Frage von 1900minga, 536

Wie ist in den Religionen Gott erschaffen worden?

Die Frage ist mir eben in den Sinn gekommen.
Habe mit Religionen nur wenig am Hut und fragte mich so eben....

Die Welt, das Universum, wir Menschen: Alle von Gott geschaffen.

Aber? Woher stammt Gott?
Wurde Gott von einem noch mächtigerem Wesen geschaffen.

Antwort
von OlliBjoern, 212

Nun, ich war ja nicht dabei. :) Zudem gibt es viele Götter und viele Religionen (mit zahlreichen Untergruppen). Insofern lässt sich das sicher nur sehr vereinfachend beantworten.

Ich denke mal so: der Mensch erschafft Dinge, z.B. ein Werkzeug. Aus dieser Erfahrung heraus überlegt er nun: wer hat nun diesen Baum "erschaffen"? Er überträgt einen anthropozentrischen Gedanken (der Mensch erschafft etwas) auf die Natur. Da er aber weiß, dass er selber keinen Baum machen kann, muss es eben ein "besonderer Mensch" gewesen sein, der diesen Baum gemacht hat.

Götter haben fast immer sehr menschliche Eigenschaften. Allerdings kommt auch immer hinzu, dass sie besondere Eigenschaften haben, die über die "normalen" Fähigkeiten eines Menschen hinausgehen. Sie können also Dinge "erschaffen", die man eigentlich als Mensch gar nicht machen kann.

Aber manchmal werden die Fragen auch gar nicht beantwortet. Die germanische (altnordische) Religion sagte z.B. nicht, dass Odin (Wotan) die Sonne erschaffen hatte. Die Sonne war da, wurde nur in die rechte Bahn gelenkt. Die Menschen waren auch schon da (die ersten Menschen sind aus Bäumen entstanden), und die Götter hauchten ihnen nur das Leben ein.

Die Zwerge wurden erschaffen. Wozu man Zwerge "überhaupt braucht", steht da nicht. Diese Frage wird nicht beantwortet. Odin hatte sehr menschliche Züge (war besorgt; zudem war er keineswegs "allmächtig", sondern war oft auf Hilfe angewiesen, es gab viele andere Götter).

Der Monotheismus zeichnet ein anderes Bild. Er abstrahiert ein Stück weit vom Menschen. Im Islam wird Allah normalerweise nicht bildlich dargestellt. Im Christentum ist die "Trinität" verbreitet, Gott ist "Vater/Sohn/Heiliger Geist" in einem, dies sind zwei menschliche Attribute (Vater und Sohn, siehe auch > Familie), aber auch ein Attribut vom Typus "Geist".

Im AT heißt es "und der Geist Gottes schwebte über den Wassern". Damit will man wohl eine unsichtbare "Kraft" verdeutlichen. Im Judentum wird Jahwe normalerweise auch nicht bildlich dargestellt. Auch das Christentum verwendet manchmal eine abstrahierende Symbolik (Gott als "Auge" in einem Dreieck).

Da Gott "abstrakt" gedacht wird, kann sich der Islam auch nicht vorstellen, dass Gott einen "Sohn" haben kann. Das würde ihn zum Menschen machen. Das Christentum umgeht dieses Problem mit der Trinität (Gott ist Mensch, aber zugleich auch Nicht-Mensch im Heiligen Geist).

So gesehen erfordert der Monotheismus schon eine gewisse Abstraktionsfähigkeit. Und er ist dahingehend "fortschrittlich" (weil er von den menschlichen Eigenschaften stärker abstrahieren kann).

Kommentar von PolluxHH ,

Dazu wäre zu sagen, daß die Trinitätslehre erst unter römischen Einfluß zu einem Dogma wurde (1. Konzil von Konstantinopel, verkündet von Theodosius I., Konzil von Chalzedon), vorher war es äußerst strittig. Insbesondere war auch die "Adoptivsohn"-Variante im Sinne des 2. Psalms (Krönungspsalm) beliebt. Gemäß AT ist dabei Gott Vater aller Menschen, alle Menschen damit aber auch seine Töchter und Söhne.

Eine Darstellung von JHWE (sowie eine seiner sonstigen Emanationen) ist übrigens im Judentum verboten, 2. Gebot.

Die Eberfelder Bibel zu zitieren ist hier übrigens sehr lobenswert, da näher an masoretischen Texten / der Septuaginta. Wässer können hier auch als Symbol für materielles Leben gesehen werden, womit dann verdeutlicht würde, daß erst mit der Schöpfung des Menschen sich Gott mit der Materie verbindet.

Antwort
von Dhalwim, 21

Hallo 1900minga,

Nein das stimmt nicht so ganz. Es ist eher umgekehrt, der Mensch hat Gott geschaffen. Hier wird ganz offensichtlich Ursache mit Wirkung verwechselt. Gott ist eine Erfindung, genauso wie ihre Religionen.

(Ursache ?) = Urknall = Superhaufen, Galaxien, Sterne, Planeten = Aminosäuren u. Bakterien in der Ursuppe = Evolution = Mensch und Affe dieselben Vorfahren = Fortschritt und Erfindungen.

Ich meine ja, da früher die Menschen sich vieles nicht erklären konnten, haben sie sich das durch Geschichten eben erklärt. Man sieht auch an Auflagen von Büchern (nicht immer aber meistens), dass Sachbücher für Menschen weniger interessant sind, als Romane.

LG Dhalwim

Kommentar von Dianaartem ,

Und heute können die Menschen alles erklären?

Kommentar von Dhalwim ,

@Dianaartem,

Und heute können die Menschen alles erklären?

Nein, zudem verstehe Ich nicht, wie sie auf diese Frage kommen, Ich habe nie behauptet, Menschen könnten heutzutage alles erklären.

Aber gewiss, viel mehr als sie es früher konnten.

LG Dhalwim

Antwort
von Andrastor, 147

Gott wurde von Menschen erschaffen. Menschen, welche die Erde für eine Scheibe hielten, Blitze nicht erklären konnten, an schlechten Zähnen starben und nicht verkraften konnten dass die Welt ein unfairer Ort ist.

