Frage von Hyaene, 373

Wie ist es (hoch)intelligent zu sein?

Hallo, liebe Community.

Wie ist es intelligent oder sogar hochintelligent zu sein? Ich stelle es mir irgendwie schlimm vor. Ich schreibe es mal ganz direkt und ungeniert - hoffe das nimmt mir jetzt keiner übel - aber ich stelle es mir so vor, als würde es einem selbst so vorkommen, dass man in einer "Welt voller Idioten" lebt. Wie hält man so eine "Welt" aus? Denn irgendwie kommt es mir doch immer wieder so vor, als gäbe es viel weniger intelligente Menschen, als "normale" und/oder "doofe" (sorry ^^).

Schafft ihr es euren Wissensdurst zu stillen? Sind eure Eltern und Geschwister ebenfalls (psychologisch bestätigt) intelligent?

Lacht ihr gern? Das meine ich nicht böse, nur ist mir eben gerade bei intelligenten Menschen oft aufgefallen, dass sie schon ziemlich humorlos sind. Klar, "unseren" Witzen können sie nichts abgewinnen, aber generell fehlt mir hier immer wieder das Lachen, wenn ich ehrlich sein darf. Könnte es daran liegen, dass intelligente Menschen eher zu Depressionen neigen? Könnte ich mir schon vorstellen.

Wie fühlt ihr euch in "dieser Welt"? Wie kommt ihr damit klar? Oder ist es euch sogar Recht, so, wie es ist und ich stelle es mir einfach viel zu schlimm vor?

Über ernstgemeinte und hilfreiche Antworten von "Betroffenen" würde ich mich sehr freuen. :-)

Vielen Dank im Voraus und LG.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Iuloi, 216

Hey, ich finde deine Frage echt interessant! :)

Auch wenn ich nicht genau antworten kann, spielt die Persönlichkeit und die Erziehung meiner Erfahrung nach eine grosse Rolle.

Ich kenne jemanden, den ich nicht als dumm, aber auch nicht als super intelligent einschätzen würde. Diese Person beschwert sich viel über die Dummheit anderer Menschen. Ich kenne auch einige sehr intelligente Menschen, und meistens sind das grade diejenigen, die sich mit dem Urteilen über andere Personen zurückhalten.

Insgesamt kommt es auch auf den Charakter der Person an. Einige sind sehr selbstzogen und auf sich fast schon fixiert, das sind genau diejenigen, die meinen, sie wären die einzig schlauen unter der Menschheit.

Auch wenn ich nicht genau auf deine Frage eingehen konnte hoffe ich, dass ich dir ein bisschen weiterhelfen konnte. :)

Antwort
von Imago8, 150

Ich habe keine Ahnung, wie hoch mein IQ ist, da ich noch nie so einen Test gemacht habe. Aber ich finde das ist für die Beantwortung deiner Frage nicht wichtig.


Ich denke, dass das Gefühl, mit dem man in der Welt lebt oder die Auspräung des Humors, viel weniger mit Intelligenz zu tun hat, als mit der Lebenseinstellung bzw. der Einstellung zu sich selbst. Jemand, der viel nachdenkt, muss nicht unbedingt besonders intelligent sein und jemand, der vorwiegend aus dem Bauch heraus entscheidet, muss deswegen nicht weniger intelligent sein.

Auch muss jemand, der tiefe Erkenntnisse über das Weltgeschehen hat, nicht unbedingt traurig deswegen werden. Denn je besser man weiß, wie die Welt tickt, umso wirkungsvoller kann man sie auch zu einem besseren Ort machen. Vielleicht ist das Grübeln oder Vieldenken auch nicht unbedingt die Ursache, sondern vielleicht die Folge einer gewissen Traurigkeit, einer Neigung zum Zweifeln oder genereller Unzufriedenheit.


Meiner Meinung nach gibt es nur sehr wenige wirklich "dumme" Menschen,
aber sehr viele, die sich weigern, sich für Neues zu öffnen oder einen
anderen Blickwinkel einzunehmen. Überheblichkeit entsteht meines Erachtens dann, wenn jemand denkt, er könne nur von jemandem mit einem höheren IQ oder mehr (Fakten-)Wissen etwas lernen. Das halte ich für einen fatalen Trugschluss. Wenn jemand denkt, es gibt nichts mehr zu lernen oder er wüsste schon alles, beruht das wohl eher auf einem verengten Blickwinkel auf sich selbst und/oder andere. Man schaut einfach nicht genau genug hin. Oder die eigene Aufmerksamkeit ist zu sehr darauf fokussiert, etwas "für sich" (bzw. für sein Ego) zu lernen. Es gibt auch Menschen, die sich am Unwissen anderer laben.

