Mein Chef ist der Meinung, er zahlt lieber einen höheren Stundenlohn und ich habe dann keinen weiteren Ansprüche z. B. auf bezahlen Urlaub. Ist diese Regelung zulässig oder verstößt mein Chef gegen das Arbeitsgesetz?
"Urlaub: Mini-Jobbern steht der gesetzliche Mindesturlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz (24 Werktage) zu. ... Während des Urlaubs muss der Arbeitgeber den Lohn auch ohne Arbeitsleistung fortzahlen. Der Lohn muss auch dann fließen, wenn die Arbeit wegen eines gesetzlichen Feiertags ausfällt, der Tag braucht dann auch nicht „nachgearbeitet“ werden."
http://www.internetratgeber-recht.de/Arbeitsrecht/frameset.htm?

soweit ich weiß muss dir bei jedem job 4 wochen urlaub genehmigt werden. angenommen du arbeitest 2 tage die woche dann sind es acht tage urlaub im jahr. es könnte ja sein, dass du neben einer 400 euro stelle noch eine teilzeitstelle hast und du dir dann nie komplett urlaub nehmen kannst weil du dann immer noch zum 400 euro job müsstest. ich würde sagen es ist unzulässig.

hier findest du alles wissenswerte:
http://www.400-euro.de/400/arbeitsrecht.html#Urlaubsanspruch
auch bei teilzeit hast du anspruch auf bezahlten urlaub. was ist das für eine sache mit dem höheren stundenlohn? wenn du natürlich 40 euro die stunde bezahlt bekommst und dafür nur 2,5 stunden die woche zu arbeiten hast, könnte das experiment sich lohnen....
du hast nach 6 monaten erstmals urlaubsanspruch, allerdings musst du deine urlaubstage ausrechnen, weil es von deinen arbeitstagen abhängig ist.
( BUrlG §1; §3 ) Arbeitstage Wöchentlich / 6 *24 = Urlaubstage

Jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.(§1BUrlG)
Der Urlaub beträgt jährlich mindesten 4 Wochen(24 Werktage).(§3Abs.:1 BUrlG)
Dein Chef erzählt Blödsinn. Ob 400€-Job oder Vollzeit-Job. Gesetzlich ist beides praktisch gleichgestellt. Du bekommst natürlich für einen Urlaubstag nur einen anteiligen Arbeitstag vergütet. Wenn du z.B. 2 Tage/Woche arbeitest, so bekommst du für 5 Urlaubstage - also eine Arbeitswoche - genausoviel Geld, als hättest du normal gearbeitet.
wobei große "rechnerische" schwierigkeiten auftreten, wenn zum einen nicht an bestimmten tagen gearbeitet wird und zum anderen die stundenzahl nicht regelmäßig auf die arbeitstage verteilt ist. d.h., wenn ich an einem tag 3 stunden arbeite und an einem anderen 6, muss ich für den 3-stunden-tag trotzdem einen ganzen tag urlaub nehmen. wenn ich unregelmäßig arbeite, profitiere ich unter umständen auch nicht vom feiertag oder die arbeitszeit wird vom arbeitgeber entsprechend auf diese woche verteilt (ich könnte mir ja auch bei einer 3-tage-woche im jahreskalender anschauen, auf welchen wochentag die meisten feiertage fallen und dementsprechend wählen...). im krankheitsfall entstehen dadurch dieselben probleme.