Frage von heimkid, 638

Wie ist das Leben im Heim bzw in einem betreuten Wohnen?

Hi, ich bin 12 Jahre alt, ein Mädchen und meine Eltern wollen mich rauswerfen.

Bei uns Zuhause ist ständig der Wurm drin. Das liegt vermutlich daran, dass ich ein bisschen gestört bin. Aber naja meine Mam und ich zoffen uns schon seitdem ich sprechen kann.

Ich kapier oft gar nicht wieso. Sie treibt mich manchmal einfach in den Wahnsinn!

Naja sie hat auch schon eine Menge mit meinem Vater versucht, also Erziehungsberatung, war auch schon beim Jugendamt und wollte Hilfe haben, aber es gab keine.

Gestern Abend hatten wir mal wieder so einen heftigen Streit, dass sie mir angedroht hat mich wegzugeben. Ich glaube mittlerweile meint sie das wirklich ernst. Angedroht hat sie das schon öfters, aber mein Vater hat sie immer noch beruhigen können, aber gestern war er auch vollkommen aufgebracht und wütend auf mich.

Ich habe auch hin und wieder das Gefühl irgendwas kaputt zu machen. Ich passe nicht in die Familie rein. Mein Bruder ist viel netter, freundlicher, besser. Wenn wir manchmal essen gehen, dass bestellen die drei ganz oft das selbe Gericht (ohne sich abzusprechen!) nur ich habe dann etwas anderes. Auch wenn es um das Fernsehprogramm geht, will ich oft ganz andere Dinge, als der Rest sehen.

Ich bin zur Zeit am liebsten für mich alleine. Das nervt meine Mutter auch total. Sie hat mir auch schon mal angedroht mich zu einem Psychologen zu schleifen deswegen.

Aber ich denke der würde mir auch nicht helfen können. Letztes Jahr musste ich schon eine Menge Tests machen, wegen der Schule, aber irgendwie war das alles nichts halbes und nichts ganzes.

aber egal zum eigentlichem Thema: wie ist das Leben in so einem betreutem Wohnen oder im Heim? Ich glaube ich fände das gar nicht so schrecklich, obwohl ich vollkommen vorurteilsbelastet bin. Ich habe irgendwie Angst, dass dort nur so blöde Assis sind (tut mir leid ich will niemanden beleidigen, vielleicht bin ich ja selbst bald in so einer kiste). Naja und ich habe Angst wegen der Schule? Kann oder muss ich die Schule dann wechseln?

Ich schäme mich irgendwie immer für meine kaputte Familie (ich habe auch zu meiner Oma keinen Kontakt mehr und meine Tante hat versucht sich umzubringen).

Naja ich frage mich nun, ob jemand von euch im Heim/betreuten Wohnen war und mir ein bisschen berichten kann.

Antwort
von monttgomery, 341

ich habe zwei jahre oder so in einer betreuten mädchenwg gelebt und ich hasse selbst, dass ich das sagen muss, aber es kann schon sein, dass du dort auf jugendliche triffst die irgendwie abgestürzt und ein bisschen asozial sind. in meinen zwei jahren habe ich mehrere mädchen aus- und einziehen sehen und die waren alle, bis auf eine ausnahme, etwas "asozial". ist aber auch gar nicht so schlimm, denn das "asozialste" mädchen, das ich dort kennengelernt habe, war eigentlich der liebste mensch überhaupt. wie das leben sonst in einer betreuten wg ist, ist immer unterschiedlich. mache geben dir mehr freiheiten, andere weniger. ob du die schule wechseln musst, hängt mit der entfernung zusammen, ob man einen wg-platz in deiner stadt findet. :)

Antwort
von italomaus, 214

Hallo,

irgendwie schreibst du für dein Alter sehr vernünftig, das meine ich positiv. Durch das was und wie du schreibst kann ich mir deine Situation nicht erklären.

Es ist doch normal, dass jeder einen anderen Geschmack hat und das ist auch gut so. Das hat nichts mit dir zutun, darüber solltest du dir keinen Kopf machen.

Mir tut das immer Leid, wenn ich so etwas lese, weil es dein ganzes Leben beeinflußt. Es ist schrecklich von den eigenen Eltern zu hören, dass sie dich weggeben wollen.  Zudem ist es normal, dass man sich gern zurück zieht (alleine sein) oft braucht man diese Zeit.

Was werfen deine Eltern dir vor? Dass du nicht so bist wie sie dich gern hätten (wie dein Bruder)?

Vllt. wäre ein Psychologe gar nicht schlecht, denn der kann dich etwas schützen. Keine Angst das ist nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Oder ihr geht man zur Caritas, die haben auch Beratungsstellen.

Jetzt zu deiner eigentlichen Frage:

Betreute Wohngruppen sind leider rar gesät und erst für Jugendliche ab 15. Es gibt Wartelisten. Meist
kommen Kids ins Kinderheim. Sollte ein Jugendlicher das Glück haben in
so eine Wohngruppe zu kommen, dann wird dort ersteinmal eine Art
Vorstellungsgespräch gemacht. Dann einige Male Probewohnen. Es muss
geklärt werden, ob derjenige überhaupt in die Gruppe passt! Läuft alles
glatt und die anderen kommen mit Dir klar, ebenso die Betreuer, dann
kann man dort einziehen. Diese Wohngruppe muss sich allerdings nicht in
der gleichen Stadt befinden. Ein Schulwechsel steht dann auf jeden Fall
ins Haus.  Wer allerdings glaubt, dass in einer
Wohngruppe das Paradies wartet, der irrt! Das Haus wird von den
Jugendlichen sauber gehalten, ebenso Wäschen gewaschen, gekocht,
Küchendienst, strenge Zeiten und Regeln. Wer sich nicht daran hält,
bekommt Abmahnungen bis hin zum Rauswurf. Voraussetzungen dafür, dass
ein Jugendlicher nicht mehr zu Hause leben kann, sind auf keinen Fall
eine pupertäre Phase mit Zickenalarm und Trotzphase! Das Jugendamt
sollte auf jeden Fall eingeschaltet werden, Gespräche geführt worden
sein. Familiensituationen geklärt werden. Manchmal wird auch nur ein
vorübergehender Kinderheimaufenthalt vorgeschlagen, solange, bis sich
das Verhältnis zwischen Kind und Eltern stabilisiert hat.

In einem Heim gibt es Gruppen (meist 8- 10 Kinder) die sich an die Regeln halten müssen (Schule, Hausaufgaben, Pflichten, Zimmerreinigung usw.)der Alltag ist streng geregelt. Man teilt sich sein Zimmer oft mit 2-3 anderen. Meist gibt es unter den Kindern eine Hyrachie in die man sich einfügen muss. Oft sind dort Kinder die seelisch und körperlich misshandelt wurden. Leider geben diese ihr Erlebtes weiter an die Anderen. Aussuchen kann man sich das Heim leider nicht.

Pflegekinder sind Kinder zweier Familien, die unter Umständen in ganz
„verschiedenen Welten“ leben. Ein Teil der Kinder bringt die Einstellungen,
Werthaltungen und Gewohnheiten seiner Herkunftsfamilie mit und muss sich in der Pflegefamilie neu orientieren.
 Insbesondere zum Zeitpunkt der Unterbringung erleben ältere Kinder
unterschiedliche Erziehungsformen bewusst und müssen diese in ihre Erlebniswelt integrieren.
 Es muss sich aus bestehenden Beziehungen lösen und neue Beziehungen zu vorerst fremden Menschen eingehen.
 Das Kind hat einerseits Eltern, bei denen es aufwächst, andererseits Eltern, die zu Besuch kommen oder zu denen es zu Besuch geht.
 Die Erwartungen und Wünsche beider Eltern sind für das Kind spürbar.
 Das Kind erlebt möglicherweise Unsicherheit, Konkurrenz und Uneinigkeit der
beiden Elternpaare.
 Je nach Einstellung der Pflegeeltern und den Erfahrungen mit den leiblichen Eltern entwickelt das Kind ein Bild über seine Herkunft und letztlich über sich selbst.
 Sind Begegnungen nicht möglich, hat das Kind keine Möglichkeit, die leiblichen Eltern kennen zu lernen.
 Das Kind muss den schwierigen Wechsel seiner gesamten Lebenswelt verkraften.
D.h. es muss den Verlust des alten Bezugsfeldes „betrauern“ können, bevor es neue Angebote annehmen und verwerten kann.

Wenn du noch Fragen hast, dann melde dich einfach.

LG

Kommentar von heimkid ,

Danke für die Antwort.