Ein gutes Beispiel ist, wenn jemand eine (scheinbar) simple Frage stellt. Wenn jemand auf arrogante Art mit einem "sowas weiß man doch" oder "dumme Frage" antwortet, zeugt das von wenig Klugheit und wenig Einfühlungsvermögen. Denn es geht immer um viel mehr als bloße Fakten.

Antwort
von einfachichseinn, 151

Ich lache sehr viel,janeviele Freunde. Eine Menge Interessen und eigentlich ein ziemlich normales Leben.

Der IQ sagt nichts über dein Leben aus. Das geht über Interessen. Ich spiele Basketball und kenne aus dem Verein jemanden, der sicherlich nicht sonderlich intelligent ist, aber er hat trotzdem enorm viel Ahnung von Basketball und eine hohe Spielintelligenz. Ich kann mit ihm prima über das Thema Basketball quatschen.

Auf der anderen Seite habe ich in der Vergangenheit eine Menge Workshops besucht. Da war mit Sicherheit auch nicht jeder hochbegabt, aber sehr interessiert und begabt in diesem Bereich.

Mittlerweile leiste ich eine Menge soziale Arbeit. Das fordert den Geist noch mal auf einer ganz anderen Ebene.

Kurz und knapp: es ist Schmarn, dass hochbegabte Menschen kein schönes Leben haben können und soziale Probleme haben.

Kommentar von einfachichseinn ,

eins noch : viele solcher Probleme, die hochbegabte Menschen (angeblich) haben, sind Teil der persönlichen Einstellung. Wer mit dem Gedanken durch die Welt spaziert, dass er viel intelligenter ist, als alle anderen und daher mit niemandem richtig zurecht kommt, der übersieht einfach eine Menge und macht sich das Leben selber nur schwer.

Antwort
von saidJ, 82

Hallo ,
es kommt ganz auf die persöhnlichkeit drauf an .
Die Intelligentesten sind doch die bescheidensten die nicht jede Sekunde zeigen müssen wie Klug sie sind .
Arroganz zeugt auch nicht von intelligenz da kannst du noch so schlau sein .
Letztendlich kann Intelligenz Fluch und Segen zu gleich sein jemand der durch seine Intelligenz abgehoben ist und niemand sonst als "würdig " erachtet um mit ihm reden zu dürfen wird schnell in depri-Phasen geraten .
Aber ich denke jemand der auf Fehler anderer locker reagiert und drüber hinweg sieht kann ein normales soziales Leben leben trotz seine Intelligenz .

Antwort
von Ottavio, 79

Habe nun ach ... und leider auch ... und ich weiß, dass ich nichts weiß. Ob ich intelligent bin, weiß ich nicht, Intelligenz ist, was der Test anzeigt.

Es gibt in dieser Community einige Beiträge von User_inne_n, die wissen, dass sie hochintelligent sind, weil sie es haben testen lassen. Natürlich, etwas Grütze unter der Mütze ist oftmals nütze. Es zeigt sich aber, dass Hochintelligenz auch Nachteile haben kann. Es gibt nicht nur ein Lob der Faulheit, sondern auch ein Lob der Doofheit.

Hochintelligente Menschen neigen zu einer leicht depressiven Grundstimmung, weil die Diskrepanz zwischen Realität und Ideal ihnen ständig bewusst ist.

Hochintelligent Menschen neigen zur Dominanz, obwohl sie das gar nicht wollen. Manchmal würden sie sich auch gerne dominieren lassen, es gelingt ihnen aber nicht ohne Anstrengung.

Hochintelligent Frauen haben zuweilen Probleme bei der Partnerfindung, weil Männer es nur ungern ertragen, zu erkennen, dass eine potentielle Partnerin intelligenter ist als sie selbst.

Ich will aber nicht voreilig sein, hier zu sehr zu verallgemeinern. Ich bin auch noch am forschen und tue es hier in der Community. Es gibt auch Literatur darüber, aber insofern die ausgerichtet ist auf die psychotherapeutische Behandlung Hochintelligenter wurde da natürlich schon eine Vorauswahl getroffen.

