Frage von teufelchen115, 58

Wie hoch darf mein Einkommen als Selbständige bei Bafög-Bezug sein?

Hallo

ich bekomme seit Oktober 2015 670 Euro Studentenbafög pro Monat. Seit Oktober 2015 habe ich ein Gewerbe angemeldet und dort bisher 3126.81 Euro verdient. Ich versuche nun grad rauszufinden, wie viel ich nun bis Ende September (Im Oktober beginnt ja schon das neue "Bafög-Jahr") aus selbständiger Arbeit noch verdienen darf. Im Internet habe ich folgendes Rechenbeispiel gefunden: 

Mein Gewinn: 3126.81 - 21,3% Sozialversicherungspauschale - in meinem Fall ergibt das also 3126,81 - 666,01053 Euro = 2460,79947 Euro 2460,79947 Euro : 12Monate = 205,0666225 Euro Das ist wohl nun mein Einkommen pro Monat und davon soll ich noch einen Freibetrag von 255 Euro pro Monat davon abziehen dürfen . Das was dann übrig bleibt ist mein anzurechnendes Einkommen. 205,0666225 Euro-255 ergibt ja aber keinen Sinn. Ich habe meine Einnahmen am Beispiel dieser Internetseite berechnen wollen: http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/einkommen.php , mache da aber irgendetwas falsch. An anderer Stelle habe ich folgende Information gefunden: "Studierende, die selbstständig jobben, dürfen im gesamten Bewilligungszeitraum (12 Monate) maximal 3.880 Euro".

Da ich seit Oktober ja bereits 3126.81 Euro Gewinn gemacht habe, dürfte ich dann jetzt bis Oktober ja nur noch ca 750 Euro verdienen, da ich dann die Grenze der 3880 Euro erreicht hätte. So wie ich das verstehe, darf ich von den 3126,81 Euro nun ja noch die 21,3 % und den o.g. monatlichen Freibetrag von 255 Euro abziehen . Sind bei die 3880 Euro, die ich jährlich verdienen darf, bereits Freibeträge berücksichtigt? Falls ja, dürfte ich ja monatlich aus selbständiger Arbeit nur 323 Euro verdienen. Also vermutlich 323 Euro nach Abzug der Freibeträge, oder? Wie funktioniert das Rechenbeispiel von oben mit meinem bisherigen Einkommen von 3126.81 Euro. Viele Dank fürs Lesen dieses Romans! 

Ich hoffe, dass hier jemand besser durchblickt als ich! 

Viele Grüße, teufelchen115

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ErsterSchnee, 42

Warum willst du Bafög beziehen, wenn du SO hohe Einnahmen hast, dass du es gar nicht brauchst?

Kommentar von teufelchen115 ,

Woher willst du denn wissen, wie hoch meine Ausgaben sind, bzw. was ich an Geld brauche. Ich möchte monatlich den Gesamtbetrag, den ich dazuverdienen darf ausschöpfen.Ich darf jährlich ca.4880 Euro erarbeiten  + 2400 Euro auf Aufwandsentschädigung zum Bafög dazu verdienen.Wenn man selbständig ist, muss man da aber gewisse Dinge berücksichtigen, da der Betrag, den man als Selbständiger verdienen darf halt geringer ist. Wie viel Geld ein Student zum Leben haben möchte ist doch jedem selbst überlassen. 

Kommentar von ErsterSchnee ,

"Wie viel Geld ein Student zum Leben haben möchte ist doch jedem selbst überlassen."

Nicht dann, wenn es um Steuergelder geht, die der Student verbraten möchte...

Kommentar von teufelchen115 ,

Ist ja nicht der Fall!!!!!!!!!!!! was für ein Schwachsinn...

Kommentar von ErsterSchnee ,

Woh er kommt Bafög denn dann, wenn nicht aus Steuern? *grübel*

Kommentar von teufelchen115 ,

Jeder Cent, den ein Student zu viel verdient wird ihm vom Bafög abgezogen...erst informieren, dann schreiben..

Kommentar von ErsterSchnee ,

Du willst nur GENAU SO VIEL verdienen, dass dir das Bafög nicht gekürzt wird. Das heißt, daß du mehr verdienen KÖNNTEST und dann nicht mehr in diesem Maße auf staatliche Unterstützung angewiesen wärst, was du aber nicht möchtest. Also lieber weniger eigene Einnahmen und mehr Geld vom Staat als mehr eigenes Geld und weniger Hilfe vom Staat.

Erst denken, dann schreiben...