Ich bin mir sehr bewusst, dass es okay ist anders zu sein. Es ist auch gut so. Das weiß ich und das wissen meine Eltern auch. Sie sind sehr stolz auf mich, weil ich oft bin, wie ich bin. 

Sie wollen auf keinen Fall, dass ich ein Abklatsch meines Bruder bin, der ist nämlich auch ganz und gar nicht perfekt. Er macht nur eben nicht so viele Probleme. 

Wie gesagt meine Eltern waren schon bei verschiedenen Stellen und haben nach Hilfe gebeten, aber erfolgreich war da niemand. Und ich werde ganz sicher nicht zu einem Psychodoc gehen!

Kommentar von italomaus ,

Wo ist euer Problem? Therapeuten sind keine Psychodoc.

Was machst du so schreckliches, dass man es mit dir nicht aushält?

Kommentar von heimkid ,

Keine Ahnung. Irgendwie stoßen wir ständig an einander. Grade heute motze mich meine Mutter wegen einer Sache an, die sie wirklich nichts angeht. Sie ist mir damit schon vor ein paar Tagen auf die Nerven gegangen, also sagte ich ihr, dass sie mich nicht nerven soll. Das voll ruhig und in einem freundlichem Ton. Dann kam von ihr ein richtig dummer Spruch, der mich einfach sehr mitgenommen hat, das hätte sie sich denken können, das mich das mitnimmt!

Naja ich habe sie darauf hin angeschrien, dass sie mir nicht auf die Nerven gehen soll. Worauf hin sie mich richtig anmotze und mir (leicht also wirklich nicht gewaltsam oder so) auf den Hinterkopf schlug, obwohl ich ihr vor diesem Streit noch gesagt habe, dass ich Kopfschmerzen hätte. 

Dann haben wir uns noch richtig angeschrien, weil sie mich aus dem Wohnzimmer verbannen wollte. Das habe ich nicht eingesehen, weil ich nichts falsches getan habe.

Ich habe meiner Mutter mehrfach gesagt, dass sie mich mit dieser Sache nicht nerven soll und wenn sie das dann immer noch weiter macht mit einem Spruch, der sowas von unter der Gürtellinie war, dann soll sie sich nicht wundern, wenn ich sie anschreie.

Und so geht das hier ständig. Das war jetzt noch ziemlich harmlos. Meine Mutter kann manchmal echt zu einer Furrie werden. 

Ich bin auch kein Mensch, der total egoistisch durch die Welt rennt. Aber ich habe das gute Recht darauf meiner Mutter zu sagen, dass ich über manche Themen nicht reden will. Das hat sie zu akzeptieren, auch wenn sie besorgt um mich ist!

Und ein Psychologe ist ein Psychodoc, da werde ich nicht hingen und andere Erziehungsberater hat meine Mutter ohne erfolg aufgesucht. 

Kommentar von Hooks ,

Ein Tip: Es hört sich für Deine Mutter sehr viel besser an, wenn Du ihr sagst, daß Du über ein Thema nicht reden möchtest, als wenn Du sagst, sie soll Dich nicht nerven. So etwas gehört sich nicht. Deine Mutter ist nicht Dein Kumpel. Etwas Respekt sollte schon sein.

Kommentar von KaeteK ,

Gerne würde ich dazu deine Mutter hören - Deine Aussagen, über dein Verhalten können wir hier nicht beurteilen, aber ich bin mir sicher, dass deine Mutter schon weiß, warum sie sich so verhält..Wie kann man nur zur Mutter sagen, dass sie nervt???! Meine Mutter hätte mir eine verpasst. Deine schwammigen Aussagen sagen gar nichts darüber aus, ob deine Eltern sich wirklich so falsch verhalten, wie es du uns weismachen möchtest...Ich denke einfach, dass es bei dir an Konsequenz gefehlt hat und jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen und deine Eltern haben Mühe, sich jetzt bei dir durchzusetzen.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass du erst 12 bist - nach deiner Schreibweise..

Kommentar von mame1999 ,

will deiner mutter nicht zunah treten aber das hört sich eher so an das sieirgendwas quer sitzen hat.. du bist kind und agierst so reif.. ich plädier das sie erstmal zum arzt soll und danach mal  nen kurs für kindererziehung besucht .. sorry , aber die frau weiß gar nicht was sie in dir kaputt macht, geht gar nicht sowas

Kommentar von heimkid ,

Wieso sollte ich meiner Mutter nicht sagen, dass sie mich nervt, wenn sie es tut. Meine Mutter würde dir sagen, dass sie sich sorgt. Dennoch muss sie damit nicht ständig ankommen und ich habe mein gutes Recht darauf zu sagen, wenn mich etwas stört!

