. Die deutschen hatten nach 16 Jahren Helmut Kohl die Nase voll von der CDU und wollten frischen Fahrtwind. Nach der Agenda 2010 zur Reformation des deutschen Sozialsystems (welches dringend nöitg war), wollte die Mehrheit wieder schnell zurück in den warmen Schoß der CDU. Da kam es Merkel eher gelegen, dass sie sowas wie die Ziehtochter von Helmut Kohl war, den deutschen war die Reformpolitk der SPD zuviel Aufregung.

Kommentar von thetee99 ,

@Oflinitrium: und das konnte Merkel tun, weil sie nach langjähriger Erfahrung in der Politik und immerhin einem Dr.-Titel in Physik auch die kognitiven Fährigkeiten dazu hatte...

Ich meinte damit, dass nicht jeder Holzfäller, nur weil er den schönsten Bart hat, gewählt werden sollte, sondern das die Parteien selbst aus ihrer Reihe eine geeignete Person auswählen und dabei eben Wert auf Qualifikationen legen können, die jemanden für so ein Amt tauglich macht.

Antwort
von barbarinaholba, 18

Hierarchien-Geldverteilung?!

Machtkonzept?!

Marionettenpartei?!

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