Frage von BlackGermanLP, 46

Wie ist das genau mit dem Sorgerecht?

Heyho, ich habe folgendes Problem. Eeine Freundin ist 17 und ihr Freund schon 18 also Volljährig und ist oft bei ihr zu Besuch. Die Mutter ist allein erziehend, aber Die Freundin hat das Haus in dem sie derzeit leben von ihrer Oma geerbt. Der Vater von ihr lebt zwar nicht mehr mit im Haushalt aber hat bis sie 18 ist das Teilsorgerecht für sie. Jetzt sagt der Vater er möchte nicht, dass der Freund unter der Woche bei ihr übernachte. Die Mutter hat nichts dagegen und die Eltern streiten sich jetzt darüber ob er unter der Woche bei ihr sein darf. Wie ist das eigentlich mit dem Haus. Das Haus gehört ja der Freundin. kann sie nicht selbst entscheiden, wer in dem Haus wann ist? Die Mutter hat nur lebenslanges Wohnrecht aber das Haus gehört ja der Freundin. Bis sie 18 Jahre ist, wird das vom Gericht verwaltet. Die Mutter hat dafür zu sorgen, dass bis dahin keine Missstände an dem haus zu beanstanden sind. Bitte um Aufklärung, wie das mit dem Sorgerecht ist und ob die Freundin nicht selbst entscheiden kann, wer im Haus ist. lg BGLP

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo BlackGermanLP,

Schau mal bitte hier:
Sorgerecht Familienrecht

Antwort
von Menuett, 12

Es gibt kein Teilsorgerecht, es gibt nur das gemeinsame.

Während der Zeit bei der Mutter, hat alleine die Mutter über den Alltag des Kindes zu bestimmen.

D.h. wenn die Mutter sagt, der Freund darf übernachten, dann darf er das, auch wenn der Vater Kopf steht.

Hier das passende Gesetz:

§ 1687 BGB Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht,
nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in
Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung
ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich.

Der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die
Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen
Lebens.

Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in
der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer
abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben.

Solange sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat
dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der
tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4
einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes
erforderlich ist.

Antwort
von kathakoch9876, 24

Warum fragen die den Vater überhaupt. Wenn die Mutter das für akzeptabel hält, ihre Noten nicht darunter leiden und sonst alles gut ist, gibt es keine Probleme. Bei einem Mädel, das 17 also irgendwann bald 18 wird, wird auch kein Anwalt der Welt mehr groß Streit anfachen. Weil das einfach zu nichts führt.

Wem das Haus gehört ist dabei völlig irrelevant. Er hat ja kein Hausverbot, sondern soll dort nur nicht übernachten. Aber das ist Sache des Sorgerechts.

Antwort
von BarbaraAndree, 28

Das Haus, in dem deine minderjährige Freundin wohnt, hat doch nichts mit dem Sorgerecht der Eltern zu tun. Die Eltern sollten sich einigen, ob der Freund nun dort übernachten darf oder nicht.

Kommentar von Menuett ,

Die Eltern müssen sich nicht einigen.

Die Mutter darf den Alltag alleine bestimmen.

Kommentar von BarbaraAndree ,

Ich habe geade deinen ausführlichen Kommenar gelesen, vielen Dank, sehr gut!

Antwort
von gnarr, 3

wem das haus gehört ist uninteressant. die mutter bestimmt im rahmen ihrer alleinigen alltagssorge sämtliche belange der tochter alleine. der vater hat darüber kein mitspracherecht und es geht ihn nichts an.

die tochter kann eigene entscheidungen treffen wenn sie 18 ist. vorher bestimmt die mutter wer ein und aus geht.

Antwort
von tuedelbuex, 15

Der Vater von ihr lebt zwar nicht mehr mit im Haushalt aber hat bis sie 18 ist das Teilsorgerecht für sie. 

