Wie ist es möglich, dass Menschen restlos von ihrem Glauben überzeugt sein können?

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12 Antworten

Warum sollten die Menschen nichts hinterfragt haben. Sie haben ja alles hinterfragt und kommen daher zu dem Schluss, dass es einen Schöpfer gibt. In welcher Form auch immer. Und mit den Glaubenskriegen hat das auch wenig zu tun. Ja es hat sie gegeben, das kann keiner leugnen, aber daran ist kein Schöpfer schuld. Es sind religiöse Rassisten, die eine andere Meinung nicht akzeptieren. Wenn es die nun auf allen Seiten gibt, dann kommt es zu einem Glaubenskrieg. Und du schreibst, warum ein Schöpfer uns alle in einem falschen Glauben lassen sollte. Was ist denn unsere Aufgabe? Wir sollen aus unseren Fehlern lernen und den richtigen Weg finden. Das gilt für alle, ob gläubig oder nicht. Wenn uns nun ein allmächtiger Schöpfer über die ganze Wahrheit aufklärt, was gibt es dann noch zu lernen? Was hätten wir noch für ein Ziel? Eine solche Welt wäre schlichtweg sinnlos.

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Religionen sind entstanden aus den Gedanken des Machtanspruches, der Herrschaft und des Hochmutes.

Sie sind aber andererseits auch entstanden, weil die Mehrheit einer Gemeinschaft dies zugelassen hatte, deren Beweggründe vielfältiger Natur waren: Angst, Zugehörigkeitsgefühl, Unsicherheit, Unwissenheit, Gehorsamspflicht usw.

Ein paar Wenige übten ihre Macht aus, und die Mehrheit ließ es mit sich geschehen. Dies hat sich bis heute nicht viel geändert, wenn auch die Methoden andere sind.

Doch die Hauptmotive Angst und Manipulation sind noch heute gegenwärtig.

Die Menschheit ist in dieser materiellen Welt so sehr gefangen, dass sie sich letztendlich von Gott getrennt hat. Was sie gefangen hält, sind die Ängste der Existenz sowie die Projizierung des Seins im materiellen Außen.

Anstatt das Herz sprechen zu lassen, habt sie ihrem Verstand die Oberhand gewährt und gewähren lassen. Und diese Gewährung hat sie in und zu Verstri-ckungen geführt, aus der sie sich nicht mehr zu befreien können scheint.

Jede ihrer Überlegungen führte stets zu mehr Verwirrung, zu mehr Trennung von Andersgesinnten, zu mehr Religionsgründungen, und diese letztendlich zu mehreren Abspaltungen innerhalb einer Menschenfamilie, die wir eigentlich sind.

Im Grunde hat die Ratio das Ganze verschlimmert, denn verbessert...

Es ist auf der einen Seite durchaus berechtigt, wenn man den Verstand, sprich das Ego sprechen lasst, solange man auf der anderen Seite dabei nicht das Gefühl, die Intuition, das Gewissen außer Acht lässt. Außer Acht lassen bedeutet, einem Etwas keine Achtsamkeit widmen.

Und diese Trennung, hervorgerufen durch die alleinige Fokussierung auf den Verstand, haben zu all diesen negativen Geschehnissen geführt, und führen heute noch zu Grausamkeiten auf der Welt...

da viele Religionen sich als eine alleinseligmachende betrachten und weiter in ihren Verstrickungen hängenbleiben durch Verlustangst, Macht(anspruch), Gier etc...

Es liegt eine gewisse Schizophrenie vor: Der Verstand (des Menschen) hat zu all diesen negativen Ergebnissen geführt, aber der rationale Mensch macht Gott (als Religionsgründer) dafür verantwortlich...

oder lässt ihn gar nicht als existent gelten...

Der Glaube jedoch ist eine innere Wahrnehmung, eine innere Ahnung, eine innere Sehnsucht usw., welche sich nicht erklären lassen; diese sind einfach vorhanden und gegeben...