Antwort
von Panazee, 69

Die beiden größten Religionen gehen davon aus, dass ihr monotheistischer Gott schon immer da war. Er wurde nie erschaffen.

Bei vielen polytheistischen Religionen gibt es oft Ur-Götter über deren Herkunft sich ausgeschwiegen wird oder die halt auch seit anbeginn der Zeit existierten und die haben dann auf die eine oder andere, oft bizarre Weise, die anderen Götter hervorgebracht.

Manche Naturvölker nehmen auch an, dass Sonne und Mond Kinder hatten und diese Kinder dann die Götter sind. Ich persönlich nehme an, dass es für den Mond "tödliche" Folgen hätte, wenn er sich auf "Kopulationsnähe" zur Sonne begeben würde.

Die Frage "Wie ist in den Religionen Gott erschaffen worden?" ist etwa zu unpräzise um eine präzise Antwort zu geben. Es gibt aktuell ca. 50 verschiedene Religionen mit unterschiedlichen "Stories" zu diesem Thema. Da sind die hunderte von Splittergruppen dieser 50 Religionen nicht mit eingerechnet.

Antwort
von MagicalMonday, 171

Nicht alle Religionen haben Götter, aber die meisten, die an Götter glauben, behaupten einfach, dass der jeweilige Gott schon immer da war. Was lustig ist, da die meisten Leute, die versuchen die Existenz Gottes logisch zu untermauern, als Argument anführen, dass nichts existieren kann, ohne erschaffen worden zu sein. :)

Kommentar von 1900minga ,

Genau das war der Punkt, weshalb mir die Frage in den Sinn kam😂

Antwort
von PolluxHH, 161

Die jüdische Mystik kennt das ZimZum. Zunächst wäre dort der ewig verborgene Urgrund, der sich zusammenzieht (Intention, zu verstehen als eine erste energetische Verdichtung). Hier könnte man Hegels Geist, der sich selber nicht wußte, ansiedeln. Durch weitere Verdichtung wird der Logos geschaffen, der Geist der Schöpfung, der schon alles als Idee in sich trägt, um dann in die Welt der Erscheinungen, Farben und Formen einzutreten und durch einen weiteren Prozeß der mehrfachen Verdichtung (Ajin, Ajin Sof und Ajin Sof Awir) das Schöpfungslicht entstehen zu lassen und daraus in die erste Emanation einzutreten, das Urwort zu sprechen, die Schöpfung beginnen zu lassen. Gott als reine Energie, aus der letztlich die Materie entsteht.

Energie und Materie korrespondieren gemäß Einstein, hier wird der Weg einer steten Verdichtung von Energie bis zum Urknall beschrieben, allerdings zur beginnenden Neuzeit (16. Jahrhundert).

Insofern geht dieser Ansatz weiter als die Urknall-Theorie, aber letztlich wird Gott als etwas gesehen, was immer war und immer sein wird, allerdings sich verhüllen mußte, da ansonsten die Schöpfung keinen Bestand gehabt hätte, sondern sofort wieder in ihm aufgegangen wäre.

Vielleicht bringt Dich das ein wenig weiter.

Antwort
von Raimund1, 106

Echt eine super Frage - zwar mehr philosophisch, aber hochinteressant.

Religionen dienen dazu, die Ängste der Menschen zu kanalisieren und - in den meisten Fällen - zu verstärken.

Ich war über 60 Jahre "katholisch", Pfarrgemeinderatsvorsitzender, bis ich erkannte, dass Gott keine Religion braucht. Gott ist Liebe, reine Liebe. Das ist etwas, was wir nur schwer begreifen können, insbesondere in der jetzigen Zeit.

Gott ist der Anfang von allem, er gibt uns die Freiheit, uns für oder gegen etwas zu entscheiden. Allerdings übernehmen wir mir´t unserer Entrscheidung zugleich die Verantwortung für unser Handeln.

Und genau da hakt es! Die wenigsten Menschen sind bereit, für ihr eigenes Handeln die Verantwortung zu übernehmen. Und das iust das, was es so schwierig und so unverständlich macht, wenn wir über Gott und "warum lösst Gott das zu?" diskutieren.

Antwort
von lordihas2, 166

Hab ich mich schon öfter gefragt. Sogar schon Pfarrer und Religionslehrer gefragt. Alle meinen das wir Menschen das nicht verstehen können. Ich denke jeder sollte sich seinen eigenen Teil dazu denken weil darauf kann nicht mal ein Pfarrer eine klare Antwort sagen.

Hoffe ich konnte dir helfen :)

Kommentar von Hooks ,

Ähm, was soll an dieser Antwort hilfreich sein?

Kommentar von lordihas2 ,

Das er/sie (Entschuldigung aber ich weiß nicht ob Männlein oder weiblich.) jetzt weiß das es selbst Pfarrer nicht wissen und daher keiner dieser antworten als 100% richtig bezeichnet werden kann da es ein Fakt ist das es niemand sicher weiß.

Kommentar von Hooks ,

Die meisten Pfarrer glauben nicht mal an das, was in der Bibel steht. Und alle Dokumente halten sie für Fälschung. Ist also nicht so aussagekräftig.

Kommentar von lordihas2 ,

Alles klar. Pfarrer glauben nich an die Bibel :D danke für die Info. Wusste ich noch garnicht :D

Antwort
von michi57319, 160

Gott wurde von Menschen erschaffen, die damals zur Erklärung von Phänomenen einen Stellvertreter, einen Verursacher brauchten.

Als man dann Erreger klassifizieren konnte, war die göttliche Plage vom Tisch. Hat lange gedauert, aber die Abwendung vom Glauben heute hat viel damit zu tun.

Damals suchte man Antworten. Damals war der Mensch auch noch lange nicht so weit entwickelt, wie er heute ist. Wobei ja schon erste Degenerationen zu beobachten sind, weil der Mensch sich zu sehr auf die Technik verlässt.

Die Technik wird unser neuer Gott werden, auch das wird für den Menschen eher schlecht ausgehen.

Antwort
von Philipp59, 34

Hallo 1900minga,

überlege einmal: Wäre Gott von einem noch mächtigeren Lebewesen erschaffen worden, dann käme gleich anschließend die Frage, wer dann dieses Wesen erschaffen hat usw. So kommt man also nicht weiter.

Die Bibel trifft eine bedeutende Aussage über Gottes Existenz: ""Ehe selbst die Berge geboren wurden oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen, ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott" (Psalm 90:2). Der hier gebrauchte Begriff "unabsehbare Zeit" hat auch die Bedeutung von "Ewigkeit". Gemäß der Bibel ist es also richtig zu sagen, dass Gott schon immer existiert hat.

Viele halten diese Aussage für unvernünftig und unglaubhaft. Es stimmt, unser Verstand kann einfach nicht erfassen, wie es möglich sein soll, dass Gott schon immer dagewesen ist. Wäre das jedoch wirklich ein Grund, es abzulehnen? Es gibt schließlich vieles andere in unserer Welt, das wir auch nicht völlig begreifen können, von dessen Existenz wir dennoch überzeugt sind. Denke nur einmal an die Zeit. Wer kann sich vorstellen, dass es die Zeit schon immer gegeben hat und auch in der Zukunft kein Ende hat? Dennoch lehnen wir den Zeitbegriff nicht deswegen ab, weil wir nicht alle damit verbundenen Gesichtspunkte völlig verstehen können.

Ebenfalls nicht begreifbar für uns ist die Größe des Universums. Astronomen finden kein Anfang und kein Ende und je weiter sie in den Weltraum vordringen, desto mehr entdecken sie. Viele sind daher von der Endlosigkeit des Universums überzeugt, obwohl die menschliche Vorstellungskraft nicht ausreicht, das wirklich voll und ganz zu begreifen.

Es gibt auch viele Dinge auf unserer Erde, die uns Rätsel aufgeben. Wir begreifen z.B. noch nicht einmal, was das Leben eigentlich ist oder alle Aspekte der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, um nur zwei Beispiele zu nennen. Dennoch sind wir bereit, entsprechende Tatsachen anzuerkennen.

Der Forschergeist des Menschen scheint zwar keine Grenzen zu kennen, doch sollte man den menschlichen Verstand auch nicht als das Maß aller Dinge ansehen. Es mag sein, dass wir bestimmte Dinge niemals vollständig verstehen werden, egal wie lange wir forschen oder darüber nachdenken, weil sie einfach unseren begrenzten Horizont übersteigen. Die Bibel sagt, dass der Mensch "das Werk nie herausfinde, das der [wahre] Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende" (Prediger 3:11). Das mag vielleicht ein wenig frustrierend klingen, doch erinnert dieser Text die Menschen daran, dass sie gewissen Grenzen unterworfen sind. Nichts desto trotz wird es in alle Ewigkeit immer wieder Neues zu entdecken und erforschen geben.

Wenn wir also schon in unserer materiellen Welt auf vieles stoßen, das den menschlichen Verstand übersteigt, können wir dann erwarten, von einem Gott, der das unermessliche Weltall und die unzähligen Formen des Lebens ins Dasein gebracht hat, alles zu wissen und zu begreifen?

LG Philipp

Kommentar von earnest ,

Überlege mal, Philipp: Könnte man aus deinem ersten Absatz nicht auch die Vermutung ableiten, dass Gott nicht existiert?

Wie kann etwas existieren, das nicht geschaffen wurde? Außer in Gedanken natürlich...

Antwort
von extravagantes, 56

Eine wirklich intensive und äußerst anspruchsvolle Frage. Den oder die Schöpferin muss es ja folgerichtig auch schon vor dem "Urknall" gegeben habwen, also bevor es die "Zeit" und den "Raum" gab. Was "davor" war, schwer zu sagen, weil ja alles lt. Steven Hawking zumindest aus dem "Nichts" entstanden ist, insofern ist der Kreator auch Teil des "Nichts". Wer ihn wiederum schuf, wird wohl lange ein Geheminis beiben, denn dann stellt sdich dfie Frage, wer erschuf den "Schöpfer" des "Schöpfers"? Das würde ja ins Unendliche gehen. aber man kann mit großer Sicherheit annehmen, das derjenige, der "alles" erschuf, auch schon "vorher" existent war und immer noch ist, und wohl auch immer bleiben wird. Denn dauerhaft kann es nicht das "Nichts" geben, denn selbst das "Nichts" ist ja "Etwas". LG

Antwort
von tanjawjasik, 126

Er ist einfach da dafür gibt es keine Erklärung. Er ist der der alles erschuf und der höchste und wenn er der höchste ist kann ihn ja schlecht ein höherer erschaffen haben 🙏🏻🙂

Kommentar von 1900minga ,

Woher weißt du, dass es nicht doch eine noch höhere Person gibt.
Vielleicht hat diese Person ganz viele Götter erschaffen, die jeweils ein eigenes Universum besitzen

Kommentar von Fantho ,

Wenn Du in 'Personen' denkst, wirst Du nicht weiterkommen...

Gruß Fantho

Kommentar von tanjawjasik ,

Weil das im Christentum nicht in der Bibel steht

Antwort
von Ryuuk, 86

Diese Frage nach dem Ursprung des Ursprungs ist eines der ewigen Löcher in den Abrahamistischen Religionen.

Die generelle Antwort ist, das er einfach existiert weil er es tut. Was ihn natürlich als Schöpferfigur reichlich überflüssig macht, weil nach der gleichen Logik ja alles was er angeblich erschaffen, hat auch einfach so existieren könnte.

Antwort
von Rocker73, 55

Gott war immer da und wird immer da sein, er ist nicht etwas, was entstehen muss, er ist eine universelle Kraft, die immer alles zusamenhält. So sehe ich das.

LG

Kommentar von 1900minga ,

Und woher nimmst du diese Erkenntnis?
Vllt gibt es ja eine noch mächtigere Person, die mehrere Götter geschaffen hat, welche alle ein eigenes Universum zum Spielen besitzen

Antwort
von comhb3mpqy, 114

Gott war schon da. Ich finde das nicht unlogisch. Am Anfang muss doch etwas da gewesen sein.

Und kann die Wissenschaft erklären, woher die Sachen kamen, die bei dem Urknall dabei waren? Trotzdem sind viele Menschen der Meinung, dass es den Urknall gab.

