Wie ist hier in diesem tragischen Fall das Verkehrsrecht genau geregelt?

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3 Antworten

Ein sehr tragischer Fall...

Nun, beim Überschreiten der Richtgeschwindigkeit erhöht sich die Betriebsgefahr, somit ist je nach Höhe der Überschreitung eine steigende Mithaftung des Auffahrenden der Fall. So zumindest beim Spurwechsel.

In vorliegendem Fall geht es aber um eine Vorfahrtsverletzung seitens des auf die BAB Auffahrenden - da mag es anders aussehen.

Schließlich hätte er auf die linke Spur ausweichen und dem Auffahrenden
das Einfädeln erleichtern können (Ist der dazu überhaupt verpflichtet?)

Hätte er können, wenn denn die Linke Spur frei ist, sollte man aber eher nicht zu kurfristig machen). Verpflichtet ist er aber dazu keinesfalls! Der auf die BAB Auffahrenden ist zur Not Wartepflichtig.

Wie sieht die Rechtslage aus, wenn der schnell herannahende, bereits auf
der rechten Fahrspur befindliche PKW sich im Toten Winkel des sich
einfädelnden, auf die Autobahn auffahrenden und später in Flammen
stehenden PKWs befand?

Dann wäres es für den Bevorrechtigten auf der BAB nahezu ein unabwendbares Ereignis gewesen - ergo volle Alleinschuld des auf die BAB Auffahrenden - daher sollte nie der Schulterblick vergessen werden (der ist nicht umsonst Pflicht).

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Kommentar von Eichbaum1963
30.03.2016, 11:18

Vielen Dank für den Stern. ;)

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So traurig und schrecklich das für die Hinterbliebenen auch ist :-( :

Nach Deiner Schilderung trägt m. E. der Verstorbene die alleinige oder zumindest den allergrößten Teil der Schuld an dem Unfall - er hätte einfach nicht auf die Autobahn auffahren dürfen, wenn dies nicht gefahrlos möglich war.

"Toter Winkel" ist dabei kein ausreichendes Argument, dafür gibt's den Schulterblick ...

Das Überschreiten der Richtgeschwindigkeit könnte allenfalls zu einer minimalen Teilschuld des Unfallgegners führen, denn es ist eben nur eine Richt- und keine Höchstgeschwindigkeit - und selbst ein Überschreiten einer eventuellen Höchstgeschwindigkeit hätte das Vorfahrtsrecht nicht gemindert.

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Die Richtgeschwindigkeit ist keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Deswegen kann man hier nicht von überhöhter Geschwindigkeit sprechen.

Ich sehe auch nicht, dass derjenige, der auf den Einbiegenden auffuhr,  standardmäßig nach links ausweichen musste. Der Einbiegende muss sich vergewissern, dass die Bahn frei ist. Ist sie es nicht, muss er eben stehen bleiben.

Die Betriebsgefahr wird allerdings bei dem "nicht Schuldigen" hängen bleiben.

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Kommentar von WellenreiterXXX
14.03.2016, 12:25

Was meinst du mit "Betriebsgefahr"? Heißt das, der habe mit keinerlei Entschädigung zu rechnen?

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