Dies sind wohl die Hauptgründe, weshalb Gläubige trotz Verfehlungen ihrer Religionen weiterhin an einen Gott glauben lassen...

Gruß Fantho

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Das sehe ich anders; es gibt genug andere Gründe, warum Menschen an Gott glauben, die du jedoch nicht erwähnt hast, weil du vermutlich keine Erfahrung damit gemacht hast. Es geht um weitaus mehr, als nur um Überlieferungen und das Weitergeben des Glaubens an die Nachkommen. Das Menschen nichts hinterfragen stimmt nicht. Ich kenne glücklicherweise genug, die vielen Dingen lieber selbst auf den Grund gehen, anstatt sich vom Hörensagen oder durch Beeinflussung eine Meinung zu bilden. Das sich selbst auf den Weg machen, und etwas in Erfahrung zu bringen, kann durchaus anstrengend und sehr belastend sein; doch es ist jede Mühe wert. Woran ich glaube, oder auch nicht, ist etwas sehr Privates, dass ich dementsprechend auch nur mit Menschen teile, die andere keineswegs für das verurteilen, woran sie glauben, oder auch nicht. Warum wer glaubt, oder nicht glaubt, hat vermutlich am Allerwenigsten mit Überlieferungen und Dogmen zu tun. In diesem Sinne...Viel Glück für alles Weitere♡

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Kommentar von 420JP
14.12.2015, 13:23

Was sind denn nun die Gründe die du meinst, und die Erfahrungen? Ich verurteile den Glauben keineswegs, halte eine höhere Macht für durchaus plausibel aber eben nicht in der Form der Religion wie sie auf der Erde praktiziert wird, denn es basiert auf blossen Vermutungen und alten Geschichten.

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Ich glaube an Gott, z.B. da Menschen davon Berichten, dass Jesus sie gesund gemacht hat. Es gibt keine wissenschaftliche Erklärung, warum diese Menschen gesund wurden. Die Berichte findet man im Internet.

Dies ist aber nicht der einzige Grund für meinen Glauben, ich habe mehrere. Gründe für meinen Glauben habe ich auf meinem Profil aufgelistet. Ich habe auch selber Sachen erlebt, die mich glauben lassen.

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Kommentar von 420JP
15.12.2015, 07:39

Dann zeig mir bitte einen dokumentierten Fall, aber bevor du das ganze Netz abrackerst, es gibt nichts zu finden. Die Evolution ist längst keine richtige Theorie mehr.. Informiere dich :) 

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Kommentar von comhb3mpqy
15.12.2015, 08:13

was hat denn die Evolutionstheorie damit zu tun? Und doch, im Internet gibt es Menschen, die davon berichten, dass Jesus sie gesund gemacht hat. Einfach mal bei youtube schauen.

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Ja es ist möglich wenn man den (wahren) Gott um Glauben fragt gibt er ihn auch (bei mir war es jedenfalls so). In deinem Text wäre es allerdings nicht möglich das Gott einem den Glauben gibt da es ihn ja (dort) nicht gibt, sondern er nur ausgedacht wurde. In dem Fall müsste man sich den Glauben einreden. 

Ich glaube daran das es einen Allmächtigen Gott gibt und gefallene Engel die andere Religionen erfunden haben um selbst angebetet zu werden. 

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Kommentar von 420JP
15.12.2015, 07:31

Du hast es erfasst :) Glauben wird einem von klein auf eingeredet, oder wärst du etwa gläubig wenn du fern von jeglicher Zivilisation aufgewachsen wärst?

