Frage von Yannick1998, 121

Wie ist es wenn man ein Auto von einer Privatperson kauft bei versteckten Mängeln die nicht angegeben sind?

Frage steht oben . Hab 3er BMW gekauft . Das Service gemacht werden war klar Scheiben Klötze Öl ...
aber dann kam heraus , dass die Handbremse defekt war Scheibenwischmotor hinten ging nicht , hatte Probleme mit dem Airbag . Also Verkäufer sagte es betrifft nur Beifahrer Seite und ist nur ein Sensor Kontakt Defekt : es hat aber jetzt sogar den Fahrer Airbag betroffen und hätte ich innerhalb der 3 Wochen vor dem Service Unfall gebaut wäre Airbag nicht aufgegangen . Dann war Motor undicht also Öl kam raus . Klar musste alles noch gemacht werden jezzz ist des Auto perfekt aber des kostet einiges . Und wenn man des von vorne rein wüsste wäre des Auto sicher 500€ weniger wert ... haftet da der Verkäufer . Für was kann ich ihm ne Rechnung zuschicken ? Was geht rechtlich ? Hab ja auch vertrag und da stehen bei Mängeln die Sachen auch nicht aufgelistet und Werkstatt hat mir ein Gutachten ausgestellt dass die Mängel alle schon da waren . Klar Verkäufer sagt er wusste davon nichts und will eher nicht zahlen .. was kann ich jetzt aber noch machen ? Grad des mit dem Airbag ist krass was er für ein Auto verkauft , das ist ja aufgrund der Sicherheit garnicht mehr fahrtauglich gewesen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 8

Hallo Yannick!

Selbst wenn diese Mängel da sind & nicht weggeschminkt werden können: Das musst du dem Verkäufer erstmal beweisen, dass er das auch gewusst hat. In der Regel steht bei solchen "Streitigkeiten" sowieso Aussage gegen Aussage ------> der Käufer nennt Mängel & bezichtigt den Verkäufer diese gekannt und verschwiegen zu haben, was aber geleugnet wird!

Außerdem finde ich dass man nicht immer was unterstellen muss. Es gibt nicht nur Autokenner auf dieser Erde & somit auch natürlich Leute, die ein Auto total ehrlich und nach bestem Wissen und Gewissen veräußern ohne von etlichen Mängeln informiert zu sein -----> weil sie keinen Blick für die Technik haben, es nicht besser wissen & das Auto vor dem Verkauf auch nicht mehr durchgecheckt wurde bzw. eventuell neuen TÜV erhielt und für den Verkäufer damit klar war "der Hobel ist super, kann man so verkaufen, hat ja immerhin neu TÜV gekriegt".

Bei einem Privatkauf kann man den Verkäufer auch nicht haftbar machen: Da wird die Gewährleistung ausgeschlossen. Und je nachdem wie alt dieses Auto ist um das es hier geht, muss man auch sagen -----> ist kein Neuwagen! Händler schließen bei älteren KFZs auch mal die Gewährleistung aus bzw. verkaufen sie als Bastlerautos oder "im Kundenauftrag", sodass man da auch keine Handhabe hat. 

Speziell bei 10 und mehr Jahre alten Autos steckt man nicht mehr drin & das kann noch 20 Jahre ohne was laufen oder aber am kommenden Tag verschiedenste Mucken aufweisen die gestern noch nicht da waren. Das sollte man wissen, bevor man so etwas kauft ------> ist eben kein Neuwagen!

Nur weil bei einem Auto die Airbagleuchte angeht, ist es übrigens keinesfalls "nicht fahrbereit".

Nun -----> ich sage mal, belasse es dabei und gehe beim nächsten Autokauf etwas professioneller bzw. mit einem kundigen Kollegen/Freund/Verwandten vor, dann passiert das kein zweites Mal!

Kommentar von Yannick1998 ,

Danke

Kommentar von rotesand ,

Gerne ... ich habe auch zu danken, und zwar für den STERN :) Freut mich wenn ich dir helfen konnte!

