Wie hoch stehen die Chancen einen Waffenantrag bewilligt zu bekommen, wenn in der nähe ein Terroranschlag stattgefunden hat?

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11 Antworten

Der Ehemann einer Bekannten von mir ist im Personenschutz tätig. Der darf seine Waffen zum Einsatzort nur in abschließbaren Behältern transportieren und sie nirgendwo sonst öffentlich tragen. Er muss beim Umzug  in einen andren Ort dort erst fünf Jahre gemeldet sein, ehe er einen Waffenschein beantragen könnte – was natürlich ein berufliches Aus bedeutet würde.

Wenn er seine Waffen auch nur einmal außer am unmittelbaren Dienstort öffentlich gezeigt hätte, wäre er umgehend entlassen worden.

Diese ganzen Märchen von in der Gegend herumballernden und natürlich immer zwischen die Augen treffenden wohlmeinenden Rächern haben wohl vielen Serienfans die Vorstellungen vom wahren Leben verdreht.

Waffen sind was für absolute Profis, die strengste Auflagen befolgen müssern, wer das nicht begreifen will, sollte einen Umzug nach Texas in Erwägung ziehen.

Übrigens: Trotz IS-Terror und Talibankämpfern ist die Zahl der Morde bei uns im letzten Jahrzehnt etwa um die Hälfte zurückgegangen. Ein oder zwei spektakuläre Vorfälle verändern nämlich die Beurteilung einer ganzen Kategorie, deshalb denken auch viele Menschen, dass selbstlenkende Autos eigentlich unsicher sind und an allen Ecken und Enden Flugzeuge abstürzen, weil viele Piloten psychisch gestörte Selbstmörder sind, die sich natürlich niemals mit einer tüchtigen Ladung Schlafmittel umbringen würden, sondern grundsätzlich mit vollbeladenem Flieger gegen Felsen donnern.

Wenn es um vernünftige Entscheidungen geht, ist die Spezies Mensch außerordentlich oft auf dem falschen Gleis, was man übrigens auch an der Zahl der Ehescheidungen ablesen kann.

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Kommentar von Eddcapet
24.11.2016, 15:28

Oder auch an der Zahl der Eheschließungen :D

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Erstens die Chancen sind null. Zweitens als Waffenträger gefährdest Du Dich eher selbst. Und Drittens, am sinnvollsten ist ein Lauftraining.

Klar, wenn man genug Folgen von "The Walking dead" gesehen hat, glaubt man, man könnte ziehen und den Feind gezielt in die Birne schießen.

Nein, man schießt daneben (außer man hat ein ausgiebiges Polizeitraining hinter sich) und dann hat man entweder einen Unschuldigen aus Versehen getroffen oder den Angreifer erst richtig auf sich aufmerksam gemacht. Und Nachladen schafft man in der Aufregung auch nicht mehr. Du ahnst gar nicht, wie Dir in solchen Situationen die Hände zittern.

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Kommentar von Eddcapet
26.07.2016, 20:39

Naja es gibt durchaus Leute die in Extrem Situationen sehr ruhig bleiben können, trainierte Leute. Deshalb sollte man nur einen Waffenschein bekommen, wenn man regelmäßig ins Training geht.

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Salue Eddcapet

Ehrlich gesagt, bei genau 0 %. Bei uns in der Schweiz mit dem liberaleren Waffengesetz wäre es nicht anders.

Wenn jedermann, bei dem in den nächsten 30 km ein Verbrechen stattgefunden hat, eine Bewilligung zum Tragen einer Knarre bekäme, müsste man wohl ca. 80 Millionen Bundesbürger die Bewilligung erteilen.

Die Kleinkinder kannst Du von dieser Zahl noch abziehen.

Der Amoklauf in München wäre dann in eine wilde Schiesserei von ungeübten Verkaufsangestellten, Hausfrauen und Polizisten ausgeartet.

Projektile überall, Querschläger, niemand weiss, wer eigentlich angefangen hat !  

Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass Du durch einen Amoklauf oder einen Terroranschlag ums Leben kommst, ist kleiner, als die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden.

Die gute Nachricht: Einen Blitzableiter darfst Du ohne Bewilligung jederzeit mit Dir Tragen.

Sorry, ich bin Waffensammler und habe als Offizier Soldaten an Waffen ausgebildet. Glaub mir, Waffen gehören in die Hände von Leuten, die damit umgehen können und bereit sind, die Verantwortung dafür zu tragen.

Ich würde selber nie ein Schusswaffe in der Öffentlichkeit tragen, wir haben zurzeit keinen Krieg.

Gruss

Tellensohn aus dem Land der vielen Waffenbesitzer

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Kommentar von Eddcapet
25.07.2016, 18:25

Deswegen sollte man noch weitere Kriterien erfüllen müssen damit man den Schein bekommt und man sollte regelmäßig zum Training müssen.

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Was bitte sollte denn dieser Blödsinn bringen. Natürlich gibt es keinerlei Chance auf Genehmigung, würde ja auch keinerlei Sinn machen. 

Ich kann verstehen, dass es vielen Angst macht, wenn Terror in unmittelbare Nähe rückt. Ist genauso, wie wenn man hört, dass es mehr Einbrüche gibt oder wenn man hört, beim Nachbarn wurde eingebrochen. Man wird sich klar, es könnte auch mich treffen oder meine Familie und Freunde. 

