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Wie hilft man jemandem der Selbstmord begehen will?

gefragt von 5thElement5thElement am 26.08.2008 um 3:05 Uhr

Ich könnte auch fragen: Wie halte ich jemanden der akkut Selbstmordgefärdet ist davon ab? Es gibt nichts, nichts was ich als Hilfe anbieten könnte. Obwohl ich auch schon Selbstmordgedanken hatte, versteht einem in dieser Situation niemand. Wie um alles in der Welt kann ich so jemandem helfen... :(

(Therapie und Psychologen könnt ihr weglassen. Die Person hat schon alles versucht.)

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Hilfe x 6.271 Psychologie x 6.221 Leben x 3.560 therapie x 633 Selbstmord x 408 suizid x 95

frederick
beantwortet von frederick am 26. August 2008 09:14
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Die Tatsache, dass er mit Dir darüber spricht, ist ein Hilferuf.

  1. Ein Selbstmord ist KEIN Mord. Denn man kann sich selbst gegenüber nicht hinterlistig und heimtückisch, nicht aus Mordlust und nicht aus niederen Beweggründen (das ist z. B. die absolut ungerechtfertigte Vorteilsnahme gegenüber beliebigen Personen) handeln. Warum hebe ich das hervor? Weil das Bild vom "Selbstmord", das in der Gesellschaft herrscht, vollkommen absurd ist. Gesellschaft kann sich nur erhalten, indem sie Mitglieder hat. Eine Einzelfigur ist keine Gesellschaft (kann aber sehr wohl als Initiator gesellschaftsbildend wirken!). Also möchte Gesellschaft verhindern, dass Personen sich aus ihr zurückziehen. Dieses u. a. um den Preis der sprachlichen Vergewaltigung. Aber auch um den Preis, angeblich jemanden vor sich selbst schützen zu müssen, und zwar unter Zuhilfenahme von Zwangsmaßnahmen. Das ist vollkommen absurd.

Also endlich:

  1. Es handelt sich um Freitod. Mit DIESEM Bewusstsein musst Du auf ihn zugehen! Denn nur dann kannst Du ohne einen Vorwurf auf ihn zugehen. "Waaaas? Du willst SELBST-MORD begehen?!" Das beinhaltet auch den Vorwurf, eine strafbare, eine verwerfliche, eine unmoralische Handlung zu planen. Alles Vorwürfe, mit denen derjenige eben genau GAR NICHTS anfangen kann. Es drängt ihn nur weiter in die Handlung! Denn es beinhaltet Unverständnis.

  2. Was nun drängt zur Tat? Es ist die subjektive Tatsache, dass das Leben überfordert. Und es ist die Tatsache, dass der Betreffende in seinem bisherigen Leben von der Gesellschaft nicht vor Menschen beschützt wurde, die ihm schaden - und die er nun wiederum aus eigener Kraft nicht abzuschütteln weiß. Und dieses Abschütteln ist nicht nur ein Äußeres: Nicht nur, wegzugehen und einen eigenen Weg zu gehen (es gibt zahlreiche Gründe, weswegen der Betreffende sich davon überfordert sehen kann, auf eigenen Beinen zu stehen - auch rein existenzielle). Sondern auch Inneres: Menschen, Äußerungen, Handlungen, "Schatten"-Handlungen also, die ihn verfolgen. Z. B. in Träumen verfolgen. Oder permanent verfolgen, weil bestimmte Situationen in ihn Erinnerungen, Suggestionen etc. hervorrufen und ihn in einen Handlungszwang oder eine Handlungsstarre versetzen.

  3. Der Wunsch, aus dem Leben zu Treten ist also das Resultat einer ausufernden Fremdbestimmung - insbesondere nun also durch Ängste. Diese Ängste aber sind einmal aufgebaut worden, sind durch Fremdbestimmung und Fremdeinfluss entstanden. Sie entwickeln sich natürlich bei ähnlichen oder vergleichbaren äußeren Einflüssen bei jedem Menschen unterschiedlich - in Abhängigkeit von der Persönlichkeit des Betreffenden. Aber selbst stark und selbstsicher erscheinende Menschen können etwa am Ende nur noch den Freitod als Möglichkeit sehen, der Fremdbestimmung zu entgehen. Und dann kommt dieses Erstaunen: "Mensch, das hätte ich aber gerade von IHM nicht gedacht!" Man dachte es nicht, weil der Mensch nicht wollte, dass jemand in ihn hinein sieht. Das Resultat ist völliges Unverständnis.

