Wie ist es möglich, dass der durchschnittliche Deutsche 2000-3000 Euro im Monat verdient?

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21 Antworten

Viel arbeiten bedeutet erst einmal wenig. Gehälter sind meist am stärksten Abhängig vom Arbeitgeber, sprich Branche, Mitarbeiteranzahl und Ort. Ein 10 Mann Reinigungsunternehmen in Leipzig zahlt eben anders als ein Chemiekonzern in München oder eine Bank in Frankfurt.

Daneben sind es eben die Qualifikationen und vor allem die Verantwortung. Viel Geld gibt es i.d.R. nicht für viel Arbeit, sondern für die Planung. Jemand der ein Projekt umsetzt verdient nicht soviel, wie der, der das Projekt plant. Nix desto trotz ist das natürlich auch arbeit und je mehr Verantwortung man hat, desto mehr muss man erreichbar sein, desto mehr Leute kommen auf einem zu usw.

Ansonsten ist es eben ein Durchschnitt. Wenn ich eine Million verdiene und du 1 Euro, dann verdienen wir beide eben durchschnittlich über 500.000 Euro, auch wenn du nur 1 Euro hast. Was man da auch bedenken muss ist das Deutschland alt ist. Die Medizin sorgt dafür, dass wir immer älter werden und länger arbeiten können, dazu gibt es in Deutschland immer weniger Nachwuchs. Dadurch haben wir eben in der Statistik viele Leute mit viel Berufserfahrung, die den Durchschnitt auch hoch ziehen. In so Gehaltsbereiche kommt man als Arbeiter heute teilweise nicht mehr.

Wirklich Geld macht man als Angestellter aber kaum. Klar gibt es Ausnahmen wie Piloten, Zahnärzte usw. Meist muss man sich für viel Geld aber Selbstständig machen, hat ein hohes Risiko aber auch hohe Gewinnchancen.

In der Realität bedeutet 3000 Euro Netto für mich mit Steuerklasse 1 z.B. ein Bruttogehalt von über 62.000 Euro p.a. was wohl selbe nahe der Rente irgendwann relativ unrealistisch ist aber das ist eben der Durchschnitt. Ich denke den kann man in so Fällen nicht heranziehen.

Letztlich ist es Angebot und Nachfrage, wenn es 1 Stelle gibt und dafür 5 Leute, dann kann sich der Arbeitgeber eben den Günstigsten nehmen bzw. den Preis runterschrauben. Wer nicht mitzieht, der hat halt keinen Job. Auf der anderen Seite hast du dann Berufsfelder für die es kaum Leute gibt. Wenn dann auf 5 Stellen nur 1 potentialer Mitarbeiter kommt, dann bietet man den eben mehr, weil man ihn unbedingt brauch. Das ist letztlich alles. Das hat nix mit Fairness zutun oder wie hart jemand arbeitet oder wie viel Geld er dem Unternehmen einbringt. In letzter Konsequenz ist ein Mitarbeiter nix anderes als eine Investition in die man Geld steckt, die einen bestimmten Kurs hat aufgrund von Angebot/Nachfrage und Qualifikation und das war es.

Letztlich gibt es im Leben aber auch wichtigeres als Geld. Manche machen sich ggf. selbstständig und arbeiten wirklich an ihrem Traum, dann ist das was anderes. Aber kaum ein Angestellter geht in seiner Arbeit auf. Dort mehr Geld verdienen bedeutet dann mehr Stunden, Verantwortung, Erreichbarkeit und damit auch Stress und weniger Freizeit. Sicher brauch man eine gewisse Menge Geld um über die Runden zu kommen und möchte sich hier und da was leisten können.

Am Ende des Tages hat ein Bill Gates zwar zig mal mehr Kohle als man selbst, wird aber höchstwahrscheinlich nicht großartig mehr Zeit auf der Welt verweilen als man selbst. Die wichtigste Ressource ist eben nicht Geld, sondern Zeit und das  Leben selbst.

Würde ich für meine aktuelle Arbeit 3000 Euro Netto kriegen, dann wäre aber z.B. mein erster Schritt in Teilzeit zu gehen und in etwa 2000 Euro Netto rauszukriegen. Durch den Unterschied Brutto/Netto kommt das dann fast auf eine Halbierung der Arbeitszeit raus, was natürlich die Freizeit ordentlich hochschraubt.

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Ich hoffe, du hast den Unterschied zwischen Brutto- und Nettoverdienst berücksichtigt.

Ich vermute, dass die Statistik den Bruttoverdienst darstellt. Kann es sein, dass du den Nettoverdienst deiner Mutter (also was nach den Abzügen "übrig bleibt") verglichen hast?

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3.000,- Brutto im Durchschnitt dürfte stimmen, weil es auch das Gehalt ist, was die Deutsche Rentenversicherung ermittelt hat udn die bekommen ja die Beiträge nach den gemeldeten Einkünften.

Wir wissen nicht, was Deine Mutter arbeitet. Aber die Gehaltsspanne in Deutschland geht von der Verkäuferin im Supermarkt für 1.000,- euro, der Verpackungskraft im Amazon-Logistikzentrum für evtl. 900,- brutto, über Bauarbeiter für 2.500,- bis 2.800,-, den Industirearbeitern bei VW und Mercedes für 3.500,- bis 4.500,-, bis zu angestellten Ärzten, Steuerberatern usw. für 5.000,- bis 8.000,- und zu Geschäftsführern Klinikleitern usw. mit einem Jahresgehalt von 200.000,- udn mehr.

So kommt man eben auf einen Gehaltsdurchschnitt für alle, der bei 3.000,- liegt.

So hart es klingen mag, es kommt auch drauf an, wie gut man in der Schule aufgepaßt hat. Ich habe 1969 mit einem Hauptschulabschluss angefangen. Dann Handelsschule, dann Lehre, dann gearbeitet. mit 35 Hochschulreife udn Studium neben der Arbeit. Mit 47 nach Rechtswissenschaften studiert. Ich denke ich habe mir jeden Cent den ich bekomme durch meine Ausbildung aus eigenem Antrieb ehrlich verdient.

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Hart arbeiten ist nicht der Faktor der hauptsächlich zu Einkommen führt.

Da spielen Dinge wie Persönlichkeit, Risikobereitschaft, Qualifikation, Charakter und Intelligenz eine Rolle.

Smart work beats hard work!

Ich kenne studierte Akademiker (Master und Diplom-XY) die weniger verdienen als ich. Ich habe Fachabi und zwei Ausbildungen, bin aber mein eigener Chef.

Der Durchschnittsverdienst aus Sicht der deutschen Rentenversicherung beträgt 36.267,- € brutto im Jahr.

Mein Jahresgewinn vor Steuern und KV/PV beträgt i.d.R. etwa 180 bis 200.000,- €.

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Kommentar von BTyker99
30.09.2016, 00:41

Dein Gewinn schwankt aber extrem!

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Kommentar von priesterlein
30.09.2016, 04:37

Du kannst nicht Gehalt und Gewinn gleichsetzen. Zudem meinte BTyker das mit dem schwanken bestimmt, weil es zwischen 180 (nicht 180000) und 200000 genannt wurde.

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Bin skeptisch, ob diese Zahl stimmt. Aber naja... es gibt halt auch Leute, die verdienen Hunderttausende im Monat. Die fließen ja auch in die Rechnung ein.

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Kommentar von grubenschmalz
30.09.2016, 05:25

Deswegen verwendet man den Median

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Es kommt drauf an in welchem Arbeitsverhältnis man steht.

Aber wenn man eine Ausbildung erfolgrecih abgeschlossen hat, dann ist 2000 nicht verkehrt.

