Wie ist das Bildverständnis von dem antiken Philosophen Platon (mentale und künstliche Bilder)?

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1 Antwort

Siehe:

http://www.philosophie-woerterbuch.de/online-woerterbuch/?tx_gbwbphilosophie_main[entry]=59&tx_gbwbphilosophie_main[action]=show&tx_gbwbphilosophie_main[controller]=Lexicon&cHash=ac116bc84ab1fc94d11c4dd2af1aacdd

Im Grunde ist Platons Philosophie von einer stufenweise Abbildtheorie geprägt. Das sind die reinen Ideen, das reine Gute (identifiziert mit der Sonne) und deren Abbildungen, Schatten, was bereits eine Qualitätsminderung hat. Normal erkennen Menschen also in ihren Erfahrungen nur Schatten der wahren Ursprünge und Zusammenhänge. Spiegelungen oder Abbilder sie eine Abbildung zweiter Stufe, weil sie bereits als Idee von Menschen, d.h. eine Vorstellung von einer nicht mehr reinen Abbildung sind, vermischt mit Doxa, mit Meinung. Selbst der Bildhauer, der eine Göttergestalt abbildet, projeziert nur seine mindere Idee des Göttlichen in ein einfaches Material.

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Kommentar von Happiness88
17.02.2016, 12:40

Danke danke danke 👍🏼👍🏼👍🏼

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Kommentar von berkersheim
17.02.2016, 16:24

Der Link scheint nicht richtig zu funktionieren. Hier ein anderer Hinweis:

"Die Platonische Bildtheorie markiert den Übergang von einer
kultisch-magischen zu einer repräsentationalistischen Bildauffassung. Nach der kultisch-magischen Auffassung ist der Bildreferent im Bild zugegen, nach der repräsentationalistischen verweist das Bild auf ihn.
Plato verwirft die erste und vertritt die zweite Auffassung, bewertet
die Bildverwendung darüber hinaus aber negativ, da die zum Verweis
nötigen bildeigenen Merkmale den Bildreferenten nur sehr oberflächlich charakterisieren. Wenn Repräsentation jedoch nicht an der begrifflichen Erkenntnis gemessen wird, lässt sie sich durchaus positiv bewerten, wie etwa die Faszination illusionistischer Repräsentation zeigt, die Plinius in seiner Naturalis Historiae schildert. Bekannt geworden ist die Anekdote vom Wettstreit zwischen den Malern Zeuxis und Parrhasios: Zeuxis hatte so wirklichkeitsecht Trauben gemalt, dass die Vögel nach ihnen pickten; Parrhasios übertraf ihn jedoch, indem er einen Vorhang zeichnete, den Zeuxis aufziehen wollte. So vermochte Zeuxis die Tiere, Parrhasios aber selbst die Menschen mit seiner Malerei zu täuschen (vgl.Plinius 1977, 65). Sicherlich sind diese Anekdoten nicht allzu wörtlich zu nehmen, sie dokumentieren aber, wie sich eine positive Beurteilung der repräsentationalistischen Bildauffassung in der Antike durchsetzt und sich in Form der Mimesislehre, mit dem Ideal der Ähnlichkeit verbunden, der gesamten antiken Kunsttheorie einprägt."

http://www.theomag.de/25/ksh1.htm

Beim Online-Wörterbuch muss man auf Online-Wörterbuch gehen und dann auf den Begriff "Abbild".

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