Frage von feminimi, 61

Wie ist der Einfluss von Hormonpräparaten in einer Geschlechtsumwandlung auf die sexuelle Orientierung?

Ich bin ja in einer Geschlechtumwandlung/Angleichung (Mann zu Frau)-

Neulich hatte ich ein Gespräch mit einer guten Freunden, als wir über Toleranz diskutierten, da fragte sie mich, ob ich was ich denn nun eigentlich stehe...da sagte ich ganz offen "auf das weibliche Geschlecht"....darauf hin antwortete Sie "in 80% kippt das bei den meisten"....

Sorry....aber ich habe trotz der Hormonpräparate (zum Glück) überhaupt keine Lust auf Männer...und ist die Sexuelle Orientierung nicht auch angeboren ? Ja...da bin ich mir eigentlich absolut sicher....was sagt ihr dazu ? Meine Meinung ist, dass viele soetwas einfach vorher verdrängen...

Antwort
von ITsUnacceptable, 26

Ich denke nicht das hormonpräperate darauf eine  Auswirkung hat.

Ich Denker auch das es anngeboren wird, schließlich kann man nicht selbst bestimmen auf was für Menschen man steht.

Ich denke das viele das verdrängen da sie das anders nicht kennen und dadurch verwirrt sind, man wird ja theoretisch mit einer sexuellenorientierung groß, wenn man nicht aufgeklährt wird.

Ich wusste auch nicht als ich 12 war das es verschiedene Möglichkeiten gibt. Ich kannte nur das übliche Schema was man halt so im Fernsehen sieht etc.. Halt mama papa  Kind, ein Mann muss eine Frau lieben und die Frau halt den Mann.

 Man hat auch Angst sowas jemanden zu erzählen, weil man Angst hat das  Es ein Nebeneffekt fürs Leben bringt (job/freunde/familie)... So verstecken  sich viele lieber. 

Man sollte (meiner Meinung nach) schon früh kindern zeigen das  Es nicht nur eine Sex.-Orientierung gibt, damit die später mehr Toleranz zeigen & sich vllt auch ''outen'' ohne sorgen/Ängste zu haben. (:

Antwort
von Marco1978, 25

Die Hormonpräparate haben keine Wirkung auf die sexuelle Orientierung, da diese ja nichts mit Hormonen zu tun hat.

Natürlich kann es zu Veränderungen der sexuellen Orientierung kommen, aber das kann auch jedem anderen Menschen passieren und hat mit der Transition überhaupt nichts zu tun. Sehr viele Menschen unterdrücken ihren homosexuellen Anteil die ganze Zeit und kommen erst spät darauf, den auch mal auszuleben.

Antwort
von transeltern, 11

Ich stand vorher primär auf Männer bis zur Klitpen-OP, wobei ich Frauen in der Phantasie nicht perse ausgeschlossen habe, trotz realtechnischem Ekel vor allem weiblichen. Alte Pubertät läßt grüßen, die hat mir das Gaga-sein auf Männer eingeprügelt. Solange ich noch einen weiblichen Körper hatte, ekelten mich alle Frauen an und dennoch wollte ich in der Phantasie nichts sehnlicher als eine Frau an meiner Seite, die mit ihrem Freund, das war dann ich, ganz stinknormalen Heterosex hat. Die Hormonbehandlung hat bei mir nichts verändert. Nach der Phalloplastik fing das ganze langsam zu kippen an. Der Gedanke mit einem Mann zusammenzusein fühlte sich körperlich und emotional immer falscher an und ich wendete mich in einem schleichenden Prozeß immer mehr den Frauen zu. Hier haben nicht die Hormone mein Beuteschema verändert sondern mein Körper hat hier, was man eigentlich nicht tun sollte, knallhart von sich auf andere geschlossen. Der Körper hat jetzt einen Puller und Körper mit Puller schlafen mit Frauen.

Des weiteren war nun der projizierte unverarbeitete weibliche Selbstekel weg, Frauen durften nun das sein was mein Körper nicht durfte. Dennoch bin ich auch hier weiterhin zwischen alle pubertären Stühle gefallen. Ich bin mit einer Frau zusammen und will es auch nicht mehr anders haben, Beziehungen zu Männern kann ich mir nicht mehr vorstellen und fühlt sich komplett falsch an und dennoch gucke ich strammen Kerlen hinterher und sabbere wie ein läufiger Hund wenn ich mir im Internet gewisse *räusper* Filmchen ansehe. Wobei ich auch da vermute, daß es eher mit dem zu hat, daß die dortigen Kerle etwas haben, was ich nicht habe und nie haben werde, einen männlichen Knochenbau, trainierte Muskulatur, einen natürlich funktionierenden Puller, Erektion, die ohne eingebaute Mechanik funktioniert, Ejakulation sowie eine natürliche Färbung des Pullers. Ich gehe bei mir selbst sehr stark davon aus, daß wenn ich es schaffe, mal meinen inneren Schweinehund zu überwinden und meine Muskulatur zu trainieren, meine Nadelphobie loszuwerden und meinen Puller naturnahe zu tätoowieren, also generell noch ein bißchen an meiner Optik zu feilen, daß dann dieses "rumgesabber" hinter Kerlen um ein vielfaches nachläßt.

Da meine Freundin selbst Transfrau ist und das ganze aus spiegelverkehrter Sicht kennt, also pubertär auch zwischen alle Stühle gefallen ist, mit dem Unterschied, daß sie nachwievor zu 9/10 auf Frauen steht und auch eine Beziehung mit Frauen eingehen kann (was ich mit Männern nicht mehr kann), ihr Körper post-OP aber ein bescheidenes Männerbeuteschema zu 1/10 hinzugemacht hat und das für sich selber im bescheidenen Rahmen sogar funktioniert, habe ich eine sehr verständnisvolle Frau an meiner Seite. Unsere Beziehung läuft gut, wir haben Sex miteinander und wollen es trotz anderem primär-pubertären Beuteschema nicht mehr anders haben, da wir wissen was wir voneinander haben.

Ihr seht, so einfach ist das gar nicht mal mit der sexuellen Orientierung.

LG transeltern

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