SassLx3 am 02.08.2009 um 2:26 Uhr
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Bei etwa 30 % der Erkrankungen lässt sich im Nachhinein der Infektionsweg nicht mehr nachvollziehen. Erhöhte Infektionsgefahr besteht für Konsumenten von Drogen wie Heroin, die intravenös konsumieren und dasselbe Spritzbesteck mit anderen Konsumenten teilen. Tätowierungen und Piercings sind bei Verwendung verunreinigter Instrumente ein Risikofaktor. Häufige Infektionswege sind die Verletzung mit spitzen und scharfen Instrumenten (Nadelstichverletzung (NSV)) bei gleichzeitiger Übertragung von kontaminiertem Blut. Das Risiko der Ansteckung nach einer NSV mit bekannt positivem „Spender“ wird in der Literatur mit 3 bis 10 Prozent angegeben, erscheint aber stark abhängig von der Virämie des Indexpatienten.
Beim Geschlechtsverkehr wird Hepatitis C im Gegensatz zu Hepatitis B nur äußerst selten übertragen. Aber trotzdem sollte man bedenken, dass sich das Virus auch in den Körpersekreten befinden kann und somit auch sexuell übertragen werden könnte.
Die Hepatitis C ist eine durch das Hepatitis-C-Virus verursachte Infektionskrankheit beim Menschen. Sie zeichnet sich durch eine hohe Rate der Chronifizierung aus (bis 80 %), die im Verlauf zu schweren Leberschädigungen wie der Leberzirrhose und dem Leberzellkarzinom führen kann. Die Übertragung erfolgt parenteral über Blut; eine Therapie ist je nach Genotyp des Hepatitis-C-Virus in eingeschränkter Form möglich. Eine Impfung steht derzeit nicht zur Verfügung
Das Hepatitis-C-Virus (HCV) wurde im Jahre 1988 mit Hilfe gentechnischer Methoden (Nachweis des Erbmaterials) erstmals identifiziert (vorher Hepatitis non-A non-B). Es ist ein 45 nm großes behülltes Einzel(+)-Strang-RNA-Virus und gehört zur Gattung Hepacivirus der Familie der Flaviviridae. Man kann sechs Genotypen und 30 Subtypen unterscheiden. So findet man beispielsweise in Europa und in den USA vorwiegend die Genotypen 1, 2 und 3 und in Afrika Typ 4. Der Mensch ist einziger natürlicher Wirt des HCV.
Bei etwa 30 % der Erkrankungen lässt sich im Nachhinein der Infektionsweg nicht mehr nachvollziehen. Erhöhte Infektionsgefahr besteht für Konsumenten von Drogen wie Heroin, die intravenös konsumieren und dasselbe Spritzbesteck mit anderen Konsumenten teilen. Tätowierungen und Piercings sind bei Verwendung verunreinigter Instrumente ein Risikofaktor. Häufige Infektionswege sind die Verletzung mit spitzen und scharfen Instrumenten (Nadelstichverletzung (NSV)) bei gleichzeitiger Übertragung von kontaminiertem Blut. Das Risiko der Ansteckung nach einer NSV mit bekannt positivem „Spender“ wird in der Literatur mit 3 bis 10 Prozent angegeben, erscheint aber stark abhängig von der Virämie des Indexpatienten. Auch betroffen waren bis etwa zum Jahr 1990 Hämophilie-Patienten, die zum Beispiel bei operativen Eingriffen auf Spenderblut/-plasma oder auf aus Menschenblut hergestellte Gerinnungspräparate angewiesen waren. Damals wurde Hepatitis C und auch B vielfach unbemerkt auf diese Patienten übertragen. Mit der Einführung moderner Testverfahren, mit deren Hilfe heute über 99 % Hepatitis-C-positiver Spender identifiziert werden können, besteht nur noch ein minimales Risiko einer Ansteckung durch eine Blutübertragung. Ein weiterer möglicher Infektionsweg ist eine Lebertransplantation. Beim Geschlechtsverkehr wird Hepatitis C im Gegensatz zu Hepatitis B nur äußerst selten übertragen. Aber trotzdem sollte man bedenken, dass sich das Virus auch in den Körpersekreten befinden kann und somit auch sexuell übertragen werden könnte. Das Risiko für eine Übertragung des Virus von der schwangeren Mutter auf das ungeborene Kind liegt für eine normale Entbindung unter 5 %.
Die Prävalenzratio beträgt weltweit 0,026, in Deutschland 0,005 und in den Hochrisikogebieten der Welt (dunkelrote Gebiete auf der Karte) 0,050 und mehr.
