Frage von Wiesel1978, 53

Wie ist die Rechtslage bei Erbschaft?

Angenommen jemand kommt auf unnatürliche Weise zum Tode, die Erbschaft wird von allen Hinterbliebenen ausgeschlagen, da diese mit Schulden überlastet ist. Was geschieht mit den Gläubigern? Suchen sie nach möglichen Schenkungen, die jünger als 2 Jahre sind? Oder haben sie andere Möglichkeiten?

Antwort
von mepeisen, 10

Grundsätzlich kann man nicht viel tun als Gläubiger.

Soweit du Schenkungen ansprichst, gibt es allerdings einige Fallstricke für den Schenker und die Beschenkten. Gerade wenn beispielsweise Vorsatz bestand, die Gläubiger zu benachteiligen (Ich verschenke mein Vermögen statt die Gläubiger zu bezahlen), ist das sogar bis zu 10 Jahre in Rahmen einer Nachlassinsolvenz anfechtbar.

Natürlich müsste man als Gläubiger um die Schenkung wissen. Allerdings weiß natürlich auch jedes kleine Kind schon, dass ein reicher Mensch nicht plötzlich alles Vermögen einfach so ausgibt. Wenn also jemand auf großem Fuß gelebt hat und plötzlich nichts mehr da ist, könnte ein Gläubiger durchaus ernsthaft auf die Suche gehen, wohin das Geld so verschwand und wer da beschenkt wurde.

Antwort
von brummitga, 25

die werden wohl leer ausgehen. 

Kommentar von Wiesel1978 ,

Danke

Antwort
von Wippich, 19

Und wenn sie eine finden,können diese die Schenkung ja nicht rückgängig machen.Das kann nur der Schenker und der ist ja nicht mehr.

Kommentar von Wiesel1978 ,

Auch wenn es nachweislich durch finanzielle Mittel des Gläubigers erst zur Schenkung kam?

Kommentar von Wippich ,

Ich Denke schon.Aber ich bin kein Experte.

Kommentar von mepeisen ,

Und in dem Fall liegst du auch komplett daneben. Denn man kann durchaus Schenkungen anfechten. Was jetzt exakt greift, müsste man mal schauen. Aber normalerweise führt die beschriebene Konstellation zu einer Nachlassinsolvenz und hier sollten dann die 4 Jahre als Grenze gelten (steht in der Insolvenzordnung).

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