Frage von lateinchiller, 50

Wie ist das chemiesch gesehen gemeint?

Wenn ein Nichtmetall mit Sauerstoff reagiert, entsteht ja ein Säureanhydrid. Wenn das in Wasser (H2O) gegeben wird, entsteht ja eine Säure. Jetzt mal meine Frage: Sind hier alle Nichtmetalle gemeint oder nur die, die es im PSE gibt. Weil sonst wäre ja nasses Holz eine Säure 😃😃😃. Meine andere Frage wäre noch, wie dieser Merksatz (Wenn ein Nichtmetall mit Sauerstoff reagiert, entsteht das Säureanhydrid. Wird das in Wasser gegeben, entsteht die Säure.) auf die Herstellung von Salzsäure zu übertragen ist. Hier wird doch einfach Chlorwasserstoff, das aus der Reaktion von Schwefelsäure mit Kochsalz entsteht, in Wasser geleitet ? Was für ein Nichtmetall reagiert hier mit Sauerstoff ??

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Flashbong, 38

Holz ist eine amorphe struktur die aus allen elementen besteht. In deiner aufgabenstellung geht es um Elemente (nichtmetalle).

Kommentar von lateinchiller ,

Also alle Nichtmetallelemente im PSE ?

Kommentar von Flashbong ,

Richtig. das PSE ist eine listung aller Elemente. Es gibt keine die außerhalb diesem sind. Also schlicht alle Nichtmetalle un dnicht "alle nichtmetalle im PSE" denn was nicht dort drin ist ist kein element.

Kommentar von lateinchiller ,

Können Sie auch noch den Merksatz auf Salzsäure übertragen wie in der Frage beschrieben ?

Kommentar von Flashbong ,

Falls ich das richtig verstehe scheinst du nicht zu bemerken dass Chlorwasserstof kein metall enthält also nur nichtmetalle.

Kommentar von lateinchiller ,

Danke :)...und die andere Frage ?

Kommentar von lateinchiller ,

Ja aber was reagiert denn hier mit Sauerstoff (O2) ?

Kommentar von Flashbong ,

Sauerstoff ist lediglich O. In Schwefelsäure ist sehr viel Sauerstoff enthalten.

Kommentar von lateinchiller ,

Ok danke :)

Antwort
von ThomasJNewton, 16

Alle Nichtmetalloxide bilden Säuren, aber nicht jede Säure ist aus einem Nichtmetalloxid entstanden.

Es gibt nicht nur die Ausnahme HCl. Sondern viele andere, Blausäure, Acetylen, Phenol, Quadratsäure, Cyclopentdien uva.

Und Anhydride (= ohne Wasser) kann es logischerweise nur von Säuren geben, die zuvor durch Auslösen in Wasser enstanden waren.
Für die anderen Arten von Säuren eben nicht.

Kommentar von lateinchiller ,

Also gilt die Regel nur für Säuren, wo man auch irgendwie ein "H2O"-Teilchen rausziehen kann ? Sie gilt zB nicht für Salpetrige Säure oder Salpetersäure ?

Kommentar von ThomasJNewton ,

Nicht so hurtig!

Auch von der Salpetrigen Säure und Salpetersäure gibt es Anhydride, Distoffstofftrioxid bzw. Distickstoffpentoxid.

Dass die nicht sonderlich stabil sind, ist ein anderes Thema.

Kommentar von lateinchiller ,

Wie kann denn von Salpetriger Säure (HNO2) das Anhydrid N2O3 sein ?

Kommentar von ThomasJNewton ,

Erst mal in Ruhe nachdenken, vor den Gegenfragen:

N₂O₃ + H₂O -> 2 HNO₂

Kannst du da einen Fehler erkennen? Ich nicht:

  • N: 2 links, 2 rechts
  • O: 4 links, 4 rechts
  • H: 2 links, 2 rechts
  • Ladung: 0 links, 0 rechts
Expertenantwort
von musicmaker201, Community-Experte für Chemie, 22

Ja, dieser "Merksatz" bezieht sich nur auf Elemente.

HCl kannst du so natürlich nicht herstellen, da sie keine Sauerstoffsäure ist. Demnach gibt es auch kein Anhydrid von ihr.

Du kannst die aber, wie du schon erkannt hast, aus ihren Salzen herstellen. Dies stellt dann aber eine Säure-Base-Reaktion da. Die Reaktion eines Anhydrids mit Wasser, würde man als Hydrolyse bezeichnen.

Organische "Oxide" (z.B. Asche aus Holz oder Tabak) reagiert mit Wasser oft basisch.

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