Antwort
von Puffelig, 117

Meiner Meinung nach ist das gar kein Problem ;)
Meine Eltern haben schon früh angefangen mich anderweitig zu fordern (mit Leistungssport und Musik) und das mache ich auch bis heute noch. Ich gehe auf ein normales Gymnasium. Ich versuche immer so normal wie möglich zu sein und mein Humor ist zwar ein bisschen besonders, aber nicht so extrem, als dass ich nicht über "normalen" Humor lachen könnte oder niemand meinen Humor verstehen würde. Das einzige was ich sehr merke ist, dass ich vor allem von Klassenkameraden nicht ernst genommen oder verars*ht werde. Manchmal denke ich mir natürlich sowas wie: "das ist doch total logisch" oder "wie kann man sowas nicht verstehen?!", aber ich glaube, dass ich mich einfach nicht in deren Situation reinversetzten kann.
Das ist eigentlich für mich das einzige Problem, mit allem anderen komme ich gut klar, da ich die Intelligenz einfach für meinen Vorteil nutze. Mache bis zu 8x die Woche Sport, spiele ein Instrument und kann nebenher noch in der Schule mitkommen :)

Antwort
von Animes4All, 114

Also dann kennst du die falschen Leute. Es ist so man hat eine höher aufassungsgabe und lernt schneller als andere. Im großen und ganzen ist man aber nicht anders und auch nur ein Mensch. Man langweilt sich in der schule halt weil es zu langsam voran geht und nicht weil man es nicht versteht. Ich zum Beispiel bin trotzdem kein Genie was Rechtschreibung angeht und habe meine Macken wie jeder andere auch.

Antwort
von Drehmomentan, 133

Eine Depression ist durchaus im Rahmen des Möglichen, da mich dumme Menschen traurig machen und mich ihre Fehlschläge deprimieren. Ich lache nicht sonderlich viel, aber meine Witze sind oftmals anspruchsvoller und fordern dem Zuhörer eine gewisse Aufmerksamkeit ab. Anderen, fremden Menschen begegne ich oft mit Ablehnung oder zumindest mit der Intention keine tiefere Beziehung zu diesen zu erschaffen, da ich grundsätzlich jedem Menschen misstraue, wozu ich durchaus berechtigt bin. Es ist nicht so, dass es langweilig ist neues zu lernen, sondern so, dass man sich das meiste von vornherein erklären kann und es so langweilig ist. Dennoch ist es kein Nachteil viel verstanden zu haben, da man eine Wissbegierde entwickelt, was , speziell im naturwissenschaftlichen Bereich der Forschung, auch für alle anderen Menschen von Vorteil sein kann.

Kommentar von Hyaene ,

Lies dir mal bitte das durch, was ich bei 000111222333444 geschrieben hatte. :-)

Antwort
von Junge46, 149

Ja Hey erstmal und ich will mich nicht hochspielen aber ich bin Schulbester einer Realschule und meine Lehrer meinten ich bin sehr intelligent, natürlich nicht wie Stephen Hawkins oder ähnliche aber wir fangen alle mal klein an. Ich muss sagen dass ich meinen Mitschülern sehr weit voraus bin. Es ist nicht leicht für mich mit ihnen zusammen zu arbeiten. Ich verbringe viel Zeit für mich alleine, meine Lehrer meinten ich brauche die Zeit für mich alleine damit mein Gehirn viele Informationen verarbeitet, jedoch lache ich durchgehend. Ich liebe es zu lachen vor allem über mich selbst. 

Kommentar von Davklid00 ,

Wieso gehst du nicht aufs Gymnasium?

Kommentar von Junge46 ,

Ich bin nach der 8. Klasse umgezogen und durfte die Schulform nicht wechseln, sprich:musste auf einer real bleiben

Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE ,

Aber wenn du so schlau bist, warum darfst du dann nicht Schulform Wechseln?

Kommentar von Hyaene ,

Schade, dass du "nur" die Realschule besuchst. Schade für deine Zukunft und auch deine Entwicklung, denn so wirst du doch gar nicht richtig gefördert. Viele hochintelligente Kinder dürfen sogar Klassen überspringen. Kämpfe bitte für eine bessere Bildung, sonst wirst du es später bereuen...

Antwort
von Korkensammler, 108

Laut Intelligenztest bei einem Psychologen habe ich angeblich einen IQ von 120. Glauben kann ich es nicht, denn die "Intelligenzbestie", die man damit assoziiert, bin ich überhaupt nicht. Ich bin auch keineswegs Akademiker.

In der Tat habe ich andere Interessen als der Durchschnittsbürger. Aber ich halte niemanden für dumm oder schlechter, weil er bestimmte Dinge nicht weiß.

