Wie kam es, dass Rom zum Mittelpunkt des Römisch katholischen Glaubens wurde bzw wie/warum setzte sich der Monotheismus gegen den Polytheismus in Rom durch?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Der Apostel Petrus wirkte in Rom und wurde dort begraben. Damit war Rom mit Jerusalem, Alexandrien, Antiochien und Jerusalem eines der fünf wichtigen Zentren, der sog. Patriarchate. Durch die Ausbreitung des Islams verloren vier der fünf Patriarchate stark an Bedeutung. Rom blieb übrig - ist aber nicht einfach der "Mittelpunkt", aber ein sehr wichtiger Ort der katholischen Kirche. Mitte der Kirche ist Jesus Christus.

In der Antike glaubten immer weniger Menschen wirklich an die Existenz der Götter. Es ist eher die Frage, warum sich gerade das Christentum gegen die Mysterienreligionen wie den Mithraskult durchgesetzt hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von helmutwk
04.12.2015, 16:53

Rom blieb übrig

Ist doch nicht wahr. Erstens sind die alten Patriarchate noch heute da, und zweitens sich ja mit dem Missionserfolg der Kirche weitere Patriarchate hinzugekommen, z.B. Moskau.

Nur hat sich Rom aus der Gemeinschaft der allgemeinen orthodoxen Kirche entfernt, so dass der Patriarch von Rom gewissermaßen seine eigene Kirche gründete. Und da er keine anderen Patriarchen einsetzte, ist die römische Kirche heute größer als jedes Patriarchat der orthodoxen Mutterkirche.

0
Kommentar von Franz1957
05.12.2015, 09:27

Es ist eher die Frage, warum sich gerade das Christentum gegen die Mysterienreligionen wie den Mithraskult durchgesetzt hat.

Mit dieser Frage setzt sich Micha Brumlik in seinem Buch "Die Entstehung des Christentums" auseinander. Er sagt, daß dazu die systematische Ausgrenzung der Frauen im Mithraismus beigetragen habe, der ja seine Basis vor allem im Militär hatte (S. 164).

0

Das sind zwei verschiedene Fragen, weshalb das "bzw." nicht angebracht ist.

Was Rom angeht: Kurz nachdem der christliche Glaube in Armenien Staatsreligion wurde, erlaubte der römische Kaiser Konstantin das Christentum auch im römischen Reich. Die Kirche war zu der Zeit schon ziemlich hierarchisch geworden, auf der obersten Ebene gab es mehrere sog. Patriarchen. Die residierten vor allem in Zentren des christlichen Glaubens wie Alexandria in Ägypten oder Antiochia am Orontes (heute Antakya in der Türkei). Auch die Bischöfe der Reichshauptstädte Rom und Konstantinopel (heute Istanbul) waren Patriarchensitze.

Als dann der Patriarch von Rom aus der Gemeinschaft der Patriarchen ausscherte und gewissermaßen eine eigene Kirche gründete, da war das Zentrum der römischen Kirche natürlich Rom.

Die alte Kirche hieß orthodox (rechtgläubig) und katholisch (allgemein), au7s mir nicht ganz bekannten gründen wird heute die Abspaltung römisch-katholisch (allgemein, aber auf Rom begrenzt, eigentlich ein Widerspruch)) und die Mutterkirche als orthodox bezeichnet.

Der klassische Polytheismus war am Ende zu einer bloßen Form verkommen, es gab kaum noch Leute, die wirklich an viele Götter glaubten. Wieso sich das Christentum durchsetzte, dazu gibt es verschiedene Antworten. Von höherer Geburtenrate bis hin zum überzeugenden Leben der Glaubenden. Immerhin hat es schon, bevor es zur Staatsreligion auch im römischen Reich wurde, auch andere Religionen (z.B. Mithraskult) beeinflusst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung