Frage von minitwist,

wie ist das internatsleben eigentlich?

Antwort
von ULange,

Hallo minitwist!

Je nachdem, welche Informationen oder eigenen Erfahrungen über das Leben im Internat vorliegen, verbindet man mit einem Internat entweder die Vorstellung von „Zucht und Ordnung“ oder von „Sex, Drugs & Rock’n Roll“, von besseren Lernbedingungen und elitären Leistungsanforderungen oder von Schlendrian und Niveaulosigkeit, von Tristesse und Langeweile oder anregender Freizeitgestaltung, von frohem Gemeinschaftsleben oder Mobbing und sozialer Ausgrenzung.

Sehr typisch für Internate scheint mir zu sein, dass Anspruch und Wirklichkeit oft weit auseinanderklaffen, die glänzende Fassade dem ernüchternden „Blick hinter die Kulissen“ nicht standhält und die Erwartungen der Eltern vielfach nicht mit denjenigen ihrer Kinder übereinstimmen. Außerdem gibt es über die Zeit des Bestehens eines Internats viele „ups and downs“, d.h. Entwicklungsperioden, in denen eine Einrichtung sich entweder auf aufsteigendem oder aber auf absteigendem „Ast“ befindet.

Hier einige Beispiele aus Erfahrungsberichten ehemaliger Internatsschüler, die ich in verschiedenen Portalen oder Presseberichten gefunden habe:

>>In verschiedenen Häusern wohnend und von jeweils einem Lehrer pro Haus betreut, sind die 350 Schüler getrennt nach Geschlecht untergebracht. Hier versammelt sich die zukünftige "Führung" unserer Wirtschaft, was in einigen Momenten schon eher in Frage zu stellen war. Das Maß an Falschheit und Verlogenheit hat in Louisenlund nichts mehr mit sozialer Erziehung zu tun. Immer andere anpinkeln, um selber besser im Geruch zu stehen, ist die Devise. In meinem ganzen Leben habe ich nie einen mit Geld so verschwenderischen Haufen von Jugendlichen gesehen, die eine Arroganz an den Tag legen, der kaum erträglich ist. (Mein BMW ist kaputt Papa, will nen Neuwagen und zwar jetzt). Fazit: Been there, Done that... Not again.<< (Erfahrungsbericht bei ciao.de)

>>Ich selbst kam als recht unbedarfter Junge ins Internat Ising. Das änderte sich aber schnell. Es dauert kein Jahr, da wird aus einem unreifen Kind ein trinkfester Teen. Das Internatsleben lässt einem im Grunde mehr Freiheiten als das eigene Elternhaus. Diese werden genutzt, was nicht unbedingt zu einer Verbesserung der Noten führt. Man reift was die Persöhnlichkeit angeht...die schulische Entwicklung bleibt auf der Strecke! Das liegt vor allem an einer Hand voll Lehrer, die leider keineswegs mehr auf jeden einzelnen eingehen, nur weil man am Internat ist. Für Fächer wie Latein oder Französisch stehen nur je 2 Lehrkräfte zur Verfügung...und egal, wen man erwischt, es wird die Hölle! Wer also nach Ising geht, um seine Noten zu verbessern, sollte das wieder vergessen! Ich kenne Freunde, die ein und dieselbe Klasse in Ising zum zweiten und dann noch zum dritten Mal wiederholt haben... Dreimal dieselbe Klasse?? Geht nicht?? In Ising ist so einiges möglich... Wenn freundlich gespendet wird! Fazit: Gut für die persönliche Entwicklung (ein Jahr kann nicht schaden, solche Menschen und Schicksale lernt man wohl nur am Internat kennen). Klassische Schulversager dürfen keine Hilfe erwarten. << (Erfahrungsbericht bei ciao.de)

>>Die Jugendlichen im Handball-Leistungszentrum haben sich die Bundesliga zum Ziel gesteckt, dafür ist die TVG-Akademie perfekt geeignet. Die 16 jungen Männer haben einen klar strukturierten Tagesablauf! Morgens besuchen sie Schulen in der Region. Danach steht Mittagessen in der angrenzenden Sports-Bar auf dem Plan, bevor es auf die Zimmer geht. Im dritten Stock des HBLZ wohnen sie in Doppelzimmern. Hier pauken die Jungs für die Schule. Teilweise nehmen sie auch Nachhilfe im Internat in Anspruch, ehe es um 16 Uhr zum sportlichen Teil übergeht. […] Die Jungs lernen in der TVG-Akademie neben Schulischem und ihrem Sport auch eine Menge fürs Leben. Das ist dem sportlichen Leiter Manfred Hofmann, einst Weltklasse-Torwart des TVG und der Nationalmannschaft, sehr wichtig: „Die Jungs müssen sich natürlich selbst versorgen! Wir achten darauf, dass die Schule im Vordergrund steht und sie zur Selbstständigkeit erzogen werden. Das sind Dinge wie Wäsche waschen und selbst Essen machen!“<<

>>Jedoch sollte man jetzt nicht denken, dass Salem sehr konservativ oder gar steif ist! Konsequenz in der Erziehung: JA! Übertriebene Strenge: DEFINITIV NEIN!!! Ich sage euch, ich habe noch nie, noch NIE vorher eine so große Gemeinschaft kennen gelernt, die es schafft, so gut Feste zu organisieren und diese so intensiv zu feiern (und ich komme aus einer totalen Partystadt!)!! Feten stehen fast auf der Tagesordnung! Wenn die Schule eine Feier organisiert, dann kommt es schon mal vor, dass diese bis um halb 2 morgens geht. Wenn jedoch nichts ansteht, dann machen die Salemer ihre "Privatpartys": Auf den Zimmern treffen sich ein paar Schüler und es wird ordentlich getrunken, gegessen, gelacht...! WOW, schon beim Gedanken daran erfüllt mich dieses besondere Feeling! Ich könnte stundenlang von den grandiosen Partys erzählen! Natürlich gibt es auch Regeln in diesem Internat, und diese gelten immer und für alle, aber oft schafft man es, diese zu umgehen! << Erfahrungsbericht von SalemCollegeGirl bei ciao.de)

>> Zugegeben, ich habe dort [in Louisenlund] nicht wirklich das beste Abitur gemacht. Habe viel zu früh und überhaupt das Rauchen angefangen – mit 16, weil’s fast jeder tat, eben cool war. Habe viel zu wenig kluge Bücher gelesen, weil Segeln so viel schöner war. Überhaupt gewöhnte man sich in vielen Dingen eine sehr lässige Art an, mit der man sich im späteren Leben nicht unbedingt sofort Freunde machte. Als Internatler sah man halt so manches wie auch z.B. Pünktlichkeit, Disziplin, Fleiß sehr, sehr „großzügig“. [...] So ein Internat ist ohne Frage eine Art Schlaraffia. [...] Da gab es Personal, das kochte und abwusch, [...] nette Frauen, die die Wäsche machten, sogar eine Putzfrau in jedem Haus. Da meckerte keiner: „Mach‘ dein Bett, räum‘ auf.“<< (Dagmar v. Taube: „Das Geheimnis Internat“. In: Welt am Sonntag vom 04.06.2000, S. 3).

Das Leben in einem Internat wird also maßgeblich bestimmt durch den Internatstyp und das pädagogische Konzept. In preislich exklusiven „Heimschulen“ herrscht ein anderes Klima als in einem Schülerheim, das einer Eliteschule des Sports oder einem Olympia-Leistungszentrum angegliedert ist. Fast überall gibt es einen „heimlichen Lehrplan“, durch den die offizielle Pädagogik ausgehebelt oder verwässert wird.

Viele Grüße U. Lange

Antwort
von suntrop,

Das ist ein mir bekanntes Internat und dort steht wie der gesamte Tag geregelt ist. http://www.max-rill-schule.de/ganztagesschule/tagesablauf.html Ist schon recht durchorganisiert in den Internaten. :)

Antwort
von nieke14,

Ich kenne jemanden der im Internat lebt da muss man sich halt an einen Strengen Tagesablauf halten oder soo ich habe den mal bekommen und schreib den jetzt hier mal auf

6.15Uhr Ende der Nachtruhe(Das heißt voher darf man nicht aufstehen ab der zeit schon) 6.45 Wecken durch Erzieher/in (oder spätestens selber aufstehen) 6.15bzw.6.45Uhr fertig machen für die Schule 7.00Uhr-7.40 Uhr Frühstück 8.00Uhr-13.30Uhr Schule 13.45Uhr-14.30Uhr Mittagessen(wenn man voher fertig ist Freizeit) 14.30Uhr-15.30Uhr Hausaufgabenzeit (da werden Hausaufgaben gemacht und man muss leise sein und so) 15.30Uhr-16.00Uhr Lernzeit (da wird für Klassenarbeiten und sonstiges gelern) 16.00-16.30Uhr Freizeit im Internat 16.30Uhr-17.00Uhr Kaffetrinken 17.00Uhr-18Uhr Arbeitssgruppe( man muss jeden Tag an so etwas teilnehmen es gibt verschiedende angebote wie reiten,schwimmen,töpfern usw man nimmt was was einem Spaß macht) 18.00Uhr-18.30Uhr Freizeit im Imnternat und auf dem Internatsgelämde 18.30-19.15Uhr Abendbrot 19.15-20.30Uhr Freizeit im Internat und auf dem Internatsgelände ab der 9 Klasse auch auserhalb des Internatsgelämde. 20.30uhr-21Uhr Abendrunde im Haus 21.Uhr-21.30 Bettfertig machen usw.. ab 21.30Uhr Zimmerabwesenheit( das heißt man muss im Zimmer sein) 21.45Uhr Nachtruhe

Was in Klammern geschreiben ist habe ich hinzugefügt zur Erklärung

Antwort
von Jamal6667,

tja einerseits biste weg von familie andererseits haste mehr freizeit und bekommst glaubich taschengeld und kleidungsgeld da...

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