Frage von FrageCompany, 29

Wie hoch ist das "Auflösung(svermögen)" und die Bildwiederholrate des menschlichen Auges?

https://de.wikipedia.org/wiki/Aufl%C3%B6sungsverm%C3%B6gen

Ein Nutzer behauptete:

Ein menschliches Auge besteht aus rund 120 Millionen Stäbchen, die den Lichteinfall ähnlich einem Fotosensor messen, d.h. das Auge hat ca. 120 MP bei rund 30 FPS (Bilder/sek). Quelle: Pfahli, © 2013, gutefrage.net/frage/in-welcher-aufloesung-sieht-das-menschliche-auge

Stimmt das? Wenn ja, wo kann man das nachlesen (sichere Quelle)?

Ab wann tritt beim Auge der Moiré-Effekt auf?

de.wikipedia.org/wiki/Moir%C3%A9-Effekt

Antwort
von jorgang, 14

120 Millionen Stäbchen (60 µm x 2 µm) und 6 Millionen Zäpfchen (50 µm
x 3 µm - 5 µm) werden auch von Sliney und Wolbarsht im Kapitel 3.2
(Seiten 65-93) im Buch

"Safety with Lasers and Other Optical Sources: A Comprehensive Handbook", (English), 1980, Plenum Press, New York

genannt. Das Buch findest du in Uni-Bibliotheken (bei Amazon ab ca. 100 €)

Kommentar von FrageCompany ,

Danke! Und was hat es mit der Bildwiederholrate zu tun? Wenn man drehende Autoreifen sieht, kann das menschliche Auge ab einer bestimmten Geschwindigkeit auch nicht mehr die einzelnen Felgenspeichen erkennen, wann ist das der Fall? Nur den Effekt, dass sich bei etwa 80 km/h die Reifen rückwärts zu drehen scheinen, gibt es beim Auge nicht, aber dafür bei Kameras: https://de.wikipedia.org/wiki/Alias-Effekt#Zeitliches_Aliasing

Kommentar von jorgang ,

Das Auge hat ja keine fest Scanfrequenz wie elektronische Bildwiedergabegeräte. Dort gibt es diese Interferenzen, die zu den fiktiven z.B. rückläufigen Bewegungen im Bild führen. Beim Auge kann man nur bestimmen, wann sich noch Einzelbilder auflösen lassen. Flimmereffekte sieht man bei Bildwechseln bis zu 20 Bilder/s, was aber sehr von den Randbedingungen abhängt. Gerade bei Bewegungen des Kopfes werden bei geringen Bildwechselfrequenzen stroboskopische Effekte wahrgenommen.

Zur Auflösung wollte ich noch was kommentieren. Die Sensordichte ist ziemlich gut auf die geometrische Auflösung der Linse abgestimmt. Rechnet man die Auflösung der Linse entsprechend der Beugungs-Optik nach, findet man, dass die Sensoren darauf angepasst sind.

Antwort
von ButlerJames, 21

Das Auge ist keine Digitalkamera, man kann sein Auflösungsvermögen nicht in Megapixel ausdrücken.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten