Frage von mrsbrightside88, 67

Wie hilft man einem ängstlichen Hund?

Hallo! Ich habe seit Januar einen Hund aus dem Tierheim.. Kurz vorab: sie ist ein sehr ängstlicher und nervöser Hund und ich musste mit ihr in der Hundeschule einiges lernen. Damit das besser funktioniert und um Vertrauen zu schaffen, haben wir auf Ratens der Trainerin das Futter abends gegeben und zwar aus der Hand und tagsüber Leckerli zum üben. Zu Beginn war ich noch mit ihr beim tierarzt, es hieß sie sei gesund. Nun meine Fragen: Wilma (der Hund) hatte anfangs Panik vor allem und jedem - Männer, Geräusche, Gegenstände usw. Da wars so schlimm dass sie wenn ich sie gerufen habe sogar gepinkelt hat. Durch die hundeschule ist das nun nicht mehr so, ich kann sie sogar frei laufen lassen, sie hört aufs Wort und ist total auf mich fixiert. Doch sie hat nach wie vor Tage, an denen sie panische Angst vor meinem Mann hat, obwohl er nicht anders mit ihr umgeht als ich. Manchmal isst sie nichts wenn er da ist, traut sich nicht aufzustehen und 1 Stunde später schmust sie mit ihm. Wie kann man aus so einer Angst helfen? Auch bei Kindern ist sie total verschrocken. Das hat blöd, da ich sie mit in dir Arbeit nehme wo ich Kinder therapiere. Ich habe um Tierheim angegeben dass ich einen Hund suche, der vom Wesen her ausgeglichen ist und sich eben mit Hund Mensch und Katze verträgt. Im Tierheim war das auch so aber sie ist wohl doch ein anderer Hund wie mor versprochen wurde. Wenn Besuch kommt zu uns, ist sie wie gelähmt.. Und mir tut das so leid weil ich diesen Hund so arg ins Herz geschlossen habe, aber es macht mir auch sorgen, da wir ein Kind bekommen und ich Angst davor habe, dass sie aus Angst mal zubeißt oder ähnliches. Im Job klappt es mittlerweile gut, da die Patienten wissen dass sie sie in Ruhe lassen sollen. Das hatte ich mir anders gewünscht. Ein weiteres Problem ist, dass ihre Angst und Unsicherheit draußen in der Natur umschlägt in Dominanz und Aufmüpfigkeit. Jeder Hund wird von ihr angeknurrt und angegangen, nicht aggressiv aber sie versucht egal welche Rasse/Größe den anderen Hund zu dominieren. Sie kennt kein Spiel sondern rauft dann mit andren Hunden. Das geht mit einigen gut, aber mir gefällt diese aufgeregte Hektik nicht. Ich weiß dass ich da ruhig bleiben und ihr Ruhe vermitteln muss, meine Hundetrainerin sagt ich habe seit ich Wilma habe aus ihr schon einen super Hund gemacht. Dennoch, ich hab es mir wie gesagt anders gewünscht, und bin daher enttäuscht. Es mindert meine liebe ihr gegenüber nicht, aber ich merke dass ich einfach unsicher bin, ob ich richtig agiere. Muss ich es unterbinden, dass sie jeden Hund runterdrücken möchte (am kopf)? Muss ich dir zurecht weißen wenn sie raufen möchte oder knurrt? Außerdem hat Wilma seit sie hier ist durchfall. Sie hat 2x harten, niebdleb Stuhl, und danach jeden Tag (!) einmal durchfall hinterher. Ist das Stressbedingt? Denn ich habe weder ihr Futter umgestellt, noch was umgeändert. Ich hatte die Vermutung dass es von den vielen Leckerli kommt, die sie tagsüber im Training erhält?! Danke :-)

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 22

Hallo mrsbrightside88,

Hunde, welche in ihren Ängsten derart gefangen sind, benötigen einen Menschen welcher ihr Selbstvertrauen aufbaut aber auch einen Sozialpartner Mensch, der dem Hund Schutz geben kann.

Nicht alles aber vieles kann man trainieren und motivieren.

Wichtig aber ist, daß etwas fachlich erstklassiges unternommen wird um die Ängste des Hundes abzubauen.

Denn für alle Lebewesen gilt:

Angst macht das Leben AUS!

Bitte wende dich an folgende hinter diesem Link stehende Hunde"trainer":

http://www.dog-inform.de

Du kannst dort Ansprechpartner zur weiteren Beratung finden. Du kannst auch Angsthunde - Seminare besuchen. Du kannst in ein paar Einzelstunden lernen Deinem Hund Sicherheit zu vermitteln.

Aber auch den richtigen Umgang mit Deinem Hund wenn das Kind in Euer Leben gekommen ist. Du solltest, deinem Hund zuliebe - die nesten Adresse wählen wenn es um Angsthunde geht.

Für Dich und Deine Lieben wünsche ich mit genau diesem Hund alles Gute.

Antwort
von Reiterfee, 18

Da kann ich Dich beruhigen, wir hatten mit unserem Schäferhund (auch aus dem Tierheim) das gleiche Problem. Wir hatten sonst immer Schäferhunde vom Züchter aber unser jetziger ist aus dem Tierheim.  Wir haben ihn 2009 aus dem Tierheim geholt. Er war so ängstlich, vor allem vor meinem Mann und auch überhaupt Männern, es war ganz schlimm.  Da wir den Hund aber über alles liebten, haben wir uns sehr viel mit ihm beschäftigt und mein Mann hat sich ganz besondere Mühe gegeben, ihn immer mit Leckerlie verwöhnt, gestreichelt etc., so daß er ganz langsam seine Scheu und Angst verloren hat. Sehr schreckhaft ist er heute noch. Es deutet immer darauf hin, daß diese Hunde mit Menschen ganz besonderns mit (Männern) schlechte Erfahrungen gemacht haben.  Unser Rüde wurde z.B,. ausgesetzt, lief ca. 1/2 Jahr wild umher und wurde vom Tierheim eingefangen und war dann 1/2 Jahr im Tierheim. Also man vermutete, daß der Hund Schläge etc. bekommen hat und daher so ängstlich.

Habt viel Geduld mit ihm und vor allen Dingen braucht der Hund viel viel Liebe und Zuwendung, dann gibt sich das mit der Zeit.  Wie gesagt, wir haben ihn seit 2009 und heute haben wir 2016 und Du kennst den Hund nicht mehr wieder. Er ist nur noch schreckhaft aber alles andere hat sich bei ihm gelegt.

Also ich wünsche Euch viel freude noch mit Eurem Hund.

Antwort
von FancyDiamond, 37

Für was bezahlst du eine sicherlich teure Hundetrainerin, wenn sie die von dir genannten Probleme nicht sachgemäß therapiert? Würde mal sagen, Hundeschule wechseln.

Antwort
von Schlumpfine112, 30

Bestimmt hatte Wilma eine schlechte Erfahrung mit Männern gemacht.

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