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Ich schätze, dass jeder Mensch (früher oder später) das Leben hinterfragt. Man fragt sich... Warum existiere ich? Lebe ich, nur um die Welt "weiter" zu führen und dem "Zufall" seinen Lauf zu lassen, um mich nach ca. 80 Jahren wieder in Staub zu verwandeln? Oder lebe ich, weil irgend jemand großes, übermenschliches "Wesen" einen Plan für mich hat, und der Tod ist nicht das entgültige Ende? Oder ist "Gott" an sich ein Paradoxon, und somit das ganze Leben auch nur irgendwie eine Illusion?
Menschen haben verschiedene Kulturen geschaffen & leben in verschiedenen "Gruppen" unabhängig voneinander. Und?
Ich denke, dass es einen wahren Gott gibt. Ich glaube, dass das Leben mit dem Tod nicht aufhört... Schau dir diese Welt an! Die Strukturen, die Natur, allein den Menschen. Es ist so kompliziert aber alles ist richtig, jeder Knochen ist am richtigen Platz, jeder atmet nur so viel, dass für die anderen auch noch genügend Atemluft übrig ist. Jeder Vogel singt gut genug für einem Menschen, denn er kennt ja nichts überdimensionales. Ich empfehle dir das Werk "Grashalme" von Walt Whitman, aus dessen ich gerade auch indirekt Zitiert habe. Er setzt das Gras als Metapher für die Vollkommenheit... Sehr interessant. Die menschliche Vollkommenheit muss noch nicht das Ende sein....
Ich weiß nicht, ob ich seine Frage beantwortet hab... Aber hoffentlich habe ich was zum Nachdenken hinterlassen.

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Ich bin von der Existenz eines übersinnlichen Schöpfers überzeugt, weil ich mich mit ihm auseinander gesetzt habe, mit all meiner angeborenen Skepsis und mit Einbeziehung unseres Wissensstandes im 21. Jahrhunderts.

Gerade die Eigenschaft des Nachdenkens und Hinterfragen hat mich zu dieser Überzeugung geführt. Und ich denke, dass Glaube nur mit dem Einschalten des Verstandes funktioniert, da er uns erst mit de existenziellen Fragen konfrontiert, die auf Gott hindeuten können.

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Kommentar von 420JP
14.12.2015, 13:29

Mit deinen Aussagen denke ich nicht, dass du an einen Gott glaubst, wie er in der Bibel steht. Die Möglichkeit auf eine höhere Macht bezweifle ich nicht. Ich will einfach zeigen, dass unsere irdischen Religionen zwar Menschen helfen können, aber in keinsterweise mit der Wahrheit zu tun haben. Ich richte mich an solche Menschen, die keinerlei Einwände an ihrem Glauben zulassen: (z.B. die Aussage; Was in der Bibel steht ist alles so passiert)

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Kommentar von Hyperdinosaurus
14.12.2015, 13:42

Ich glaube an den Gott den die Bibel bezeugt, in dem Bewusstsein, dass die Bibel keinen objektiven naturwissenschaftlichen oder historischen Anspruch hat.

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Kommentar von Hyperdinosaurus
14.12.2015, 13:55

Woher nimmst du die Annahme, dass Gott sich nicht für die Andersdenkenden interessiert? In Jesus von Nazareth zeigt er wie er sich ausnahmslos um die Zuwendung aller Menschen bemüht. Auf Gott gibt es kein Monopol, Gott ist universell - und ich finde die Evangelien sind ein Zeugnis davon, dass Gott sich keinem Menschen abwendet - Jesus hat sich stets gegen das menschliche Schwarz Weiß Denken der damaligen religiösen Führung gestellt, welche alle Andersdenkende ausschlossen.

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Kommentar von Hyperdinosaurus
14.12.2015, 14:03

Was heißt für dich Verbindung zu Gott ? Ich bin sicher ich jederzeit in Dialog mit Gott, mir auch nicht immer 100% sicher, ob er überhaupt Einfluss auf mein Leben ausübt. Aber daraus muss man doch nicht schließen, dass er kein Interesse hat. Vielleicht habe ich an Anschein Stellen sein Wirken nicht erkannt. Das kann man immer erst rückblickend feststellen.

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Weil die Menschen von Natur aus so konzipiert sind, eher zu glauben, als zu wissen.

Nennen wir es einfach eine ureigene Bequemlichkeit des Geistes. Menschen neigen auch eher dazu zu Hoffen.

"Hoffen tuen nur diejenigen, die das Vertrauen in sich selbst verloren haben."

