Frage von AnimalRs, 68

Wie Hund "Maßregeln" "korrigieren"?

Hallo ihr lieben. Einmal vorneweg, ich mag diese Erziehungsweise nicht,mir ist aber auch klar das es manche hunde gibt die gemaßregelt werden müssen.

Meine frage ist jetzt, wie macht man das? Ich habe bis jetzt kein Hund gehabt bei dem es nötig war, habe immer auf das gewünschte verhalten gewartet,ein markerwort gesagt und belohnt,alles unerwünschte ignoriert.

Weil ich eine Nachbarin mit 2-3 hunden (pflegehunde) habe die die hunde meiner Meinung nach drangsaliert und unnötig hart bestraft ( sie tritt die hunde u.a ). Ich habe sie mal angesprochen und freundlich mit ihr über die Hunde gesprochen, sie meint die hunde kommen aus schlechter Haltung oder vom Tierschutzverein. Die haben teilweise auch Aggressionen auf andere hunde/Menschen und dieses Verhalten muss sie ja "korrigieren", ich denke leider sie hat sich die Methoden von CM angeschaut. Ich würde ihr gerne zeigen oder sagen wie sie einen hund vernünftig Maßregeln kann ohne zu treten aber wie macht man das? Einfach energisch Nein sagen und an der leine rucken oder soll ich ihr zeigen wie ich das mache?

Danke schonmal :D

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von banane131, 22

es ist zum k...... das sich manche Menschen scheinbar damit profilieren, ach ja so gut und toll zu sein und so barmherzig. Ich kenne jemanden, der Tiere mit Handycap sammelt...... mir wird schlecht bei dem Gedanken an diese Frau. Man gut habe ich den nicht zu IHR passenden Hund ( er war blind und wollte nicht über Hundewippen gehen und auch nicht spielen, dieser Mistkerl!!!!) bekommen und noch 2 Jahre einen glücklichen Hund aus ihm gemacht Blinde Augen können lachen :-))))))) Bitte paß auf, irgendwann kommt die Gelegenheit und man kann etwas unternehmen. Ganz liebe Grüße

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 51

Wie ein Fehlverhalten eines Hundes sinnvoll sanktioniert werden kann, hängt immer von der Situation ab. Eine generelle Methode, um einen Hund zu maßregeln, ist nicht nur sinnlos, sondern u.U. kontraproduktiv.

Wenn ein Hund an der Leine zieht, besteht eine sinnvolle Sanktion, aus der der Hund Konsequenzen ableiten und lernen kann, beispielsweise darin, das Tempo zu verlangsamen oder stehen zu bleiben. Eine Maßregelung in Form eines Leinenrucks erhöht den Stress, vermindert die Lernfähigkeit und u.U. das Vertrauen in den Halter und sorgt bei vielen Hunden dafür, dass sie erst recht in die Leine brettern. Vermindert man das Tempo, versteht der Hund hingegen, dass das Ziehen zum Gegenteil des von ihm erwünschten Erfolgs führt. Beschleunigt man, sobald die Leine locker ist, versteht er, dass er mit dem erwünschten Verhalten (lockere Leine) schneller zum Erfolg (höheres Lauftempo) kommt.

Sinnvoll ist eine Sanktion, die den Hund nicht zum von ihm erwünschten (und vom Menschen unerwünschten) Erfolg bringt, die gewaltfrei ist, ihm Rückschlüsse auf das erwünschte Alternativverhalten gibt und ihn ermuntert, es erneut und richtig zu versuchen. Strafe im herkömmlichen Sinne finde ich absolut sinnlos.

Kommentar von AnimalRs ,

Danke dir für die Antwort, ich stimme dir in allem voll zu. mich macht diese frau so wütend ...

Kommentar von NoradieHexe ,

Das hätte man nicht besser ausdrücken können. 

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Dankö! - Für diese in allen Punkten zutreffende Antwort!

Antwort
von xttenere, 48

Massregeln sollte man Hunde nie, weil man unter Zwang nicht den gewünschten Erfolg hat.

Wenn ein Hund nicht oder nur schlecht gehorcht, fängt man einfach wieder bei null an. Jedes Kommando wird geübt und geübt....und erst wenn es sitzt, wird mit dem nächsten Kommando angefangen.

Der Erfolg basiert auf viel Geduld...Ruhe und Leckerli.

Dauert zwar seine Zeit...ist aber sehr effizient

Antwort
von swinni0110, 25

Generell sollte man auf jedenfall mit dieser Person reden, denn so geht es nicht. Ob die Hunde angeblich aus einer schlehten Haltung kamen oder nicht spielt keine Rolle, aber einfach so weiter zu machen ist auch keine Läsung.