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Diese Zahl liegt bei mir im Nettobereich bei Steuerklasse 1. 2000-3000 Euro Brutto ist eher unterdurchschnittlich. Ich arbeite als technischer Redakteur im Automobilzulieferbereich. Da sind Gehälter zwischen 3800 - 5600 Euro Brutto Standard.

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Kommentar von HandyPotter
29.09.2016, 22:49

._______________. rlly?! welche schulischen voraussetzungen braucht man für diesen beruf? studium? oder was?

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Kommentar von HeymM
29.09.2016, 23:35

Der Bildungsweg geht über ein Hochschulstudium. Wenn man Glück hat, schafft man es auch als Quereinsteiger.

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also verdienen tun bestimmt sehr viele Menschen so viel. Nur sie bekommen es nicht.

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Kommentar von Grautvornix
29.09.2016, 22:28

Jofischi????? Joschka bist du es? Alter grüner Steinewerfer.

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Nun, laut Internet verdient z. B. ein Fliesenleger mit Berufserfahrung 2500 € brutto, eine Sekretärin 1800 bis 2700 €. 

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Wer ist denn der durchschnittliche Deutsche?

Da sind ja auch die Leute mitgezählt, die soviel verdienen wie 2000 andere zusammen nicht haben

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alle lagen im Bereich von 2000 bis 3000 Euro.

Ja, brutto!

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Ehrlich gesagt finde ich jetzt ein monatliches Einkommen von 2000 Euro nicht besonders viel.

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Kommentar von HeymM
29.09.2016, 22:21

Sehe ich auch so. Wobei "viel" relativ ist.

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Kommentar von HeymM
29.09.2016, 23:38

Da gebe ich Dir Recht. Dann sind 2000 Euro mit einer 40 Stunden-Woche verdammt wenig

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Weil es so nicht stimmt, wie das so ist mit Statistiken.

Die Bundeskanzlerin verdient 21.000€, Deine Mutter 1200€, im Durchschnitt verdienen beide je 11.100€ im Monat.
Nehmen wir noch einen HartzIV Empfänger dazu...statistisch wären diese 3 Personen nicht arm, in der Realität sieht das schon deutlich differenzierter aus.

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Das hängt von der Qualifikation ab. Einfache Tätigkeiten geben sicher keine 3.000 Euro im Monat.

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Kommentar von Marbuel
30.09.2016, 20:12

Doch, in Bayern sehr wohl möglich. Ein Kumpel kommt mit Schichtzulagen als Hilfsarbeiter auf 2000 netto und mehr.

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In der Schule aufpassen wäre ein Anfang.

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Du musst auch berücksichtigen, dass Leute innerhalb von Deutschland ganz unterschiedlich verdienen. 3000 brutto ist hier in München kein Geld. Irgendwo im Norden oder gar im Osten auf dem Land sehr wohl. Ich kenne einige Leute, die hier in Bayern selbst als Hilfsarbeiter mit Schicht über 2000 netto haben. Du musst also schon den Maßstab des jeweiligen Bundeslandes ansetzen und berücksichtigen, ob auf dem Land oder in der Stadt. Da liegen oft Welten dazwischen.

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Manche Leute verdienen 100000 im Monat. Das zieht den Durchschnitt nach oben.

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Kommentar von priesterlein
30.09.2016, 04:39

Kannst du ein Beispiel nennen, wer so viel Gehalt bekommt?

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Kommentar von Kickflip99
30.09.2016, 05:04

Fußball-Spieler, Investment-Banker, Vorstandsmitglieder großer Unternehmen  

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Andere verdienen halt 5k, 6k, 10k oder mehr.

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Kommentar von Sachsenbruch
29.09.2016, 22:18

Alles klar - der "Profi" nennt das ... lässig "k".

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Es gibt sehr wenige, die sehr sehr viel "verdienen"!

Das zieht den Durchschnitt nach oben.

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