Frage von Crangelos, 83

Wie heutzutage Geld sparen?

Guten Morgen zusammen,
momentan beschäftige ich mich mit oben stehender Frage. Wie spare ich am besten mein Geld? Die Zinsen sprechen nicht gerade für sich.
Hintergrund... ich/wir möchten gerne unsere 20/30% Eigenanteil für das Eigenheim sparen.  Angenommen wir bauen für 350.000€ dann müsste jeder von uns (mein Partner und ich) 52.500€ zurückgelegt haben bzw. angespart haben (wenn man die 30% nimmt). Wie gelingt das am besten? Andersrum habe ich gelesen, dass man auch ohne Eigenanteil an die Finanzierung ran gehen kann. Das macht m. E. aber wenig sind, da die Raten und die Kreditlaufzeit höher sind.
Vielen Dank im Voraus- Crangelos

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Kurpfalz67, 32

Nun, die Zinsen sind schön niedrig, dafür sind die Immobilienpreise erheblich gestiegen.

Ein sinnvolles Vorgehen scheint mir, die 30% anzusparen und dann zu kaufen. Eine Vollfinanzierung ist keine gute Wahl.

Was den Prozess  des Ansparens angeht, kommt es natürlich darauf an, wie viel Geld ihr monatlich weglegen könnt, da sich daraus dann auch der Zeitraum ergibt, den ihr sparen müsst.

Ich gehe mal von deinem angegeben Ziel von knapp 50.000€ pro Person aus.

Wenn jeder von euch pro Monat 416 € spart, dann kommt ihr da in 10 Jahren an, bei 0,0% Zinsen.

Bei 2% Zinsen schaffst du das mit ca. 375 €, 3%>>>355 €, 5%>>>325 €

Also, die Frage bleibt, wie lange habt ihr Zeit zum Ansparen und wie hoch kann der Betrag sein, den ihr monatlich sparen könnt?

Da die Beträge doch recht hoch sind, bei 5% wären das ja immer noch 325 € pro Monat für jeden von euch, gehe ich mal davon aus, dass ihr da etwas länger sparen müsst.

Bei so langen Zeiträumen würde ich definitiv einen Sparplan auf einen Aktienfonds wählen. Das ist die einzige Chance, überhaupt eine Rendite im genannten Bereich zu erzielen.

Wenn ihr das nicht wollt, so müsst ihr auf weniger gut verzinste Angebote zurückgreifen und dementsprechend länger sparen.

Antwort
von kevin1905, 22

Grundsätzlich sollten Menschen, die für die Finanzierung eines Eigenheims auf aktives Arbeitseinkommen zurückgreifen müssen, kein Eigenheim anstreben.

Man begibt sich in finanzielle Sklaverei für Jahrzehnte seines Lebens und muss auf andere Dinge verzichten.

Am sinnvollsten halte ich jedoch den Weg über eine fremdgenutzte Immobilie, wenn der Eigenheim Wunsch noch ein paar Jahre warten kann.

Davon ausgehend das Lage und alles weitere stimmen, erschaffst du damit auf einen Schlag eine Steigerung deiner Assets um den Wert der Immobilie, der auch eine jährliche Wertenwicklung (Durchschnittliche Steigerung 2014: etwa 10%, 2015 etwa 14%) erzielt.

Entweder entsteht durch die Mieteinnahmen ein positiven Cashflow oder zumindest einen Steuervorteil, wenn die Kosten anfänglich höher sind als die Einnahmen.

Höheres Vermögen und höheres Einkommen = höhere Bonität = bessere Konditionen, wenn man wirklich das Eigenheim angeht.

Die FK-Quote bei selbsgenutztem Eigentum sollte möglichst gering gehalten werden, wohingegen das bei fremdgenutzten Immobilien weniger relevant ist, da die Miete die Tilgung tragen sollte und die Zinsen als Werbungskosten, nebst anderer Dinge steuerlich abzugsfähig sind.

Da man in dem Bereich jedoch viel Wissen benötigt, musst du dich selbst schlau machen, oder du begibst dich auf die Suche nach jemandem, der in dem Bereich Ahnung und Erfahrung hat.

Antwort
von dieLuka, 31

Es macht auf jeden Fall sinn erst mal zu Sparen. zum einen gibt es Kauf/Baunebenkosten. Wenn ihr die nicht habt ist euer Kredit höher als der Gegenwert den ihr habt (110 % Finanzierung)

Zum anderen wird die Kreditrate bestimmt über eurer jetziegen Miete liegen. Da sollte man vorher wissen ob eine solche Monatliche rate stemmbar ist.

Antwort
von Othetaler, 23

Lassen wir mal die Finanzierung außen vor - ich bin auch der Meinung dass es ohne Eigenkapital nicht gut ist und man sich nicht von niedrigen Zinsen blenden lassen sollte.

Spare regelmäßig auf ein Tagesgeldkonto. Die Zinsen sind zwar nicht hoch, aber dafür bleibst du flexibel und hast keine Kosten.