Falls ich jetzt etwas geschrieben habe, was aus wissenschaftlicher Sicht falsch war, dann kann man mich ja korrigieren.

Kommentar von Ryuuk ,

Aber warum sollte das von allen möglichen Dingen Gott gewesen sein? Warum nicht etwas anderes?

Kommentar von earnest ,

"Am Anfang muss doch etwas da gewesen sein."

Falls das so ist: "er sagt, dass das "Gott" war - und nicht ein Fingerhut voll Urschleim oder eine eierlegende Wollmilchsau?

Kommentar von Deamonia ,

oder ein fliegendes Spaghettimonster ;) 
https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster

Kommentar von earnest ,

-upps: Wer sagt, ...

Kommentar von JanfoxDE ,

Und wer hat dann Gott erschaffen, Mr.ichtrauebeweisenicht ?

Kommentar von earnest ,

Die Menschen, Janfox?

Mit der schöpferischen Kraft ihrer Gedanken?

Antwort
von 3plus2, 111

In 1400 Jahren, von 800 vor Chr. bis 600 nach Chr., wurden 3 große Religionen, jede mit verschiedenen Ansichten gegründet. Alle Religionsgründer Buddha, Jesus, Mohammed wollen von Gottinspiriert oder erleuchtet worden sein. 

Dass ein Gott derart verschiedene Ansichten lehrt ist unlogisch. Ob die Propheten  Gott nur vorgeschoben haben und ihre eigene Religion erfunden haben ist nahe liegend umihre eigenen Ansichten oder Wünsche zu erfüllen (zB. 4Frauen und Kindfrau von 9  J.) oder den Herrschenden gedient haben. 

Gott hat den Menschen 10 Gebote gegeben. Die Religionen wollen besser sein als Gott (...) und haben aus den 10  Geboten über 1000 Verbote (haram) gemacht und alle haben das gleiche Ziel, die Leichtgläubigen in Schach zu halten, zu unterjochen, die eigene Macht einzementieren und ein möglichst schönes Leben an der Spitze führen.

Die Menschen wissen selbst was gut oder böse ist, sie sollen nicht blindlings alles glauben und abwägen was glaubwürdig, zumutbar und nicht gegen die menschliche Natur ist. 



Kommentar von Ryuuk ,

Welche 10 Gebote? Die erste oder die zweite Version?

Kommentar von 1900minga ,

Beantwortet leider nicht die Frage

Kommentar von Fantho ,

Die Menschen wissen selbst was gut oder böse ist

Ach wirklich? Die Weltlage zeigt sich mir aber anders....

Gruß Fantho

Kommentar von Deamonia ,

Das sie es wissen, bedeutet leider noch lange nicht, das es sie interessiert! 

Nur weil man weis was gut und böse, was richtig und falsch ist, handelt man noch lange nicht danach.

So würde z.B. so gut wie jeder der einfach so 50€ findet, diese behalten, kaum einer würde die wieder abgeben, obwohl das eigentlich "richtig" wäre...

Kommentar von Fantho ,

Das sie es wissen, bedeutet leider noch lange nicht, das es sie interessiert! 

Das klingt so gesehen logisch,

nur glaube ich nicht daran, dass es tatsächlich Menschen gibt, die Deiner These entsprechen; ich sage nur als Beispiel gewaltbereite Islamisten.

Diese sind von ihren Handlungen in der Weise überzeugt, dass sie diese als etwas Korrektes und Gutes betrachten...

Ganz im Sinne früherer Nordamerikaner: Nur ein toter Ungläubiger ist ein guter Ungläubiger...

Gruß Fantho

Kommentar von Fantho ,

Die Menschen wissen selbst was gut oder böse ist

Ach wirklich? Die Weltlage zeigt sich mir aber etwas anderes...

Gruß Fanrtho

Antwort
von AlphaundOmega, 74

Die Welt, das Universum, wir Menschen: Alle von Gott geschaffen.

Da gehört doch erstmal ein "?"  hinten dran oder ? , denn so einfach ist es nicht , wenn man keine Theorie dazu hat... Gott ist weder ein Fingerschnipsender Zauberkünstler , noch ein buddelndes Kind im Sandkasten...

Aber? Woher stammt Gott?

Die Frage sollte lauten ,: Was ist Gott ? und nicht woher Gott stammt...

denn dann könntest du auch fragen ;

Woher stammt das Hufeisen ? , dann würde einer sagen , jaaa natürlich vom Pferd und ein anderer meint ;  Nein natürlich vom Schmied ! Und der nächste sagt Quatsch, das ist Metall und kommt aus der Erde ...Doch wer tat es dort hinein und warum ??? Und schon sind wir wieder am Anfang der Geschichte und wissen, das wir nicht wissen , wo etwas herkommt...Und das kann einfach nur daran liegen , das wir gar nicht von hier kommen...

Denk mal drüber nach...

Wurde Gott von einem noch mächtigerem Wesen geschaffen.

Diese Frage gefällt mir am besten ,... und scheint den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben, denn was die Menschen alles unter Götter sehen oder verstehen könnten , ist sehr viel mehr, als wir uns jetzt gerade vorstellen könnten...und wenn es ein mächtiges Wesen gäbe, könnte es uns selbst zu Göttern machen oder wurden wir bereits mächtig gemacht , um zu wissen , das Gott auch ein Ausserirdisches  Wesen sein könnte?! ...

Antwort
von AntonS96, 111

Religionen gehen meist der Antwort nach: er war schon immer da. Oder: er ist aus dem nichts geboren.

Und da sage einer der Urknall ist Blödsinn weil, was war vor dem Urknall :D

Kommentar von bauerjonas ,

Was vor dem Urknall war kann man nicht sagen, denn erst mit dem Urknall emtstanden Raum und Zeit

Kommentar von AntonS96 ,

Tja, viele religiöse Leute sagen: das ist doch total unlogisch! Und versuchen damit ihren Gott nachzuweisen.
Der Urknall als Theorie ist halt extrem schwer vorstellbar aber alles andere als unvernünftig wenn man es mit "Gott war schon immer da" vergleicht.

