Frage von airkites, 31

wie hoch ist mein krankengeld nach einer rehamaßnahme zur teilhabe am arbeitsleben?

Hallo,

aus gesundheitlichen Gründen habe ich durch den DRV-Bund eine Umschulung zur Teilhabe am Arbeitsleben genehmigt bekommen, leider bin ich jetzt kurz vor der Prüfung erkrankt und musste die Umschulung unterbrechen, da ich nach 6 Wochen ja ins krankengeld falle. Meine Frage ist nun: Wie hoch ist der Anspruch auf krankengeld?

Meine KK zahlt mir nicht den Betrag des Übergangsgeldes, sondern nimmt den betrag als berechnungsgrundlage.

Der Rentenbund berechnete ja von meinem Jahres-Bruttoentgeld 65 % und von der Summe, den Tagessatz, davon wiederum 75 %, was ja auch richtig ist.

Die krankenkasse wiederum meint sie müsse den nettobetrag an Übergangsgeld als Berechnungsgrundlage nehmen, jedoch bin ich da weit unter meinemÜbergangsgeld!

Da ist doch ein Fehler, oder?

Freu mich auf eure Antwort.

Andreas

Antwort
von Dancegirl70, 20

Krankengeld wird nach den Nettoeinkünften der letzten 12 Monate berechnet. Und wenn du da eine Umschulung gemacht hast dann ist das die Berechnungsgrundlage.

Kommentar von airkites ,

Der DRV-Bund hat vom tariflichen Bruttoentgeld 65 % abgezogen, das durch 360 tage geteilt und davon 75% genommen um mein Netto-Übergangsgeld zu errechnen. 

Die krankenkasse meint davon 70% und dann nochmal 80% abzuziehen um es zu bereichnen. Im SGB steht doch das von der Bruttobemessungszulage nur 80% abgezogen werden dürfen.  

Mir erscheint dies alles etwas suspekt!

Kommentar von airkites ,

... um nochmal auf die Frage zurück zukommen, handelt es sich bei dem Übergangsgeld ja nicht um meinen Nettolohn, sondern um eine Lohnersatzleistung.

Antwort
von FrauFanta, 18

Die Rehamassnahme ändert den Krankengeldanspruch nicht. Du bekommst hinterher die gleiche Summe wie vorher! Das Übergangsgeld ist keine Bemessungsgrundlage!

Kommentar von airkites ,

So sehe ich es auch, aber die Krankenkasse meint es leider anders.

So schaut es bei mir aus:

Der DRV-Bund hat vom tariflichen Bruttoentgeld 65 % abgezogen, das durch 360 tage geteilt und davon 75% genommen um mein Netto-Übergangsgeld zu errechnen. 

Die krankenkasse meint davon 70% und dann nochmal 80% abzuziehen um es zu bereichnen. Im SGB steht doch das von der Bruttobemessungszulage nur 80% abgezogen werden dürfen.  

Mir erscheint dies alles etwas suspekt!

Kommentar von FrauFanta ,

Letztendlich sollte dein Krankengeld 70% vom letzten Netto haben ( bzw 90% vom Brutto, je nach dem was Weniger ist. Hast du also 2000€ netto gehabt bekommt du jetzt 1400 ( nur grob gerechnet). Und zwar das letzte netto innerhalb von 24 Monaten. Es ist ja oft so, das eine andere Sozialleitung dazwischen is , sei es Übergangs- Verletzten oder Arbeitslosengeld. Das spielt keine Rolle. Der letzte Verdienst ist für das Krankengeld entscheidend. Es ist quasi nur ein Monat die Grundlage, nämlich der letzte Monat wo man gearbeitet hat. Im Gegensatz zum Übergangsgeld, das sind etwa 63-67% von Monatsjahresdurchschnitt. Deshalb ist das Übergangsgeld in den meisten aller Fälle weniger.

Kommentar von airkites ,

... aber es handelt sich doch um Übergangsgeld, früher als ich in der Reha war und AU entlassen wurde, war das Krankengeld genau so hoch wie das Übergangsgeld. Es kann doch nicht sein das, wenn man eine Umschulung zur Teilhabe am Arbeitsleben macht und eh schon weniger Geld bekommt, im Krankheitsfall, wo man nichts für kann noch weniger Geld bekommt. Die monatlichen Ausgaben werden doch nicht weniger dadurch!  

Kommentar von FrauFanta ,

Das Übergangsgeld ist quasi nicht mehr als in etwa Alg1

Kommentar von airkites ,

genau, die können doch das nicht als Berechnungsgrundlage nehmen und davon nur 70 % berechnen und auszahlen! Ich verstehe die Gesetzestexte irgendwie anders.

Kommentar von FrauFanta ,

Doch! Übergangsgeld berechnet sich im Monatsschnitt der letzten 24 . Monate, was du da hattest. http://www.finkenbusch.de/?p=1994. Es dürfte sich aber nicht wesentlich vom Krankengeld unterscheiden. Bisschen schon, aber nicht viel ( Max 2%)

Kommentar von airkites ,

Übergangsgeld ist doch eine Lohnersatzleistung und kann deshalb doch nicht als Nettoentgelt heran gezogen werden!

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