Kommentar von teufelchen115 ,

natürlich kommt Bafög aus den Staatskassen (wobei man auch da 50% zurückzahlt). Würdest du dann wohl nicht beantragen, wenn es dir zusteht. Deine Aussage war außerdem, dass es niemandem zustehen sollte, der Steuergelder verbrät. Das ist nicht möglich. Es sein denn, du bezeichnest den alleinigen Bezug dieser Leistung als "verbraten" von Steuergeldern. In welchem Bezug steht das verbraten zu meinem Anliegen? Die Tatsache, dass ich den Betrag, den ich dazu verdienen DARF erwirtschafte, ändert an der Höhe des mir bewilligtem Bafögsatzes nicht und damit auch nichts an dem Betrag, den der Staat für die Förderung für Studierende aufbringt. 

So, und nun warte ich auf ein Rechenbeispiel, in welcher Hinsicht meine eigenen Einnahmen deine Steuergelder verbraten...!

Kommentar von teufelchen115 ,

Natürlich möchte ich nicht mehr verdienen als ich darf, damit das Bafög mir nicht gekürzt wird. Ich brauche sowohl das Bafög als auch mein Einkommen um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. 1100 Euro. Und mir steht Bafög einfach zu, Wo ist dein Problem..? Punkte sammeln?

Kommentar von ErsterSchnee ,

ICH habe kein Problem. ICH habe ausreichend Geld zum Leben, ohne Verrenkungen anzustellen, wieviel ich jetzt noch verdienen DARF...

Wozu ein Student 1100 Euro im Monat braucht, erschließt sich mir nicht wirklich. Da sind wohl einfach die Ansprüche zu hoch. Und genau DAS vebrät dann meine Steuergelder...

Kommentar von teufelchen115 ,

Du hast in Keinster Weise einen steuerlichen Nachteil daraus, dass ich mir ca. 400 Euro dazu verdiene...der Anteil, den du in die Staatskasse einzahlst um die Bafögkasse zu füllen (danke übrigens) bleibt derselbe, denn auch ohne mein zusätzliches Einkommen würde ich denselben Satz an Leistung beziehen, da ich einfach Anspruch drauf habe.  70% der Studenten in Deutschland arbeiten neben dem Vollzeitstudium. Ob die 100,200,300 oder 400 Euro dazuverdienen, richtet sich halt nach dem Lebensstandard oder auch der individuellen Lebenssituation. Keiner bekommt dadurch, dass er arbeitet länger oder mehr Bafög, als er es ohne Job bekommen würde. Da ich Vollzeit studiere, kann ich nicht 25 Stunden die Woche arbeiten um auf meine 1100 Euro zu kommen. Dass ich die im Monat brauche, hat seine Gründe. Wenn nicht, würde ich sicherlich nicht so viel arbeiten. Es gibt viele verschiedene Lebenssituationen, die Ausgaben von 1100 Euro monatlich rechtfertigen können ( Schulden, Krankheit ect.). Deine steuerlichen Ausgaben steigen jedenfalls nicht durch die Tatsache, dass Studenten sich etwas dazuverdienen.Und dann auch noch im Rahmen der vom Gesetzgeber gewährten Einkünfte. Wende dich also an den! Und zu deiner Aussage : "Du könntest mehr verdienen, willst es aber nicht!" : Ich muss als Vollzeitstudent auch zwischendurch mal zur Uni. Mehr als 15-18 Stunden sind da einfach nicht drin. Ich muss am Ende meines Studiums 10000 Euro Bafög zurückzahlen. Wenn ich das vermeiden könnte, würde ich sofort aufs Bafög verzichten. 

Kommentar von teufelchen115 ,

Deine Steuergelder verbrate ich sowohl mit 670  als auch mit 1100 Euro. Bei fast 3 Mio.Studenten, von denen ne ganze Menge Bafög beziehen, kommt da auch ganz schön was zusammen.

Kommentar von ErsterSchnee ,

Du verstehst es einfach nicht! 

Es geht mir nicht darum, dass du oder sonst irgendjemand Bafög bekommt. Es geht darum, dass du mehr Bafög bekommst als du brauchst, weil du dich WEIGERST, mehr hinzuzuverdienen als du problemlos könntest.

Du willst wissen, wieviel du noch hinzuverdienen kannst, damit das Bafög nicht gekürzt wird (wobei du dann ja auch weniger zurückzahlen müßtest...^^). Das heißt doch, dass du eigentlich MEHR hinzuverdienen KANNST, es aber FREIWILLIG EINSCHRÄNKST. Und DAS stört mich. 

SELBSTGEMACHTE Bedürftigkeit ist in meinen Augen weder unterstützenswert noch -würdig!

