Frage von wedsawetrtzg, 135

Wie ist aktuell eigentlich die politisch korrekte Bezeichnung für einen Afrikaner?

Selbst Afrikaner ist ja Mist, weil Nordafrikaner nicht dunkelhäutig sind. Schwarzer und Farbiger ist verpönt. Hochpigmentiert kann nur ein Witz sein. In den USA war Afroamerikaner mal hip. Ist ein Schwarzer in Deutschland dann ein Afrogermane? Und wieso ist die Bezeichnung "Schwarzer" eigentlich rassistisch, die Bezeichnung "Weißer" aber okay?

Und zuguterletzt: In Kiel betreibt ein Nigerianer ein Restaurant namens "Zum Mohrenkopf" http://www.shz.de/lokales/kiel/zum-mohrenkopf-in-kiel-restaurant-name-im-rampenl...

Kann ein Schwarzer Rassist gegenüber andern Schwarzen sein, oder ist die Bezeichnung Mohr in Ordnung, wenn ein Schwarzer den Begriff verwendet?

Ich bitte um Entschuldigung dafür, dass ich "nicht politisch korrekte" Bezeichnungen verwendet habe. Ich weiß es einfach nicht besser.

Antwort
von nobytree2, 122

Für jemanden aus Afrika ist die Bezeichnung Afrikaner immer richtig. Das hat aber nichts mit der Hautfarbe zu tun.

Wenn Du Dich auf Haare, Hautfarbe, typische Gesichtsmerkmale etc. beziehst, kenne ich keine brauchbare Bezeichnung, weil diese Unterscheidungsmerkmale an Bedeutung verloren haben und auch zu pauschal sind (so sehen die Personen auch sehr verschieden aus).

"Mohr" würde ich nicht verwenden, das würden manche als abwertend verstehen und ist auch eher ungebräuchlich.

"Schwarzer": Das wurde häufig abwertend gebraucht, anders als "Weißer". Deswegen die Unterscheidung im Wortklang. Auch das würde ich jetzt nicht verwenden.

An für sich braucht man diese Unterscheidung nicht. Will man jemanden beschreiben, kann man das ja machen (dunkelbraune Hautfarbe, Frisur so und so etc.). Eine Gruppenbezeichnung wäre hierfür aber ineffizient.

Antwort
von gerechttigkeit, 77

Kommt die Person gebürtig aus Afrika, dann finde ich diese Bezeichnung ebenso korrekt, wie Amerikaner für eine Person aus Amerika, Europäer für eine Person aus Europa, usw..

Man nennt hierbei ja nur den Kontinent, von welchem die Person stammt. Das hat nichts mit der Hautfarbe zu tun.

Bezogen auf die Hautfarbe (und auch der sonstigen Herkunft) würde ich keine Begriffe verwenden, welche mit dem Ziel der eindeutigen Abwertung von Menschen verwendet wurden, da schließlich niemand vorher wissen kann, ob du diese Begriffe ebenfalls negativ oder doch positiv verwendest.

Übrigens finde ich es nicht schlimm, wenn jemand die Herkunft des anderen benennt, natürlich nur, wenn man dabei die Würde des Betreffenden nicht verletzt.

Dunkle Haut (egal wie dunkel) ist kein Grund zum schämen. Diese Menschen sind genauso viel wert wie wir und alle anderen Menschen. Die Herkunft ist völlig egal.

Mit einer Bezeichnung kannst du aber nie etwas verkehrt machen - mit dem Begriff M e n s c h.

Antwort
von Meine5teTasse, 135

Mal ganz ehrlich .... ich verstehe die übertriebene Panikmache mit der ganzen angeblichen Diskriminierungen nicht. Ich finde der Ton macht die Musik und dann ist bspw ein "Dunkelhäutiger" nicht unbedingt rassistisch. Ich verstehe auch nicht warum jz viele Institutionen unbenannt werden müssen. ZB Studierendenwerk stand Studentenwerk. Alleine das kostet den Gemeinden Millionen, die man bestimmt besser investieren könnte. 

Antwort
von PatrickLassan, 81

Selbst Afrikaner ist ja Mist, weil Nordafrikaner nicht dunkelhäutig sind.

Das ist eine völlig unlogische Schlussfolgerung. Wieso sollte man Menschen, die aus Afirika stammen, nicht Afrikaner nennen?

Kommentar von wedsawetrtzg ,

Weil sich meine Frage auf die politisch korrekte Bezeichnung von Schwarzen beziehen sollte....

Kommentar von steffenOREO ,

Dann hast du aber einen selten dummen Einstieg in diese Frage gewählt. Es gibt auch dunkelhäutige Deutsche. Und wenn dir nichts anderes einfällt, einen Menschen zu beschreiben, als nach seiner Hautfarbe, dann tust du mir wirklich leid.

Kommentar von wedsawetrtzg ,

Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich beschreibe niemanden, ich frage nach der politisch korrekten Bezeichnung. Das ist nicht wertend, sondern nur eine Frage. Schließlich werden zurzeit sogar Kinderbücher von Astrid Lindgren abgeändert.

Kommentar von Treueste ,

Korrekt ist, wenn man sich überhaupt auf eine Hauptfarbe beziehen muss, was sich mir nicht erschließt: Schwarzer.

Antwort
von pn551, 65

Ich glaube, sogar Howard Carpendale würde sich als Südafrikaner bezeichnen.

