Frage von Trymore, 220

Wie ist das mit der Kündigungsfrist, wenn der Arbeitsvertrag befristet ist auf den 29.02.2016. (Urlaubszeiten, etc.)?

Hallo,

wenn ich mein befristetes Arbeitsverhältnis kündigen möchte, der Vertrag läuft ab dem 29.02.2016 aus, kann ich dann ab dem 01.03.2016 in ein neues Arbeitsverhältnis gehen? Wie ist das mit den Fristen und Urlaubsregelung? Bekomme ich die 25 Tage ausgezahlt?

Antwort
von peterobm, 161

es wird keine Kündigungsfrist geben, befristete Arbeitsverträge laufen einfach aus. Der Jahresurlaub kann nur anteilig gewährt werden. Für die 2 Monate stehen dir nur 4 Tage zu. Nix 25

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit, Arbeitsrecht, Kündigung, 166

Wenn Dein Arbeitsverhältnis am 29. Februar ausläuft und Du keine Verlängerung, bzw. unbefristeten Arbeitsvertrag unterschrieben hast, kannst Du am 1. März bei einem neuen AG anfangen.

Kündigen brauchst Du nicht, der Vertrag endet mit erreichen des genannten Beendigungsdatums. Kündigen muss man befristete Arbeitsverträge nur, wenn man vor deren Ablauf den Betrieb verlassen möchte. Da muss es aber im Arbeitsvertrag oder anwendbaren Tarifvertrag eine Kündigungsklausel geben. Ansonsten sind befristete Arbeitsverträge nicht kündbar.

Wofür sollst Du 25 Urlaubstage ausbezahlt bekommen? Ich vermute mal, im Betrieb gibt es 25 Tage Jahresurlaub. Da Du nur zwei Monate arbeitest, stehen Dir von diesen 25 Urlaubstagen 2/12, also 4.166 Tage zu.

Urlaub der wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann, müssen nach § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz ausgezahlt werden.

Kommentar von Girschdien ,

Ergänzend dazu: Es werden nur ganze Urlaubstage gewährt/ausgezahlt. In dem Fall also 4 Urlaubstage.

Kommentar von Hexle2 ,

In dem Fall also 4 Urlaubstage.

Das stimmt nicht.

Der Anspruch beträgt vier volle Urlaubstage und einen Bruchteil eines Urlaubstags. Dieser Bruchteil ist auszurechnen und auszuzahlen. Er verfällt nicht ersatzlos.

Kommentar von Trymore ,

Vielen DanK!

Kann ich also nicht z.B. ab jetzt direkt 25 Tage Urlaub nehmen, da ich grundsätzlich nicht vorhabe das befristete Arbeitsverhältnis zu verlängern??

Kommentar von gerd1011 ,

Du hast keinen Anspruch auf 25 Tage Urlaub

Kommentar von Trymore ,

Das ist ja doof.

Kommentar von Trymore ,

Wie soll ich mich dann in dieser Zeit um eine neue Beschäftigung kümmern? Wo bleibt die Urlaubs-/ Zeitregelung für neue Vorstellungsgespräche etc.?

Kommentar von Hexle2 ,

Es gibt eine Regelung im § 629 BGB (Freizeit zur Stellungssuche). Die besagt:

"Nach der Kündigung eines dauernden Dienstverhältnisses hat der Dienstberechtigte dem Verpflichteten aus Verlangen angemessene Zeit zum Aufsuchen eines anderen Dienstverhältnisses zu gewähren."

Ohne "Beamtendeutsch": Wenn Du einen Vorstellungstermin hast, hast Du nach diesem Paragraphen einen Anspruch auf die Freistellung. Du musst diese vom AG verlangen. Das Gesetz gilt auch für Beendigungen des Arbeitsverhältnisses durch das Auslaufen von Befristungen oder bei Aufhebungsverträgen.

Ob der AG das aber bezahlen muss, richtet sich danach was im Arbeitsvertrag steht, bzw. nicht steht.