Kommentar von eccojohn ,

Ich gehe hier mal von einem sehr guten FAKE aus!

Wenn nicht:

Manchmal ist es echt SCHADE, das die alten Erziehungsmethoden rigeros ganz abgeschafft wurden. Den sich wie eine Epedemie ausbreitenden  Psycho-Labertaschen sei dank !

Dir gehört mal ordentlich die Levitten gelesen, zur Not die Ohren freigeklopft. Du führst dich auf wie eine bösartige Göre, die nur auf Rechte pocht - nicht wie eine normale Heranwachsende die ein soziales Verhalten gelernt hat.

In Kindergarten und Schule wohl nur aufgepaßt, wo 1000Kinderechte besprochen wurden, und bei den 3 Pflichten gelangweilt eingepennt?

Schäm dich einfach - das Beste was du machen kannst.

Antwort
von SuMe3016, 253

Im Kinderheim gibt es versch. Gruppen. ZB Regelgruppen, Intesivgruppen
mit heilpädagogischen Bedarf, Jungengruppen, Mädchengruppen usw. Alles
für verschiedene Altersstufen.
Der Tagesablauf ist durchgeplant und
routiniert. Viele Kinder brauchen das einfach, weil es ihnen Sicherheit
gibt (Sicherheit, die sie vllt dort, wo sie herkommen, nicht hatten).
Es
fängt an mit aufstehen, Waschen, Frühstück, Brot für die Schule machen,
zur Schule gehen. Nachmittags gibt es nach der Schule Mittagessen,
danach gibt es eine Art Ruhezeit und dann werden HA gemacht. (Bei uns
konnten die größeren Kinder schon in der Ruhezeit damit anfangen)
Eine
bis zwei Erzieher sind natürlich immer in der Gruppe. Bei den HA kann
es sein, dass sie ein paarmal vorbeikommen um zu gucken, ob das Kind
zurecht kommt und einen Blick auf die HA werfen.
Dann ist bis zum
Abendessen normalerweise Freizeit. Die Gruppe geht dann vllt raus auf
den Spielplatz oder man beschäftigt sich im Gruppenraum/Wohnzimmer oder
jeder in seinem Zimmer.
Da du schon 12 ist, darfst du
sicherlich auch mal Freunde treffen, einladen und alleine rausgehen.
Vermutlich nicht sofort am ersten Tag, da die Erzieher erst sehen
müssen, wie er so ist. Viele Kinder hauen nämlich auch ab. Aber ab einem
gewissen Alter ist es normal und vertretbar.
Man hat auch Pflichten. Sein Zimmer aufräumen, den Tisch decken oder abräumen, beim
Kochen helfen... All solche Sachen. Das kann wöchentlich routieren, oder
täglich. Für Zimmer und Gruppenputz gibt es normalerweise immer einen
bestimmten Tag in der Woche, wo jeder seine Aufgabe hat.
Es gibt auch
Taschengeld. Wieviel genau, kann ich dir nicht sagen. Die Erzieher
entscheiden, wann das ausgezahlt wird, bzw sie vermerken in jede Akte
oder in eben Taschengeldordner, wieviel ein Kind hat und wenn man etwas
"abheben" möchte, spricht man mit denen.
Im Kinderheim werden in den
Ferien auch Ausflüge gemacht und man fährt in die Ferien. Alle
Kinderheime, die ich kenne, fahren im Sommer für zwei Wochen ans Meer,
aber auch im Herbst oder Frühling kann es sein, dass man für ein paar
Tage irgendwohin fährt. Das kommt drauf an, ob die Erzieher der Gruppe
es geschafft haben, so viel Geld anzusparen. ;)
Wenn man sich
ordentlich benimmt, wird man auch mit den Erziehern klarkommen. Es gibt
Konsequenzen, wenn man sich daneben benimmt. Oft sind die Kinder
im Heim neugierig auf Zuwachs und nehmen die Neuen unter ihre Fittiche.
In ein betreutes Wohnen würdest du nicht kommen, denn dafür bist du noch viel zu jung.