Kommentar von teufelchen115 ,

Ich habe deinen Einwand schon verstanden. 1. darf ich nicht mehr als 20 Std. pro Woche arbeiten und 2. kann ich eben nicht problemlos mehr verdienen , da ich neben einem Vollzeitstudium Soziologie und BWL niemals mehr als 20 Std arbeiten könnte. Ich bin froh, wenn ich meine 15 Stunden die Woche schaffe und gleichzeitig in der Regelstudienzeit fertig werde.Der Zeitaufwand für dieses Studium liegt durchschnittlich bei 30 - 40 Stunden die Woche inklusive der Volesungen. Und das ist normal bei diesen beiden Fächern. Ich brauche halt das, was ich dazu verdienen darf und wenn ich mehr als 20 Stunden die Woche arbeite, muss ich mich rentenversichern und mein Bafög wird mir vollständig weggenommen.Geht also einfach nicht anders. Ich muss , da ich 1100 Euro brauche zu meinen 670 Euro das dazuverdienen was geht. Und nochmal: Ich könnte nicht problemlos mehr verdienen, da ich die Zeit nicht habe, weil ich Vollzeit studiere und mir  neben der Krankenkassenbeiträge keine weiteren Sozialversicherungsabgaben leisten könnte. Falls es dich beruhigt: Ich habe vorher 13 Jahre lang 11 Jahre lang gearbeitet und in Steuerklasse 1 sehr viele Steuern in die Staatskasse eingezahlt!

Kommentar von teufelchen115 ,

Die Tatsache, dass ich diese Summe benötige hat unveränderbare Ursachen. Mein Lebensstandard ist für einen Studenten angemessen: WG-Zimmer, ca 55 Euro die Woche (für alle Alltagskosten wie Nahrungsmittel usw. Meine hohen Ausgaben kommen durch schwere chronischer Erkrankung zustande (die die Doppelbelastung Arbeit+Studium auch nicht gerade einfacher macht.) Ich möchte aber dennoch dieses Studium machen und bin dafür bereit und natürlich auch darauf angewiesen nebenher zu arbeiten, was ich genau in der Form tun muss, wie ich es zurzeit handhabe. Und mein Studium unterliegt den selben Bedingungen und gesellschaftlichen Rechten wie das eines jedes Anderem. Ich schöpfe den Betrag aus,den ich dazu verdienen darf (was 10000d Andere genau so handhaben und noch mehr arbeiten geht zeitlich neben meinem Studium einfach nicht) Abgesehen davon lebe ich übrigens in Hamburg (da ist halt einfach die Uni). Die Warm-Miete für ein kleines WG-Zimmer beträgt durchschnittlich 350 Euro.Die Krankenkasse kostet mich 80 Euro jeden Monat, 50 Euro fürs Semesterticket monatlich, 250 Euro monatlich für Essen, Kleidung, Hygieneartikel (das sind weniger als 10 Euro pro Tag) und da kommen noch weitere Ausgaben hinzu, für die ich ( unverschuldet) einfach unausweichlich aufkommen muss.

Kommentar von teufelchen115 ,

der Schreibfehler 13 bzw 11 Jahre kommt übrigens nicht zustande, weil es nicht der Wahrheit entspricht sondern nur, da ich zuerst vergessen hatte den schulischen Teil meiner Ausbildung abzuziehen (während dieser Zeit  habe ich natürlich keine Steuern gezahlt).

Kommentar von teufelchen115 ,

Ich will halt einfach nicht versehentlich über den Satz kommen, damit ich nicht 12 Monate lang noch mehr dazu verdienen muss, da ich jetzt schon so viel arbeiten muss.

Antwort
von annisimoni, 34

Dein Einkommen, das du hinzuverdienen darfst, ist ein Jahreseinkommen. Das wird nicht monatlich berechnet. Am Ende des Jahres musst du das Einkommen in einer nachzuweisenden Gesamtsumme angeben. Dazu zählen dann alle Einkünfte. Davon wird dir der gesamte Freibetrag abgezogen. Bei mir waren das 4880,00 Euro. Was du darüber verdienst, wird durch 12 geteilt und dir dann für das nächste Jahr monatlich vom Bafög abgezogen. 

Das ist dann besonders bitter, wenn du im darauf folgenden Jahr diese Einkünfte nicht mehr hast, aber monatlich weniger Bäfög in der Tasche. An deiner Stelle würde ich das unter gar keinen Umständen machen. Alleine schon, dass du alles nachweisen musst und das man dir dann besonders genau auf die Finger schaut, ist das Geld nicht wert. 

Kommentar von teufelchen115 ,

Danke dir! Super Antwort!

Antwort
von Peppi26, 35

Ja du darfst nur 323€ pro Monat dazu verdienen, ansonsten stünde dir kein BAföG zu denn du Verdienst ja Geld!

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