....von dem er Gebrauch macht! Egal, was man von seiner Entscheidung hält....sie dürfte Gültigkeit haben.

Kommentar von kathakoch9876 ,

Genau so viel Gültigkeit wie die von der Mutter. Also kann der Vater vor Gericht gehen, wofür man ihn bei seiner fast 18-jährigen Tochter auslachen würde.

Kommentar von tuedelbuex ,

Jugendamt würde reichen! Und ob das JA seine Bedenken so lachhaft findet, weiß ich nicht! Klar ist dieses Verbot albern....aber trotzdem ist der Vater ja erziehungsberechtigt und hat ein Mitspracherecht.....

Kommentar von Menuett ,

Nein, er hat kein Mitspracherecht in Alltagsangelegenheiten.

Die Mutter hat das Kind altersgemäß zu erziehen, da gehört die Übernachtung des Freundes dazu.

Kommentar von Menuett ,

§ 1626
Elterliche Sorge, Grundsätze

(1) Die Eltern haben die Pflicht und das Recht, für dasminderjährige Kind zu sorgen (elterliche Sorge). Die elterliche Sorgeumfasst die Sorge für die Person des Kindes (Personensorge) und dasVermögen des Kindes (Vermögenssorge).

(2) Bei der Pflege und Erziehung berücksichtigen die Eltern die
wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbständigem verantwortungsbewusstem Handeln. Sie besprechen mit dem Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an.

(3) Zum Wohl des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden
Elternteilen. Gleiches gilt für den Umgang mit anderen Personen, zu
denen das Kind Bindungen besitzt, wenn ihre Aufrechterhaltung für seine
Entwicklung förderlich ist.

Kommentar von Menuett ,

Es gibt überhaupt kein Teilsorgerecht. Es gibt nur die gemeinsame Sorge und die besagt in Deutschland, dass derjenige bei dem sich das Kind aktuell aufhält, Alltagsfragen alleine entscheidet.

§ 1687 BGB Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht,

nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in
Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich.

Der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens.

Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in
der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer
abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben.

Solange sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

(2) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 Satz 2 und 4
einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes
erforderlich ist.

Und selbst wenn beide das gleiche Recht hätten - wie kommt man auf den Gedanken, dass sich der Vater da automatisch durchsetzt?

Kommentar von tuedelbuex ,

Es gibt überhaupt kein Teilsorgerecht. Es gibt nur die gemeinsame Sorge 

Genau das meint der/die Fragesteller/in mit "Teilsorgerecht": Das gemeinsame Sorgerecht! Ist nicht auf meinem Mist gewachsen, dieser Ausdruck! Das erstmal dazu!

Wenn der Vater Bedenken hat, weil der Freund der minderjährigen Tochter dort im Haus übernachtet, gehört das sehr wohl zum gemeinsamen Sorgerecht, zumindest kann er sein "Veto" einlegen und seine Forderung ggf. dem JA gegenüber begründen. Traurig genug, wenn die Eltern sich über die Erziehung nicht einig sind, aber nur weil das Kind nicht bei ihm lebt, darf er nicht von solchen grundsätzlichen Entscheidungen ausgeklammert werden. Und wenn Ihr hunderttausend Paragraphen auffahrt....natürlich hat auch der Vater ein Mitspracherecht.

Kommentar von Menuett ,

Das ist keine grundsätzliche Entscheidung.

Das ist nun wirklich eine alltägliche Entscheidung bei einer 17jährigen.

Eine grundsätzliche Entscheidung wäre es, wenn die Tochter zum Freund ziehen würde.

Diese Paragraphen definieren recht genau, wann der Vater ein Mitspracherecht hat.

Und das hat er hier eindeutig nicht.

Und die elterliche Sorge setzt da noch einen oben drauf.

Antwort
von Messkreisfehler, 24

Bis sie 18 ist entscheidet das ihre Mutter, da tut es nichts zur Sache wem das Haus gehört.

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