Aber trotz allem, wie schlimm solche Vorfälle sind, muss man trotzdem auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Und Tatsache ist z.B. dass es immer noch um ein Vielfaches mehr Tote und Verletzte im Straßenverkehr gibt als durch Terror. 

Aber hast du schon mal versucht, das Auto fahren allgemein verbieten zu lassen? 

Wenn du Angst hast, dann solltest die vielleicht erst mal Grossveranstaltungen meiden, aber man sollte sich das eigene Leben auch nicht selbst so einschränken zu lassen, nur aus Angst. Denn passieren kann überall was. Selbst wenn man sich nur noch zu Hause aufhält, dann fällt einem vielleicht das Dach auf dem Kopf, man stürzt oder ein Auto rast in das Haus. Und man hat nur ein Leben und das geht viel zu schnell vorbei. Dann sollte man auch wenigstens gelebt haben und sich nicht nur versteckt vor Angst. 

Was und wie denkst du denn, dass dich eine Waffe schützen könnte? Selbst mit Waffenschein, in der Öffentlichkeit darfst du die nicht führen, schon gar nicht in ein Konzert mitnehmen (Ansbach). Und hättest du die dabei, was hättest du getan? Den Attentäter erschossen, nachdem er die Bombe gezündet hat? Wäre wohl sinnlos gewesen, er war da eh schon tot.  Eine Waffe ist gegen eine Bombe komplett machtlos, denn die Bombe ist eh schneller. 

Und selbst in einer Situation wie in München, man muss ja auch gut zielen können (was man ausgiebig trainieren muss) und da sausen hunderte Unschuldige rum, willst du die etwa treffen? Das ganze geht so schnell in Sekundenbruchteilen spielt sich alles ab. Alles schreit, rennt wild durcheinander, bewegt sich. Das einzige Sinnvolle in so einer Situation ist je nach Einzelfall entweder verstecken oder die Füße in die Hand nehmen und flüchten, so schnell es möglich ist. 

Versuchst du rumzuballern, bist du tot und unschuldige Andere vielleicht auch. In so einer Situation ist es nahezu unmöglich, so ruhig zu bleiben, dass man jemand gezielt treffen könnte.

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Kommentar von mychrissie
22.11.2016, 17:25

Eine sehr differenzierte und in allen Teilen richtige und vernünftige Beurteilung der unterschiedlichen Gefahrensituationen.

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Bei NULL.

Voraussetzung für die Bewilligung eines Waffenscheins ist (WaffG §19 Abs. 1), dass der Antragsteller glaubhaft darlegen kann

1. wesentlich mehr als die Allgemeinheit durch Angriffe auf Leib oder Leben gefährdet zu sein und

2. dass der Erwerb der Schusswaffe und der Munition geeignet und erforderlich ist, diese Gefährdung zu mindern.

Und jetzt erklär mal, was eine Schußwaffe gegen eine Bombe ausrichten kann? Oder ballerst Du dann einfach jeden Rucksackträger um?

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Kommentar von Eddcapet
25.07.2016, 18:27

"Oder ballerst Du dann einfach jeden Rucksackträger um?"
Das war ehrlich gesagt mein Plan ja :D. Ne spaß... klar gegen Bombennazis kann man nicht viel ausrichten, aber zumindest hätte man sich gegen den Amokläufer in München wehren können.

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Kommentar von winstoner14
25.07.2016, 18:30

Waffenschein oder Waffenbesitzkarte kannste voll vergessen, ausser du wirst Sportschütze.

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Keine Chance.

Was nützt dir auch eine Waffe, wenn ein mit Sprengstoff gefülltes Auto neben dir in die Luft geht - oder sich ein Selbstmordattentäter in die Luft jagt.

Eine Chance hättest du dann, wenn du eine Mitgliedschaft (von mindestens 2 Jahren, wenn ich das richtig in Erinnerung habe) in einem Schützenverein nachweisen kannst und auch die sonstigen Voraussetzungen erfüllst.

Aber selbst dann dürftest du nicht so ohne Weiteres Waffen öffentlich durch die Gegend schleppen.

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Kommentar von clemensw
25.07.2016, 18:21

Das sind die Voraussetzungen für den Erwerb einer WBK.

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Kommentar von vitus64
25.07.2016, 19:51

Als Mitglied eines Schützenvereins bekommt man keinen Waffenschein.

Ein Waffenschein berechtigt zum Führen einer Waffe in der Öffentlichkeit.

Das dürfen Sportschützen nicht.

Waffenscheine werden so gut wie nie für Privatpersonen ausgestellt und das ist auch gut so.

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Wie hoch stehen die Chancen einen Waffenschein zu bekommen?

Bei Null.

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Das ist eine abstrakte Gefahr. Du musst schon durch deine eigene Tätigkeit äusserst gefährdet sein.

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gleich Null

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0% - viellicht etwas weniger, wenn du einen "Waffenschein" für scharfe Waffen meinst...

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Kommentar von Eddcapet
25.07.2016, 18:30

Ohne Begründung helfen mir diese 0% antworten wenig.

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Es soll gar keine Waffen mehr geben

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Kommentar von winstoner14
25.07.2016, 19:34

Ich habe mich vor Lachen fast nicht mehr eingekriegt!

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Kommentar von Sandraaaa15
25.07.2016, 20:50

Was? Willst du krieg?

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Kommentar von Laestigter
26.07.2016, 01:19

Komm erst mal in die Pubertät, dann klappt es mit der Realität auch besser und das kindische Gedankengut hört von selbst auf!

By the Way - Es gibt auch keine Zahnfee!

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