Frage von gildeschnecke, 13

Wie hoch darf der Darlehenszins nach Ablauf der Zinsfestschreibung von der Bank berechnet werden?

Hallo zusammen! Die Festzinsschreibung unseres Baudarlehen ist am 30!. Februar 2016 ausgelaufen. Mündlich wurde uns bei einer weiteren Zinsfestschreibung ein Zinssatz zwischen1,0 und 1,75% zugesagt, mit dem Zusatz er werde sich wohl "deutlich Richtung 1,0% bewegen". Das Angebot lag dann bei 1,75%, auf Nachfrage war man dann zu 1,61% bereit. Der Zinssatz, den wir im Moment (immer noch) bezahlen beträgt, wie während der ersten Festschreibung 4,175% und wird als "variabel" bezeichnet. Wird der Zins nicht automatisch dem allgemein gültigen Zins angepasst?

Antwort
von PSfragant, 2

Eine Festschreibung von 4,175% als "variabel" zu bezeichnen erschließt sich mir nicht ganz...

Sobald für das Darlehen der damals vereinbarte Festzins abläuft, sendet die Bank ein Angebot zur Zinsverlängerung, auch Prolongation genannt.

Wie hoch dieser neue Zins letztlich ausfällt hängt neben dem allgemeinen Zinsniveau auch von der verbleibenden Restschuld im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital und der Bonität des Kunden ab.

Es kann natürlich sein, dass bei einer mündlichen Zusage der Berater die 1,0% zwar nennt; das wird wohl daran liegen, dass das das absolute Top-Niveau der jeweiligen Bank darstellt. Bei genauerer Prüfung wurde dann vermutlich festgestellt, dass alle vorliegenden Faktoren nur zu 1,75% reichen bzw. nach Verhandlung zu 1,61%.

Der Zins wird also nicht automatisch dem Zinsniveau angepasst, dies ist nur ein einzelner Faktor bei der Zinsbestimmung. Die Diskrepanz zwischen dem mündlichen und dem tatsächlichen Zins ist daher in Ordnung.

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