Frage von chief2303, 112

Wie ist die Strafe für vorsätzliche Tötung von einem Hund?

Nun also, heute morgen wollte ich ganz normal zur Schule fahren und habe auf unserem Grundstück eine halbe Wurst gefunden. Verwundert hob ich diese auf und entdeckte einen Schlitz an der Seite mit Rasierklingen darin. Total schockiert zeigte ich diese meiner Mutter und die auch extrem schockiert darauf reagierte. Nach weiterem Suchen fand ich schließlich die andere Hälfte der Wurst, ebenfalls mit Rasierklingen gespickt. In Verdacht haben wir eine Nachbarin, mit der wir uns schon seit 2 Jahren streiten, die in der Nachbarschaft genau wegen solchen Aktionen (Eier unter Fußmatte) verhasst ist. Diese (so glauben wir) hat uns auch schon mehrere anonyme Drohbriefe geschrieben, in denen sie uns drohte durch Unterschriftensammlung unseren Hund einschläfern zu lassen, da dieser anscheinend zu laut belle (weiteres/schlimmeres ist bis heute nicht passiert). Danach haben wir in unserer Nachbarschaft rumgefragt, ob das denn stimme, die meisten wussten nicht einmal, dass wir einen Hund besitzen.. Meine Mutter war heute schon bei der Polizei, hat ihren Verdacht geschildert und Anzeige erstattet. Verständlich sind wir zurzeit ziemlich verängstigt (unser Hund läuft die meiste Zeit auf dem Grundstück frei herum), da das jederzeit wieder passieren kann. Meine Frage: wie wird das geahndet? Sogesehen ist das doch vorsätzliche Tötung eines Wirbeltieres oder nicht. So genau kenne ich mich da auch nicht aus. Ist es nicht auch ein Vergehen uns so eine Angst (seelischen Schaden) zuzufügen...? In der Schule war ich heute nicht zu gebrauchen, das ich einfach um Sorge war und eine sch**ß Angst hatte, was vorraussichtlich die nächste Zeit so bleiben wird... Ich hoffe ihr könnt mir helfen, ich entschuldige mich für die lange Nachricht, aber je ausführlicher, desto besser.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo chief2303,

Schau mal bitte hier:
Recht Hund

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 26

Mit der Anzeige seid ihr gut dabei. 

Ganz ehrlich ich würde die Hunde unter solchen Umständen niemals unbeaufsichtigt lassen. Schade für euch ,da ihr immer ein Auge auf die haben müsst und man somit ja schon im eigenden zuhause eingeschränkt ist. 

Ich finde ja Giftköder schon heftig, aber da kann man noch reagieren,wenn der Hund sich komisch verhält. Und ihn durchaus retten. 

Aber Rasierklingen sind unter aller Sau 😡😡😡😡 da ist nichts mehr zu machen ,wenn eines eurer Hunde da was aufnimmen. 

Was ich jetzt machen würde. Mich mal informieren was ein gescheites Überwachungssystem kostet. Das wären mir meine Fellnasen wert. 

•Und 2-3 Kameras aufstellen, da wo Leute was über den Zaun schmeißen können.

•Hunde NIEMALS mehr unbeaufsichtigt lassen.

•Grundstück täglich nach evtl.Ködern absuchen

•auf Facebook Gruppen und Foren die Sachlage schildern und Leute auch in der Umgebung warnen die Hunde haben

•Flyer aufhängen, vielleicht schreckt das den Jenigen ab,der sie ausgelegt hat ,wenn die Nachbarschaft auch ein Auge drauf hat.

•einen Antigiftköder Kurs besuchen

Ist meist ein Tages Kurs und es wird innerhalb von einem Tag daran gearbeitet. So war es bei mir. 

Zu deiner Frage ,ja wenn eindeutige Beweise vorhanden sind kann der Jenige auch mit Freiheitsstrafe bestraft werden. 

Also ihr müsst jetzt was überlegen,auf die Anzeige würde ich mich nicht verlassen. Druck machen auf den Hundehasser. 