Verbreitung Hepatitis C (Stand 1999) Zur epidemiologischen Situation der Hepatitis C werden jedes Jahr durch das Robert-Koch-Institut Zahlen veröffentlicht. Diese belaufen sich für das Jahr 2005 auf 8308 gemeldete Erstdiagnosen in Deutschland (Quelle: RKI, Epidemiologisches Bulletin 13/2006). Davon wurden etwas mehr als 50 % labordiagnostisch festgestellt und waren ohne typisches klinisches Krankheitsbild. Die Unterscheidung zwischen akuten und schon länger bestehenden HCV-Infektionen ist labordiagnostisch nicht möglich. Weltweit sind etwa 170 Millionen Menschen mit dem HC-Virus infiziert, in Deutschland sind 400.000 bis 500.000 Menschen davon betroffen (RKI, Epidemiologisches Bulletin 46/2005).
Die Hepatitis C ist eine der Infektionskrankheiten, die in der Akutphase aufgrund des meist symptomlosen oder symptomarmen Verlaufs (in 85 % der Fälle) oftmals nicht diagnostiziert werden. Die Erkrankung wird nach einer Inkubationszeit von 20 bis 60 Tagen in vielen Fällen vom Betroffenen gar nicht oder lediglich als vermeintlich grippaler Infekt wahrgenommen. Die Akutphase geht jedoch in mehr als 70 % der Fälle in eine chronische Verlaufsform über. Aufgrund der hohen Virusvariabilität und der wahrscheinlich spezifischen Unterdrückung einer ausreichenden T-Zell-Antwort kommt es zu einer ständigen Vermehrung des Virus und damit zu einer chronischen Infektion. Bleibt die Infektion dann unbehandelt, so führt sie bei ca. einem Viertel der Patienten im Langzeitverlauf nach etwa 20 Jahren zur Leberzirrhose. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko für ein Leberzellkarzinom. Im Verlauf einer chronischen HCV-Infektion kann es zu weiteren, meist Antikörper-vermittelten Erkrankungen kommen. Zu diesen zählt die Kryoglobulinämie (besonders häufig bei Genotyp 2), das Sjögren-Syndrom, die Panarteriitis nodosa und eine Immunkomplex-Glomerulonephritis.
Die Standardbehandlung besteht derzeit (Stand 2009) aus einer kombinierten Therapie mit pegyliertem Interferon α (Peginterferon alfa-2a bzw. Peginterferon alfa-2b) und dem Virostatikum Ribavirin über eine Dauer von 24 bis 48, selten 72 Wochen. Peg-Interferon wird einmal wöchentlich als Spritze unter die Haut gesetzt, Ribavirin wird täglich in Tablettenform (bei Kindern teilweise auch flüssig) verabreicht. Ziel der Behandlung ist, dass sechs Monate nach dem Therapieende weiterhin kein Virus mehr nachweisbar ist (HCV-RNA negativ). Ist dieser Punkt erreicht, gelten Patienten als geheilt. Spätere Rückfälle sind sehr selten. Abhängig von dem beim Patienten vorliegenden Genotyp des Virus besteht mit dieser Therapie eine Chance von etwa 50 bis 80 %, das Virus dauerhaft zu eliminieren. Bei den Genotypen 2 und 3 ist die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich höher als beim Genotyp 1. Weitere wichtige Faktoren für einen Therapieerfolg sind Alter, Geschlecht, Viruslast, Dauer der Erkrankung, Körpergewicht und Schädigungsgrad der Leber. Zusätzliche Erkrankungen wie zum Beispiel eine HIV- oder Hepatitis-B-Infektion können den Therapieerfolg erschweren. Inzwischen wird die Therapiedauer nicht nur nach dem Genotyp angepasst, sondern auch danach, wie schnell oder langsam die Virusmenge in den ersten 4, 12 und ggf. 24 Wochen abfällt. Bei der Hepatitis-C-Behandlung ist mit zahlreichen Nebenwirkungen zu rechnen, die je nach Patient unterschiedlich stark ausgeprägt sind. (Peg)-Interferon α kann unter anderem zu grippalen Symptomen (Fieber, Schüttelfrost), Müdigkeit, leichtem Haarausfall, Fehlfunktionen der Schilddrüse und psychischen Nebenwirkungen wie zum Beispiel Depressionen, Aggressionen oder Angstzuständen führen. Wenn Patienten bereits eine Vorgeschichte von Depressionen haben, kann in ausgewählten Fällen bereits vor Beginn einer Interferon-Therapie ein Antidepressivum gegeben werden. Die häufigste Nebenwirkung von Ribavirin ist eine Verminderung der roten Blutkörperchen (Hämolyse); diese kann dazu führen, dass die Ribavirin-Dosis reduziert und in schweren Fällen die Therapie vorzeitig beendet wird. Da eine ausreichende Ribavirinmenge wichtig für die Heilungschancen ist, versucht man jedoch, Dosisreduktionen möglichst zu vermeiden. Die Entscheidung für oder gegen eine Therapie wird individuell gefällt. Wichtig für die Entscheidung sind der jeweilige Krankheitsverlauf, eventuelle Kontraindikationen und die voraussichtlichen Therapiechancen, aber auch die Lebenssituation des Betroffenen. Die Behandlung sollte von einem therapieerfahrenen Arzt durchgeführt und überwacht werden.
