Wie ist das mit dem P Konto?

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3 Antworten

Hey! Ein P-Konto soll ja sicherstellen, dass bei vorliegender Pfändung der nicht pfändbare Anteil bei der Bank freigegeben wird - alles was darüber hinausgeht muss von der Bank an den Pfändungsgläubiger ausgekehrt werden und darf daher nicht an den Kontoinhaber ausgezahlt werden. Insoweit hat Deine Schwester erstmal recht. Wenn aber alle Pfändungen gezahlt sind, dann entfällt diese Notwendigkeit und jegliches Guthaben "gehört wieder dem Kontoinhaber" selbst wenn das Konto als P-Konto weiter geführt wird - das ist Deine Aussage, die insoweit ebenfalls richtig ist. Und jetzt kommt das "Aber": solange die Bank nicht vom Pfändungsgläubiger bescheinigt bekommen hat, dass die Pfändung bezahlt oder ausgesetzt ist (und zwar alle sofern es mehrere gäbe) darf sie das Konto technisch nicht freigeben und dann hätte wieder Deine Schwester Recht. So ist das meines Wissens. Gruss Don

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Rein rechtlich kann sie über soviel Guthaben verfügen, wie sie will, wenn keine Pfändungen vorliegen. Richtig ist aber auch, dass es in solchen Fällen mitunter Banken geben soll, die tatsächlich nur Verfügungen im Rahmen des unpfändbaren Grundbetrags gestatten. Das ist rechtlich sehr problematisch, aber wohl teilweise Realität. Daher habt ihr beide Recht.

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Kommentar von Manu199015
27.02.2016, 14:50

Danke auch für deine Antwort hat sehr weiter geholfen. 

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Ja das ist völlig richtig,deine Schwester hat ein P- Konto ,aber wenn keine aktive Pfändung drauf ist ,kann sie über ihr Geld frei verfügen.Da ist dann nichts mit Freigrenze ,erst dann sollte eine Pfändung aufs Konto kommen ,dann greift wieder die Freigrenze.

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