Antwort
von Almalexian, 128

Odin, der alle anderen Asen und Wanen begründete, wurde als Sohn der Riesen Bör und Bestla geboren.

Kommentar von scatha ,

So ähnlich sieht es auch in der Hindu-Mythologie aus. Ein Gott hat den Anderen geschaffen.

Kommentar von Almalexian ,

Ich muss mich etwas korrigieren, alle Asen ist nicht korrekt. Odin hat nicht seine beiden Gemahlinnen Frigg und Jörd begründet, sondern mit diesen zusammen die restlichen Asen. Außerdem waren später noch als Partner Thiazi und Ivaldi beteiligt, die auch nicht von Odin abstammen.

Kommentar von Ryuuk ,

Und wo kamen die beiden Riesen her?

Kommentar von Almalexian ,

Bör ist der Sohn von Buri, Bestla die Tochter von Bölthorn, beides ebenfalls Riesen.

Kommentar von Ryuuk ,

Und wo kamen diese Beiden her?

Kommentar von Almalexian ,

Buri wurde von Audhumbla aus einem Stein geleckt. Die Herkunft von Bölthorn und allgemein seine Stellung im Konzept ist nicht ganz geklärt, es ist in der Edda nicht überliefert.

Kommentar von Ryuuk ,

Aus einem Stein geleckt? Die alten Mythologien haben wirklich die ungewöhnlichsten Entstehungsprozesse für ihre Charaktere.

Da frag ich mich immer, wie die Leute ausgerechnet darauf gekommen sind. Aus einem Stein geleckt zu werden, wäre nicht das erste, was mir in den Sinn käme.

Kommentar von Almalexian ,

Nunja, Audhumbla war eine Kuh und es waren salzige Steine. Wenn am Anfang eine Kuh und salzige Steine da sind, ist das eine mögliche Konnektion.

Kommentar von Deamonia ,

Aber wo kam die Kuh her? 

Kommentar von Almalexian ,

Auch das ist nicht überliefert, sie ist als gegeben anzusehen.

Kommentar von Deamonia ,

Made my Day 

Obwohl, dümmer als der Glauben von Scientology ist auch DAS nicht XD  

Kommentar von Almalexian ,

Spotte nur, aber weder der Glauben irgendeiner anderen Religion noch der Atheisten ist in irgendeiner Form beweisbarer. Deine Verurteilung entlarvt dich selbst.

Kommentar von earnest ,

Das "entlarvt" die Schreiberin als denkenden Menschen. 

Schlimm, schlimm ...

Kommentar von Almalexian ,

Nein, es entlarvt die Schreiberin als voreingenommen.

Kommentar von Deamonia ,

Wieso voreingenommen? Darf ich etwas nicht, nachdem ich darüber nachgedacht habe, als "dumm" empfinden? 

Dumm wäre es, wenn ich pauschal behaupten würde "es gibt keinen Gott, und alle die dran glauben sind Idioten" aber das mache ich eben NICHT. 

Mein "Spotten" war übrigens auf die Aussage von Ryuuk bezogen: "Aus einem Stein geleckt zu werden, wäre nicht das erste, was mir in den Sinn käme."

Ich finde diese Aussage mehr als witzig, und "aus einem stein geleckt zu werden" ist nunmal extrem komisch/lustig in meinen Augen. 

Glauben ist nicht beweisbar, das stimmt, aber das vieles was in den Glaubensbüchern (Bibel, Koran und Tora sind da wohl die bekanntesten) steht Schwachsinn ist, ist sehr wohl beweisbar. 

Meine Meinung zum Glauben ist, das Menschen den Glauben vor allem dann nutzen, wenn sie in Not sind, oder wenn sie etwas schaffen, was sie sich nicht zugetraut hätten, und dann eher "Gott" diese Tat zuschreiben, als sich einzugestehen, das sie selbst so eine "Macht" haben, das sie selbst für ihr Schicksal verantwortlich sind. 

Und das das was Scientology "lehrt" der totale Schwachsinn ist, das wird doch wohl keiner bestreiten oder? Das irgendein intergalaktischer Herrscher ganz viele Aliens hier auf der Erde in die Luft gesprengt hat, und deren Seelen nun an uns hängen und uns unglücklich machen o.O 

Ich habe nichts gegen Gott, und Menschen die Religiös sind, ich finde Religion im allgemeinen aber auch verdammt gefährlich, denn sie bringt viel Leid über die Menschheit. 

Was mich nervt ist Fanatismus und das leugnen von Fakten

Kommentar von Almalexian ,

Mag sein dass du nachgedacht hast, aber offensichtlich nicht genug.

Die Glaubensinhalte von Scientology oder dem Asatru sind grundsätzlich nicht mehr oder weniger wahrscheinlich als diejenigen von Christentum oder Islam. Es fehlen für die wichtigsten Aussagen entsprechende Beweise und Gegenbeweise, ja selbst Indizien sind mangelhaft; lediglich Teile davon wie die biblische Schöpfungsgeschichte konnten weitesgehend entkräftet werden. Das Interessante hierbei ist übrigens dass dies wenn man den Schöpfungsmythos des Asatru etwas abstrahiert hier größtenteils nicht der Fall ist.

Kritik kann man berechtigt anbringen wenn die Glaubensinhalte wissenschaftlichen Erkenntnissen entgegenstehen. Der Glaube soll metaphysisch mit Theorien Lücken der Wissenschaft füllen, nicht sich dieser entgegen jeder Vernunft entgegenstellen. Für den Rest gilt aber: Man weiß es nicht, und auch die für den Menschen subjektiv merkwürdigst klingende Theorie kann ohne entsprechende Beweise oder Gegenbeweise nicht ausgeschlossen werden. Wer es dennoch als dumm aburteilt, entlarvt sich dabei selbst als dumm. Das Konzept eines einzigen Gottes und die in Bibel, Thora und Koran überlieferten Dinge sind heutzutage zumindest in diesem Raum das prägende Bild, wodurch sich sogar atheistische Menschen dazu verleiten lassen diese als Möglichkeit anzuerkennen, und exotischere Theorien ohne jeglichen Mehrbeweis als dumm und Schwachsinn abzuurteilen. Diese Voreingenommenheit haben die religionskritischen Pastafari mit dem fliegenden Spaghettimonster im Übrigen zum Thema.