Bist du sicher, dass die Auseinandersetzungen mit deiner Mutter nicht einfach nur die typischen Pubertätsprobleme sind und sie das nur sagt, um dir Angst zu machen oder weil sie sauer ist?

Kommentar von heimkid ,

Danke für die Antwort. 

Nein die Auseinandersetzungen liegen nicht nur an der Pubertät. Sonst wäre ich schon mit keine 2 Jahren in der Pubertät gewesen und nie daraus gekommen. 

Oder vielleicht von der trotzphase direkt in die Pubertät. 

Und meine Mutter meint das wirklich ernst. 

Kommentar von SuMe3016 ,

Ach so, wenn möglich, wird immer versucht, die Kinder nicht aus ihrem normalen Umfeld wie Schule, Kindergarten, usw. zu reißen.

Das kann dann zB zur Folge haben, dass man mit einem Taxi zur Schule gekarrt wird (ist die absolute Ausnahme und muss vom Jugendamt bezahlt werden) oder  (vor allem ältere Kinder) einen etwas längeren Schulweg auf sich nehmen müssen, je nachdem, wo der Standort des Heimes oder der Außenwohngruppe ist.

Kommentar von Hooks ,

Vermutlich liegt es an der "abgöttischen Liebe" (Zitat von Dir) Deiner Mutter.

Es ist immer sehr verheerend, wenn man einen Menschen zu seinem Abgott macht - für beide Teile.

Kommentar von heimkid ,

sie macht mich nicht zu ihrem Abgott oder ähnlichem. Ich hätte genauso gut schreiben können sie liebt mich super-super-mega-mega-mega-stark. 

Kommentar von Hooks ,

Du meinst, sie erdrückt Dich mit dem, was sie Liebe nennt?

Kommentar von heimkid ,

was ist bei dir nur falsch?

Meine Mutter liebt mich sehr, So sehr, wie eine Mutter ihr Kind lieben sollte. Ich werde von nichts und niemanden unterdrückt. BITTE BITTE BITTE BITTE BITTE BITTE höre auf mich hier zu belästigen. Es reicht langsam!

Antwort
von Dahika, 197

Deine Eltern können dich nicht rauswerfen und auch nicht in ein Heim stecken. Es sei denn, sie bezahlen das Heim, das sich dann Internat nennt. Kosten: so ab 1500 Euro aufwärts.

Ansonsten entscheidet das Jugendamt, ob du in ein Heim kommen kannst oder nicht. Denn die Kosten müssen ja vom Staat übernommen werden. Und da das teuer ist, wird das auch nicht oft bewilligt. Zuerst werden alle anderen Möglichkeiten überprüft, die es sonst noch so gibt.

Erst als letzte Möglichkeit wird dann ein Heim in Betracht gezogen. Die Heime sind auch nicht so, wie man sie aus Filmen oder früheren Zeiten kennt. Heutzutage haben sie ein nettes Ambiente, gut geschulte, freundliche  Erzieher. Natürlich muss man sich an Regeln halten und Pflichten übernehmen. Aber das muss man sogar in Ferienheimen an der Costa Brava.

Kommentar von heimkid ,

glaube mir meine Mutter kann das. Es handelt dich dabei nicht um eine leere Drohung. Sie hat das Jugendamt auch schon mehrfach konsultiert.

Antwort
von deMuerta, 216

Hallo,

schade, dass es dir in deiner Familie nicht so gut geht. Was genau machst du denn, dass ihr euch immer streitet?
Dein Bruder ist sicherlich nicht besser als du. Die Menschen sind halt unterschiedlich.

Zum Heim kann ich dir Nichts genaueres sagen, allerdings ist eine Klassenkameradin, die auch in unserer "Clique" war, damals in der achten Klasse in ein Heim gezogen.
Sie war weiterhin in unserer Klasse, obwohl die Schule vom Heim aus nicht die nächste gewesen ist. Generell möchte das Jugendamt sicher, dass die Kinder und Jugendlichen zumindest etwas normalen Alltag behalten. Kommt aber natürlich drauf an, ob du das möchtest. Hast du Stress in der Schule? Möchtest du gerne in eine andere? Dann würde ich das ansprechen, vielleicht ist das auch möglich.
Tatsächlich ist es aber so, dass im Heim selbst die Gefahr richtig "abzurutschen" höher ist. Du bist dort zwangsläufig in Kontakt mit anderen die vielleicht wirklich schlimme Probleme haben und friedlich geht es dort auch nicht immer zu.

