Wie ist es eigentlich in einer Psychatrie und inwiefern wird einem geholfen?

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7 Antworten

Ich war auch in einer Psychiatrie in der Elisabeth Klinik in Aplerbeck mit 15 aufgrund einer Psychose( wenn man eine Psychose hat funktioniert etwas im Kopf nicht/ man sieht Sachen oder hört Sachen die nicht der Realität entsprechen).
Auf jeden Fall bekommt jeder der in die Klinik kommt erst Mal einen Plan auf dem drauf Steht
Z.b Kochen, Visite (Besuch der Ärzte), Motopädie(Sport), Kunst.
Es soll mithilfe von verschieden Kursen den den Personen die in der Klinik helfen mehr Selbstvertrauen aufzubauen was auch hilft.
In der Klinik lernt man schnell viele neue Leute kennen mit den man eine Zeitlang zusammenlebt. Eine Psychiatrie sind nicht aus wie eine Klinik sondern eher wie eine Jugendherberge. Auf der Station kommen alles Personen vor die Schlimme Sachen Erlebt haben. Wie Z.B Personen mit Selbstmordgedanken und Depression. Und es werden den Personen verschiedene Medikamente verabreicht die der Artzt verschrieben hat.

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Hey, also ich war letzten Sommer mit 17 in einer Jugendpaychiatrie für 3 Monate. Es ist von Klinik zu Klinik verschieden. Bei mir war das so:

Als ich dort eingewiesen wurde, musste ich mein Handy und andere Sachen wie Zigaretten abgeben. Dann ziehst du mit max. 2 Leuten noch in einem Zimmer. Dort gab es geregelte Zeiten. Frühs frühstücken, Morgendlicher Spaziergang, manche hatten danach Schule für 2 Stunden die anderen mussten dann auch im Aufenthaltsraum lernen für 45min. Danach hatten wir bis mittags freie Zeit aber halt im Aufenthaltsraum da mussten wir spielen. Dann mittagessen, dann 1 Stunde zimmerzeit, danach 1 Stunde Lernzeit. Dann dürften jeder 30 min raus zu zweit bis zum Abendessen. Und nach dem Abendessen Gabs eine refelktionsrunde. Und unter der Woche dürften wir bis 9 Uhr auf bleiben. Wochenende dürfte ein paar auch nach Hause für paar Stunden oder auch komplett übernachten. Therapie mäßig gabs was mit Musik und Kunst. Sprechstunden mit einem Psychologen  gabs immer spontan. Am Anfang wenn man reinkommt in die Psychiatrie muss man 1 Woche komplett drinnen bleiben, also auch bei keinen Ausflügen teilnehmen. Telefonieren dürfte man nur 2 mal am Tag je 15 min. Es gab dann auch noch 1 Tag wo es Besuchszeit gab für 3 Stunden. 

Hoffe die Antwort ist dir nicht all zu ausführlich haha. Wenn du noch Fragen hast schreib mir ruhig :)  

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Kommentar von WastedYout
21.10.2016, 02:15

Rein aus Interesse: Was passiert wenn man sich weigert irgendwas mit anderen Leuten dort zu machen?

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Kommentar von WastedYout
21.10.2016, 19:21

Ja aber jemanden der da Zwangseingewiesen wurde kann man da doch nicht rauswerfen

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Kommentar von WastedYout
22.10.2016, 02:55

Was passiert den mit denen wenn sie sich weigern Therapien zu machen oder nicht mit anderen reden?

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Kommt auf die Klinik an.

Dir wird geholfen mithilfe von Gesprächs-, Musik-, Sport und Kunsttherapien. Es gibt auch ein Sozialtraining für Menschen mit Problemen im sozialen Bereich Praxis-Training.

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Kommentar von Tritopia
20.10.2016, 22:02

Und wie genau sieht diese Therapie aus und wie sind die eigenen Erfahrungen? Inwiefern soll sowas überhaupt einen helfen?

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Kommentar von FelinasDemons
20.10.2016, 22:09

Ich erkläre es mal wie's bei mir war. Gesprächstherapie: Es gibt Einzel-und Gruppengespräche. Gruppen-Psychotherapien und Einzeln. Sowie TSK (Training sozialer Kompetenzen) als Gruppentherapie. Man saß also in einer Runde mit den Pflegern, den Therapeuten und den Mitpatienten. Einzel natürlich nur der Therapeut und man selbst. Allgemein dienen die Therapien dafür um sich zu öffenen, mal was Neues zu probieren, seinen Horizont zu erweitern oder einfach zum beruhigen. Keine Ahnung wie ich's erklären soll...Warum willst du das denn wissen? Gehst du bald stationär? Dann würde ich dir einfach raten mal ohne Vorurteile hinzugehen und dir selbst ein Bild zu machen. In jeder Klinik läuft's anders.

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Kommentar von FelinasDemons
20.10.2016, 22:49

Ich war auf einer offenen Station. Hab zum Glück nie Erfahrung mit einer Geschlossenen gemacht. Die Station auf der ich war, war eigentlich ziemlich gut. Den meisten hat's geholfen. Vor allem war es dort wichtig etwas zu sagen. Wenn es einem schlecht geht, bei SvV-Druck etc. Also das was du geschildert hast klingt für mich eher nach einer Geschlossenen Station. In solchen Stationen geht's ja "nur" um die Stabilisierung der Person. Wirklich auf die Psyche eingegangen wirds auf der offenen oder bei einem fähigen ambulanten Therapeuten.

