Frage von Tordon, 12

Wie ist das zu u.g. zu verstehen?

§ 2 Arbeitszeit Die regelmäßige Arbeitszeit ohne Ruhepausen beträgt 40,5 Stunden pro Woche. Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit richtet sich nach den Öffnungszeiten bzw. wird im Rahmen der betrieblichen Notwendigkeiten einvernehmlich geregelt.

wie ist "wird im Rahmen der betrieblichen Notwendigkeiten einvernehmlich geregelt" zu verstehen? Wenn ich das unterschreibe, heißt das ich dann immer länger machen muss wie die Öffnungszeiten sind und das unentgeltlich? oder werde ich wegen längeren Arbeiten gefragt? oder wie oder was, ich kann mit der Aussage nichts anfangen und hoffe, das Ihr mir weiterhelfen könnt.

Wenn ich die Aussage "wird im Rahmen der betrieblichen Notwendigkeiten einvernehmlich geregelt" mal so lege wie ich es verstehe: "wird einvernehmlich geregelt" heißt dann doch, das mit mir das besprochen wird und ich mein Ok mit dazu geben muss oder irre ich mich da?

Schon jetzt vielen Dank für Eure antworten. Liebe Grüße Tordon

Antwort
von Nightstick, 4

Leider schreibst Du nicht, um welche Branche es sich handelt, aber mit dieser Vertragsklausel hat sich der Arbeitgeber sämtliche Hintertüren aufgehalten.

Die Arbeitgeber werden immer schlauer, und können so die Arbeitszeiten in großen Rahmen (fast) beliebig verlegen bzw. den betrieblichen Bedingungen anpassen.

So musst Du damit rechnen, dass Du von frühestem Beginn bis zur letzten Minute der Öffnungszeit eingesetzt werden kannst (Montag bis Sonntag).

Kommentar von Tordon ,

Vielen Dank für Deine Antwort.

Ich fange in einer Apotheke an. Ich muss über die gesamten Öffnungszeiten arbeiten. Wie ich schon geschrieben habe. Die Öffnungszeiten ergeben eine gesamt Std.Woche von 45 Std. Ich weiß aber auch, das wir 2 Sa. dafür frei bekommen.

"wird envernehmlich geregelt" sagt doch aus, das es noch nicht geregelt ist und ich dem dann immer noch zustimmen muss oder nicht?

Kommentar von Nightstick ,

Grundsätzlich darf die vertraglich vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit 40,5 Wochenstunden ja nicht überschreiten, und die tatsächliche Arbeitszeit muss im Einklang mit dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) und den darin ggf. vorgeschriebenen Ausnahmeregelungen stehen.

Mit der "einvernehmlichen Regelung" sehe ich das genau so - die Apothekenleitung soll Dir erst einmal die geleisteten Stunden des Vormonats einer Arbeitskollegin als Muster auflisten - wenn es dann rechnerisch mit den zwei freien Samstagen hinkommt, ist dagegen ja eigentlich nichts einzuwenden. Dann könntest Du dem zustimmen.

Interessant wäre in diesem Zusammenhang (aufgrund der privaten Planungssicherheit) noch, ob die freien Samstage jeden Monat fest sind, oder ob sie z.B. "rollieren", d.h. dass sie sich permanent verschieben.

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