  4. Er aber nun spricht mit Dir. Er möchte also, dass Du in ihn hinein siehst, um ihm Wege aufzuzeigen. Nein, eigentlich möchte er, dass DU für ihn diesen Weg gehst. Und das kannst Du nicht. Aber Du kannst nun auf ihn zugehen und gemeinsam mit ihm seine Qualen erforschen und durchleben. Der Volksmund sagt, geteilter Schmerz sei halber Schmerz. Das stimmt nicht, denn für ihn bleibt der Schmerz bestehen. Aber es hilft erst einmal, wenn das subjektive Gefühl entsteht, dass jemand mit ihm solidarisch an dem Schmerz mitträgt.

  5. Du musst lernen, den Wunsch nach dem Freitod als Leidensdruck zu begreifen. Frage Bilder oder Videosequenzen bei ihm ab, lasse Dir also beschreiben, wie er den Schmerz empfindet. Hat er eine Neigung zur Kunst? Dann versuche ihn, dahin zu bewegen, den Schmerz künstlerisch zu artikulieren (in Bildern, Skulpturen, Schriftsprache...). Aber dabei darf es nicht bleiben. Zur Bewältigung kann m. E. nur der Weg über das Schreiben auch zu Ergebnissen führen. Denn

  6. Der Leidensdruck ist eine Spirale. Es gibt keinen Weg nach draußen, weil das Leiden die Fähigkeit blockiert, frei und unabhängig zu denken. Selbst wenn der Betreffende eine analytisch denkende Persönlichkeit ist, so ist sein Denken nicht frei, distanziert und zielorientiert in Bezug auf alle Probleme, die sich um den Leidensdruck ranken. Es kann also nur verschiedene Schlüsselereignisse geben, die das Denken Stück um Stück befreien. Z. B. ein Schmerzempfinden, das skulpturalen Ausdruck gewonnen hat, befreit für die Erweiterung des Empfindens, weil das Empfinden sich nicht mehr an diesem einen Schmerzbild festhält - dieses konkrete Schmerzbild ist nun nach außen gekehrt worden. Z. B. bestimmte Problemzusammenhänge, und seien sie scheinbar noch so einfach gestaltet, befreien erst dann für neue Gedanken, für neue Ansichten, für neue Einsichten, wenn der Problemzusammenhang durch Schreiben so festgehalten wurde, dass er nicht mehr verloren geht. Nun kann das Bewusstsein diesen Problemkreis loslassen und sich dem nächsten widmen.

  7. Wichtig dabei aber ist, dass Du dieser Person das Gefühl geben kannst, dass DICH sein Leidensdruck interessiert. Es reicht nicht, zu sagen "Schaffe Kunst!" oder "Schreibe!", denn dann bleibt er wieder mit sich allein. Was er aber braucht ist das Gefühl, dass unter den Menschen jemand ist, der IHN verstehen kann. Ein Teil des Leidensdrucks ist die Isolation. Diese Isolation ist eine innere und häufig keine von außen überhaupt oder in seiner bedingungslosen Bedrängnis erkennbare! Mir fällt da gerade eine Zeile aus einem Song ein: "You're not alone!" Das ist der Schlüssel zum Weiterleben. Und deshalb ist der Schlüssel, den Wunsch nach dem Freitod aufzulösen, der über den Einzug in sein Empfinden:

  8. Die innere Isolation solltest Du offen ansprechen. Sag ihm, dass er unter X Freunden tatsächlich völlig allein ist (falls er überhaupt X Freunde hat...). Und sag ihm, dass DU Dich von ihm allein gelassen fühlst, weil er Dir bisher nicht die Möglichkeit gegeben hat, ihn zu verstehen. Tritt ihn!

  9. Und sporne ihn an, alle Bilder, alle Gedanken und alle Andeutungen zu verfolgen und offen zu legen. Es darf KEINE Tabus geben. Ich gebe es ein wenig krass wider, um mich verständlich zu machen. Ein amerik. Radiosender hat die DOORS gesperrt, als Morrison auf der Bühne während einer Life-Übertragung brüllte: "Mother? I want to F U C K You!" Weil er damit ein absolutes gesellschaftliches Tabu gebrochen hatte. So etwas durfte nicht einmal GEDACHT werden. Das aber ist, was ich meine: Er darf nicht das Gefühl haben, dass irgendwelche Gedanken falsch oder verboten sind. Den er HAT bestimmte Gedanken. Und diese Gedanken sind Teil seines Leidensdrucks. Wenn Du von außen bestimmte Gedanken ausklammerst, weil Du sie ungehörig findest oder sie Dir selbst wiederum Leiden zufügen, dann öffnest Du Dich auch nicht voll und ganz seinem Leidensdruck! Er muss wissen, dass JEDER Gedanke und JEDES Bild in seinem Kopf legitim und erlaubt ist.

Ich hoffe, die Admi von gutefrage macht mir den Kanal nicht zu, wenn ich soviel schreibe...

Kommentar von E23bed313416bd9bde8736e86f20400esmallroses4u2003 am 23. Oktober 2008 02:56

Fühle mich persönlich zum ersten Mal verstanden. Danke, auch wenn die Antwort nicht mir galt.

Kommentar von E23bed313416bd9bde8736e86f20400esmallroses4u2003 am 23. Oktober 2008 02:56

Fühle mich persönlich zum ersten Mal verstanden. Danke, auch wenn die Antwort nicht mir galt.Die meisten Menschen "ächten" ja eher jene, die ihrem Leben ein Ende setzen wollen weil Sie deren Lebens-Leidensweg nicht kennen.


vhiro
beantwortet von vhiro am 27. Februar 2009 19:51
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red einfach ganz in ruhe mit der persohn und frag nach ihren problemen dan könt ihr versuchen sie gemeinsam zu lösen!


fishhus
beantwortet von fishhus am 26. August 2008 07:12
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Bin lange in einer Selbsthilfegruppe ehrenamtlich tätig und habe festgestellt das Leute die sich mit Selbstmordgedanken beschäftigen nur Aufmerksamkeit erregen wollen -aber es wirklich nicht tun. Aber in anderen Fällen wurden wir damit konfrontiert das sich Leute ohne Vorwarnung und OHNE DIES ANZUKÜNDIGEN Selbstmord begangen haben. In 20 Jahren waren dies 4 Fälle. 2 X Selbstmord durch Ertrinken und 1 X durch Verbrennen und 1 X durch erhängen. Weder die Ärzte noch Betreuer oder sonstige Personen haben irgendwelche Anzeichen von Suizid gemerkt. Deshalb jemand der redet tut es nicht.

Kommentar von 3f902acbbee0a44f4b20aaf4c73e1e83smallAkelei2000 am 26. August 2008 08:28

Das glaube ich allerdings nicht. Die Leute die darüber reden, senden doch auch einen Hilfeschrei aus. Als meine Mutter in der "Psyche" war, wurde mir gesagt: "also wenn ihre Mutter noch immer weiter ihre Selbstmordgedanken äußert, müssen wir sie leider noch eine Weile hier behalten, um sie zu schützen." Sie alleine können ihre Mutter nicht tag u. nachts vor einem Suizd beschützen." Währe sie nicht noch eine Weile dortgeblieben, könnten wir nun ihr Grab besuchen. Ich glaube nicht, das man immer Bewertungen aussprechen kann, wenn es die Statitik so wiedergibt. Ein lieber Freund von mir sagte mal, er gehe jetzt weg und zwar für immer, keiner nahm ihn ernst und er fuhr gegen den nächstbesten Baum- Tot. Ich denke man sollte alles erst nehmen. Und vor allem darüber reden, grade in einer Selbsthilfegruppe Liebe Grüße Abba08

Kommentar von Simple_avatar6smallGeli1953 am 8. November 2008 13:28

Hallo fishhus, ich selber war in der Psychiatrie tätig und mußte feststellen, daß einige, die über Suizid geredet haben, es dann auch getan haben. Das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Mich verwundert, daß du trotz Selbsthilfegruppenerfahrung dies nicht besser weißt. Verallgemeinerungen sind immer schädlich und nützen niemandem.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 19. Februar 2009 05:29

Die Äußerung "Jemand der redet, tut es nicht", halte ich für sehr gefährlich. In mindestens zweifacher Hinsicht. Wer jemand über Selbstmord reden hört, könnte - sich an deine Äußerung erinnernd - falsch reagieren, nämlich mit der inneren Einstellung "der/die will mich jetzt mit dieser Äußerung manipulieren/erpressen". Allein schon diese INNERE Haltung kann zu einer entsprechenden - ablehnenden - Ausstrahlung führen, die den Suizidalen dazu veranlaßt, es nun "erst recht" zu tun. Meine Überzeugung ist: in JEDEM Falle mit der echten, aufrichtigen inneren und äußeren Haltung des Helfenwollens dem Kandidaten entgegenkommen. Egal, ob "echte" Selbstmordabsicht oder scheinbar "nur reden": Der Betreffende ist immer in einer Notlage und braucht echte Hilfe, Ermutigung oder irgendetwas anderes, was aus echter - bedingungslos - liebender Grundhaltung entgegengebracht wird.


PlayboyDeluxe
beantwortet von PlayboyDeluxe am 26. August 2008 05:08
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klingt hart aber: weise ihn in die psychiatrie ein. mein bester freund, der fast wie ein bruder für mich ist, der hat mal versucht sich selbst umzubringen, er ist erst 18. er wollte nicht mehr leben, weil ihm zu hause so viel schlimmes angetan wurde. wir haben ihn dann in eine psychiatrie gebracht. es ist wirklich nicht so schlimm da, wie es sich anhört. er ist seit kurzem wieder draußen und es geht ihm sehr viel besser.

Kommentar von 3f902acbbee0a44f4b20aaf4c73e1e83smallAkelei2000 am 26. August 2008 08:04

Sehr gute Antwort! DH von Abba08


Akelei2000
beantwortet von Akelei2000 am 26. August 2008 04:45
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Wenn jemand öftes einmal über seinen Selbstmord spricht, und seine Gedanken Dir gegenüber darüber frei äußerst, so ist es zunächst einmal sehr egoistisch von diesem Menschen, denn er denkt dabei nicht daran, wie schlecht es Dir dabei ergeht.Denn wenn er weg ist, merkt er nix mehr von Deinem Kummer und Schmerz darüber. Er hat es im Prinzip leichter als Du. Er macht es sich verdammt einfach, einfach so aus dem Leben abzuhauen. Den einzigen Mut, den er dann bewiesen hat, ist der den Selbstmord durchzuführen, das ist leichter, als sich dem oftmals harten Leben zu stellen, oder? Du wagst Dich zur zeit womöglich keinen Schritt mehr von ihm weg, weil Du ja ewig denken musst, das er sich etwas antut. Stimmt`s? Das ist garnicht gut. Vielmehr ist wichtig, nach der Ursache zu fragen. Warum ein Mensch nicht mehr leben will, um genau diese dann zu beleuchten.Wer wirklich nicht mehr leben möchte, der bringt sich auch eines Tages um, ohne lange darüber zu reden!!! Zur Zeit setzt er Warnsignale : ich kann, will >>> so nicht mehr weiterleben. Das sind letzte Hilferufe vor dem Selbstmord! Hilferufe, die gehört werden sollen> möchten > werden. Ein Selbstmord ist jedoch auch ein Mord, an sich selber. Ein Mörder bedarf Schutz, in diesem Falle vor sich selber. Also würde ich Dir dringenst, schnellstens raten, dir Hilfe zu holen und zwar in der ansässigen Psychartrie.Um diesen Menschen zunächst einmal vor sich selbst zu zu schützen. Möchtest Du später gerne dastehen und dich selber fragen, wie Du es hättest verhindern können??? Ansonsten hättest Du ja praktisch " Sterbehilfe geleistet, willst Du das wirlich auf Dich nehmen??? Ein sehr schlimmes Problem, zumal Du auch schon mit Deinem Leben herumhaderst? Zugegeben, es gibt wirklich schlimme Situationen im Leben, wo man echt alles hinwerfen möchte, die hat jeder einmal, glaube mir. Aber was ist, wenn morgen Alles besser ist, die Vögel zwitschern und die Sonne scheint, die Hunde bellen, und die Kinder lachen? Dann seid ihr weg, tot...unwiederbringlich weg von dieser Erde. Der Tot ist endlich. Es stellt sich für mich immer noch die Frage, warum jemand tot sein möchte. Also warum frage ich Dich hiermit????? Bitte hol Dir Hilfe, bevor es zu spät ist! sagt Dir total betroffen und in vollem Ernst Abba08