Antwort
von 0815Interessent, 49

Ein Afrikaner ist ein Afrikaner, egal welche Hautfarbe er hat. Ein Asiate ist auch ein Asiate, oder würdest du die anders bezeichnen?

"Schwarzer" ist deswegen verpönt, weil es meist mit einer abwertenden Konnotation benutzt worden ist, "Weißer" dagegen eher nicht. In Asien ist es wieder anders, da hat "Weißer" einen eher negativeren Aspekt.

Und natürlich kann ein Ausländer auch Rassist sein, das ist eine Einstellung im Kopf und hat nichts mit der Herkunft zu tun. Leider gibt es davon ja auch genug.

Antwort
von himako333, 52

die Hautfarbe sagt nichts über die Herkunft aus .. In USA regiert der erste schwarze Präsident..in Südafrika herrschen immer noch Afrikaner , überwiegend die Nachfahren der Engländer und anderer Europäer, genau wie in Australien und Amerika

google bitte unter ... „Initiative  Schwarze Menschen in Deutschland e.V.“ 

Antwort
von swissss, 98

Wie bezeichnet man Europäer ?

Selbst Europäer ist ja Mist, weil Nordeuropäer in der Regel hellhäutiger sind als Südeuropäer. Bezeichnet man jetzt Leute nach ihere Hautfarbe oder nach dem Kontinent??

Kommentar von swissss ,

wie bezeichnest du Australier? Asiaten ?

Kommentar von DrBrainwash ,

nach der hautfarbe, die kann jeder direkt sehen, kontinent eben nicht

Kommentar von spaghetticode ,

Bezeichnet man jetzt Leute nach ihere Hautfarbe oder nach dem Kontinent??

Bei uns in der Regel nach ihren Namen.

Antwort
von derDennis97, 55

Ich finde, wenn es darum geht, jemanden mit schwarzer Hautfarbe zu bezeichnen, dass dann "Schwarzer", "Dunkelhäutiger" oder meines Erachtens sogar "N3ger" in Ordnung ist. N3ger (sorry, darf's korrekt geschrieben nicht posten) - ich weiß nicht, was daran schlimm oder rassistisch sein soll .. Negro = schwarz. Bedeutet nichts anderes. "N!gger" wäre rassistisch. Oder das alt-deutsche "Mohr" sollte doch eigentlich auch keine rassistischen Hintergründe haben...

(Kann mich natürlich auch irren. Wenn, dann klärt mich bitte auf!) :)

Wenn man nun "blanco" (für weiß) für einen hellhäutigen verwendet, oder "Weißbrot" oder sowas - ist das dann nicht auch rassistisch?



Antwort
von spaghetticode, 49

"Schwarzer", "Farbiger" und "Dunkelhäutiger" sind ok, weil wertneutral.

Kommentar von spaghetticode ,

Kann ein Schwarzer Rassist gegenüber andern Schwarzen sein

Natürlich, Idiotie kennt keine Hautfarbe.

Antwort
von nordlyset, 15

In meinen Augen ist "Afrikaner" politisch korrekt, so, wie es "Australier", "Amerikaner", "Asiate" usw. ja ebenfalls sind.

Antwort
von brido, 63

Afrikaner ohne schlechte Eigenschaft dazu ist immer noch erlaubt. 

Antwort
von ShinyShadow, 51

Zunächst mal: Ein Afrikaner ist ein Mensch aus Afrika, demnach kann man ihn guten Gewissens Afrikaner nennen, egal welche Hautfarbe er hat ;)

Zu den ganzen Bezeichnungen: Am besten redet man gar nicht mehr über die dunkelhäutigen, denn man wird immer als Rassist abgestempelt ;)

Ne, im Ernst... Die Schwarzen nennen sich doch selber Schwarz.

Solang man nicht das böse N-Wort sagt, ist fast alles ok.... Das Thema wird nur von allen so hochgeschaukelt!

Mein Gott, es geht um eine HAUTFARBE. Wenn man so drüber nachdenkt, ist die ganze Diskussion rassistisch... Ansonsten würd man einfach die Farbe nennen und keiner würd sich Gedanken machen....

Kommentar von wedsawetrtzg ,

Aber warum reagieren dann alle so anfasst bei dem Thema? Selbst das böse N-Wort bedeutet ja nichts anderes als scharz. Nigrum=schwarz

Kommentar von ShinyShadow ,

Naja, das hat eben noch nen geschichtlichen Hintergrund denk ich... Da die Schwarzen lange als Sklaven "gehalten" wurden, da wurd ja auch immer von "Nig.er" geredet. Und ja, in Deutschland wurden diese eben meist "Ne ger" genannt... (Sagen ja heut noch manche so aus Spaß, so: "Bin ich dein Ne ger oder was?")

Daher hat dieses Wort eben nen sehr negativen Beigeschmack....

Wieso das Thema HEUTE noch so hochgepuscht wird versteh ich auch nicht so recht...

Kommentar von spaghetticode ,

Die N-Wörter haben aber eine negative Konnotation. So wie "Sekte" ja nichts anderes als "Abspaltung" bedeutet, aber im deutschen Sprachraum negativen Beiklang hat. Das entsprechende sprachwissenschaftliche Fachgebiet nennt sich "Semantik", falls es dich interessiert.

Und dass "alle bei dem Thema so reagieren" ist dummes Geschwätz von Rassisten, die immer gleich heulen, wenn man sie "Rassisten" nennt.

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