Frage von Haribo155, 59

Wie ist es nach der OP?

Meine Oma wird bald operiert. Sie bekommt ein Stück von ihrem Dickdarm entfernt. Was ich gerne wissen würde ist, wie es nach der OP zugeht. Wir haben gehört, dass die Patienten nichts essen und trinken dürfen. Doch wie lange ? Kann man das gut aushalten ohne Wasser ? Hat man viele Schmerzen ? Würde mich freuen wenn jemand der die OP selber hatte ein bisschen darüber berichten könnte :)

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BigLittle, 18

Also verdursten und verhungern wird Deine Oma sicher nicht. Ich hab vor kurzem gelesen, daß die Patienten mit einer Darmresektion sehr bald wieder Nahrung aufnehmen können und müssen, weil man festgestellt hat, daß dann die Heilung schneller voran geht. Also mach Dir keine Sorgen, Deine Oma wird im Krankenhaus sicher gut versorgt. Wenn sie nichts trinken darf, dann bekommt sie Infusionen um den Kreislauf stabil zu halten und wenn sie nichts essen darf, dann bekommt sie ihre Nährstoffe flüssig zugeführt. Gegen die Schmerzen haben die im Krankenhaus auch sehr gute Mittel, so daß Deine Oma ohne Schmerzen die Tage im Krankenhaus und danach übersteht. Es kommt auch darauf an, ob die OP im herkömmlichen Stil durchgeführt wird, oder mit der sogenannten Schlüssellochtechnik. Mit der Schlüssellochtechnik hat man viel weniger Schmerzen danach und man ist viel schneller wieder mobil. Allerdings kann man nicht alle OP´s in der Schlüssellochtechnik durchführen. Du kannst aber den Operateuren vertrauen, daß die die beste Technik für die OP bei Deiner Oma auswählen.
Ich weis, wie schwer es ist zu sehen zu müssen, wie es einem geliebten Menschen dreckig geht und man nichts dagegen tun kann. Aber man kann, bzw. Du kannst etwas tun. Du kannst für sie da sein, das ist meist mehr als man selbst denkt. Allein zu wissen, daß Jemand für einen da ist und an einen denkt hilft in solchen Situationen sehr. Mehr als man selbst mit bekommt! Alles Gute für Dich und Deine Oma! Und vor allem Gute Besserung!

Kommentar von Haribo155 ,

Vielen Dank für die ausführliche Antwort :) Meine Sorge ist nur, da sie kein Wasser trinken darf wird ihr Mund austrocknen und das ist ein recht fieses Gefühl auf die Dauer. Sie darf glaub ich auch nicht ihren Mund mit Wasser spülen damit sie nicht in Versuchung gerät das Wasser runterzuschlucken :/

Kommentar von BigLittle ,

Du mußt Dir keine Sorgen machen, die Mundtrockenheit ist zwar lästig, aber dagegen gibt es ein Mittel. Nasse oder feuchte Tupfer, mit denen man die Lippen und den Mund anfeuchten kann. Wenn Du sie besuchst, dann kannst Du ihr auch dabei helfen. Aber nur, wenn sie es möchte, nicht daß Du ihr über die Straße hilfst, wobei sie froh war es bereits drüber geschafft zu haben. Kleiner Scherz, auch wenn Dir vielleicht gerade nicht zum Lachen zu Mute ist. Aber mit Humor lässt sich auch eine Krankheit besser ertragen und überstehen. Glaube mir, mein Galgenhumor hat mir schon oft geholfen! Es ist keine Fabel, Lachen ist wirklich die beste Medizin! Du solltest allerdings nicht gerade wenn Deine Oma frisch aus dem OP kommt sie zum Lachkrampf bringen. Das wäre dann nicht so günstig! Alles Gute!

Kommentar von Haribo155 ,

Hast Recht XD Vielen Dank für die Antwort !

Antwort
von sabbsi, 24

Das solltet ihr mit dem Arzt genau abklären. 

Das hält man aber auf jeden Fall aus. Sie wird nicht verdursten, sie bekommt dann eine Infusion, über die sie genug Flüssigkeit bekommt. 

Sie darf anfangs vermutlich nichts essen, damit der Darm geschont wird, und muss dann auch langsam mit essen anfangen, also nach ein paar Tagen dann Brei und Suppe.

Gegen die Schmerzen bekommt sie auf jeden Fall Schmerzmittel.

Ich wünsche deiner Oma alles Gute und dass sie bald wieder fit ist!

Antwort
von ede45, 5

BigLittle und sabbsi haben Recht. Darüber musst Dir keine Sorgen machen. Da Du von Deiner Oma sprichst, gehe ich davon aus, dass sie nicht mehr jung ist. Denn für alte Menschen gibt es etwas viel schlimmeres. Nämlich die Narkose. Da ich im KH Duisburg Fahrn einen Narkose-schaden erlitten habe, solltest Du deiner Oma sagen, dass sie beim Narkosevorgespräch (Prämedikationsgespräch) alles fragen soll was ihr einfällt. Vor allem sollte sie sagen, dass sie mindestens 4 Minuten präoxygeniert werden möchte und keine zu tiefe Narkose haben möchte. Sie sollte auch fragen, wie viel Erfahrung der Anästhesist hat der sie narkotisieren wird. Je mehr sie fragt bzw. Ängste äußert um so mehr wird sich der Anästhesist anstrengen. Ich habe das damals leider nicht gemacht, sondern der Anästhesistin blind vertraut. Ich habe heute noch nach acht Jahren Gedächtnisstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck. Für deine Oma alles Gute! LG

Antwort
von LotteMotte50, 5

Deine Oma wird über den Tropf mit Nährstoffe und Flüssigkeit versorgt 

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