Wenn jemand natürlich sich für absolut gar nichts interessiert und nur RTL schaut, um es mal übertrieben zu sagen, kann ich denjenigen nicht ernst nehmen.

Zum Thema Humor: Über flachen Humor kann ich nicht wirklich lachen, Humor muß bei mir in die Tiefe gehen und darf vor allem sarkastisch bis zynisch sein.

Manchmal denke ich aber auch "Seelig sind die geistig Armen" - wie unbeschwert muß das Leben sein, wenn die einzigen Sorgen darin bestehen, wann das Dschungelcamp ausgestrahlt wird...

Kommentar von Korkensammler ,

Das war jetzt eine Kurzfassung. Was mich als "Intelligenten" viel närrischer macht als die "vielen Dummen", ist das System, vor allem das System des Kapitalismus und der Massenmedien.

Das macht mich viel mehr kirre, als wenn jemand etwas nicht weiß oder einfach kein Interesse dafür hat.

Es ist für mich nahezu unerträglich, wie viele Menschen sich durch Medien beeinflussen lassen. Wenn das Interesse  nur noch aus "Hat Promi xy den und jenen geheiratet", "Paybackkarten" und "2 ct Spritkosten sparen und dafür 20 km fahren" besteht, das macht mich närrisch.

Da ist mir jeder Penner am Marktplatz lieber!

Kommentar von Alanbar34 ,

korkensammler - ich liebe dein Kommentar

Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE ,

Also ich hab schon von sehr vielen Leuten gehört , dass ich Intelligent sei ... Aber Dschungelcamp ist meine      Lieblingssendung :/

Kommentar von Korkensammler ,

Es spricht ja auch nichts dagegen, auch sowas mal anzuschauen. Wenn aber das die einzigen Interessen sind, mittags Talkshows, abends DSDS, nachts Dschungelcamp - es mag vorkommen, aber selten handelt es sich um Intelligenzbestien, die sich mit sowas den Tag vertreiben ;)

Kommentar von Hyaene ,

Manchmal denke ich aber auch "Seelig sind die geistig Armen"

Genau deshalb stellte ich mir diese Frage. Denn, wenn man mal ehrlich ist und sich mal umschaut. "Solche" Menschen sind doch immer wieder die Glücklichsten. Warum? Weil sie sich keine richtigen Sorgen machen können. Da gibt es keine Politik, Wirtschaft, Krankheiten usw. Es sind Menschen, die in den Tag hineinleben und alles so nehmen, wie es kommt. 

Es ist wirklich nicht böse gemeint, aber man kann auch nicht immer alles schönreden, was nun einmal fakt ist. Oft heißt es: "Es gibt keine dummen Menschen." oder "Es gibt keine hässlichen Menschen". Da frage ich mich immer wieder, wofür es überhaupt solche Begriffe gibt, auch, wenn jeder eine andere Auffassung der Begriffe hat. :-/

Da ist mir jeder Penner am Marktplatz lieber!

Das Wort will ich überlesen haben! ;-) Es ist nicht jeder Obdachlose ein Assi. Auch, wenn uns die Medien das immer wieder weismachen wollen. ;-)