An deiner Stelle würde ich deine Sorgen ganz einfach einmal ansprechen. Vielleicht eher bei deinem Vater? Oder zeig ihnen am besten den Text den du hier verfasst hast.

Liebe Grüße

Kommentar von heimkid ,

Keine Ahnung, was ich mache. Das sind ganz oft Kleinigkeiten.  Und ich glaube bei meinem Vater habe ich mittlerweile auch verloren. Ich weiß auch, dass mein Bruder nicht grundsätzlich besser ist, als ich, aber eben Familienverträglicher. Und ja ich habe in der Schule eine Menge Probleme. Keine Ahnung, wieso genau. Ich habe Probleme meine Hausaufgaben zu machen, vergesse ständig Dinge mitzunehmen und irgendwie gehen ganz viele Infos an mir vorbei... 

Kommentar von deMuerta ,

Naja, wegen solchen Dingen sollte eigentlich nicht so ein Streit entstehen.
Ich würde trotzdem versuchen, mit den Eltern zu sprechen. Vielleicht könnt ihr mal zusammen zum Jugendamt gehen, die bieten dort auch erstmal klärende Gespräche an. Wenn du mit deinen Eltern nicht reden kannst oder willst, dann versuch es doch mal bei jemand anderem. Verwandte, Bekannte (eventuell Eltern von einem besten Freund?), Vertrauenslehrer oder gehe allein zum Jugendamt und informiere dich.
Sag einfach die Wahrheit und das was du hier geschrieben hast, dannn kann dir sicher jemand helfen, auch ohne dass du direkt in ein Heim gehst.

Kommentar von heimkid ,

Meine familiären Probleme haben in der Schule nichts zu suchen und das Jugendamt kannst du auch vergessen. Dort waren wir schon mehrfach zusammen auch bei anderen Erziehungsberatungen. Das hat uns alles nichts gebracht. 

Es ist ja auch nicht so, dass ich gar nicht geliebt werde oder so. Meine Mutter sitzt teilweise heulend auf dem Boden, weil sie das alles so fertig macht. 

Sie hatte auch schon mal die Idee, dass ich auf ein Internat gehe. Das wäre eigentlich optimal,  weil dann auch der ganze Stress aus der Schule nicht noch zu der ganzen Stresssituationen beiträgt und wir uns nicht jeden Tag nerven könnte.

Leider fehlt dafür da Geld. 

Kommentar von DasKX ,

Obwohl es angebracht wäre, denke ich mal das man das Geld dafür auch nirgends beantragen kann (erkundige dich mal).

Gib ihr ein bisschen liebe zurück und sag mal was nettes wie "Ich hab dich lieb" ;)

Antwort
von DasKX, 60

Ein Kumpel hatte das selbe Problem. Er ist dann in ein "Heim" und als wir uns dann nach 4 Jahren wiedergetroffen haben war er ein völlig anderer Mensch (Im positiven Sinne). Ihm ging es dort supi und es war dort mit den anderen wie in einer Schulklasse, sprich: Es gibt die einen und die Anderen ^^. Klar kann es ein paar assoziale geben aber das ist doch überal unterschiedlich. Und mit welchen du dich dann näher "anfreundest" ist ja deine Entscheidung :). Was hast du zu verlieren?!

Ps. Du schreibst aber garnicht wie eine 12 Jährige? Ganz und Garnicht. Eher wie eine intelligente 16 Jährige.

:) LG Darius

Antwort
von Nicbur, 9

Also Kinder wgs geht so wùrde ich nicht raten evt.eher in eine ganz kleine!die Erwachsenen sind oft heftig!

Antwort
von GehOrgel, 13

"Kindchen" sage ich jetzt einmal zu Dir, was du ja noch bist. Aber was Du hier für einen korrekten Schreibstil hinlegst, dazu grammatikalisch einwandfrei, ist wirklich prima. Hat hier seltenheitswert.

Zum eigentlichen Thema: Du hast einfach mit Deinen Eltern ein Zerwürfnis, mehr nicht. Versuch doch mal - einfach einmal versuchen - ob Du ihnen auch recht geben kannst, irgendwie recht geben. UND mache ihnen, egal was kommt , ab sofort keine Vorwürfe. Keine, verstehst?

Die werden sagen, dass Du Dich verändert hättest! Nicht sofort, aber irgendwann werden sie es sagen!