Kommentar von chief2303 ,

Wenn ich sie sehe, dann mach ich ihr druck, da kann sie von ausgehen

Kommentar von SusanneV ,

@chief2303 Mach das bloß nicht. Sie kann Dich wegen Beleidigung und übler Nachrede anzeigen. Sie soll sich sicher fühlen, nur so sind die Vorschläge von Einafets sinnvoll.

Kommentar von SusanneV ,

Du hast alles auf den Punkt gebracht..

Kommentar von Einafets2808 ,

Nene ich bloß nichts machen. Ihr habt überhaubt keine Beweise. 

Antwort
von Dahika, 32

Das Blöde ist, dass das halt schwer zu beweisen ist. Es wird bestraft, aber leider nur minimal. Und für euren seelischen Schmerz bekommt ihr bestenfalls ein paar mitleidige Worte vom Richter. Und der gegnerische Anwalt wird sagen: "Stellt euch nicht so an. Ist doch nur Sachbeschädigung." wenn ich ihr wäre, würde es ich mir eine Videokamera gut sichtbar in den Garten hängen. Mit Warnschildern.

Antwort
von GravityZero, 24

§17 TierSchG - bis 3 Jahre Gefängnis oder Geldstrafe. Wobei es schwer sein wird die Sache zu beweisen.

Antwort
von Mikkey, 9

Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1.   ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder  

2.   einem Wirbeltier

a)   aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder  

b)   länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden
  zufügt.

§17 TierSchG

Antwort
von Blacksnow87, 30

Kann dir da keine antwort geben.. aber wenn der hund auf dem grundstück frei herum lauft und dort das lag, würde ich vorsichtshalber dem hund leider ein maulkorb anlegen

Antwort
von RabbytJ, 3

Kamera anbringen,fertig. Bei mir ist auch alles vollständig video überwacht und alarm gesichert.

Antwort
von jimpo, 9

Bringt diese präparierten Wurststücke zur Polizei.

Antwort
von FuchsAhri, 27

Leider sieht das Gesetz anders. Tiere werden im Gesetz wie eine Sache behandelt und so wäre das töten von Tieren Sachbeschädigung.

Kommentar von the007ANSWERER ,

lies dir mal das tierschutzgesetz durch, dann weißt du besser bescheid ;)

Kommentar von FuchsAhri ,

hab ich gerade, jedoch für Halter, Sitter oder Pfleger des Tieres ider herrenlose Tiere gilt es.

Kommentar von FuchsAhri ,

Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, 1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen, 2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden, 3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

Kommentar von FuchsAhri ,

Bürgerliches Gesetzbuch Bearbeiten Neu eingefügt wurde § 90a BGB, der besagt, dass Tiere keine Sachen sind und durch besondere Gesetze geschützt werden. Allerdings sind auf Tiere weiterhin dieselben Vorschriften anzuwenden, die auch für Sachen gelten, soweit im Gesetz nicht etwas anderes bestimmt ist. Der Tierbegriff ist nicht auf höhere Tierarten begrenzt, stattdessen ist vom biologischen Tierbegriff auszugehen, unter den zum Beispiel auch Schädlinge fallen; keine Tiere im Sinne der Norm sind hingegen Eier, Embryos oder Kadaver.[10] Durch den in § 251 Abs. 2 BGB angefügten Satz 2 wurde der Schadensersatzanspruch von Eigentümern verletzter Tiere erweitert. Nun können von einem Schädiger grundsätzlich auch dann die Heilbehandlungskosten verlangt werden, wenn diese den Wert des Tieres übersteigen. § 903 BGB, der die Befugnisse des Eigentümers einer Sache regelt, weist in dem angefügten Satz 2 darauf hin, dass die besonderen Vorschriften zum Schutz der Tiere zu beachten sind.

Kommentar von Margotier ,

Sieh Dir mal BGB §90a an...

Kommentar von FuchsAhri ,

hab ich

Kommentar von Herb3472 ,

@FuchsAhri: Was hilft ein Gesetz, wenn man nicht beweisen kann, wer der/ die Übeltäter(in) war?

Kommentar von FuchsAhri ,

Fingerabdruck. Irgendwer muss ja die Klingen in die Wurst reingetan haben. und nicht der Metzger

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