An Scientology wird im Übrigen weitesgehend nicht die Lehre im grundsatz sondern die Anwendung als Abzocke kritisiert. Das ist beim Asatru, das kann ich dir versichern, nicht der Fall.

Kommentar von Deamonia ,

"Mag sein dass du nachgedacht hast, aber offensichtlich nicht genug."

Tja, da haben wir wohl verschiedene Ansichten..

"Die Glaubensinhalte von Scientology oder dem Asatru sind grundsätzlich nicht mehr oder weniger wahrscheinlich als diejenigen von Christentum oder Islam."

Das schlimme ist, das ich weis, das du das wirklich so meinst. Sämtliche "Fakten" in der Scientology Story sind aber absoluter Schwachsinn, ebenso wie der Schöpfungsmythos mit Adam und Eva. Die Evolution ist nunmal ein Fakt, und da alle biblischen Götter (die ich kenne) die Erde in ihrer heutigen Form geschaffen hat (Ich hab noch in keinem Glaubensbuch was von Dinosauriern gelesen!) sind alle diese Geschichten unwahr.

"Man weiß es nicht, und auch die für den Menschen subjektiv merkwürdigst klingende Theorie kann ohne entsprechende Beweise oder Gegenbeweise nicht ausgeschlossen werden. Wer es dennoch als dumm aburteilt, entlarvt sich dabei selbst als dumm."

Das die meisten Schöpfungsmythen Mythen sind ist aber nunmal bewiesen, und ICH empfinde es als dumm, wenn etwas wissenschaftlich belegt ist, man das aber leugnet, und einfach weiterhin an das glaubt, was wissenschaftlich wiederlegt wurde. Die Evolution ist Fakt, und so fällt für die meisten Religionen die Grundlage des allmächtigen, alles schaffenden Gottes/der Götter, welches ihr Fundament bildet weg.

"Das Konzept eines einzigen Gottes und die in Bibel, Thora und Koran überlieferten Dinge sind heutzutage zumindest in diesem Raum das prägende Bild, wodurch sich sogar atheistische Menschen dazu verleiten lassen diese als Möglichkeit anzuerkennen"

Dann sind es keine Atheisten sondern Agnostiker, aber nur weil sich Menschen zu etwas verleiten lassen, ist es noch lange nicht richtig.

Ich finde die Pastafari, oder das unsichtbare fliegende Einhorn sind genauso wahrscheinlich wie Gott, Allah, Jachwe und wie sie alle heißen... (nämlich gar nicht)

Ich sage nicht, das es gar keine übergeordnete Macht, oder so was wie ein Machtkollektiv oder eine höhere Energie oder sonstwas gibt, aber ich verwette mein Leben darauf, das KEINE der von Menschen aus unwissen, oder zur Machtausübung ausgedachten Geschichten irgendetwas übernatürliches/göttliches an sich hat.

Neulich habe ich etwas interessantes zur Entstehung von Religion gelesen: Die erste Religion entstand wohl, als ein Mensch den Tod eines Angehörigen nicht verkraftet hat, und dann so lange hungerte, bis er haluzinierte. Diese Halus wurden dann als Paradies angesehen, und Zack der Glaube ans Jenseits war geboren, und Götter entstanden.

Nicht Gott hat den Menschen gemacht, der Mensch hat Gott gemacht!

Kommentar von Almalexian ,

Der Schöpfungsmythos des Asatru ist nicht gänzlich widerlegt, er widerspricht nicht völlständig weder der Entstehung der Erde noch des Lebens da er sich auf etwas größeres konzentriert. Dass du dich allerdings nur auf der Schiene Schöpfungsmythos verteidigen kannst zeigt wie brüchig deine ganze Argumentation ist. Religionen haben sehr viel mehr zu bieten als das. Auch deine Geschichte über die Entstehung von Religionen ist lediglich eine Geschichte. Und zwar eine falsche.

Und nein, bei dem was subjektiv als Möglichkeit und was als Schwachsinn bezeichnet wird bezog ich mich schon auf Atheisten, wäre nett wenn du mir nicht die Worte im Mund umdrehen würdest.

Kommentar von Almalexian ,

Übrigens, wenn du meinen beitrag ma richtig gelesen hättest, hättest du sehen können dass ich auf deine Einwendungen schon zuvor eingegangen bin. Das hättest du dir also im Grunde kompett sparen können.

Antwort
von earnest, 65

Das Konzept "Gott" wurde von Menschen geschaffen.

Es ist die logische Konsequenz der Erschaffung der Götter durch den Menschen. Wenn ein Gott blitzen ließ und ein anderer Gott ließ es regnen, dann ist es nur logisch, irgendwann auf einen Gott zu kommen, der es blitzen UND regnen ließ. Der dafür sorgte, dass es Waldbeeren und Mammuts gab.

Es ist die Frage nach dem Grund hinter dem Grund. Da macht sich EIN Gott natürlich sehr gut. Genau wie der Neandertaler-Clan einen Stärksten hatte, hatte der Götter-Clan irgendwann einen stärksten Gott. Und schließlich, der Neandertaler war längst ausgestorben, blieb nur EIN Gott übrig, der Gott des Monotheismus, den es dann allerdings in jüdischer, christlicher und muslimischer Ausprägung gab.

Die Frage danach, wer denn nun Gott geschaffen habe, wäre die Frage nach dem Grund hinter dem Grund hinter dem Grund.

Das Konzept Gott ist ein vom menschlichen Geist geschaffenes Konstrukt. Die Frage nach dem Grund hinter dem Grund hinter dem Grund ist das ebenfalls. Sie hat lediglich einen höheren Abstraktionsgrad.

Das kann dann unendlich so weitergehen: Der Mensch, der meint, er könne die Frage beantworten, wer denn Gott geschaffen habe, muss sich der berechtigten Frage seines Nachbarn stellen, wer denn den Gott geschaffen habe, der den Gott geschaffen hat, der die Menschen geschaffen hat.

Et cetera, et cetera, ad infinitum - immer weiter und weiter, bis in alle Ewigkeit. 