Horchemoal - das packst Du doch, bist doch ein intelligentes Mädchen!

Und wenn Dir dann etwas Gutes mit Deinen Eltern passiert, gehst Du einfach hin und umarmst sie, stillschweigend, verstehst auch das?

Diesen Sinneswandel musst DU herbeiführen, bei DIR! Das ist kein Schuldvorwurf, sondern ein Hinweis, wie Du Deine Lebenssituation für immer verbessern kannst! Das Nennt man bewußtes Denken und Handeln!

Du kennst doch sicherlich den Spruch:
Wie man in den Wald hineinruft........ kennst Du doch!

Also handele!
Sag mir Bescheid, wann Du anfangen willst- am besten JETZT!

 

Antwort
von 166lang, 58

Ich bin zwar nicht im Heim aber z. B. Betty Taube von Germanys next Topmodell 2014 lebt schon lange im Heim und als Heidi Sie abgeholt hat war sie super gelaunt und alle waren super nett. Auch von außen sah es eher wie ein gepflegtes Haus aus. 

Viel Glück und Kraft noch. 

Antwort
von Marina07BE, 233

Als 1. möchte ich dir erklären, dass es oft an den Eltern liegt, wie sie mit dem Leben und der Erziehung des Kindes umgehen. Vieles überträgt sich aud das Kind; leider auch das Negative.

Man hört oft schlimme Geschichten von Heimen. Aber das muss nicht sein.Wenn du von Zuhause weg willst, erkundige dich bei deiner Gemeindeverwaltung. Dort erhälst du alle Informationen. Der Weg zu einem Entschluss (wo du hinkannst), geht sowieso über die Behörden und deine Eltern. Vielleicht hast du die Möglichkeit, verschiedene Institutionen vorher anzusehen. Lass dich beraten.

Wie wäre es mit einer Pflegefamilie? Das ist eine Familie, die sich um dich kümmert und du nur teilweise oder die ganze Zeit dort leben kannst (z.B. am Abend nach Hause, aber tagsüber bei ihnen essen, Aufgaben machen etc.)

Meiner Ansicht nach ist ein Heim,(kommt darauf an, was für eines), aber eines mit schwererziehbaren Kindern oder psychisch angeschlagenen Kindern, sehr schwierig, dort "Boden" zu fassen, weil alle "etwas komisch sind" und ein Problem haben.

Begieb dich lieber in eine intakte Familie, wo du lernen kannst, wie man mit Mitmenschen umgeht und wie man als "normal" behandelt wird. 

Alles Gute.

Kommentar von heimkid ,

ich glaube ich komme in keine Pflegefamilie.

Ich weiß auch gar nicht, ob ich wirklich weg will, aber da meine Eltern mich in ein Heim oder betreutes Wohnen stecken wollen, muss ich wohl gehen..

Kommentar von KaeteK ,

Entscheiden, wo du hinkommst, wird das Jugendamt, wenn es denn nötig ist.

Eine ehemalige Bekannte hatte auch so ein aufsässiges Kind, wo es ständig Streit gab. Die Tochter wollte dann auch weg und die Eltern haben es dann irgendwann akzeptiert und sich mit dem Jugendamt in Verbindung gesetzt. Sie kam in ein betreutes Wohnen, da sie schon fast 16 war.

Nach nicht langer Zeit bat sie ihr Eltern, hat es ihr dort wohl auch nicht zugesagt, dass sie sie aus dem Wohnheim wieder rausholen sollen. Sie haben es nicht gemacht. Es tat der Mutter sehr weh, aber sie wußte, das ganz Theater geht dann wieder von vorne los und die Tochter sollte ihre Lektion lernen.

 Wenn du wirklich erst 12 bist, hast du noch einige Jahre vor dir, ohne deine Familie, die du dann immer mal besuchen kannst. Mit 12 kann es sein, dass du eher in ein Heim kommst oder in eine Pflegefamilie. Keine Sorge, die werden dich schon klein kriegen.

Wer nicht hören will, muß fühlen..lg

Kommentar von SuMe3016 ,

Eine unqulifizierte Antwort. Im Heim gibt es verschiedene Gruppen und kein geistig fittes Kind wird in eine Gruppe gesteckt, in der schwer erziehbare Jugendliche wohnen.

Antwort
von jessica268, 215

Mein Ex war in einem Heim. Er wollte noch nicht mal mehr darüber reden.