Wenn in Deinem Vertrag der § 616 BGB abgedungen ist, muss der AG Dich nur (unbezahlt) freistellen, bzw. Du nimmst Urlaub. Steht zum § 616 BGB nichts im Vertrag, ist er also nicht abgedungen, muss der AG Dir diesen Tag bezahlen.

Antwort
von habakuk63, 136

Ein befristeter Arbeitsvertrag bedarf keiner Kündigung zum Ende der Laufzeit.

Urlaubstage und Überstunden sollten VORHER genutzt oder abgegolten sein. Alles andere ist Verhandlungssache mit dem Arbeitgeber.

Zum 01.03.2016 kannst du ohne Probleme eine neue Arbeitsstelle antreten.

Viel Erfolg.

Antwort
von dap123, 120

Zu den 25 Tagen Resturlaub: Dir stehen für das Jahr 2016 keine 25 Tage zu sondern nur die anteiligen Tage für die zwei Monate deiner Beschäftigung. Die kannst du ggf. mit in die neue Stelle übernehmen (öffentlicher Dienst) oder musst sie entsprechend aufbrauchen bis zum Ende deiner vertraglichen Arbeitszeit.

Kommentar von Trymore ,

Wie soll ich mich dann in dieser Zeit um eine neue Beschäftigung kümmern? Wo bleibt die Urlaubs-/ Zeitregelung für neue Vorstellungsgespräche etc.?

Kommentar von dap123 ,

Da du dich schon frühzeitig hättest arbeitslos melden müssen, hättest du dich in dieser Zeit auch schon um einen neuen Job bemühen können. In der Tat ist ein Monat recht wenig Zeit für die Jobsuche - aber wann dein Vertrag ausläuft wusstest du ja schon, als du die Beschäftigung aufgenommen hast.

Kommentar von Trymore ,

Einen neuen Job zu finden ist für mich glücklicherweise kein Problem. Trotz allem finde ich diese Regelung nicht kulant gegenüber Ausläufern. Im Endeffekt hat man null Zeitmanagement um aktiv in den März zu starten.

Antwort
von michinef, 98

Ein befristetes Arbeitsverhältnis muss nicht gekündigt werden. Das Ende steht ja schon fest. Natürlich kannst du ab 1.3. eine neue Arbeitsstelle annehmen.

Ob du den Urlaub nehmen musst oder dieser ausgezahlt wird, musst du mit deinem Vorgesetzten vereinbaren.

Antwort
von blackhawk2014, 86

Der Vertrag läuft automatisch aus, wenn dir kein neuer zum Unterschreiben vorgelegt wurde.

Wie lang die Kündigungsfrist ist, steht in deinem aktuellen Vertrag.

Und ja, natürlich kannst du ab 01.03. wieder arbeiten gehen. Ist doch klar.

Ob die Tage ausgezahlt werden oder nicht musst du mit deinem Chef klären.

Antwort
von DarthMario72, 76

Ein befristeter Arbeitsvertrag endet einfach, man braucht ihn nicht extra zu kündigen.

Du hast selbstverständlich keine 25 Urlaubstage, sondern anteilig für 2 Monate.

Antwort
von pilot350, 94

Befristung heißt es ist keine Kündigung erforderlich und am 1.3. kannst Du sofort eine andere Arbeitsstelle anfangen.

Antwort
von Skibomor, 77

Du brauchst nicht kündigen, solltest aber Deinem Arbeitgeber rechtzeitig mitteilen, dass Du die Befristung nicht verlängern willst - natürlich nur, wenn Du den neuen Job sicher hast. Urlaub oder Urlaubsauszahlung musst Du mit Deinem Arbeitgeber besprechen.

Antwort
von meinereiner100, 110

Wie die Vorschreiber schon sagten: Der Vertrag läuft aus und muß nicht gekündigt werden.

Du hast Anrecht auf 2/12 des Dir zustehenden Jahresurlaubs. Der Urlaub darf nicht mit Geld abgegolten werden (Für Ausnahmen bestehen strenge Regeln)

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