Fazit: Das Konzept "Gott" ist ein von Menschen geschaffenes Konzept - von Anfang bis Ende.

Gruß, earnest


Kommentar von Schuhbach97 ,

Ich empfehle dir den Gottesbeweis Thomas von Aquins. 

Alles, was sich bewegt wird durch etwas anderes beeinflusst/in Bewegung gebracht. Es entsteht eine Verkettung sich verursachender Bewegungen. Schließlich trifft man auf einen unbewegten Beweger, den Erstbewegenden, nämlich Gott. Eine höhere Instanz existiert nicht.               q.e.d.

Kommentar von earnest ,

Kalter Kaffee.

Mit den sogenannten "Gottesbeweisen" ließen sich damals vielleicht noch unbedarfte Menschen im Mittelalter überzeugen.

Aber: netter Versuch.

Kommentar von Schuhbach97 ,

Der Beweis ist durchaus schlüssig. Mit deiner Aussage disqualifizierst du dich selber.

Kommentar von earnest ,

LOL.

Und tschüß.

Kommentar von scatha ,

Auch Beweise muß man glauben. Das gilt für jegliche Wissenschaft.

Antwort
von fricktorel, 5

Unser "Gott" ist ewig (Jes.45,22).

Jedoch verdreht der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) der Menschheit den Sinn (2.Kor.11,14).

Da "Er" schon immer existiert und auch ewige bleiben wird, ist diese Frage überflüssig (Offb.22,5):

Der "Gott dieser Welt" wird auch ewig - leiden - müssen (Offb.20,10).

Antwort
von BibleDictionary, 71

@ 1900minga:

Ohne (aus Zeitgründen) die zahlreichen bisherigen Stellungnahmen jetzt gelesen zu haben, hier mal auf die Schnelle eine Antwort aus christlicher Sicht:

Es gibt Religionen, in denen Wesen als „Götter“ verehrt werden, die (nach Überzeugung der Anhänger besagter Religionen) irgendwann einmal auf irgendeine Weise entstanden oder erschaffen worden sind.

Nach christlich-jüdischem Verständnis kann kein Wesen, das geschöpflicher Natur ist, mit Gott identifiziert werden. Gott ist nach christlich-jüdischer Definition die höchste Wirklichkeit (das absolute Sein, von dem sich jedes andere [nämlich erschaffene] Sein ableitet). Gott ist die letzte Realität, die am Anfang und Ende alles Geschaffenen steht. Als Schöpfer von Raum und Zeit steht Gott selbst außerhalb von Raum und Zeit, obgleich er in seinem Handeln in Raum und Zeit eingreift. Wenn Gott außer- und überzeitlich ist, kann er folglich kein Wesen sein, das irgendwann einen Anfang in der Zeit gehabt hätte. Gott ist Schöpfer, nicht Geschöpf; der Ursprung der Zeit ist logischerweise zeitlos, also ewig.

Nach christlicher Überzeugung hat sich aber eben dieser Schöpfer menschlichen Geschöpfen ein für allemal zugänglich gemacht durch Jesus Christus.

In Jesus Christus ist der Ewige in die Zeit gekommen, der Unsichtbare sichtbar geworden, der Unerkennbare erkennbar geworden. In Jesus Christus ist es uns gewährt, den Allumfassenden zu erfassen … Gott ist also kein Abstraktum, er hat sich selbst für uns erfahrbar gemacht als der lebendige Gott, der uns in seinem Sohn Jesus Christus, der Mensch geworden ist, so nahe kommt, wie es nur geht. In Jesus Christus ist der unermessliche Abstand zwischen Schöpfer und Geschöpf überwunden.

Für mehr Infos über Gott, wie er sich nach christlicher Überzeugung offenbart hat:

https://www.youtube.com/channel/UCADWMQpIkRQQIReyRM6Itgw

Auf diesem YouTube-Kanal mit dem Namen „nachgefragt“ finden sich Kurzvideos (jeweils ca. 5 min), in denen Antworten auf grundlegende Fragen zu den Inhalten des christlichen Glaubens gegeben werden.

Herzliche Grüße ;-)

Kommentar von earnest ,

Aber sicher ist Gott ein Abstraktum - deiner Wortgewalt zum Trotz.

Es ist lediglich der Glaube, der für die Gläubigen aus einem Abstraktum ein Konkretum macht.

Aber jemand, der an Geister glaubt, hält sie auch für konkret existent.

Kommentar von BibleDictionary ,

Man kann natürlich darüber streiten, ob Gott ein Abstraktum ist oder nicht. Meine Antwort wurde von Anbeginn ausdrücklich als "aus christlicher Sicht" ausgewiesen und muss natürlich in diesem Rahmen gewertet werden. ;-) Und innerhalb dieses Rahmens ist Gott eben kein Abstraktum, sondern es wird davon ausgegangen, dass er sich in Jesus Christus vollwertig (und allein in ihm) offenbart hat. ;-)

Kommentar von earnest ,

Wenn also allein durch den Glauben ein Konkretum geschaffen wird, dann kann in diesem Sinne auch die Zahnfee ein Konkretum sein. Oder der Teufel.

Und innerhalb des Bezugsrahmens eines psychisch gestörten Menschens wäre auch ein diese Person verfolgender Rachegeist ein Konkretum.

Kommentar von Skeletor ,

Die zugehörige Elektro-Chemie im Hirnchen des Patienten dürfte sehr wohl konkret sein. 

Antwort
von Anonymushelfer, 129

Es gibt Dinge, für die gibt es für normal keine Erklärung. Oder kannst du dir vorstellen wie breit, hoch, tief etc das ganze Universum ist? Ich weiß, dass es das Universum gibt, aber es "passt" nicht in mein Kopf rein wie groß das wirklich ist. Also: Ich glaube an Gott. Warum?

Stell dir mal vor du hast nen Kugelschreiber, der ist komplett auseinander gebaut.