Kommentar von kevin1905 ,

Man hat auch keine Realrendite.

Die durchschnittliche Preissteigerung von Immobilien lag in den letzten 2 Jahren im zweistelligen-%-Bereich. Da bringen evtl. 0,5% auf dem Tagesgeld keinen Kaufkraftzuwachs.

Kommentar von Othetaler ,

Es geht doch um das Ansparen des Eigenanteils. Nicht pro und contra Immobilienbesitz.

Antwort
von Jewiberg, 19

Also ihr müßt jeder 10 Jahre lang jeden Monat 400€ sparen! Allerding dürften die Preise dann wieder gestiegen sein. Wenn ihr das Geld anlegen wollt gibt es praktisch nur noch die Möglichkeit in Aktien, bzw. Fonds zu investieren. Ich würde da zu einem Indexfond raten. Blos keine geschlossenen Fonds! Informiert euch mal im Netz über Fonds, bevor ihr zur Bank geht.

Antwort
von althaus, 16

Sparen? Ja damit sollte man so früh wie möglich beginnen. Es gab in der Vergangenheit viele Möglichkeiten. Sparbuch, Festgeld, Sparpläne, Bausparvertrag, VL, Lebensversicherungen, Aktien, Anleihen, Beteiligungen, Wertpapiere allgemein, Betriebliche Altersvorsorge, Riester. Ich denke das war schon alles, wenn ich mich nicht irre. Durch die niedrigen Zinsen fallen viele der oben genannten Möglichkeiten weg. In dem Sinne: Dividenden sind die neuen Zinsen, wenn Du verstehst was ich meine. Das geht aber nicht ohne Risiko. Da ich vor über 20 Jahre mit dem Sparen angefangen habe, habe ich von dem o. g. von allem etwas. Das empfehle ich heute aber niemanden mehr, da vieles unrentabel geworden ist. Sparbuch, Festgeld, Sparpläne und Lebensversicherungen kannst Du gleich vergessen. Auch Riester steht auf der Kippe, obwohl ich das auch habe. Was übrig bleibt sind ausgesuchte Anleihen im High Yield bereich. Wie das Wort schon sagt, sehr riskant und Aktien. Wer in Aktien investiert kann sich Einzelkaktien wie BASF, Daimler oder Nestle aussuchen. Könnte noch weitere 20-30 nennen. Alles Blue Chips bzw. Standartwerte, aber die schwanken trotzdem bis zu 40%. Oder man kauft Aktienkörbe (Fonds!). Ich mache beides. In Einzelaktien bin ich leider nicht so erfolgreich. Liege oft daneben, obwohl ich über 20 Jahre Börsenerfahrung habe. In Fondssparen bin ich dagegen refolgreich und liege im Plus. Hier spare ich monatlich 600€ in 6 verschienene Fonds a 100€/Monat. Dadurch daß ich immer monatlich kaufe, kaufe ich mal billiger, mal teurer ein. Mit der Zeit hat man einen angenehmen Durschnittskurs und die Anlage lohnt sich, da die Börse historisch tendenziell nach oben geht, auch wenn es mal 20 bis 30% einbrechen kann. Ich kaufe meine Fonds über einen Vermittler (Experte24 in München) ohne Ausgabeaufschlag bei der Frankfurter Depotbank und lagere meine Fonds kostenfrei dort. Wer über eine Bank kauft, zahlt bis zu 5% Ausgabeaufschlag. Das muss  nicht sein. Selbst bei der ING Diba bekommt man viele Fonds kostenfrei bzw. mit einem halben AA. Das ist das einzige neben einem Tagesgeld das ich noch empfehlen kann. Noch vor 3 Jahren habe ich noch einen Buasparvertrag mit einer 3,25% Verzinsung abgeschlossen, aber das gibt es heute auch nicht mehr, daher bleibt einem nichts mehr außer Aktien übrig. ...ach ja, wer bauen möchte, sollte schon mind. 30-40% Eigenkapital haben. Ich hatte damals 50%, da ich mich damit wohler fühlte. Die Zinsen waren damals aber auch viel höher als heute. 

Antwort
von TimmiTurner007, 22

keine kreditkarten und ein konto eröffnen, an das man nicht per online-banking oder karte ran kann und dann monatlich seinen betrag dahin überweisen. aber da ihr es ja im großen stil machen wollt...naja die meisten würden wahrscheinlich einen zinsgünstigen online-kredit aufnehmen..

Antwort
von Djinneater, 34

das macht schon sinn, da man sich in der sparzeit die miete spart, die man ansonsten zahlt

es kommt halt darauf an, kann man alles berechnen

wie du geld sparst, weiß ich auch nicht

ein kleiner BSV ist immer gut, wegen der staatlichen förderung, auch, wenn man nicht bauen will

Antwort
von robi187, 29

sparen = konsumverzicht?

statt

https://de.wikipedia.org/wiki/Investition

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