Aber auch dein Tipp mit kräftig an der Leine ziehen fände ich persönlich jetzt auch nicht gerade hilfreich. Wenn an der Leine gezogen wird, verursacht das beim Hund auch einiges, zum Einen physisch und zum anderen körperlich.
Es geht auch ohne Ziehen an der Leine!! Kann man auch hier nachlesen: https://www.kein-ziehen-an-der-leine.de/fragen-und-antworten/nicht-an-der-leine-...

Kommentar von AnimalRs ,

ich stimme dir voll zu. ich würde bei meinen hunden nie an der Leine zerren oder so, da hätte ich auch glaube ich 2 tage schlechte Karten, hab so liebesbedürftige "schisser" :) danke dir und gute Nacht :D

Antwort
von Arashi01, 31

Ich würde ihr den Rat geben, eine Hundeschule zu besuchen. Wenn Du selbst so wenig Erfahrung hast, ist es kaum möglich zu raten, denn vor allem die Haltung von mehreren Tierschutzhunden ist "hohe Schule".

Es muss individuell auf die Tiere und die Situation eingegangen werden. Treten ist natürlich Quatsch. Klickertraining im Rudel kaum möglich oder sehr schwierig.

Kommentar von AnimalRs ,

hast du recht aber die wird niemals zu einer hundeschule gehen. sie denkt sie wäre Cesar Milan... ich hab halt keine Erfahrung mit fremden verhaltensauffälligkeiten/traumatisierten hunden. ich habe zwar selber 2 hunde aus dem Tierschutz ( eine war unverträglich) und einen pflegehund aber beim eigenen hund zudem ich eine Bindung aufgebaut habe merke ich schon wie ich mich zu verhalten habe ( ich arbeite zu 90%über Körpersprach,finde ich am natürlichsten) bei fremden hunden ist das aber eine sache für Profis.

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 11

Es gibt geradezu Sektenanhänger von C.M., dem Guru der Starkzwang-Hundeerziehung. Die reden dann alles schön. Solange bis die Sonne scheint wenn Hunde weinen.

Kommentar von AnimalRs ,

leider erlebe ich das auch immer wieder... manche sachen sind okay, z.b viel auslauf und so aber leider foltert er die hunde :-(

Antwort
von rosale, 22

Mit Treten wird der Hund kein Vertrauen zum Besitzer aufbauen können, sondern Angst/ Panik.

Maßregeln hilft da überhaut nichts und gehört aus dem Vokabular entfernt. Einen Hund kann man zum gewünschten Verhalten korrigieren mit Geduld und Liebe, wenns mal nicht klappt.

Rückfälle wird es immer wieder geben, darum sollte man auch konsequent sein.

Zeige deiner Nachbarin wie du es gemacht hast. Mir tun die Hunde leid, weil sie von einer schlechten Haltung in die nächste kommen.

Hunde aus schlechter Haltung brauchen noch viel mehr Zuwendung und keine Tritte, die sie noch mehr verängstigen und eventuell agressiv machen.

Ich würde den Verein anrufen, dass man der Nachbarin die Hunde wieder abnimmt, bevor sie unvermittelbar werden.

Kommentar von AnimalRs ,

der Verein glaubt mir nicht... ich weiß einfach nicht weiter. ich hatte ein video und sie hat mich beim filmen gesehen, sie hat dann die Polizei angerufen und ich musste das Video löschen.. die Polizei wollte es nichtmal anschauen.. der Vereinsvorstand lobt sie in hohen tönen, die durften auch noch nie die hunde hoch bringen, sie ist immer raus gekommen und hat dann 15kg Trofu, Körbchen, Transportbox und eine Tüte und den hund alles zusammen alleine hochgetragen und dabei muss man bedenken die dame ist schon älter, ohne hunde braucht sie ein rollator... naja ich finds komisch, sie tut alles dass niemand ihre Wohnung betritt... wenn ich ihr begegne schauen die hunde richtig traurig. die werden sogar mit leinenruck bestraft wenn dir hunde leute anschauen , Rüden werden angeschrien, die sollen das bein beim pieseln runter nehmen... mit bein hoch führt ja angeblich im rudel zu bösen beißerein...

Antwort
von Liberty66, 18

Bei schwierigen Hunden achtet CM darauf, dass er bei seinem Training die Aufmerksamkeit der Hunde hat, was sie oftmals aus ihrer schlechten Haltung her nicht gewohnt sind.

Hierzu macht er entweder entsprechende Geräusche wie ein kurzes Zischen *Ksscht!* oder er stupst den Hund hinter der Schulter oder bringt ihn an der Leine durch ein kurzes, leichtes seitliches Ziehen "etwas aus dem Gleichgewicht", wie er es nennt, bis dieser aufmerksam wird und ihm gegenüber "eine respektvolle Haltung einnimmt".

Er arbeitet hierbei mit souveräner Körpersprache (ruhig und sicher), mit
dem Setzen von Grenzen und mit klaren Regeln. Außerdem macht er sich
häufig die Vorbildfunktion seines eigenen Rudels zunutze.