Kommentar von 155c24345415911ff0aaa78657036093smalldragon100 am 26. August 2008 08:09

Weißt Du wirklich, von was Du redest?

Wie kannst Du jemanden,der nicht helfen kann,Schuldgefühle einreden?

Kommentar von Simple_avatar6smallGeli1953 am 8. November 2008 13:25

hallo dragon, ich habe diesen text von akelei sehr aufmerksam gelesen und empfinde ganz und gar nicht, daß sie 5thelement schuldgefühle eingeredet hat. ich hätte das alles ähnlich formuliert, und besser kann man es auch nicht ausdrücken. hier geht es nur um die verantwortung für den verzweifelten menschen, und auch um die verantwortung für sich selbst.

Kommentar von 3f902acbbee0a44f4b20aaf4c73e1e83smallAkelei2000 am 26. August 2008 13:46

Ich weiß schon wovon ich rede, nämlich davon, das es auf jeden Fall verhindert werden sollte, das ein Mensch sich tötet. Das hat nix mit Schuldgefühlen zu tun, sondern mit Verantwortung. Wer soll hierfür die volle Verantwortung übernehmen? Eigentlich kann das keiner. So sollte es rüberkommen. Schuldzuweisungen oder gar Bewertungen sollte man bei diesem ernsten Thema völlig außen vor lassen, denke ich.

Kommentar von 3f902acbbee0a44f4b20aaf4c73e1e83smallAkelei2000 am 28. August 2008 23:29

Hallo dragon 100 ? Ich wollte Dich nicht angreifen, und wenn es so rübergekommen ist, tut es mir leid, sorry. Wen meintest Du denn, mit " Schuldgefühle einreden? " Doch dich selber, oder? Ich glaube nicht, das Du Schuldgefühle haben solltest, aber Dir Hilfe holen solltest, bevor es zu spät ist, und Du dann vielleicht Schuldgefühle entwickeln könntest, z.B. : warum habe ich nicht doch die Psychartrie angerufen, oder einen Psychologen um Rat gefragt, oder warum habe ich diesen Menschen mal alleine im Haus gelassen und so weiter?? So meinte ich es eigentlich. Ich wollte Dich auf gar keinen Fall verletzen, oder eine Bewertung über diese Tatsache abgeben. Glaube mir, ich weiß wovon ich rede. Ich habe meinen ersten Freund verloren, weil er Selbstmord gemacht hat. Er saß auf der Fensterbank, und erzählte mir davon, wie sinnlos er das ganze Leben fände, und das man nur frei sei, wenn man tot sei. Er wohnte noch zuhause, und ich musste um 10 Uhr ebenfalls zu hause sein, ich war erst 16 Jahre alt. Ich weiß noch genau, wie ich versuchte ihm seine Gedanken auszureden und hatte immer wieder nach dem Grund gefragt. Er sagte immer nur, das er keinen Bock mehr habe zu leben. Ich versprach ihm, am nächsten Tag doch wieder zukommen, und sagte seinen Eltern noch Bescheid, die gemütlich im Wohnzimmer saßen und TV schauten. Die Mutter sagte : " Och das sagt er immer, wenn er Streß in der Lehre hat, der kriegt sich schon wieder ein..." Ich weinte, aber ich musste los. Am nächsten Tag fuhr ich wieder zu ihm, vor dem Haus, Polizei, Rettungswagen, Notarzt...100 Gaffer vor dem Haus, und eine graue Decke, die über ihn gedeckt war, denn er hatte sich aus dem Fenster gestürtzt. Noch heute denke ich daran, und werde es niemals vergessen. Gebe mir die Schuld, das ich am vorigen Abend nicht bei ihm geblieben bin und auf alles gesch. hätte, was mich bei mir zu hause an Strafen erwartet hätte, wenn ich wenigstens diese Nacht bei ihm geblieben währe! Im Nachhinein hätte ich ihm tatsächlich nicht helfen können, daher nehme ich jede kleinste Andeutung auch sehr ernst, das ist jetzt 15 Jahre her, aber ich denke oft daran. Bitte sage Du mir nicht, ich wüsste nicht wovon ich rede. Ich wünsche Dir und dem " jemanden " alles Gute, und bin ein wenig traurig über Dein " Mißverständnis ". Ich hatte es nicht bös gemeint, womöglich falsch aufgenommen oder verstanden. Vielleicht hast Du dich auch ein wenig hastig u. panisch ausgedrückt? LG Abba08


