Frage von junkiee, 110

Wie ist Kanths Einstellung zur Abtreibung?

Hallo Liebe Community, Wegen einem Ethik Referat müsste ich so schnell wie es geht wissen wie Kanth zur Abtreibung steht bzw konkretter: sieht Kanth ein Embryo als Mensch an ?? LG und schönen Sonntag Abend!!!

Antwort
von Anthropos, 73

Meinst du Immanuel Kant? Das war der wohl bedeutendste Aufklärer des 18. Jahrhunderts. Damals gab es noch keine Abtreibung, also erübrigt sich die Frage. Allerdings wäre er wahrscheinlich gegen Abtreibung gewesen, aufgrund des kategorischen Imperativs.

Kommentar von junkiee ,

Ja, Sorry für die Rechtschreibfehler ... Bin gerade etwas in Eile ;) ... Also hatte Kant kein klare Antwort auf die Frage ?

Kommentar von Anthropos ,

Nein, es gab ja damals überhaupt noch keine Abtreibung in der heutigen Form. Es gab zwar irgendwelche Möglichkeiten, ungeborene Kinder zu töten, aber da ist man meistens bei gestorben. Aber ich persönlich bin mir sicher, er wäre gegen Abtreibung.

Kommentar von Kenfmisttoll ,

"aufgrund des kategorischen Imperativs." Man würde seine eigene Abtreibung gar nicht mitbekommen, man würde einfach dahin gehen, wo man vor seiner Geburt war, in einem endlosen Nichts.

Kommentar von junkiee ,

aber Kant wendet doch den kategorischen Imperativ nur bei Menschen an -->siehe Kants Einstellung zum Vegetarismus... Folglich ist der kategorische Imperativ ja nicht komplett anwendbar auf den Abtreibungsfall...

Kommentar von Anthropos ,

Ich bezeichne ein im Bauch einer Mutter wachsendes Kind als Menschen. Da kommt die Frage auf, ab wann man Mensch ist.

Kommentar von Anthropos ,

Ich weiß nicht, ob man den Bauch einer Frau als endloses Nichts bezeichnen kann.

Kommentar von Kenfmisttoll ,

Ich meinte ja auch nicht den Bauch einer Frau. Wo warst du denn vor deiner Geburt?

Kommentar von Kenfmisttoll ,

Bzw, wo warst du denn bevor du angefangen hast, zu leben?

Kommentar von Anthropos ,

Davor habe ich noch nicht existiert.

Kommentar von Kenfmisttoll ,

Eben, und war das schlimm?

Kommentar von Anthropos ,

Ich habe damals nicht existiert, von dem her kann man weder sagen, dass es schlimm war, noch, dass es nicht schlimm war. Es war einfach nichts. Ich bin allerdings froh, dass meine Eltern mich nicht abgetrieben haben und alle Eltern sollten ihren Kindern ein Leben ermöglichen. Und ich hoffe, dass du auch dein Menschenrecht auf ein Leben mit Freuden nutzt und deinen Eltern über ihre Entscheidung dankbar bist. Gute Nacht.

Kommentar von Kenfmisttoll ,

Du schreibst: "Ich habe damals nicht existiert, von dem her kann man weder sagen, dass es schlimm war, noch, dass es nicht schlimm war"

Außerdem schreibst du "Ich bin allerdings froh, dass meine Eltern mich nicht abgetrieben haben"

Wärst du abgetrieben worden, könntest duj eben nicht froh sein, dass du nicht abgetrieben wordest bist.

Nur, weil du jetzt lebst, kannst du glücklich sein, dass du überhaupt lebst. Würdest du nicht leben , könntest du auch nicht traurig sein, dass du nicht lebst.

Außerdem nehme ich an, dass deine Eltern dich zu keinen Zeitpunkt abtreiben wollten. Würdest du genauso denken, wenn du Kind einer alleinerziehenden Mutter wärst, die am liebsten abgetrieben hätte und jetzt die Schuld ihres Elends dir gibt und dich das ausreichend spüren lässt?

Kommentar von Anthropos ,

Leben ist Leben und dieses Leben besitzt Würde. Und diese würde ist unantastbar. Keiner darf mir das Recht auf Leben verweigern. Auch nicht meine Eltern.

Antwort
von berkersheim, 22

Immanuel Kant hatte es nicht so mit den Frauen. Warum sollte er sich Gedanken über Abtreibung machen?

Antwort
von Kenfmisttoll, 67

Kant wäre für Abtreibungen

Kommentar von junkiee ,

Könntest du das noch ein bisschen begründen ? Das wäre super :)

Kommentar von Kenfmisttoll ,

Laut kategorischer Imperativ sollte eigenes Handeln Maßstab für alle sein könne.

Und da Abtreibungen moralisch nicht bedenklich sind, sollte er ja dafür sein.

Kommentar von junkiee ,

Aber warum sind eben Abtreibungen moralisch unbedenklich ?

Kommentar von Kenfmisttoll ,

Weil man laut den meisten Weltanschaung dem Kind nichts schlechtes antut.

Laut naturalistischer/humanistischer Weltanschung sterben die Menschen ja eh, man erspart dem Kind durch die Abtreibung ein schlechtes Leben, in dem es als ungewollte Last statt als Geschenk angesehen wird.

Laut Christlichen Glauben kommen die Kinder eh in den Himmel. Man erspart dem Kind also die mögliche Hölle.

Im Islam haucht Allah den Kindern erst ab dem 4.Monat die Seele ein.

Um die Frage nach den moralischen Bedenken zu klären, müsste man wissen, was mit den Kindern nach dem Tod passiert. Dies wissen wir aber nicht- das warhscheinlichste ist, dass das selbe passiert, was vor dem Tod war: nichts. Und dieses nichts ist weder gut noch schlecht, was Abtreibungen unbedenklich machen.

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