Du legst ihn irgendwo hin. Du wartest und wartest und wartest, damit der Kugelschreiber sich "zusammenfügt" aber es wird NIEMALS funktionieren. Warum?:

Von nichts kommt nichts. Dass der Kugelschreiber wieder "zusammengefügt" wird, nimmst du deine HAND, und schraubst alles zusammen, damit er ganz wird. Also:

Das Universum kann nicht einfach so gekommen sein und zudem auch noch der Abstand von Mond zu Erde und Sonne zu Erde perfekt ist, sodass die Erde weder verbrennt noch erfriert. Also muss es doch jemand geben, der das Universum geschaffen hat und den Abstand perfekt "ausgerechnet" hat.

Kommentar von MagicalMonday ,

Das war überhaupt nicht die Frage. Aber um mal darauf einzugehen: Wäre die Erde nicht genau so beschaffen, dass Leben auf ihr entstehen konnte, dann wären wir jetzt nicht hier, um uns darüber zu freuen. Aber irgendwo anders im Universum, auf einem der vielen Fantastiliarden anderen Planeten, auf dem die Umstände stimmten, würden trotzdem Lebensformen sitzen und glauben, dass das doch kein Zufall sein kann.

Das erinnert mich an Douglas Adams Pfütze. - In einem Schlagloch auf der Straße hat sich nach einem Regenschauer eine Pfütze gebildet, die aus irgendeinem Grund plötzlich ein Bewusstsein entwickelt und anfängt über ihre Existenz nachzudenken. Schließlich kommt sie zu der Erkenntnis, dass es doch kein Zufall sein kann, dass das Schlagloch genau die richtige Größe und Form hat, um ihre Existenz zu ermöglichen. Wäre es auch nur etwas kleiner oder anders geformt, könnte die Pfütze, so wie sie ist, nicht existieren. Also kommt sie zu dem Schluss, dass das Schlagloch extra für sie erschaffen worden sein muss.

Kommentar von whabifan ,

Und wieso soll das Gott gewesen sein? Kann ja auch sonst wer gewesen sein...

Kommentar von Anonymushelfer ,

Wenn das irgendjemand gewesen sein sollte, dann gäbe es denjenigen noch heute und wir würden denjenigen hier irgendwo sehen und derjenige müsste dann irgendwie vergleichbar sein, was auf diesem Planeten gibt. Aber da alle Menschen vor Gott gleich sind (meine Ansicht) und "ihm" nichts gleich ist auf diesem Planeten, dann ist es für mich die Logik "Gott".

Kommentar von Ryuuk ,

Das ist keine Logik. Das ist nichtmal Scheinlogik.

Das der Schöpfer nicht deine Version von Gott war, ziegt keine der von dir genannten willkürlichen Bedingungen nach sich.

Es müsste ihn nicht heute noch geben, er müsste nicht hier irgendwo sichtbar sein und er müsste auch nicht mit irgendetwas auf dieser Welt vergleichbar sein.

Keines dieser Dinge müsste zutreffen und er wäre trotzdem etwas anderes als deine Version von Gott.

Kommentar von DasChristkind ,

Wenn das irgendjemand gewesen sein sollte, dann gäbe es denjenigen noch heute und wir würden denjenigen hier irgendwo sehen

Und warum sehen wir dann Gott nirgendwo? Sollte es den nach deiner Theorie dann nicht auch noch heute hier irgendwo geben?

Kommentar von Ryuuk ,

Du legst ihn irgendwo hin. Du wartest und wartest und wartest, damit der Kugelschreiber sich "zusammenfügt" aber es wird NIEMALS funktionieren. Warum?:
Weil ein Kugelschreiber ein toter Gegenstand ist sich per Definition nicht von alleine fortbewegen kann

Aber warum vergleichst du Äpfel mit Steinen? Der Kieselstein den du in den Boden steckst, wird auch nicht zu einem Steinbaum werden. Was hast du damit jetzt bewiesen, außer das Steine keine Samen sind?

Das Universum kann nicht einfach so gekommen sein

Und das weißt du so genau woher?

und zudem auch noch der Abstand von Mond zu Erde und Sonne zu Erde perfekt ist, sodass die Erde weder verbrennt noch erfriert.

Wenn nicht gerade eine Eiszeit passiert.

Also muss es doch jemand geben, der das Universum geschaffen hat und den Abstand perfekt "ausgerechnet" hat.

Und warum soll es kein Zufall gewesen sein?

Kommentar von Anonymushelfer ,

Woher willst du wissen, ob ein "Stein" was fühlt oder ein Kugelschreiber "tot" ist?

Und... ein lebendiges Wesen zb ich oder du bewegt sich auch nicht von alleine ;) Weil:

Ich gebe meinem Gehirn ein Signal, damit sich meine Beine bewegen um voran zu kommen. Oder läufst du von alleine irgendwohin und gehst durch "Zufall" aufs Klo um zu urinieren weil du grad musst? Nein, du gehst dahin, weil du das willst.

Kommentar von Ryuuk ,

Weil Leben eine Definition hat und Kugelschreiber und Steine keine der Eigenschaften von Leben besitzen.

Und brauchst du die Hilfe von irgendwem anders um aufs Klo zu gehen? Brauchst du jemand anderes um dich fortzubewegen?

Wenn nicht dann kannst du dich alleine, aus eigener Kraft, bewegen.

Kommentar von 1900minga ,

Interessante Diskussion👍

Kommentar von OlliBjoern ,

Man könnte auch anders herum denken: warum sind wir Menschen auf der Erde, und nicht auf einem der vielen tausenden anderen Planeten, die es auch noch gibt?

Weil die Erde die Bedingungen hergibt, die die Entstehung von Leben ermöglichten. Da es sehr viele Planeten gibt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass eben einer zufällig den "richtigen" Abstand zur Sonne hatte.

Kommentar von Panazee ,

Wenn du Milliarden von auseinander gebauten Kugelschreibern hast und diese Milliarden von Jahren durcheinander schüttelst, dann wird sich ein Kugelschreiber "von selbst" zusammen bauen.

Wenn du Milliarden von Affen hast, die Milliarden von Jahren auf Milliarden von Schreibmaschinen einhämmern, dann wird irgendeiner die Bibel schreiben.

Wobei das Beispiel total hinkt. Die Grundbauteile eines Kugelschreibers können nicht von selbst entstehen. Die Grundbausteine des Lebens schon. Um nur das größte "Hinken" aufzuzeigen.

Aber das war gar nicht das Thema der Frage.

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