Antwort
von peterobm, 41

von einer Privatperson kauft bei versteckten Mängeln die nicht angegeben sind?

WIE können versteckte Mängel angegeben werden, wenn der Eigentümer darüber keine Kenntnisse hat.

wie wurde das Fahrzeug deklariert? Als Bastlerfahrzeug? 

du hast dem Verkäufer die Arglistische Täuschung nachzuweisen. Er hat alle IHM bekannten Details im Kaufvertrag bekannt gegeben.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay danke ne wurde als zuverlässiges gutes Auto mit üblichen Gebrauchsspuren eingestellt

Kommentar von peterobm ,

welche Mängel wurden im KV angegeben? das ist relevant

über etliche Schäden wurdest beim Verkauf informiert

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay . Einziger Mangel der aufgeschrieben wurde ist das mit dem Airbag Sensor . Aber das glaubst ja selber nicht dass ihm nicht aufgefallen ist dsss die Handbremse und der Scheibenwischmotor hinten kaputt sind . Hab's selber erst gemerkt wo ich am Berg steh und auf einmal runter rolle

Kommentar von peterobm ,

Handbremse brauch ich so gut wie nie und wenn, immer in Verbindung mit dem 1. oder Rückwärtsgang - das muss man nicht bemerken

du hattest aber genügend Zeit das KFZ ausgiebig zu testen; wenn man sich nicht auskennt, sollte man sich eine 2. Person mitnehmen ...

Kommentar von Kaen011 ,

Also die Scheibenwischer hinten benutze ich sehr sehr selten. Wenn die kaputt gehen kann es auch sein das ich das erst in ein paar Monaten bemerke.

Die Handbremse kommt drauf an wo der Verkäufer wohnt. Wenn es keine Berge gibt braucht man auch keine Handbremse

Antwort
von franneck1989, 36

haftet da der Verkäufer

Da privat gekauft wurde, ist die Gewährleistung wohl ausgeschlossen worden. In diesem Fall haftet der VK nur, wenn

  • es sich um Mängel handelt, und nicht um üblichen Verschleiß
  • die Mängel bei Übergabe bereits vorhanden waren und
  • der VK diese kannte und arglistig verschwiegen hat

Für diese Behauptungen bist du beweispflichtig!

Für was kann ich ihm ne Rechnung zuschicken ? Was geht rechtlich ?

Da die Mängel bereits eigenmächtig beseitigt wurden, geht da jetzt nix mehr. Selbst wenn du ihm die von mir genannten Punkte nachweist (sehr unwahrscheinlich), hast du keinerlei Ansprüche mehr

Werkstatt hat mir ein Gutachten ausgestellt dass die Mängel alle schon da waren

Da kann die Werkstatt schreiben was sie will, ein gerichtsfestes Gutachten können die nicht erstellen.

was kann ich jetzt aber noch machen ?

Die Sache abhaken und dich über dein mängelfreies Auto freuen.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay trotzdem vielen Dank für deine hilfreiche ausführliche Antwort :))

Antwort
von FabiZ6, 26

Naja, jetzt steht Aussage gegen Aussage. Man könnte jetzt einen ewigen Rechtsstreit anfangen der auch einen Haufen Geld kosten würde - das alles mit unklaren Ausgang. Die andere Möglichkeit wäre das so hinzunehmen und sich weitere Kosten wenigstens zu ersparen. Bei einem Privatverkauf gilt normalerweise der Grundsatz: "Gekauft wie gesehen". Triff die richtige Entscheidung. LG Fabi

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay vielen Dank und ein ewigen Rechtsstreit wegen 400-500€ und am Ende verlier ich , wäre es eben auch nicht wert

Kommentar von FabiZ6 ,

Gerne. Ja, ich persönlich würde es jetzt auch dabei belassen und beim nächsten mal lieber einen "Fachmann" aus dem Bekanntenkreis hinzu ziehen. Damit kann man sich schon sehr gut absichern. :) Trotzdem gute Fahrt!