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Ich war nie Patient in einer Psychiatrie, habe aber einen Teil meines zurückliegenden Zivildienstes dort verbracht. Habe zudem allerlei Leute in der Klapse besucht und so Manches über das "Kuckucksnest gelesen.

Ich halte nicht viel von den Nervenheilanstalten, weil diese bevorzugt diese Psychopillen den Patienten aufnötigen, die nicht heilen, zudem zahlreiche Nebenwirkungen haben und keine tollen Gefühle vermitteln.

Es gibt natürlich Fälle, wo Menschen akut gefährdet sind und von daher dann die Psychiatrie die einzige anlaufstelle ist. Es ist leider nicht so wie in Italien, wo man die Klapsen abgeswchafft hat und durch Ambulanzen und Krankernhausabtl. ersetzt hat.

Ich gebe zudem Folgendes zu bedenken: 30 -40 % aller Patienten werden innerhalb von 6 Monaten erneut dort aufgenommen, 65 - 75% innerhalb von 3 - 5 Jahren. Woran liegt`s. Nun, es wird nicht genügend Psychotherapie angeboten u.o. zu kurz gewährt. Dann ist zudem ein beachtlicher Personalmangel zu konstatieren. Auch fehlt es an sinnvoller Arbeit, die psychisch stabiliserend sein kann.


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Kommentar von WelleErdball
23.10.2016, 01:27

Ich denke du bist nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Natürlich hängt auch viel von der eigenen Mitarbeit ab. Jeder hat die Möglichkeit sich nach einem stationären Aufenthalt an einen psychosozialen Dienst zu wenden und kann eine Einzelbetreuung beantragen sowie eine fördernde Tagesstruktur wo es diverse Sportangebote gibt, Kochgruppen, Kunstgruppen etc. Weiters gibt es auch die Möglichkeit von Tageskliniken, natürlich hat auch jeder Anspruch auf Psychotherapie. Wer nicht innerhalb von 6 Monaten einen Termin bei einem Therapeuten mit Kassenzulassung bekommt kann bei einem außervertraglichen Therapeuten einen Termin machen und um Kostenübernahme bei der Krankenkasse ansuchen die so gut wie immer genehmigt wird. Angeboten wird sehr viel man muss sich aber auch informieren und entsprechend tätig werden.

Es gibt auch Kliniken wie zb. ZIP Kiel (Langzeitstationen) die Medikamente nur im äußersten Notfall vergeben, da kann man schon um eine Kopfschmerztablette betteln, dasselbe gilt für die Klinik Bad Bramstedt. Weiters gibt es eine Klinik in Hofheim die praktisch nur mit Homöopathie arbeiten auch gibt es diverse Fachärzte und Ärztehäuser (wie zb. in München) die auch vorwiegend homöopathisch arbeiten. Alles nur über einen Kamm scheren ist doch etwas zu einfach.

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"Die Psychopathologie beschäftigt sich mit den Formen eines krankhaft veränderten Bewusstseins, Erinnerungsvermögens und Gefühls- bzw. Seelenlebens. Sie beschreibt Symptome psychischer Störungen, die in ihrer Komplexität dann als Erscheinungsformen psychischer Erkrankungen benannt werden." (Wikipedia)

Ich bin mir nicht sicher wie die Therapien dort ablaufen, aber es ist freiwillig. Man kann nicht dazu gezwungen werden (außer es sind schwere Fälle)
Um eine genauere Antwort zu geben müsste man wissen ob das nur eine theoretische Frage war oder ob sogar du in Betracht ziehst in Therapie zu gehen.

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Kommentar von Tritopia
20.10.2016, 22:00

Theoretische Frage

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Wäre schon schön wenn du auf den Punkt kommst, du gehst davon aus wir waren schon alle in einer Psychiatrie oder haben Freunde die drin Waren.

1. Welche Abteilung, Sucht, Zwangseinweisung, Massenmörder oder Depressionen???

2. sei einfach ehrlich und rede darüber was dir sorgen bereitet.


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Kommentar von Tritopia
20.10.2016, 22:00

Vor allem Massenmörder xD...nee...das hättest du echt an den Themen ablesen können, die ich gewählt habe :D

Was soll mir schon sorgen bereiten?

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Ziemlich wenig Hinweise zu deiner Frage, deswegen wäre alles nur Spekulation

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Kommentar von Tritopia
20.10.2016, 21:48

Zu wenig? Mehr braucht man doch gar nicht schreiben, finde ich :,D

Dann eben so...

Wie waren eure erfahrungen und wie lief eure Behandlung denn so? Hat es euch oder euren kollegen geholfen, oder ging es einigen eher sogar schlechter bzw haben ihre Zeit damit verschwendet. Wie sind die anderen Patienten so drauf und wie haben die betreuer auf euch aufgepasst bzw euch gegenüber verhalten...?

Soll ich noch genauer schreiben?

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