Ein Psychologe bringt mehr. Vor allen Dingen Dir selbst. Er kann gemeinsam mit Dir rausfinden, was Dein Problem ist. Dann kannst Du Dich ändern und außerdem wird er Dir Tipps geben wegen Deiner Familie.

Eine WG ist auch nicht so die richtige Lösung. Plätze sind nicht so leicht zu kriegen. Viele Leute haben ähnliche Probleme. Du kommst mit jemand zusammen, den Du nicht kennst und mußt Dich arrangieren. Scheint Dir nicht so leicht zu fallen. Assis sind das natürlich nicht, sondern Leute, die psychische Probleme haben.

Kommentar von heimkid ,

ich gehe zu keinem Psychologen!

Wieso haben die dort alle psychische Probleme?

Kommentar von KaeteK ,

Mit 12 Jahren hast du nicht viel zu wollen. Sobald das Jugendamt sich einbringt, läuft es anders, als du es gewohnt bist. Man kann da nicht auf jeden Einzelnen eingehen, wie in einer Familie.

Kommentar von heimkid ,

KaeteK, was hat das jetzt mit dem Kommentar oder der Antwort zu tun?

Mir ist schon klar, dass ein Heim keine Familie ist.

Kommentar von Hooks ,

Du fragtest, "wie" das im Heim ist. KaeteK hat darauf geantwortet.

Kommentar von jessica268 ,

Mich stört der Satz: mit 12 Jahren hast du nicht viel zu wollen. Das kommt sehr diktatorisch rüber.

Kommentar von Hooks ,

Warum sind die wohl sonst im Heim?

Kommentar von jessica268 ,

warum sonst sollten sie dort sein

Kommentar von heimkid ,

und nein KaeteK schreibt einfach nonsense, der nichts mit der Antwort unter der Sie kommentiert hat zu tun hat. wieso bin ich nicht überrascht, dass grade du sie unterstützt?

Kommentar von KaeteK ,

Deine Beiträge sprechen für sich. Ich hoffe deine Eltern greifen endlich mal richtig durch, wenn es nicht schon zu spät ist. Du wirst noch früh genug lernen müssen, dass du nicht der Nabel der Welt bist. Mit 12 kann man noch nicht viel erwarten, aber wie man sich benimmt, müsste man dennoch wissen.

Kommentar von heimkid ,

Ich weiß ganz genau, wie ich mich zu benehme habe. Ich weiß aber auch, dass ein Mensch nur auf Grund seines Alters Respekt von mir zu erwarten hat.

Kommentar von Barney123 ,

Hallo Heimkind,

Nein.

Ich weiß aber auch, dass ein Mensch nur auf Grund seines Alters Respekt von mir zu erwarten hat.

Jeder >Mensch ist mit Respekt zu behandeln. alle die Dir hier antworten sind älter als Du und du benimmst Dich hier unmöglich und zeigst niemandem Respekt. Es kann sein dass Du das theoretisch weist, aber Du bist offensichtlich unfähig, Dich entsprechend zu verhalten. Und genau das scheint Dein Problem zu sein!

LG

Kommentar von heimkid ,

jo, wie geil, dass du dich selber so wiedersprichst und es nicht mal checkst. Jeder Mensch ist mit Respekt zu behandeln, sofern er seinem Gegenüber selbst respektiert.

Du schreibst selber, dass jedem Menschen Respekt zusteht und haust dann wieder das Alter mit in deine Argumentation. Wieso?

Antwort
von Ille1811, 178

Hallo!

Als erstes: Du bist ok!

Wenn du schreibst, dass du andere Bedürfnisse als der Rest der Familie hast, dann ist das ok! Die Welt besteht aus den verschiedensten Menschen.

In meiner Erinnerung war ich von Geburt an falsch. :-( Das heißt nichts weiter, als dass ich zum 'Schwarzen Schaf' in der Familie abgestempelt wurde. Besonders meine Mutter und meine Tante konnten damit ja 'perfekt' ihre eigenen Fehler vertuschen, indem sie jedem erzählten, was für ein böses, undankbares Kind ich sei!

Bewahr dir bitte deine Individualität! Und finde Menschen, mit denen du über so etwas, was du hier geschrieben hast, ehrlich reden kannst.

Dann ist es egal, ob du im Heim, im betreuten Wohnen oder zu Hause bist. Du weißt dann, dass du ok bist.

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