vhiro
beantwortet von vhiro am 27. Februar 2009 19:53
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IsegrimWisobir
beantwortet von IsegrimWisobir am 19. Februar 2009 19:20
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Ich weis nicht wie verzweiffelt dieser Mänsch ist.Selbstmord ist keine lösung.Was fehl diesem Mänschen?Hat Er Sich Ziele gesteckt und nicht erreicht.Ist dieser Mänsch einsam,wurde Ihm gewalt angetan.Wichtig ist das Dieser Mänsch auf irgend etwas VERTRAUEN gewinnt, In deiner frage ist leider kein Punkt zu erkennen wo man der sache zum Posetiven hin lenken kan. zu Meiner person Ich hatte schon des öfteren die last Mänschen zur umkehr zu bewegen. IN DIESER SACHE STEHE ICH IHNNEN TELEFONISCH GERNE ZU VERFÜHGUNG:telnummer 0174 7762 742

www.dualedienste.homepage24.de


kimsar
beantwortet von kimsar am 4. November 2008 22:46
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so hart es sich anhört.zwangseinweisen!!!man sagt aber auch,die die es sagen machen es nicht??


anonym
beantwortet von ailujLIA am 27. September 2008 20:13
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Wenn jemand drüber spricht, denke nich der labbert nur so daher!!!!ich habe dass auch gemacht bei meinem freund, seine freunde wussten davon nicht und dass ergebniss ist er hat sich die pulsadern aufgeschnitten und meine welt ist zusammen gebrochen!! wenn ihr nur etwas mitbekommt dass jemand des machen möchte und diese person euch auch nich viel bedeutet, redet mit anderen darüber wie ihr ihm oder ihr helfen könnt, ihr werdet sonst denken es sei eurer schuld, auch wenn es dann doch nich so is/war!!! hört nich weg!!! das sind hilfeschreie...macht nich den selbenfehler wie ich!!!!!


anonym
beantwortet von Sandyhelene am 26. August 2008 16:11
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Hi du,hole dir bitte ganz schnell Hilfe von Profis,die wissen mit Suizidgefährdeten Personen umzugehen!Übrigends ich selber war auch mal sehr stark gefährdet,und habe davon gesprochen und sogar 1 Versuch (damals war ich ca.20 Jahre) unternommen!Meine Nachbarin hat mir damals sehr geholfen,und auch viele Kollegen,aber ganz wichtig ist die Hilfe von Profis und meiner Meinung nach auch der Selbsthilfegruppe,mir hat es damals sehr gut getan zu erfahren das ich nicht alleine bin mit meinen Problemen,sondern das auch andere Personen ähnlich schlimmes erlebt haben.Ich wurde vor 10 Jahren von meinem eigenen Bruder 2 Stunden mit dem Messer bedroht,bis mich die Polizei befreien konnte.Glaube mir offen mit anderen Menschen reden zu können hilft sehr,lasse dich nicht reinziehen in diese dustere Gedankenwelt,schaue nach vorne und hole dir hilfe,nur so kannst du anderen helfen! Ich wünsche Dir ganz ganz viel Kraft,und bitte lebe weiter!


anonym
beantwortet von helmutfranz am 26. August 2008 08:49
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Einen akut selbstmord-gefährdeten Menschen kannst Du vielleicht vom Selbstmord abhalten, wenn Du ihn zum Nachdenken über sein ICH bringen kannst.