Antwort
von Neutralis, 67

1. Ja man kommt sich tatsächlich etwas einsam vor, allerdings erkennt man schnell, dass man nicht "schlau" sein kann. Alter macht mehr aus als Intelligenz. Du triffst also immer wieder auf Leute, die mehr wissen als du. Viel mehr. Unter gleichaltrigen ist das eher selten, aber auch da haben die meisten ihr eigenes Themengebiet. Das ist aber nur Bildung, wenn es um wirkliche Intelligenz gehst, merkst du immer wieder, wie die Leute hinterher hinken. Glücklicherweise gibt es heute aber ja auch extra Vereine für sowas,weshalb man schnell Leute findet, die genauso sind.
2.Nein der Wissensdurst ist wirklich unbegrenzt, ich muss immer nachfragen und möchte immer mehr über ein Thema wissen, solange es denn interessant ist.
3.Ja 
4. Ja, ich lache sehr gerne. Mein Humor ist auch sehr allgemein, weshalb ich manchmal sogar zu viel lache, weshalb manche denken, ich wäre Strohdumm ;)
5.Ja kluge Menschen neigen tatsächlich öfters zu Depressionen, da wir viel nachdenken und deshalb anscheinend oft zum selben Schluss kommen. Was ein weiterer Grund ist um traurig zu sein. 
6. Wie fühle ich mich in dieser Welt.. Das ist wirklich schwierig zu beantworten. Ich mache mir natürlich auch über mich selbst Gedanken und habe oft Angst, dass ich zum Narzissmus neige, weil ich nun mal merke, dass ich schlauer bin. Für viele kommt das sehr eingebildet rüber, wenn ich das ausspreche. So viel zu meiner Person, über die ich mir aber nicht allzu oft Gedanken mache. Was diese Welt angeht fühle ich mich wirklich schlecht, wenn man anfängt menschliche Muster zu erkennen, wird es nicht nur langweilig sondern auch traurig. Minderwertigkeitskomplexe wo man auch hin guckt, viele Fehlschläge, die für mich nicht verständlich sind. Kleine Probleme werden zu riesen Problemen und das schlimmste.. jeder Mensch hält sich für das wichtigste. Ich sage immer, dass ich viel erreichen werde und werde deshalb oft als arrogant eingestuft und teilweise gehasst (auf Grund von den Minderwertigkeitskomplexen der anderen). Die Sache ist aber die, ich halte gar nicht so viel von mir. Ich lebe nur für ~75 Jahre und möchte deshalb so viel verändern wie es geht. Dieser Gedanke kommt aber nicht, weil ich so viel von mir halte, sondern weil ich weiß wie unwichtig ich bin. Wenn ich morgen sterben sollte kümmert es niemanden wirklich, außer meine Familie und Freunde. Die Welt wird sich weiterdrehen und ein paar Sekunden nach meinen Tod wird ein neuer Mensch geboren. Die Menschen nehmen sich zu ernst, und dieser Gedanke macht einen manchmal tatsächlich wütend. Die Welt und das Universum an sich spenden dann aber Trost. Desto mehr man sich mit Physik und Biologie auskennt, desto mehr lernt man all das um einen herum zu schätzen. Das perfekte Gleichgewicht und die kleine Chance, dass wir Menschen überhaupt existieren. Aber diese Menschen machen einen Großteil davon wieder kaputt. Klimawandel,Krieg,Hass.. unnötige Sachen, aber das sind nun mal Menschen. Ich würde also sagen, manchmal fühlt man sich miserabel und manchmal könnte man schon fast weinen, weil diese Welt so wunderschön ist. Das basiert wohl auch bei hochbegabten auf Intelligenz. 
7. Man darf aber am Ende nicht vergessen, dass es verschiedene Arten von Intelligenz gibt. Manche mit einen IQ von 180 sind dumm genug um ihr Leben damit zu verschwenden 10tausend Stellen von Pi auswendig zu lernen. Intelligenz ist nicht gleich Intelligenz. 
LG und übrigens, deine Antwort hört sich an Anfang so an, als würdest du dich nicht für intelligent halten... Menschen, die sich solche Fragen stellen wie du, sind es aber oft. Außer wenn du dir diese Frage nur stellst, weil ein Freund oder ein Familienmitglied als hochbegabt "diagnostiziert" wurde.

Antwort
von Hyaene, 89

Okay... 

Das nächste Mal frage ich wohl besser, ob ich vom Blumenkohl schwanger werden kann. Da gibt es bestimmt brauchbarere Antworten. ^^ 

Kommentar von BiggerMama ,

Na, dann mach das mal!

Kommentar von Hyaene ,

Würdest du dann bis in's Kleinste beantworten? ^^

Kommentar von BiggerMama ,

ja, ist einfacher

Kommentar von Hyaene ,

Das ist wahr. :-D

Kommentar von Hyaene ,

Ich sehe erst jetzt. Hier wurde ja ordentlich "aufgeräumt". :-D

Danke an den "Melder" und dem Support. 👍

Antwort
von itsjj, 131

Ähm...Nun ja, ich persönlich gehe auf ein Gymnasium für Hochbegabte. Ich finde, das ist nichts besonderes, und man fühlt sich auch nicht anders. Mit meinem 'Wissensdurst', wie du es nennst, komme ich sehr gut klar, indem ich einfach ein gutes Buch lese. Ich bin genauso ein Mensch wie jeder andere. Klar, ich lache gerne. Und...Btw, ich kann auch 'normalem' Humor etwas abgewinnen :D

Antwort
von 000111222333444, 96

Ich (16/m) maße mir nicht an, mich als hochintelligent zu bezeichnen.

Bei mir wurden als Kind mehrere IQ Tests durchgeführt, bei denen die Ergebnisse bei ca. 120-125 lagen.