Auch kann der Mensch sich nicht damit abfinden, dass er einfach nur existiert, und das aufgrund eines astronomischen Zufalls. Dies hängt auch damit zusammen, dass wir alles metamorphieren und persönifizieren. Man nehme den 12er Tierkreis als Beispiel.

Aber das Entscheidende ist nun mal der Weltliche Nutzen. Religion ist das älteste und profitabelste Geschäft auf Erden. Sie treibt Menschen in Kriege und macht sie machtlos, die Welt zu hinterfragen.

Ist natürlich nur meine Meinung ;)

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Wi[l]lkommen auf der Erde

Das dacht ich mir die ganze Zeit, du hast die Entwickelung der Religion auf den Punkt gebracht, und warum das so ist, ist relativ simpel (das Zitat bezieht sich auf Schöpfung und Evolution, ist aber auch hier drauf perfekt anzuwenden), frei übersetzt:

Diejenigen, die die Evolution akzeptieren, wissen viel über Biologie, Zellen, das Universum,... und natürlich auch über Religion. Aber um an die Schöpfung zu glauben, muss man nichts wissen, über nichts. 

Und das ist die simple Antwort, warum es Religionen gibt. Man muss nichts Wissen, es ist eben Opium fürs Volk.

LG

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Kommentar von 420JP
14.12.2015, 14:42

Habe diese Frage bewusst gestellt, um genau die Leute anzulocken die bedingungslos an die Schöpfung glauben.. bin überfordert mit antworten..

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Kommentar von Hyperdinosaurus
14.12.2015, 14:58

Man kann an die Schöpfung Gauben und gleichzeitig die Evolution anerkennen, da sie sich einander nicht ausschließen.

Wieso denken das so viele? Nun Unwissenheit ist simpler.

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Kommentar von Hyperdinosaurus
14.12.2015, 15:10

Wer sagt dass ich von einem wörtlichen Verständnis ausgehe?

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Es gibt Menschen, die man nicht mit Tatsachen verwirren kann.

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"Wie ist es möglich, dass diese Lebewesen restlos von ihrem Glauben überzeugt sind, ohne irgendetwas zu hinterfragen?" 

Das ist einfach möglich. Schau dich an. Ziehst du es in Betracht, dass es nicht so gewesen ist, wie du es geschildert hast?

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Kommentar von 420JP
14.12.2015, 13:47

Ich ziehe einiges in Betracht, aber Dinge wie "Adam&Eva" punkt für punkt zu glauben und gleichzeitig die ganze Wissenschaft zu hinterfragen, obwohl der ganze Fortschritt auf den Tatsachen der Wissenschaft beruht, ist einfach naiv und dumm.

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Glauben ist glauben. Ich kann dich nicht davon überzeugen, dass das Leben eine Illusion ist, oder? Du kannst mich nicht überzeugen, dass ... Keiner kann keinen überzeugen, dass.....

Das ist die Vielfalt des Spieles menschlichen Lebens.... Da wir die Welt dual sehen, haben wir zwei Möglichkeiten: Wir könnten den anderen Glauben als Bereicherung ansehen, und seine Andersartigkeit (die so andersartig gar nicht ist, wenn man sich mal auf die Gemeinsamkeiten konzentriert) würdigen, mit Beifall beklatschen und einfach nur existieren lassen... Wir können es aber auch als persönlichen Affront werten und als Kampfansage und in den Krieg ziehen.

2 Möglichkeiten und welche wählen wir? Wir wählen, was wir sind: „Jeder möchte die Welt verbessern und jeder könnte es auch, wenn er nur bei sich selber anfangen wollte.“   Karl Heinrich Waggerl

LG

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Kommentar von 420JP
14.12.2015, 13:38

Ich kann deine Sichtweise durchaus nachvollziehen. Ich persöhnlich sehe aber die Religion als Grundpfeiler aller Kriege aufgrund von Meinungsverschiedenheiten, da kann es einem nicht einfach egal sein.

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