Antwort
von Interesierter, 15

Gar nichts kannst du machen, wenn die gesetzliche Sachmängelhaftung (Gewährleistung) vertraglich ausgeschlossen wurde.

Eine defekte Handbremse bemerkt man bei der Probefahrt. Scheibenwischer genauso wie die Undichtigkeit am Motor.

Brennende Warnlampen sind immer ein Alarmsignal.

Ohne dir zu nahe treten zu wollen aber du bist wohl sehr blauäugig an die Sache rangegangen. 

Letztlich kannst du nur Sachen einfordern, die vertraglich vereinbart waren oder die der Verkäufer arglistig verschwiegen hat. Beides sehe ich hier nicht als gegeben.

Kommentar von Yannick1998 ,

Ja trotzdem danke aber hätte er doch sagen können mit der Handbremse und Scheibenwischmotor das weiß er doch sicher

Antwort
von gromio, 10

Es wird im Wesentlichen auf den Kaufvertrag ankommen, meistens wird der Zustand des Fahrzeuges nicht hinreichend beschrieben.

Anders ist es, wenn Du von einem Händler gekauft hast.

Ich empfehle Dir, einen RA einzuschalten........

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay danke :)

Antwort
von troublemaker200, 10

Du hättest die Karre vorher untersuchen lassen müssen. Z.B. ein Gebrauchtwagencheck beim TÜV.

Du kannst dem Verkäufer soviele Rechnungen schicken wie Du willst. Die Frage ist, ob er sie bezahlt!!

Wurde im Kaufvertrag die Sachmängelhaftung explizit ausgeschlossen?

dann siehts schlecht für Dich aus. Ich würde aber zum anwalt gehen.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay danke , keine Ahnung muss mir den Vertrag auch nochmal durchlesen

Antwort
von Alterhaudegen75, 13

Das kommt etwas darauf an was genau in dem Kaufvertrag steht.

Wurde das Fahrzeug etwa "gekauft wie gesehen" erworben?

Hat der Verkäufer das Fahrzeug ohne Sachmängelhaftung verkauft?

Ist etwa Arglistige Täuschung im Spiel?

Es ist schon möglich gegen den Kaufvertrag vorzugehen. Es kommt immer ganz auf den Vertrag und den darin enthaltenen Formulierungen an. Ohne alle genauen Informationen zu haben, kann man schwer was sagen bzw. Schreiben.

Einige Verbraucherzentralen bieten Hilfe bei solchen Fällen an. Ich meine auch beim ADAC könnte man sich erkundigen, bin mir da aber nicht zu 100% sicher.

In jedem Fall kann dir ein Anwalt der etwas davon versteht dabei helfen.

In der Regel ist so ein Erstgespräch gar nicht so teuer. Habe auch schon erlebt, das ich dafür nichts bezahlen mußte. Natürlich nur solange er nicht noch Aktiver werden muß.

Also, man kann schon etwas machen. Ist aber zum einen nicht einfach, und zum anderen abhängig davon, unter welchen Voraussetzungen das Fahrzeug gekauft worden ist.

Wünsche da viel Erfolg.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay danke :)

Kommentar von Alterhaudegen75 ,

Mal ein Tipp für später. Man kann bei jeder Dekra, TÜV und was es sonst so noch derartiges gibt, einen Kaufcheck machen.

Der kostet zwar eine Kleinigkeit, aber unangenehme Überraschungen bleiben dann aus.

Antwort
von Miete187, 21

Jetzt hast du die Mängel beseitigt....dann ist da nichts mehr zu machen.

Kommentar von Yannick1998 ,

Okay ja klar hab ich sie beseitigen lassen 😬 muss ja wenn ich jeden Tag fahr damit das Auto nicht noch kaputt geht

Kommentar von Miete187 ,

Verstehe ich, aber selbst wenn der Verkäufer gesagt hätte ich mach eben den Wischer hinten und im Kaufvertrag steht nur Airbag rechts hat ein Problem....ist es jetzt leider zu spät. 

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