Guten Mittag zusammen,
ich frage mich schon länger, was eigentlich eine Vater-Sohn Beziehung oder eine Vater-Tochter Beziehung (wenn die Kinder erwachsen sind) von einer Freundschaft unterscheidet. Es ist nämlich so, dass ich meinen Sohn, der jetzt 28 ist, erst im Erwachsenenalter kennengelernt habe und wir gute Freunde geworden sind und ich mich frage, wie sich unsere Beziehung von seiner zu seinen Kumpels unterscheidet- vom Altersunterschied abgesehen;-). Wie müsste ich mich denn anders verhalten, wenn ich etwas besser meine Rolle als Vater einfüllen möchte? Was denkt ihr: Was macht einen guten Vater überhaupt aus, wenn die Kinder schon erwachsen sind?
ein freund zu sein ist das beste was dir passiern kann (meine meinung als erwachsener sohn)
Ich antworte als Mutter einer erwachsenen Tochter. Ich bin eine weise, alte Freundin geworden. Sozusagen. Manchmal wird geblödelt.
"weise und alt" - ich denke, so ähnlich sieht er mich auch:-). Das Blödeln kommt aber natürlich auch nicht zu kurz!
Dann dürfte es richtig sein. Meine Tochter sagt das jedenfalls immer so, nämlich, dass es so richtig ist.
Vielleicht frage ich meinen Sohn einfach mal, womöglich denkt er ähnlich wie Deine Tochter:-)

mein sohn, ähnlich alt wie Deiner, ist mein bester freund...ich finde das gut so
Das ist schön. Ich finde das auch prima, aber ich denke manchmal, dass ich etwas falsch mache und wie sich wohl andere Väter und Söhne zueinander verhalten
MikeMolto am 22. Mai 2009 12:32 andere Väter sollten dich nicht interessieren. Kannst ja mit deinem Sohn darüber reden, ob ihm an deinem Verhalten etwas missfällt.
Das stimmt, ich könnte ihn fragen, ob ihm etwas fehlt und ob ich etwas besser machen kann
dingsvomdach am 22. Mai 2009 12:43 das ist doch super:Sohnemann selber fragen,ob er sich wohlfühlt,ob er was vermisst,ob er Verbesserungsvorschläge hätte usw.Du solltest dich nicht zusehr nach anderen richten-es zählt nur er und du
Ich antworte, wie ich das Verhältnis zu meiner Mama sehe: Wir sind wie zwei alte Tratsch-Weiber gg Blödeln viel und auch Witze, die früher undenkbar gewesen wären, kommen jetzt dran (ebenso Gesprächsthemen). Ich seh meine Mama auch als sehr sehr gute Freundin. Trotzdem weiß ich, dass Blut immer dicker ist als Wasser, und sie mich nicht (wie manch ein Freund) einfach im Stich lassen würde, sollte mal irgendwas sein ;)
Im Stich lassen würde ich ihn niemals, ich glaube so weit sind meine Vatergefühle inzwischen schon entwickelt:-)

Ich denke,man sollte Vater bleiben und nicht zum guten Freund werden,denn ich finde,das sind zwei ganz verschiedenen Ebenen. Verwandte kann man sich nicht aussuchen,Freunde schon.
Ich gebe der Bezeichung ELTERN oder Elternteil einen anderen Stellenwert der Positionierung als der meiner Freunde.
Für ihn da sein,und offen mit ihm reden...dass es auch so ist. Deutlich ansprechen,authentisch sein und bleiben...offen miteinander reden und-zuhören lernen.
Über seine Wünsche,Träume,Ziele...und das,u.U.was man nicht mehr nachholen kann,da Du aus welchen Gründen auch immer in seiner Kindheit keinen Kontakt zu ihm haben konntest bzw.ihn gar nicht gekannt hast.
Schön gesagt.

eben diese freundschaftliche art, macht einen guten vater aus. dies passt schon so, wie es bei dir ist. bei meinen beiden, ist es genauso. allerding wenn die leidend sind (krank) sind es halt wieder kleine kinder, die umsorgt werden wollen ;-)
diese situation hatten wir noch nicht, aber ich würde mich dann natürlich auch um ihn kümmern. fragt sich nur, ob er dann von mir umsorgt werden will;-)
Zuhören, Rat aufgrund Lebenserfahrung geben wenn danach gefragt wird, Zeit nehmen bzw. auch kurzfristig "Zeit für den Sohn" haben- auch wenn man eigentlich anderes vorhatte.

So eine Frage müsstest du deinen Kindern stellen, denn jeder Geschmack ist verschieden.
Da hast Du Recht, ich könnte ihn ja mal fragen, warum nicht
Ein guter Vater ist für seine Kinder da. Er hat für Ihre Sorgen und Probleme ein offenes Ohr und steht, falls gewünscht, mit Rat und u.U. auch mal mit "Tat" zur Seite. Er sollte seine Meinung sagen, auch wenn es mitunter unangenehm wird - egal ob für den Vater oder für die Kinder. Manchmal ist eben ein deutliches Wort erforderlich. Immer sollte ein Vater seine Kinder deren Weg gehen lassen und sie akzeptieren wie sie sind. Wenn ein Vater für seine erwachsenen Kinder ein guter Freund ist, hat er alles richtig gemacht.

Da sein, zuhören. Anteilnehmen und Interesse an seinem Leben zeigen ohne dabei aufdringlich oder besserwisserisch zu sein. Mit Rat und Tat zur Seite stehen, ohne Altklug zu sein. Unterstützen wo Unterstützung gewünscht ist ohne sich dabei selbst aufzuopfern.
Last but not least: Wenn es angebracht ist, ihm die eigene Meinung auch dann sagen, wenn es weh tut.
Sei einfach immer für ihn da und freu dich über die Freundschaftliche Beziehung zwischen euch!

aber vielleicht ist es deinem Sohn wichtig,daß du nicht den Vater "markierst/Spielst" sondern so locker-flockig mit ihm umgehst,wie mit einem Freund? Ansonsten,mal überlegen:loben,umarmen (falls er das mag),Gefühle zeigen/darüber sprechen,nette liebe Worte ("es ist so schön,daß du heute zu Besuch gekommen bist" oder "wann kommst du mal wieder vorbei?").Nur um einige kleine Punkte zu nennen...
Wenn ich ihn betüdeln würde, würde ihm das sicherlich nicht gefallen. Aber da er keine Mutter mehr hat und ja zwar erwachsen, aber noch sehr jung ist, denke ich mir, dass es ihm schon gut tut, wenn er eine elterliche Bezugsperson in mir hat, nicht nur einen Kumpel
dingsvomdach am 22. Mai 2009 12:41 okay,ich verstehe.Meine Mutter bedenkt ihre erwachsenen Töchter immer mit Kosenamen aus der Kindheit,da brechen wir jedesmal in Gewieher aus.In Kindheitserinnerungen schwelgen,macht ihr beiden das?
Na ja, wir haben ja keine gemeinsamen Erinnerungen, aber er erzählt mir manchmal von seiner Kindheit und ich ihm aus meinem Leben bevor ich ihn kennenglernt habe. Ich hoffe, dass wir uns dadurch noch besser kennenlernen und es uns einander näher bringt.