Mein Sohn wünscht sich eine Ausbildung zum Förster, wie sieht die Ausbildung aus, wie sieht es aus mit Bezahlung und Chance auf einen Arbeitsplatz?

Die meisten jüngeren Förster, die ich kenne, haben ein abgeschlossenes Studium.
Die Berufsaussichten sind eher nicht so toll, weil aus Kostengründen eine Försterei nach der anderen dicht gemacht wird, sodass die "Reviere" heute riesig sind und es natürlich dort weniger Arbeitsplätze gibt.

Vielleicht hilft der Link ein bischen weiter . Zumindest beschreibt er schon einmal die Voraussetzungen http://www.foersterschule.ch/asp/main.asp?l=d&m=bildung&s=bildungfoerste...
Der Förster ist klassischerweise für einen staatlichen Forst verantwortlich. Er so eine Art "Herrscher aller Reußen" für den Forst. Ihm unterstehen sämtliche Forstbediensteten, die in diesem Forst tätig sind und er entscheidet über alle Maßnahmen der Nutzung einschließlich ökologischer, wirtschaftlicher, touristischer, etc Belange.
Förster sind Beamte der Länder im höheren Dienst. Das ist die höchste Laufbahnstufe beginnend ab A13. Die Bezahlung ist entsprechend gut, der Arbeitspatz sicher und die Altersvorsorge ebenfalls.
Diese Stellen sind nicht so häufig und relativ begehrt. Für den Beruf des Försters ist ein Studium der Forstwirtschaft an einer der zwei deutschen Universitäten, die dieses anbieten, erforderlich.
Daneben gibt es noch Mitarbeiter in den Forsten im gehobenen Beamtendienst (A9 bis A12). Diese benötigen kein Studium sondern erhalten eine entsprechende Verwaltungsfachausbildung.
Wenn es mit dem Staatsdienst nicht klappen sollte, gibt es auch atraktive Stellen in Unternehmen der Holzindustrie.

in bayern zumindest isses so, dass der förster abitur haben u danach wald- u forstwirtschaft studieren muss. allerdings sind freie stellen mehr als knapp, da entweder abgebaut wird(staatswald/forstreform), oder einfach nur wenige stellen besetzbar sind(kommunal- u grossprivatwald). dein sohn wäre beamter(gehobener dienst-beamte im höheren dienst sind bereits vorgesetzte!) u würde entsprechend bezahlt werden(weiss leider keine zahlen).
die tätigkeiten umfassen das gesamte management eines waldreviers; er hat ca 2-3 waldarbeiter(forstwirte)unter sich:
vorbereitung holzeinschlag(auszeichnen); holzverkauf; einweisung v waldarbeitern, holzfahrern- u rückern, brennholzselbstwerbern; waldschutz(zb einweisung zaunbau, borkenkäferkontrolle); einweisung aufforstung(pflanzen), öffentlichkeitsarbeit, jagdliche tätigkeiten uvm. am besten beim arbeitsamt o BIZ nachfragen, weil die antwort hier den rahmen sprengen würde.

Mein Mann ist Förster. Man absolviert ein Studium der Forstwirtschaft( 8 Semester in Göttingen, Weihenstephan oder Tarant. Die Berufsaussichten sind sehr schlecht, da den Bundesländern die Forstwirtschaft zu teuer ist. Die Betreuung des Privatwaldes wird immer mehr zurückgefahren, viele Staatswaldreviere werden verkauft. Förster als Beamte, werden so gut wie gar nicht mehr angenommen. Wenn überhaupt, bekommt man einen Angestelltenvertrag. Inzwischen besteht die Arbeit eines Försters zu 80% aus Büroarbeit. Der Beruf des Försters ist ein aussterbender, der jungen Menschen nicht mehr empfohlen werden kann.
schade!