Wie ist hoch ist mein Urlaubsanspruch nach einem Jahr Betriebszugehörigkeit?

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9 Antworten

Nein, das ist falsch. Du hättest dann Anspruch auf den vollen gesetzlichen Mindesturlaub, wenn du länger als 6 Monate beschäftigt bist und in der zweiten Jahreshälfte ausscheidest. Allerdings hättest du diesen Urlaubsanspruch bei einem neuen AG dann nicht mehr.

Wenn du am 29. Februar ausscheidest, stehen dir 2/12 von 25 Tagen (= 4,16 Tage) zu.

Also grundsätzlich bestehen 2 Tage Erholungsurlaub pro Monat, d.h. du hast schon einen Tag mehr als dir gesetzlich zusteht. Ob und in wie weit du dir den Urlaub auszahlen lassen kannst hängt auch davon ab, ob irgendwelche Nebenabreden zum Vertrag oder Tarifverträge bestehen. Sollte dein Arbeitgeber sich dennoch weigern, solltest du auf jeden Fall einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht einschalten und die Situation prüfen lassen.

Natürlich nicht. wenn du allerdings schon eine Woche genommen hat wird dir in deiner neuen Firma der Urlaub anteilig nicht gewährt. D.h. du kannst nicht bis Juni 6 Wochen Urlaub machen, dann kündigen und beim neuen Arbeitgeber gleich nochmal 6 Wochen machen.

Da verwechselst Du etwas.

Wenn Du in einem Betrieb anfängst, hast Du nach sechs Monaten Betriebszugehörigkeit (§ 4 Bundesurlaubsgesetz) den vollen (zumindest gesetzlich vorgeschriebenen) Urlaubsanspruch erworben. Das bezieht sich aber auf das laufende Kalenderjahr und nicht auf das Folgejahr.

Dann ist auch noch zu beachten, dass der § 6 BUrlG Doppelansprüche ausschließt. Wenn man also bei einem AG schon Urlaub hatte und den AG wechselt, bekommt man auch bei diesem nicht mehr den vollen Urlaub auch wenn man dort dann länger als sechs Monate (im gleichen Kalenderjahr) arbeitet.

Am 1. Januar hast Du jetzt zwar den vollen Urlaubsanspruch erworben, der verkürzt sich aber jetzt nach § 5 Abs. 1c Bundesurlaubsgesetz.

Hier sagt das Gesetz dass der AN Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat, wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte des Kalenderjahres aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

Dir stehen also dieses Jahr, solltest Du das Arbeitsverhältnis zum 29. Februar beenden, 4,166 Urlaubstage zu.


Nein! Bei 25 Urlaubstagen werden quasi 2 pro Monat gerechnet. Wenn du zum 1.3 gehst, bekommst du 4 Tage früher Schluss. Also nicht erstattet, sondern du nimmst die Tage noch.

Kommentar von Bambi201264
03.02.2016, 13:23

Bitte? Nach einem Jahr ohne Urlaub hat er doch Anspruch auf die 25 Tage (aus 2015).

Für DIESES Jahr kämen dann nochmal 4 Tage dazu, das ist richtig.

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Kommentar von FantaFanta76
03.02.2016, 13:25

Achso, ein Jahr ohne Urlaub steht da gar nicht? Das kommt auf den AG darauf an, eine Verlängerung des Urlaubsanspruches bis 31.3 geht oft nur auf Sonderantrag. De Glaube, dass es automatisch mit ins neue Jahr genommen werden kann, ist ein Irrglaube

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Wer gegen wen? Wann hast du da angefangen? Und wieviel Tage Urlaubsanspruch ist vertraglich zugesagt?

Jahresurlaubsansprüche bemessen sich immer nach der Betriebszugehörigkeit in einem Kalenderjahr.


Kommentar von hirsch87
03.02.2016, 13:26

Hab dort Januar 2015 begonnen. Urlaub für 2015 ist komplett weg. es hieß nach einem Jahr würde mir der ganze Jahresurlaub zustehen und nicht auf die Monate berechnet werden

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Kommentar von hirsch87
03.02.2016, 15:13

ok... dachte ich mir schon... vielen Dank; )

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Urlaub für 2015 ist komplett weg.

Dann hast du für das Jahr 2015 keinen Anspruch mehr auf Urlaub.

Aber für Januar und Februar 2016 stehen dir 2/12 des gesetzlichen Jahresurlaubs zu.

Du kannst diese Tage als Urlaub beantragen , oder dir nach § 6 Abs.:4 BGB auszahlen lassen:

Denn kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden,

so ist er abzugelten.

Laut Bundesurlaubsgesetz hast Du einen gesetzlichen Anspruch von vier Wochen Urlaub pro Kalenderjahr. In den ersten sechs Monaten wächst der Anspruch um jeweils ein Zwölftel, ab dem siebten Monat hast Du den vollen Anspruch.

Urlaub verfällt am 31.12., es sei denn, dringende, betriebliche Angelegenheiten oder Krankheit des Arbeitnehmers haben dem entgegengestanden. Dann ist spätestens zum 31.03. der Urlaub zu nehmen. Nur bei Langzeitkrankheit bleibt der Anspruch 15 Monate erhalten (gerechnet ab dem 31.12.).

Wenn diese Fristen aufgrund des Arbeitgebers verstreichen, gibt es natürlich Möglichkeiten, Urlaub bzw. einen Ausgleich auch danach geltend zu machen.

Bei Urlaubsansprüchen über die gesetzliche Maß hinaus kann das alles frei verhandelt werden. Sollte hier ausser der Tagesanzahl nichts im Arbeitsvertrag, in der Betriebsvereinbarung oder im Tarifvertrag (soweit anwedbar) geregelt sein, wird auch darauf die gesetzliche Regelung angewandt.

Der Urlaub steht dir zu klar du hast ihn ja erarbeitet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. entweder musst du den Urlaub noch nehmen und verlässt die Firma somit früher oder aber du bekommst die einzelnen Tage bezahlt.

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