Frage von rafaelooo, 116

Wie ist das Verhältnis zwischen Religion und staatlicher Politik im Islam?

Antwort
von Altersweise, 35

Die Frage ist falsch gestellt und müsste lauten: "Wie ist das Verhältnis zwischen staatlicher Politik und Islam in der Türkei, in Deutschland, in Saudi-Arabien usw.?"

Der Islam ist eine Religion in dehr vielen verschiedenen Ausprägungen und ist bei weitem nicht in allen Ländern, in denen er vorkommt, Staatsreligion.

Natürlich möchte (fast) jede Religion, dass sich gesellschaftliches und staatliches Handeln möglichst nach ihren Vorstellungen richten. Das ist bei unseren christlichen Kirchen nicht anders als beim Wahhabismus in Saudi-Arabien.

Unterschiedlich ist lediglich der Grad der Trennung zwischen Staat und Religion, die jedes Land für sich selbst zu regeln hat. Das geht von einer strikten Trennung wie in Frankreich über eine Sonderstellung der Kirchen wie in Deutschland bis zur Zwangsmitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft wie in Indonesien bis zur Staatsreligion wie im Vatikan oder im Iran. In manchen der Länder mit islamischer Staatsreligion wie im Iran sthehn die gesistlichen Autoritäten sogar über den staatlichen.

Für uns natürlich nur schlecht vorstellbar, aber keiineswegs nur im Islam vorstellbar. Heute vielleicht nicht mehr so ausgeprägt, war das vor nicht allzu langer Zeit auch in Ober- oder Niederbayern noch so üblich, dass es dem Pfarrer egal war, wer unter ihm Bürgermeister war. Und da galt bei uns schon das Grundgesetz!

Kommentar von Karl37 ,

Im Fall vom Vatikan liegst du falsch. Müssen Vatikanbürger katholisch sein?
Nein. Im vatikanischen  "Gesetz über das Bürgerrecht" von 1929 gibt es keine Bestimmung über Religionszugehörigkeit. Nur bei einer Gruppe, den Kardinälen, wird sie vorausgesetzt.

Kommentar von Altersweise ,

Wieder was dazugelernt!

Antwort
von Halbkornbrot, 35

Das ist eben eins der Probleme das der (fundamentalistische) Islam in Westeuropäischen Ländern hat, denn er versteht sich nicht nur als Religion sondern ebenfalls als politische Ideologie.

Es wird z.b eine Bestimmte Staatsform gefordert, an deren Spitze ein Kalif als weltlicher und Religöser führer steht, also Quasi ein absluter Diktator. Auch wird eine Recht gefordert das auf dem Koran und den dazugehörigen Schriften bassiert, unter anderem die Sharia.

Der Islam als politische Ideologie ist als grundsätzlich nicht mit dem Grundgesetzt vereinbar.

Diese Antwort gilt natürlich nicht für Alle Muslime, inziwschen gibt es ja auch viele Islamische Strömmungen die eine volkommen andere Glaubensaufassung haben.

Antwort
von DietmarDreist, 53

In welchem Land ? In welcher Auslegung des Islam ? 
Es gibt Staaten die hoch sekulär waren, wie zum Beispiel die Türkei der Kemalisten (Attatürk) und Staaten, in denen der Islam Verfassungsrang hat (Saudi Arabien)

Antwort
von Neutralis, 64

Soweit ich weiß verlangt der Islam doch sozusagen die Politik zu sein, mit Sharia und allem drum herum, oder ? Ist aber halt nicht in allen Ländern möglich.

Antwort
von ArbeitsFreude, 32

Wenn man Glück hat, lieber Rafaelooo,

ist das Verhätlnis so wie zwischen CDU/CSU und dem Christentum:)

Wenn man Pech hat, ist es so wie Brido, Rationales und Halbkornbrot schreiben:(

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 37

Welchen Islam meinst du genau? Der ist ebensowenig monolithisch wie das Christentum.

Antwort
von Rationales, 31

Der Islam bringt seit Jahrhunderten riesiges Unheil in die Welt. Das Grundproblem sind die Milliarden schlecht gebildeter Leute, die deshalb mit höchster Intensität an ihrem Glaubenswahn festhalten. Und dieser Glaubenswahn fordert Aggression, Ausbreitung und Intoleranz. Weiterhin brutale Körperstrafen (Hand abhacken...).

Und die Staatsführungen sind - auch wenn sie mehr Bildung haben - sehr im Druck durch die Massen. Wenn sie Islamkurs light einführen, könnten die Massen sie stürzen. Zeternde Muftis mit viel Einfluß gibt's immer.

Antwort
von DerBuddha, 6

religion und staatliche politik im islam besteht eigentlich NUR aus dem religiösem glauben und ALLES wird diesem untergeordnet, bedeutet, die politik eines muslimischen staates wird im großen und ganzen dem glauben angepasst..........

aus diesem grund kann ein muslimisch regierter staat niemals wirkliche meschenrechte praktizieren oder demokratisch sein, denn als muslime ist man verpflichtet:

„Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.“

einer märchenfigur zu dienen und ALLES diesem unterzuordnen...........!!!

Antwort
von brido, 48

Es ist schon eine Katastrophe wenn die Scharia bei Gericht gilt. 

Antwort
von hutten52, 19

Es gibt für den Islam keine Trennung von Staat und Kirche. Mohammed war Religionsstifter und gleichzeitig Machthaber und Armeechef, ganz anders als Jesus oder Buddha. Weltliche Gesetze, die unabhängig von Allah gemacht werden, kann sich der Islam nur als Provisorium auf Zeit vorstellen, solange der Islam nicht die Mehrheit hat. 

Das Ziel ist für alle islamischen Richtungen das Kalifat, also ein Gottesstaat, in dem weltliche und geistliche Führung in einer Hand liegen. Beispiel Iran. 

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