Bei CM wird standardmäßig weder gezerrt noch getreten. Das, was machmal wie ein Tritt aussieht, ist nur ein ganz leichtes Knuffen mit dem Fuß zur Korrektur, um die Aufmerksamkeit von einem Objekt weg auf ihn zu lenken. Das wendet er an, weil es beim Gehen an der Leine rascher funktioniert und auf den Hund auch durch die Schnelligkeit der Aktion überraschend wirkt (und hilft).

Nur, bei einem bissigen Hund muss ich Acht geben und mich eventuell wirklich wehren. Das ist dann allerdings meist immer noch besser, als gebissen zu werden oder einen mutmaßlich gefährlichen Hund einzuschläfern, ohne ihm eine vorherige Chance bei einen professionellen Training zu geben, was sonst rasch die letzte Entscheidung ist. Mit etwas Einfühlungsvermögen kann man die Vorgehensweise von CM in den Serien eigentlich ganz gut nachvollziehen.

Soweit es möglich ist, ist es natürlich immer vorzuziehen, einen Hund grundsätzlich und ausschließlich mit Lob und Belohnung für erwünschtes Verhalten zu erziehen und ihn positiv nach seinen Fähigkeiten auszulasten. Solche Bestrafungen wie die von Ihnen beschriebenen sind absolut kontraproduktiv in der Hundeerziehung, weil sie die Bindung und das Vertrauensvehältnis zerstören oder mindestens sehr belasten.

Kommentar von AnimalRs ,

das Problem liegt ja darin dass sie DENKT sie wäre Cesar, sie tritt ja wild drauf los oder würgt die hunde mit nem "Schnürsenkel" Halsband bis die hunde husten... also sie hat sich überhaupt nicht mit seinen Methode auseinander gesetzt. Generell habe ich nichts gegen Cesar, ich finde alleine schon super das er hunde rehabilitiert die sonst wegen ihren Aggressionen getötet werden. manches ist aber trotzdem nicht umsetzbar vorallem nicht als laie, ihre hunde sind einfach nur unsicher und wollen sich vor "gefährlichen Situationen" zurück ziehen, die zeigen weder Aggressionen oder Dominanz noch ungehorsam. Sie kann absolut nicht einschätzen wann sie wie zu "korrigieren" hat.

Kommentar von Liberty66 ,

Wenn die Umstände, unter denen Ihre Bekannte ihre Hunde hält, in Ihren Augen eine Tierquälerei darstellen und sie regelmäßig Gewalt anwendet, würde ich an Ihrer Stelle darüber nachdenken, dieses dem Ordnungsamt zu melden.

Da Sie schreiben, dass sie nach den Methoden von CM arbeiten möchte oder dieses wenigstens behauptet, könnten sie vielleicht den von mir beschriebenen obigen Passus ausdrucken (mit oder ohne den letzten Absatz) und ihn ihr überreichen oder in den Briefkasten werfen. Die Unterschiede sind so vielleicht für sie besser erkennbar, denn man darf Hunde generell weder würgen noch treten. Das hat jedenfalls nichts mit Erziehung zu tun, sondern allenfalls mit dem Ausleben eigener Aggressionen.

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Es gibt geradezu Sektenanhänger von C.M. dem Guru der Starkzwang Hundeerziehung. Die reden dann alles schön. Solange bis die Sonne scheint wenn Hunde weinen...

Antwort
von banane131, 17

Paßt zwar jetzt nicht zu der Frage, aber: Treten?????  Grrrrrrrr.... kann man dem TS nicht mal nen Tipp geben?  Energisch ist ok, aber nicht mit körperlicher Gewalt. Mich schüttelt es, sorry...

Jeder andere Weg ist besser, garantiert!

Kommentar von AnimalRs ,

mir geht es auch dermaßen gegen den Strich aber ich habe schon alles versucht... sie gehört wohl selber irgendwie zum Tierschutzverein, sagen die Nachbarn die sie kennen :'( sie hat mich sogar angezeigt, weil sie einmal einen hund so sehr getreten hat dass er richtig laut geschrien hat, ging mir bis ins mark und meine hunde sind auch total geschockt aufgesprungen, da habe ich natürlich sofort aus dem Fenster gerufen und sie meinte ich hätte sie beleidigt, habe ich aber nicht. ich habe schon viel versucht aber es interessiert niemanden,selbst die Nachbarn aus dem nebenhaus wissen das sie die hunde schlägt, fragt das Veterinäramt da nach weiß natürlich niemand etwas.... bin so sauer, die hat immer so liebe, devote,dankbare hunde und die werden noch geschlagen und kommen nie länger als 5min raus außer sie trifft hundefreunde, dann mal 15min ob sie sich gelöst haben oder nicht ist ihr auch egal.

Kommentar von AnimalRs ,

sorry für den langen text :O aber da werde ich echt sauer und traurig...

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