Frage von Schimmel67, 51

'Wie ist der Unterhalt bei einem 21 Jährigen zu regeln nach der Schule, da Mutter sich quer stellt?

Hallo, Mein Sohn wird zum Ende des Jahres 22 und hat seit Anfang des Jahres sein Fachabi. Er ist seit Februar Arbeitslos und tat sich schwer Bewerbungen zu schreiben.

Er hatte einfach keinen Bock und wollte nur feiern und Nachts auf Achse.

Nach vielem hin und her hat er es jetzt evtl. verstanden das es ohne Ausbildung kaum geht und er etwas tun muss.

Ich habe ihn vor einem Monat zur Zeitarbeit geschickt damit er mal ins Arbeitsleben schnuppern kann und es auf die Reihe bekommt Morgens aus dem Bett zu kommen und dabei noch Geld verdient.

Ihm aber direkt gesagt das er nicht meinen muss das er jetzt Geld hat und alles super läuft und es ihm reicht da er eine Lehre machen soll.

Habe ihm auch gesagt das Ich wenn er fleißig ist den Unterhalt erstmal weiter zahlen werde an die Mutter!

Jetzt ist es soweit und er hatte den Einstellungstest und wird evtl. übernommen!

Meine Ex ( nicht mit Mir verheiratet ) hat bis zum heutigen Tag immer das Geld zum ersten auf dem Konto gehabt.

Die letzten Jahre zahle Ich jeden Monat 368 Euro an sie und habe den Unterhalt bei der Geburt schon an sie abgetreten. Also 368+90 mach 458 Euro jeden Monat .

Mein Einkommen liegt bei 1657 Euro Netto  Festgehalt. ( Lohnerhöhung im letzten Jahr )

Jetzt kommt der Punkt warum Ich hier Frage:

Wenn er jetzt die Lehre beginnt dann bekommt er ca. 670 Euro im Monat und er hat einen Arbeitsweg mit dem Auto von ca. 80 km hin und zurück.

Er hat nach 100 Euro Taschengeld gefragt damit er etwas machen kann am Wochenende und sich wenn er unterwegs ist was zum essen und trinken kaufen kann.

Sie hat ihm gesagt das er ja jetzt Geld verdient und kein Taschengeld mehr bekommen würde.

Meine Eltern und Ich stecken ihm aber immer was zu damit er sich auch etwas bewegen kann !

Nur Ich kann auch keine großen Sprünge machen ( geschweige Urlaub)

Es ärgert Mich tierisch ihn so ins kalte Wasser zu werfen und Meinen Unterhalt  ( 458 euro ) aber anzunehmen hat sie kein Problem mit. :-(

Sie arbeitet selbst Vollzeit und er hatte den 1. Monat bei der Zeitarbeit 480 Euro verdient weil sie ihn nicht jeden Tag einsetzten !

Meine Frage: Muss Ich ihr den Unterhalt überweisen oder da er über 18 ist steht es ihm zu obwohl er noch bei Ihr wohnt?

Ist das Geld nach der Düsseldorfer Tabelle schon mit dem Kindergeld angeglichen ?

Ich blicke da nicht mehr durch und weiss nicht was Ich machen soll da es bestimmt großen Streit gibt ?

Wäre nett einen Tipp zu bekommen !

Vielen Dank!!!!

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von rasperling1, 37

Die Sache ist im Grunde genommen nicht schwer. Dein Sohn verdient netto 670,- Euro. Davon bleiben 90,- Euro für so genannte berufsbedingte Aufwendungen anrechnungsfrei, es bleiben also anrechnungsfähige 580,- Euro. Außerdem ist da noch das Kindergeld. Das Kindergeld steht dem volljährigen Kind zu und zählt bei ihm als Einkommen. Zu den 580,- Euro kommen also noch mal 190,- Euro dazu, so dass sein gesamtes anrechenbares Einkommen bei 770,- Euro liegt. Euer Sohn hat gegen seine Eltern nur dann enen Unterhatsanspruch, wenn der Unterhat, der ihm laut Düsseldorfer Tabelle zusteht, höher wäre als 770,- Euro. Wenn Du nun in die Düsseldorfer Tabelle unter der Rubrik "ab 18" schaust, so siehst Du, dass der Unterhatsanspruch nur dann höher ist als 770,- Euro, wenn das Einkommen des Unterhaltspflichtigen bei mindestens 4.301,- Euro liegt. Denn in Einkommensstufe 9 der tabelle beträgt der Unterhaltsanspruch 785,- Euro. Mit anderen Worten: Dein Sohn könnte 15,- Euro (!) Unterhalt fordern, wenn Du und die Mutter zusammenaddiert monatlich mehr als 4.300,- Euro Nettoeinkommen hättet. Du hast zwar ihr Nettoeinkommen nicht erwähnt, aber dieses Einkommen dürfte wohl nicht erreicht werden. Zunächst einmal muss berechnet werden, wie viel Unterhalt dem Sohn eigentlich noch zusteht. Das richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle und dem zusanmenaddierten Nettoeinkommen beider Eltern.

Kommentar von Schimmel67 ,

Guten Abend und viel Dank für die schnelle ausgiebige Antwort.

Es geht Mir in erster Linie auch darum was Ihr noch zusteht,

da sie meinen Vollen Unterhalt haben möchte aber Meinem Sohn nichts davon abgeben möchte!

Das Nettoeinkommen kenne Ich leider nicht von ihr aber wird wohl auch so um die 1500 - 1700 liegen im Büro schätze Ich?

Und steht ihm zur Zeit der Unterhalt zu ,

also müsste Ich ihm das Geld aufs Konto überweisen ( er wohnt bei der Mutter ) oder ist es richtig das Ich es weiterhin auf Ihr Konto überweise obwohl er schon 21 Jahre alt ist?

Weil dann werde Ich den vollen Betrag ab nächsten Monat auf sein Konto überweisen und sie kann ihm selber sagen was sie von ihm haben möchte!

Kommentar von XC600 ,

Du hättest den unterhalt  schon auf SEIN Konto überweisen können/müssen seit er 18 ist , ab Volljährigkeit steht ihm der unterhalt selber zu und nicht mehr der Mutter da sie ja ab diesem Zeitpunkt selber bar Unterhaltspflichtig ist gegenüber dem Sohn 

Allerdings heißt das natürlich nicht das er dann alles für sich selbst behalten kann , er sollte schon einen angemessenen teil davon abgeben als sogenanntes kostgeld

Wieviel das dann ist darüber muss er sich mit seiner Mutter selber einigen , da gibt es keine Vorhaben 

Antwort
von DerHans, 30

Da er volljährig ist, kannst du die Zahlungen "vorläufig" völlig einstellen. Erst wenn er ernsthafte Bemühungen NACHWEIST, eine weitere Ausbildung zu absolvieren, setzt deine Zahlungspflicht wieder ein.

Dass er  keinen "Bock hat" hat sicher was damit zu tun, dass er ja auch so Geld bekommt. Das musst du rigoros streichen.

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