Frage von brokelife, 44

Wie in ein normales Leben zurück?

Hey Leute, ich habe meine Ausbildung abgebrochen weil es mir keinen Spaß gemacht hat und ich mir sicher war dass ich etwas neues finde. Ich wollte nach dem Abbruch erstmal gar nichts machen außer mit Freunden Spaß haben. Da ich soviel Zeit hatte und ich nicht mehr wusste was ich machen soll habe ich angefangen öfter mal Alkohol zu trinken. Ich habe mir Anfangs gar nichts dabei gedacht außer dass ich frei bin und machen kann was ich will. Irgendwann war es so dass ich täglich besoffen war und ohne Alkohol keine lust hatte raus zugehen weil mir im nüchternen zustand alles so langweilig vorkam. Ich habe dann neue Leute kennen gelernt und mich von meinem alten Freundeskreis verabschiedet was ich sehr bereue. Mit meinen neuen Freunden habe ich genau das gemacht was ich damals wollte. Rausgehen und saufen... Irgendwann ging mir mein Geld aus weil meine Eltern gemerkt habe was ich draußen so mache und sie das nicht unterstützt haben. Also mussten wir uns überlegen wie wir an Geld kommen und es begann mit der Kriminalität. Es wurde mir klar dass es nicht für immer so bleiben kann und wollte wieder in ein normales Leben ohne Alkohol zurückkehren doch das ging nicht so leicht wie ich mir das vorgestellt habe. Ich kam mir vor wie der letzte Versager was mir meine Eltern auch jeden Tag bestätigten. Ich kam dann zu dem Entschluss dem ganzen ein ende zu setzen und begann immer mehr über Selbstmord nachzudenken. Ein paar Wochen später war ich fest davon überzeugt dass ich es machen will und es absolut keinen anderen weg mehr gibt. Ich bin dann auf ein Parkhaus dach geklettert und wollte springen. Ab diesem Augenblick als alles so klar war dass jetzt Ende ist. Ich wollte springen aber mein Körper hat nicht mitgemacht. In dem Moment begriff ich dass das Leben nur so ist wie man es sich selbst macht und wollte weiterleben. Ich habe es geschafft mit dem Alkohol aufzuhören aber leide heute noch unter Depressionen. Ich komm einfach nicht klar darauf wie ich in nur 2 Jahren so abstürzen konnte. Es kommt mir einfach so vor als würde ich nie etwas erreichen können obwohl ich sonst immer einer war der jedes Problem irgendwie in den Griff bekommen hat. Wie schaffe ich den schritt zurück in ein "normales" Leben? Hoffe ihr könnt mir helfen. Lg

Antwort
von sternchen01973, 8

Du hast das geschafft wo viele dran scheitern, und das ist der erste große Schritt wo du wirklich Stolz drauf sein kannst.

Du hast das wichtigste Begriffen und angefangen das ganze zu ändern.

Du bist kein Versager mehr und bist jetzt in der Lage dein Leben so zu lenken wie es richtig ist.

Setze dir ein Ziel und versuche es zu erreichen. 

Was ganz wichtig für dich ist, es geht nicht alles auf einmal sondern immer einen Schritt vor den nächsten. Das ist bei jedem so, auch bei denen die keine probleme hatten.

Versuche erstmal herauszufinden welche Berufe dich interessieren könnten. Dir stehen alle wege offen. Du hast sogar die Möglichkeit weiter zur Schule zu gehen um einen besseren Abschluß zu bekommen. Ich weiß ja nicht welchen du hast. Versuche dich weiterzubilden, du kannst auch schulische Ausbildungen machen, es gibt so viel.

Du hast nun den Verstand und die Zeit dich Schritt für Schritt an deinen Berufswunsch heranzutasten. Jedes Ziel was du erreichst holt dich mehr und mehr aus den Depressionen heraus, weil du merkst das du alles schaffen kannst. Man benötigt nur Geduld und Ehrgeiz.

Antwort
von CamrenJauregui, 25

Mir geht es zur Zeit auch so, dass ich die Ausbildung abgebrochen habe und mich wie eine Versagerin fühle. Erstmal ist es gut, dass du Einsicht hast und nicht verantwortungslos weiterhin dem Alkohol verfällst. Hast du mal über eine Therapie nachgedacht? Das könnte dir da sicher helfen. Die 2 Jahre sind ärgerlich, aber du hast dir sicher nicht alles versaut. Ich kenne einen, der erst mit Mitte 20 eine Ausbildung gemacht hat und 4 Jahre mal so gar nix, trotzdem wurde noch was aus ihm. Ich will damit nicht sagen, dass Faulheit immer klar geht, aber du hast sicher nicht alles verloren :)

Antwort
von WinnfieldVega, 7

Hi, wichtig ist das du auf dem weg zurück in dein altes "normales" leben sämtliche Brücken zu deinem jetzigen leben abbrichst. Dazu gehört neben dem ersten Schritt des Verzichts auf Alkohol auch der Kontaktabbruch zu deinen "falschen" Freunden die dich zwar auf den ersten Blick aufgefangen haben, jedoch nichts mehr waren als eine Art Selbsthilfegruppe für gestrandete die alle irgendwie auf der Stelle tanzen. Jenachdem wie das Verhältnis zu deinen Eltern ist würde ich an deiner Stelle das Gespräch mit ihnen suchen in dem du ihnen offen und ehrlich deine Sorgen und Ängste die dich plagen erzählen kannst. Dann verstehen sie dich auch evtl. besser und sehen nicht nur den Ausbildungabbrecher der säuft, mit seinen neuen Freunden mist baut und Briefe von der Polizei bekommt. Versagensängste sind normal und nix schlimmes, jedoch sollte man immer nur nach vorne schauen im leben und aus Fehlern lernen. Das deine Beine diesen einen letzten Schritt nicht gehen wollten ist auch gut so, denn möchtest du als Elternteil dein eigenes Kind später mal zu grabe tragen müssen wegen einer Sch... Ausbildung ?! Denk dran es werden noch viel schwierigere Situationen im Leben kommen die du zu meistern hast und du wirst aus jeder einzelnen gestärkt hervorgehen ! 

Antwort
von LittleMistery, 1

Dann rede vernünftig mit deinem Therapeuten und unter Umständen auch mit deinem Arzt. Die werden dir helfen. Wie läuft das momentan mit dem Alkohol? Vielleicht kannst du auch stationär auf Entzug gehen oder so,

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