Bild/er:
so groß wie bei aids
SassLx3 am 2. August 2009 02:29 & wie hoch ist die wahrscheinlichkeit sich bei aids anzustecken durch speichelaustausch o.O
blomp am 2. August 2009 02:30 Um AIDS durch Speichelaustausch zu bekommen, müssten es schon 1000 Tonnen Speicher sein..
das kommt drauf an, wenn dein mund vollkommen in ordnung ist und der andere auch keine verletzung im mund hat eigentlich fast garnicht

Das Hepatitis-C-Virus wird in der Regel nicht übertragen
•bei normalen Kontakten im Familienleben
•in die Arme nehmen
•beim kuscheln
•beim küssen
•beim gemeinsamen Trinken aus einem Glas
•bei der gemeinsamen Nutzung von Essbesteck und Geschirr
•bei gemeinsamer Bad- und Toilettenbenutzung (es besteht keine Notwendigkeit, nach jeder Benutzung zu desinfizieren)
•beim Essen von Speisen, die ein Hepatitis C - Patient zubereitet hat (Hygienischer Umgang natürlich vorausgesetzt)
•Eine Übertragung auf Haustiere ist nicht möglich, aber im Ungang mit Tieren sollten Sie ein mögliches kratzen z.B. der Katzen vermeiden, weil dadurch ja offene Wunden entstehen können.
Quelle: http://hepatitis-c-online.de/sozialfamiliepartnerschaft_hepatitis-c.php
Viele Grüße
Civis
Übertragung
Möglich ist die Übertragung über
· Blut- und Blutprodukte[3], Speichel, Spe rma, Vag inalsekret, Muttermilch (?).
· mit Blut kontaminierte Körpersekrete (Wundexsudat, Pleuraexsudat, blutige Stühle).
· bei Nadelstichverletzung oder intravenöser Drogenapplikation, Tätowieren, Piercing.
· Von der Mutter auf das ungeborene Kind (prä- und perinatal, vgl.Polywka 1997).
· Kontaminierte Mehrdosisampullen (Widell 1999).
· Transplantation HCV-positiver Organe (auch allogenes Knochenmark / Blutstammzellen).
Die Übertragung kann über minimale Haut- und Schleimhautläsionen erfolgen. Bei aktiver Hepatitis C mit hoher Viruslast im peripheren Blut kann eine Übertragung auch durch Intim- und Haushaltskontakte erfolgen (Zahnbürste, Küssen).
Für eine Übertragung des HBV sind mind. 1µl Blut erforderlich, eine Menge, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist (Scholz 1997). Zur Vermeidung von Nadelstichverletzung siehe Hygienerundbrief Nr. 1 / 1998: Vorbeugung von Nadelstichverletzungen und Empfehlungen zur medikamentösen Prophylaxe nach beruflicher H I V Exposition (A. Müller, A. Simon, N. Wagner). Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von HCV nach Stichverletzung mit einer kontaminierten Nadel liegt zwischen 3.5 und 10% (RKI, CDC, Mitsui 1992).
Übertragung innerhalb einer Familie
Die Übertragungsrate von HCV innerhalb einer Familie ist niedrig:
· bei 12 von 234 Ehepaaren bei Nakashima 1995
· bei keinem von 45 Kindern HCV-positiver Eltern bei Saltoglu 1998
· bei 3.3% aller nicht-se x uellen und 7.6% aller sexuellen Kontaktpersonen (Diago 1996). In dieser Studie waren nur 0,6% aller Kinder HCV-positiv, deren Vater als Indexpatient untersucht wurde (= Übertragung innerhalb der Familie ohne den Einfluß einer vertikalen Transmission). Bei älteren Paaren über 60 Jahre waren 18,6% der Ehepartner ebenfalls HCV positiv (Großeltern!)
Übertragung
Möglich ist die Übertragung über
· Blut- und Blutprodukte[3], Speichel, Spe rma, Vag inalsekret, Muttermilch (?).