Denn der Mensch kann zwar seinen Leib töten, sein ICH kann er aber niemals töten!

Was ist das ICH: Es ist die Geisterfüllte Seele, die nach dem Tode des Leibes ewig im Jenseits weiterlebt.

Das Thema Selbstmord kann ich nicht mit ein paar Zeilen abtun. Ich habe mir dazu viele Gedanken gemacht und diese auf meiner (privaten) Internetseite aufgeschrieben.

Wenn Du willst, dann schau mal rein: http://www.lorber-jakob.de

Kommentar von Progo am 21. Dezember 2008 03:56

Vorsicht Leser! helmutfranz alias lorberjakobfan beruft sich nicht auf die Bibel der Christen, sondern auf eine angebliche Offenbarung aus dem 19. Jahrhundert. Das sind obskure Sonderlehren die nichts mit der Bibel zu tun haben. helmutfranz betreibt eine WEB-Site mit diesen Irrlehren und macht hier Reklame dafür!


dragon100
beantwortet von dragon100 am 26. August 2008 08:14
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Damit ist man/frau normalerweise überfordert.

Wenn Dein Freund keine professionelle Hilfe will,biete ihm doch mal die Telefonseelsorge an.Die ist anonym und ein "Fachmann/Frau" sind sehr gut auf Zuhören geschult und haben auch manche Tipps anzubieten.Viel Erfolg.


Chrissi2708
beantwortet von Chrissi2708 am 26. August 2008 06:50
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mach dir mal keine sorgen... leute die sich killen wollen tun das auch... ohne vorher drüber zu reden... ich denke derjenige will einfach nur aufmerksamkeit... ( ja ich kenne mich aus... habe viele bekannte bei der Polizei...)

Kommentar von 155c24345415911ff0aaa78657036093smalldragon100 am 26. August 2008 08:11

Ich würde das etwas anders formulieren,aber:Ja!Du hast recht.Trotzdem sollte man auch solchenLeuten Hilfe anbieten.

Kommentar von F7b23b99be13b3b27cf13631f92fcebdsmallChrissi2708 am 26. August 2008 15:25

ja da hast du sicher recht... aber ich denke mal das dass ganze hilfe hier und hilfe da ihn nur in dieser sache bestärkt... und sich derjenige immer weiter in diese sache reinsteigert... würde das mal drei bis vier wochen ganz gewissenhaft ignorieren und sehen was passiert...


anonym
beantwortet von condor56 am 26. August 2008 03:13
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Schwierige Frage. Jeder Selbstmordgefährdete will zunächst auf sich aufmerksam machen. Er schickt Signale in die Welt! Du hast sie empfangen. Jetzt versuche herauszufinden, was er genau meint. Bin selber stinknormaler (51) Arbeiter und jeder von uns hat diese Phasen schon gehabt. Die Therapie- und Psycho-Fritzen können oft nicht helfen, da er/sie ja nur in ihrer/seiner Umgebung Aufmerksamkeit wollen. Was oft in früheren Zeiten nicht der Fall war. Bleib ihm/ihr gegenüber nahe und andere auch.

Kommentar von 22c7d381db67942b5a733084d5607479small5thElement am 26. August 2008 03:17

danke für deine antwort! es geht hier nur leider definitiv nicht um aufmerksamkeit. oft ist das ein grund, aber diese art von Selbstmordgedanken habe ich schon genug bei anderen erlebt um sagen zu können, dass sich hier jemand früher oder später umbringt.

Kommentar von condor56 am 26. August 2008 03:29

tja, dann...


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