Frage von derFabi95, 55

Wie ist die gewerbliche Einstufung von Auftragsfotografen?

Guten Morgen! Eine Bekannte von mir möchte sich als Fotografin selbständig machen, und zwar möchte sie für nur einen Auftraggeber immer wieder Aufträge annehmen und diesem dann die Nutzungsrechte der Bilder verkaufen. Der Leistungsumfang beinhaltet auch die grafische Bearbeitung der Bilder. Kann sie dadurch als freischaffender Künstler (Freiberufler) eingestuft werden?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo derFabi95,

Schau mal bitte hier:
Finanzamt selbstständig

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von NickgF, 20

Ich würde eher auf "Nein" setzen. Wie ist denn die fotogr. Vorausbildung deiner Bekannten (Autodidaktin?).

Zur Abgrenzung § 15 oder 18 bei Fotografen [Auswirkung im Wesentl. für Künstlersozialkasse und evtl. Gewerbesteuer (aber erst ab 24.500 Gewinn)] findest du massenhaft "Romane"

http://www.gruenderlexikon.de/magazin/sich-als-fotograf-selbstaendig-machen-so-e...
http://www.steuerberaterin-vellmann.de/blog/2013/08/freiberufliche-oder-gewerbli...
https://www.rechtambild.de/2012/05/antworten-fur-den-selbstandigen-fotografen-od...

Antwort
von PicaPica, 29

Wenn sie nicht bei dem Auftraggeber fest angestellt ist, muss sie ein Gewerbe anmelden und ist somit selbständig.

Arbeitet sie nur für den einen Auftraggeber erhält sie in der Regel einen Werkvertrag, muss sich also um Sozialabgaben selbst kümmern, was sie in ihrer Preisberechnung mit berücksichtigen sollte.

Sie wäre als Selbständige natürlich, außer im Werkvertrag ist etwas Anderes vereinbart, berechtigt, für weitere Arbeitgeber tätig zu werden.

Antwort
von GanMar, 23

für nur einen Auftraggeber

Das duftet ganz dezent nach Scheinselbstständigkeit

Kommentar von Bakaroo1976 ,

Bitte nennen Sie mir eine gesetzliche Quelle, in der der Begriff Scheinselbständikeit definniert ist.

Kommentar von GanMar ,

Scheinselbstständigkeit ist nicht gesetzlich definiert, es entwickelt sich aus der ständigen Rechtsprechung des BSG. Im Zweifelsfall wird ein Sozialgericht prüfen. Und dann gibt es Indizien, die für eine Scheinselbstständigkeit sprechen:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/2_Rente_Reha/01_re...

Problematisch erscheint mir im dargestellten Fall die Beschränkung auf lediglich einen einzigen Auftraggeber.

Antwort
von stubenkuecken, 25

Auftragsarbeiten sind keine Kunst. Kunst wird ohne Auftrag gefertigt und anschließend angeboten. Die Anweisungen des Auftraggebers (was, wann, wo, in welcher Qualität) machen die Arbeit zum Kunsthandwerk und Handwerk ist eine normale gewerbliche Arbeit.

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