· mit Blut kontaminierte Körpersekrete (Wundexsudat, Pleuraexsudat, blutige Stühle).
· bei Nadelstichverletzung oder intravenöser Drogenapplikation, Tätowieren, Piercing.
· Von der Mutter auf das ungeborene Kind (prä- und perinatal, vgl.Polywka 1997).
· Kontaminierte Mehrdosisampullen (Widell 1999).
· Transplantation HCV-positiver Organe (auch allogenes Knochenmark / Blutstammzellen).
Die Übertragung kann über minimale Haut- und Schleimhautläsionen erfolgen. Bei aktiver Hepatitis C mit hoher Viruslast im peripheren Blut kann eine Übertragung auch durch Intim- und Haushaltskontakte erfolgen (Zahnbürste, Küssen).
Für eine Übertragung des HBV sind mind. 1µl Blut erforderlich, eine Menge, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist (Scholz 1997). Zur Vermeidung von Nadelstichverletzung siehe Hygienerundbrief Nr. 1 / 1998: Vorbeugung von Nadelstichverletzungen und Empfehlungen zur medikamentösen Prophylaxe nach beruflicher H I V Exposition (A. Müller, A. Simon, N. Wagner). Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von HCV nach Stichverletzung mit einer kontaminierten Nadel liegt zwischen 3.5 und 10% (RKI, CDC, Mitsui 1992).
Übertragung innerhalb einer Familie
Die Übertragungsrate von HCV innerhalb einer Familie ist niedrig:
· bei 12 von 234 Ehepaaren bei Nakashima 1995
· bei keinem von 45 Kindern HCV-positiver Eltern bei Saltoglu 1998
· bei 3.3% aller nicht-se x uellen und 7.6% aller sexuellen Kontaktpersonen (Diago 1996). In dieser Studie waren nur 0,6% aller Kinder HCV-positiv, deren Vater als Indexpatient untersucht wurde (= Übertragung innerhalb der Familie ohne den Einfluß einer vertikalen Transmission). Bei älteren Paaren über 60 Jahre waren 18,6% der Ehepartner ebenfalls HCV positiv (Großeltern!)
Übertragung
Möglich ist die Übertragung über
· Blut- und Blutprodukte[3], Speichel, Spe rma, Vag inalsekret, Muttermilch (?).
· mit Blut kontaminierte Körpersekrete (Wundexsudat, Pleuraexsudat, blutige Stühle).
· bei Nadelstichverletzung oder intravenöser Drogenapplikation, Tätowieren, Piercing.
· Von der Mutter auf das ungeborene Kind (prä- und perinatal, vgl.Polywka 1997).
· Kontaminierte Mehrdosisampullen (Widell 1999).
· Transplantation HCV-positiver Organe (auch allogenes Knochenmark / Blutstammzellen).
Die Übertragung kann über minimale Haut- und Schleimhautläsionen erfolgen. Bei aktiver Hepatitis C mit hoher Viruslast im peripheren Blut kann eine Übertragung auch durch Intim- und Haushaltskontakte erfolgen (Zahnbürste, Küssen).
Für eine Übertragung des HBV sind mind. 1µl Blut erforderlich, eine Menge, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist (Scholz 1997). Zur Vermeidung von Nadelstichverletzung siehe Hygienerundbrief Nr. 1 / 1998: Vorbeugung von Nadelstichverletzungen und Empfehlungen zur medikamentösen Prophylaxe nach beruflicher H I V Exposition (A. Müller, A. Simon, N. Wagner). Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von HCV nach Stichverletzung mit einer kontaminierten Nadel liegt zwischen 3.5 und 10% (RKI, CDC, Mitsui 1992).
Übertragung innerhalb einer Familie
Die Übertragungsrate von HCV innerhalb einer Familie ist niedrig:
· bei 12 von 234 Ehepaaren bei Nakashima 1995
· bei keinem von 45 Kindern HCV-positiver Eltern bei Saltoglu 1998
· bei 3.3% aller nicht-se x uellen und 7.6% aller sexuellen Kontaktpersonen (Diago 1996). In dieser Studie waren nur 0,6% aller Kinder HCV-positiv, deren Vater als Indexpatient untersucht wurde (= Übertragung innerhalb der Familie ohne den Einfluß einer vertikalen Transmission). Bei älteren Paaren über 60 Jahre waren 18,6% der Ehepartner ebenfalls HCV positiv (Großeltern!)
sorry ich habe irgendwie anscheinend wo falsch draufgedrückt... ich wollte das es nur 1 mal da steht.... :-(
---also ist die hepatitis AKTIV (was bei den meisten nicht der fall ist kann man sich auch beim küssen anstecken)