Das ist zwar schon nicht schlecht, aber noch irgendwo im oberen Normbereich.

Ich leide unter Depressionen, da ich sozusagen pathologischer Realist bin :D

Meine persönlichen Stärken liegen jedenfalls nicht unbedingt nur im objektiven Denken; Viel eher habe ich meine Wahrnehmung eigentlich immer schon auf den subjektiven, sozialen Bereich gelenkt. 

Ich habe sehr utopische Idealvorstellungen von der Gesellschaft wie ich sie mir wünschen würde, und werde dadurch wieder und wieder von meinen Eindrücken enttäuscht.

Es findet so zu sagen ein stetiger Vergleich zwischen Ideal und Realität statt, der wieder und wieder zu inneren Konflikten führt.

Menschen haben meist gewisse Schutzreaktionen auf diese Konflikte erlernt: Vom Verdrängen bis hin zur Depression, die Gutes und Schlechtes komplett abblockt, was zu einer absoluten Leere führt.

Gutes und Schlechtes sind eben näher bei einander als man zunächst denkt.

Damit meine ich, dass mich bspw. das Fachgebiet der Psychologie allgemein sehr reizt; Meine Noten sind jedoch weit von einem geeigneten NC entfernt ^^

...

Mittlerweile führt jeder meiner halb objektiv-analytischen - halb subjektiv-interpretierten Gedankengänge zu einem negativen Ergebnis.

Ein Außenstehender würde vielleicht salopp mit dem Begriff Pessimismus um sich werfen, ich jedoch betrachte beide Seiten; Positiv wie Negativ.

Diese beiden sind wie bereits erwähnt leider aneinander gekoppelt, und mit zunehmender Erkenntnis darüber gleite ich tiefer in die Depression.

...

Wie du siehst sind es Gedankengänge wie diese, die ständig unterbewusst ihren Lauf nehmen, und nicht abzuschalten sind.

Unabhängig von der Depression ist bei mir das Wahrnehmungsspektrum sehr hoch, und vermutlich zu hoch für eine gesunde menschliche Psyche. 

Ich habe das Gefühl in meinen 16 Jahren schon ein halbes Leben durchlebt zu haben, und fühle mich gewissermaßen abgebrüht, ohne bisher wirklich nützliche, praktische Erfahrungen mit banalen Dingen gesammelt zu haben, die im späteren Leben noch auf mich zukommen werden.

Ich habe schlichtweg das Gefühl, nicht in die Welt reinzuwachsen, da ich stets "Out-of-the-Box" gedacht habe; Seit ich mich erinnern kann.

...

Ich Punkte vermutlich eher im Bereich der emotionalen Intelligenz und allem was im Zwischenmenschlichen Bereich liegt; Ich bin ein Theoretiker, ein Träumer, und doch ein knallharter Realist.

Ich stehe mir unterm Strich betrachtet oft selbst im Weg.

LG ^^

Kommentar von Hyaene ,

Ich habe sehr utopische Idealvorstellungen von der Gesellschaft wie ich sie mir wünschen würde, und werde dadurch wieder und wieder von meinen Eindrücken enttäuscht.

Ich glaube, das ist gar nicht mal so selten. Was ich aber immer wieder beobachten kann, ist, dass man sich selbst vergisst. Damit meine ich, dass man nur die anderen und sein Umfeld wahrnimmt, sich selbst aber nicht. Man bemerkt eigene Fehler nicht, redet sie sich schön oder man versucht sie zu verdrängen. Wenn man sich dann aber mal mit sich selbst beschäftigt, merkt man schnell: 

"Ohje... Ich bin selbst nicht anders, als die anderen." Aber auch hier, muss man sich das erst einmal selbst eingestehen. Denn erst dann bemerkt man, dass man gar nicht so anders ist, als andere, man selbst die Fehler begeht, die man an anderen nicht ausstehen kann und auch dadurch wird es leichter seine Umwelt besser akzeptieren zu können, schon allein, weil man weiß, man ist nicht "allein"... ;-)

Antwort
von Rihannafangirl, 28

Einige stellen sich absichtlich als dumm war ,um kein Aussenseiter zu werden .

Antwort
von BiggerMama, 143

Deine Frage will ich jetzt nicht bis ins Kleinste beantworten, weil das sowiso zu weit führen würde.

Aber eins möchte ich doch klarstellen. Intelligente Menschen sind nicht humorlos, sondern sogar eher das Gegenteil. Sie haben sehr viel Humor. Unter Intelligenzforschern ist das bekannt.


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