Frage von DPryde, 594

Wie hoch ist die Strafe für Schwarzarbeit bei einem Minjob den man nur wenige Monate ausgeführt hat?

Ich würde im voraus mal gerne wissen wie solche Razzien eigentlich ablaufen. Ich habe nämlich für ca. 3 Monate schwarz gearbeitet. Nun meint mein Ex-Chef aber mein letztes Gehalt nicht auszahlen zu müssen und ich hab mich daher gefragt mit wie viel Strafe ich rechnen müsste wenn ich ihn anzeige. Zumal ich sowieso gern wissen würde ob die mich überhaupt "finden" würden, weil ich jetzt woanders arbeite und mein Ex-Chef,außer meiner Handynummer,nichts von mir weiß (sprich: voller Name,Adresse,usw.).

Wär cool wenn jmd. einen guten Rat oder ne passende Antwort dafür hätte:)

Antwort
von ichweisnix, 558

Ich habe nämlich für ca. 3 Monate schwarz gearbeitet.

Zunächstmal macht sich bei Schwarzarbeit unmittelbar primär der Arbeitgeber und nicht der Arbeitnehmer strafbar. Der Arbeitgeber muß nämlich den Arbeitnehmer anmelden und die Lohnsteuer und und Sozialabgaben abführen.

Grundsätzlich haben sie als abhängig beschäftiger Schwarzarbeiten auch einen Lohnanspruch.

http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=...

Die vereinbarte Vergütung ist aber als Bruttovergütung zu verstehen.

( Nicht zu verwechseln mit schwarzen Werkverträgen, da das der BGH mit Urteil vom 10.4.2014 - VII ZR 241/13 - entschieden, das kein Vergütungsanspruch besteht).

Sie als Arbeitnehmer sind ferner Steuerpflichtiger. Das heißt, sie müssen, wenn keine Lohnsteuer abgeführt wurde eine Steuererklärung abgeben, das Geld dort richtig angeben und entsprechend versteuern. Tun sie das nicht, wäre dies eine Steuerhinterziehung und in der Tat strafbar.

Antwort
von Joergi666, 508

lass das mal schön bleiben- zum einen drohen dir eine Geldstrafe und die Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen, zum anderen kannst du lohn aus Schwarzarbeit (meiner Meinung nach völlig zu recht) nicht einklagen- siehe http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/nachrichten/bgh...

Kommentar von ichweisnix ,

In den Urteil geht es um Werkvertäge, nicht um Arbeitsverträge. Für Arbeitsverträge ist übrigens der BAG und nicht der BGH zuständig.

Der Artikel ist insoweit irreführend, weil hier von Arbeitern und beschäftigen die Rede ist. Im Urteil ging es aber um schwarze Aufträge. Der BGH bezieht sich hier direkt auf §1 Abs 2 SchwarzArbG bei den explizit von Diest und Werksleistungen die Rede ist.


http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh...




Antwort
von aongeng, 446

Das meiste wurde schon geschrieben, aber wenn du ihm eins auswischen möchtest gib dem Zoll einen anonymen Tipp.

Antwort
von PeterKremsner, 403

Naja wenn es zu einem Verfahren gegen dich kommt hast du gerade gestanden.

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